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Führung als Königsdisziplin

Theorie - Modell - Praxisbezug

Title: Führung als Königsdisziplin

Thesis (M.A.) , 2010 , 130 Pages , Grade: 1

Autor:in: Verena Ramsl (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Führung. Konkret liegt der Fokus auf der Führungsperson und ihrer individuellen Entwicklung in Bezug auf ihre Führungsqualität. Im Kern geht es um ein selbst entworfenes Modell, das „Königsmodell“, welches gute Führung mit der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und dem holistischen Paradigma verbindet. Dabei wird das Modell durch Quellen aus der Geschichte und theoretische Annahmen aus der Führungsforschung, der Psychologie und der Philosophie gestützt. Diese Basis wird im ersten Teil, der Theorie, besprochen und dargelegt. Danach folgt das Modell selbst und seine Beschreibung, den dritten Abschnitt bildet der Lebensbezug. Dieser Teil ist ausschließlich der Kommunikation gewidmet. Dabei wird die Kommunikation an den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung angeschlossen und damit Wege kommunikativer Möglichkeiten theoretisch wie praktisch aufgezeigt.

Die Fragen, die durch die Arbeit führen, lauten:
• Wie kann gute Führung in Zukunft aussehen?
• Wie hat sich die Führungsforschung entwickelt und was davon ist für den holistischen Ansatz relevant?
• Welche Formen der Kommunikation können einen wertvollen Beitrag zu innerem Wachstum und zur Verbesserung der persönlichen Führung leisten?

Diese Arbeit beschreibt einen Weg, Führung und Kommunikation auf Basis eines holistischen Paradigmas zu verknüpfen und möchte damit einen Beitrag leisten, Führungspersonen bei den neuen Herausforderungen einer globalisierten Gesellschaft mit Anspruch auf Nachhaltigkeit zu inspirieren.
Die begonnene Zukunft verlangt nach Führungskräfte, die das Beste von sich, für sich, die Firma und die Mitarbeiter einbringen wollen. Um nachhaltige und sinnvolle Arbeit zu leisten bedarf es daher verstärkt der inneren Beweglichkeit, der Empathie, einem Willen zum Dienen, einem Willen zum Sinn, einem Willen zur Entscheidung, kommunikativer Kompetenz, innerer Festigkeit und vor allem Menschenliebe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. THEORIE

