Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Chemistry

Die chemische Symbolsprache und deren Einfluss auf Einstellungen der Schüler und Schülerinnen zum Chemieunterricht

Title: Die chemische Symbolsprache und deren Einfluss auf Einstellungen der Schüler und Schülerinnen zum Chemieunterricht

Examination Thesis , 2002 , 158 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Strehle (Author)

Didactics - Chemistry
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Die Chemie stimmt nicht!“
So fasst BURTSCHEIDT (2001) in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung den
Zustand des gegenwärtigen Chemieunterrichts zusammen. Gewöhnlich sind in der
Presse und Fachliteratur sowie im persönlichen Umfeld zumeist ablehnende
Stimmen, wie „Chemie ist ein Horrorfach“ oder „Chemie, das habe ich nie verstanden“
zu hören. Chemie scheint zu den unbeliebtesten Schulfächern zu gehören:
Es gilt als „zu abstrakt, zu wenig lebensnah, zu trocken, zu anspruchsvoll“
(RENN, 2001) oder als „zu theoretisch, abgehoben und mathematisiert“ (BURTSCHEIDT,
2001).
Zugleich wird dem Chemieunterricht zugeschrieben, in einer für den Schüler unverständlichen,
formalisierten Sprache stattzufinden: Chemie ist „Formelkram“
(ZITT, 2000) oder „Die Formel, das Schreckgespenst der Chemie!“ (SCHEIBLE,
1971), sind nur einige Ausdrücke, die die Abneigung ehemaliger und derzeitiger
Schüler gegenüber der chemischen Symbolsprache und dem Chemieunterricht
verdeutlichen.
Chemische Symbole gehören vermutlich zu den oft schwierigen, nicht verstandenen
Sachverhalten des Faches Chemie, deren Ablehnung sich auch auf die Haltung
von Schülerinnen und Schülern gegenüber dem gesamten Chemieunterricht
auswirken kann.
Das Thema der Arbeit:
„Die chemische Symbolsprache und deren Einfluss auf Einstellungen
der Schüler und Schülerinnen zum Chemieunterricht“
greift dieses besondere Problem des Chemieunterrichts heraus, das mit den wissenschaftlichen
Methoden der empirischen Sozialforschung bearbeitet werden
soll.
In der nachfolgenden Untersuchung sollen einerseits mögliche Schwierigkeiten
der Schüler – hier der 9. und 10. Jahrgangsstufe an einem Gymnasium – mit der
chemischen Symbolik aufgedeckt und kritisch beleuchtet und entsprechende Verbesserungen für die Handhabung der Symbolsprache im Chemieunterricht vorgeschlagen
werden. Andererseits gilt es, die Jugendlichen nach ihrer Meinung zum
Chemieunterricht und zur Symbolik zu befragen, um ihre Einstellungen und Wünsche
erkennen und verstehen zu können. Abschließend sollen Zusammenhänge
zwischen dem Verständnis der chemischen Symbolik, den Einstellungen zur chemischen
Symbolik und zum Fach Chemie untersucht werden.
Somit kann diese Arbeit einen Beitrag leisten, den Chemieunterricht insgesamt
effizienter, sinnvoller und attraktiver zu gestalten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einstellung