1. Führung

1.1. Definitionen und Begriffe

1.2. Kurzer Systematisierungsversuch der Forschung

1.3. Führung: Eine Frage der Macht?

1.3.1. Macht und Autorität

1.3.2. Macht und Führung

1.3.3. Macht ist nicht gleich Macht

1.3.4. Macht als menschliche Herausforderung

1.4. Relevante Ansätze der Führungsforschung

1.4.1. Ausgehend von der Person

1.4.2. Ausgehend vom Verhalten

1.4.3. Ausgehend von der Beziehung

1.4.4. Ausgehend vom Wert des Dienens

1.4.4.1. Die Idee der Servant-Leadership

1.4.4.2. Fähigkeiten von Servant Leaders

1.4.4.3. Dienende Führung in der Praxis

Zusammenfassung

2. Die innere Disposition

2.1. Entwicklungspsychologische Aspekte nach Erikson

Die acht Stufen der Entwicklung

2.2. Analytische Psychologie nach Jung

Struktur der Psyche

Bewusstwerdung und Persönlichkeit

2.3. Integrale Psychologie nach Wilber

2.4. Ziel ist nicht gleich Ziel

2.4.1. Identität bei Erikson

2.4.2. Das Selbst bei Jung

2.4.3. Das Selbst bei Wilber

Zusammenfassung

Exkurs: Weisheitsentwicklung

3. Holismus versus Atomismus

3.1. Mechanistisches Weltbild

3.2. Holistisches Weltbild

Quantenmechanik

3.3. Holistische Überlegungen

3.4. Führung mit holistischem ‚Drive’

3.5. Sinn

3.6. Haben oder Sein

3.6.1. Haben

3.6.2. Sein

Zusammenfassung

II. MODELL

1. Das Königsmodell: ein integrativer Versuch

1.1. Grafik zum Königsmodell

1.2. Dispositions-Achse

1.3. Drive-Achse

1.4. Verknüpfung

2. Die vier Archetypen der Herrschaft

2.1. Der Kind-Kaiser - der Abhängige

2.2. Der Kronprinz - der Instabile

2.3. Der Tyrann - der Absolute

2.4. Der König - der Bewusste

Zusammenfassung

III. PRAXISBEZUG

1. Dialogisch sein

1.1. Die Theorie

1.2. Die Anwendung

Der gelungene Dialog nach Bohm

2. Schöpferisch sein

Theorie U

Presencing

Der Prozess

Die Kommunikation

3. Mentor sein

Zusammenfassung

IV. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Führung mit dem Fokus auf die individuelle Entwicklung der Führungsperson. Ziel ist es, ein eigens entworfenes „Königsmodell“ zu etablieren, das ganzheitliche Führung mit Persönlichkeitsentwicklung und einem holistischen Paradigma verknüpft, um Führungskräften bei modernen Herausforderungen in einer globalisierten Welt Orientierung zu bieten.

  • Führungsforschung und die Entwicklung von Führungsmodellen
  • Die Bedeutung von innerer Disposition und Persönlichkeitsreife für Führung
  • Der Übergang von einem mechanistischen zu einem holistischen Weltbild
  • Die Rolle von Kommunikation (Dialog, Mentoring) als Werkzeug für persönliches Wachstum
  • Das „Königsmodell“ als integrativer Versuch zur Verknüpfung von Führung und Reife

Auszug aus dem Buch

1.3.4. Macht als menschliche Herausforderung

Macht verführt, strebt danach, sich auszubreiten und ihre Gebiete zu sichern. Macht ist an sich ein Mittel zum Zweck und wird doch oft zum Selbstzweck. Macht kann viel Gutes bewirken, wenn sie das sein darf, was sie ist, ein Instrument, ein Werkzeug, das dazu da ist, in der Welt zu wirken. Die Oper und das Meisterstück, das sie helfen kann zu schaffen, hängt immer von der Person ab, die die Macht in Händen hält. Wer will, dass sie ihm dient und nicht umgekehrt, muss bewusst und reflektiert bleiben. Die drei kategorischen Imperative von Zoche (1996: 35-43) geben eine mögliche Anleitung für den guten Umgang mit Macht. Ein kategorischer Imperativ meint einen Appell an die Vernunft. Die Imperative sind also nicht wie Axiome eine fixe Grundannahme, sondern erfordern es, zu hinterfragen und zu reflektieren. Führt die Auseinandersetzung mit einem Imperativ zur inneren Überzeugung seiner Richtigkeit, wird man seiner eigenen Überzeugung folgen und danach handeln. Der Imperativ fordert somit die Eigenverantwortlichkeit und die Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber ein.

Die Imperative lauten:

1. „Die Macht, die ein Mensch anstrebt, besitzt oder anwendet, darf nie so sein, daß es kein ihr übergeordnetes Mittel der Vernunft gibt.

2. Die Mittel der Machtanwendung dürfen nie so sein, daß sie die Macht neu etablieren.

3. Strebe nie unter Gewaltanwendung ein Ziel an. Nur so hast du die Gewissheit, daß das erreichte Ziel ohne Machteinsatz zu erhalten ist.“ (Zoche 1996: 36)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Führung: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über das komplexe Feld der Führungsforschung, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet die Rolle von Macht, Autorität und verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen wie der transaktionalen und transformationalen Führung.

2. Die innere Disposition: Hier werden psychologische Fundamente der Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson, Jung und Wilber diskutiert, um den theoretischen Rahmen für die „Dispositions-Achse“ des Königsmodells zu schaffen.