2.1 Reiz-Reaktions-Theorien

2.2 Soziales Objekt

2.3 Das Dreikomponentenmodell der Einstellung

2.4 Das eindimensionale Modell der Einstellung

2.5 Grundlage der empirischen Untersuchung

2.6 Was ist Einstellung zum Chemieunterricht?

3 Einstellung zum Chemieunterricht

4 Ursachen für die negative Einstellung zum Chemieunterricht

4.1 Image der Chemie

4.2 Lehrerpersönlichkeit

4.3 Alltagsbezug

4.4 Schwierigkeit

5 Die chemische Symbolsprache

5.1 Die chemische Fach- und Symbolsprache

5.2 Was bedeutet der Begriff Symbol?

5.3 Abkürzungen

5.4 Mehrdeutigkeit

5.5 Abstraktion

5.5.1 Kognitive Entwicklung nach PIAGET

5.5.2 Unterrichtsmethoden

5.6 Schülervorstellungen

5.6.1 Stoffe als Eigenschaftsträger

5.6.2 Kontinuum

5.6.3 Vernichtung von Stoffen

5.6.4 Ionen und Ionengitter

5.7 Zusammenfassung

6 Untersuchungsziele

7 Konzeption der Untersuchung

7.1 Die Stichprobe

7.2 Konzeption des Untersuchungsinstruments

7.2.1 Fragebogen zum Verständnis der chemischen Symbolsprache

7.2.2 Fragebogen zur Einstellung zum Chemieunterricht und zur chemischen Symbolik

7.3 Konzeption der Auswertung

7.3.1 Fragebogen zum Verständnis der chemischen Symbolsprache

7.3.2 Fragebogen zur Einstellung zum Chemieunterricht und zur chemischen Symbolik

7.3.3 Überprüfung der Hypothesen

7.4 Durchführung der Untersuchung

8 Ergebnisse und Diskussion

8.1 Lösungen der Aufgaben

8.2 Zusammenfassung der Lösungen

8.3 Verständnis der chemischen Symbolsprache

8.4 Einstellung zum Chemieunterricht

8.5 Einstellung zur chemischen Symbolsprache

8.6 Überprüfung der Hypothesen

8.6.1 Verständnis der chemischen Symbolik und Einstellung zum Chemieunterricht

8.6.2 Verständnis der chemischen Symbolik und Einstellung zur Symbolik

8.6.3 Einstellung zur chemischen Symbolik und Einstellung zum Chemieunterricht

8.6.4 Zusammenfassung

8.7 Kommentare zur chemischen Symbolik und zum Chemieunterricht

9 Perspektiven für den Chemieunterricht

9.1 Einstellungen

9.2 Die chemische Symbolik

9.2.1 Veranschaulichung von Symbolen durch konkrete Strukturmodelle

9.2.2 Vorteile des strukturorientierten Chemieunterrichts

9.3 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Verständnis der chemischen Symbolsprache und der Einstellung von Schülern der 9. und 10. Jahrgangsstufe zum Chemieunterricht, um Möglichkeiten für eine effizientere und attraktivere Unterrichtsgestaltung zu identifizieren.

  • Sozialpsychologische Grundlagen der Einstellungsbildung
  • Empirische Analyse von Schülervorstellungen zur chemischen Symbolik
  • Zusammenhang zwischen Fachbeliebtheit und Verständnis der Symbolsprache
  • Entwicklung von Perspektiven durch strukturorientierten Chemieunterricht

Auszug aus dem Buch

Die chemische Symbolsprache

Einzelne Wissenschaften bedienen sich fachspezifischer Wissenschaftssprachen. So haben auch Chemiker ihre eigene Fachsprache, die ein begriffliches Instrumentarium bietet, beobachtete Phänomene oder wissenschaftliche Ergebnisse der Chemie oder des Chemieunterrichts klar und eindeutig dazustellen, zu deren Formulierung die Gemein- oder Alltagssprache keine oder nur unzureichende Ausdrucksmöglichkeiten bietet (VOLLMER, 1980).

„Doch über das Verhältnis von Sprache und Fachsprache sowie über deren vielfach unreflektierten Gebrauch im Unterricht scheint weder bei den Lehrern, die als ‚Fachleute’ Chemie- oder Physik an den Schulen unterrichten, noch in der wissenschaftlichen Diskussion ein Problembewußtsein vorhanden zu sein“ (BAUER/NASE, 1983, S. 128). Der Wissenschaftler sollte sich der Verständlichkeit seiner Wissenschaftssprache bewusst sein und vor allem seine sprachlichen Mittel sach- und adressatengerecht wählen. Denn eine solche Fachsprache des Experten, hier des Lehrers, kann für Verwirrung gegenüber dem Laien, hier dem Schüler, sorgen, wenn sie dem Kenntnisstand und der fachwissenschaftlichen Entwicklung des Schülers nicht angepasst ist (HALLPAP/KLEIN/LUX, 1997).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der negativen Einstellung gegenüber dem Chemieunterricht und Definition des Untersuchungsgegenstandes.