3. Holismus versus Atomismus: Dieser Teil kontrastiert das mechanistische Weltbild mit einer ganzheitlichen, holistischen Sichtweise und begründet die Bedeutung von Sinn und der Unterscheidung zwischen „Haben“ und „Sein“ für nachhaltige Führung.

1. Das Königsmodell: ein integrativer Versuch: Der Autor führt hier sein eigenes Modell ein, das mittels zwei Achsen (Disposition und Drive) vier archetypische Führungsstile (Kind-Kaiser, Kronprinz, Tyrann, König) verortet.

2. Die vier Archetypen der Herrschaft: In diesem Kapitel werden die Archetypen im Detail analysiert, wobei historische Fallbeispiele zur Verdeutlichung der jeweiligen Stärken und Schwächen der Führungsstile herangezogen werden.

1. Dialogisch sein: Dieser Abschnitt widmet sich der Kommunikation als Praxis, insbesondere dem Dialog nach Buber und Bohm, und untersucht dessen schöpferische Kraft für die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten.

2. Schöpferisch sein: Hier wird Scharmers „Theorie U“ und das Konzept des „Presencings“ vorgestellt, um Wege aufzuzeigen, wie Führung aus der entstehenden Zukunft heraus wirken kann.

3. Mentor sein: Das Kapitel erläutert Mentoring als ein praktisches Instrument zur Weitergabe von Weisheit und zur Förderung der persönlichen Entwicklung zwischen Führungsperson und Mentee.

Schlüsselwörter

Führung, Königsmodell, Servant-Leadership, ganzheitliche Führung, innere Disposition, Persönlichkeitsentwicklung, Holismus, Kommunikation, Dialog, Presencing, Mentoring, Macht, Autorität, Sinnfindung, Selbstwerdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der persönlichen Entwicklung von Führungspersonen und entwirft ein ganzheitliches Modell, das die Reife der Persönlichkeit ins Zentrum guter Führung stellt.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Führungsforschung, Entwicklungspsychologie, Philosophie des Holismus sowie kommunikative Praktiken wie der Dialog und Mentoring.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die theoretische Fundierung und Vorstellung eines „Königsmodells“, das Führung nicht nur über Effizienz, sondern über die innere Haltung und die ganzheitliche Entwicklung des Führenden definiert.

Welche wissenschaftliche Methodik wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche in den Bereichen Psychologie, Philosophie und Managementtheorie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Basis (Führung, Psychologie, Weltbilder), eine Modellentwicklung (Königsmodell und Archetypen) sowie eine praxisorientierte Anwendung (Dialog, Presencing, Mentoring).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind „Ganzheitlichkeit“, „Servant-Leadership“, „Innere Disposition“, „Individuation“ und „dialogische Führung“.

Was unterscheidet das „Königsmodell“ von anderen Führungsansätzen?

Im Gegensatz zu rein ökonomischen oder zweckorientierten Modellen integriert dieses Modell explizit die innere Reife der Führungsperson und deren moralische Entwicklung als Voraussetzung für nachhaltige Führung.

Warum ist Mentoring ein wichtiger Bestandteil der Arbeit?

Mentoring wird als zentrales Werkzeug begriffen, um die persönliche Weitergabe von Erfahrungen zu ermöglichen und Führungspersonen bei der Entwicklung einer authentischen, dienenden Haltung zu unterstützen.

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Details

Title
Führung als Königsdisziplin
Subtitle
Theorie - Modell - Praxisbezug
College
University of Salzburg  (Kommunikatioswissenschaft)
Grade
1
Author
Verena Ramsl (Author)
Publication Year
2010
Pages
130
Catalog Number
V188491
ISBN (eBook)
9783656126409
ISBN (Book)
9783656127116
Language
German
Tags
Führung Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich Dialog Kommunikation Modell Herrschaftstypen holistisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Ramsl (Author), 2010, Führung als Königsdisziplin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188491
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