2 Einstellung: Darstellung der sozialpsychologischen Grundlagen und Begründung der Wahl des Dreikomponentenmodells von ROSENBERG und HOVLAND.

3 Einstellung zum Chemieunterricht: Überblick über bisherige empirische Forschungsergebnisse zur Beliebtheit des Chemieunterrichts bei Jugendlichen.

4 Ursachen für die negative Einstellung zum Chemieunterricht: Diskussion von Faktoren wie Image der Chemie, Lehrerpersönlichkeit und Alltagsbezug.

5 Die chemische Symbolsprache: Analyse der Schwierigkeiten beim Verständnis chemischer Symbole, einschließlich kognitiver Aspekte und Schülervorstellungen.

6 Untersuchungsziele: Herleitung der Forschungsfragen und Formulierung der Arbeitshypothesen für die empirische Untersuchung.

7 Konzeption der Untersuchung: Beschreibung der Stichprobe, des methodischen Aufbaus der Fragebögen und der Auswertungsstrategien.

8 Ergebnisse und Diskussion: Ausführliche Analyse der erhobenen Daten, Kategorisierung der Schülerantworten und Überprüfung der Hypothesen.

9 Perspektiven für den Chemieunterricht: Ableitung konkreter Empfehlungen für eine strukturorientierte Unterrichtspraxis zur Verbesserung des Verständnisses und der Einstellung.

Schlüsselwörter

Chemieunterricht, Einstellung, chemische Symbolsprache, Schülervorstellungen, Fachbeliebtheit, Strukturmodelle, empirische Untersuchung, Fachsprache, Verständnis, Motivationsforschung, Kognitive Entwicklung, Lernpsychologie, Unterrichtsmethoden, Modellbildung, Sekundarstufe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern Schwierigkeiten beim Verständnis der chemischen Symbolsprache mit einer negativen Einstellung von Schülern zum Chemieunterricht korrelieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Einstellungsforschung in der Psychologie, die Fachdidaktik der Chemie, die Analyse von Lernschwierigkeiten bei der Symbol- und Formelsprache sowie die Bedeutung von Strukturmodellen für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen dem Verständnis chemischer Symbole und der Haltung der Schüler zum Fach aufzudecken, um durch entsprechende pädagogische Anpassungen (z.B. strukturorientierter Unterricht) das Fach Chemie attraktiver zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung kombiniert quantitative und qualitative Ansätze der empirischen Sozialforschung, insbesondere durch Fragebögen, die eine Bewertung von Aussagen sowie die Analyse von Freitextantworten und Zeichnungen zur Stoffdarstellung ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Einstellungs- und Symboltheorie sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung von Schülern der 9. und 10. Jahrgangsstufe analysiert und diskutiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind chemische Symbolsprache, Einstellung zum Chemieunterricht, Fachbeliebtheit, Schülervorstellungen und strukturorientierte Unterrichtskonzeptionen.

Welche Rolle spielen Strukturmodelle für die Schüler?

Die Arbeit zeigt, dass Strukturmodelle als Brücke zwischen Phänomenen und abstrakten Symbolen dienen können, um Schülern ein besseres Verständnis für den Aufbau der Materie zu vermitteln.

Was ist das Ergebnis bezüglich der untersuchten Hypothesen?

Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Verständnis der Symbolsprache und der Einstellung zum Chemieunterricht nachgewiesen werden, wohl aber ein Zusammenhang zwischen der Einstellung zur Symbolsprache und der Einstellung zum Chemieunterricht.

Excerpt out of 158 pages  - scroll top

Details

Title
Die chemische Symbolsprache und deren Einfluss auf Einstellungen der Schüler und Schülerinnen zum Chemieunterricht
College
University of Münster  (Institut für Didaktik der Chemie)
Grade
1,0
Author
Nina Strehle (Author)
Publication Year
2002
Pages
158
Catalog Number
V18850
ISBN (eBook)
9783638231091
ISBN (Book)
9783656205746
Language
German
Tags
Symbolsprache Einfluss Einstellungen Schüler Schülerinnen Chemieunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Strehle (Author), 2002, Die chemische Symbolsprache und deren Einfluss auf Einstellungen der Schüler und Schülerinnen zum Chemieunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18850
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  158  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint