1.Stunde
„Was finde ich über dich im Netz?“ –
Gegenseitige Recherche und Auswertung der Mitschülerinnen und Mitschüler zur Darstellung von Informationen im Internet
2. Stunde
„Wie sinnvoll ist es, private Daten im Internet zu veröffentlichen?“ -
Auswertung von verschiedenen Problemfilmen zur Verdeutlichung von Risiken im Internet
3. Stunde
„Kann ich mich vor Datenmissbrauch schützen?“ –
Erarbeitung von Fallbeispielen zur Darstellung und Bedeutung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung
4. Stunde
„Der neue Personalausweis auf einen Blick!“ -
Recherche der wichtigsten Funktionen des neuen elektronischen Personalausweises in Deutschland zur Darstellung der vielfältigen Möglichkeiten
5. Stunde
„Bin ich mit dem neuen Personalausweis jetzt sicher im Internet unterwegs?“
Erarbeitung verschiedener aktueller Zeitungsartikel zum neuen elektronischen Personalausweis
6. Stunde
„Wie sinnvoll ist der elektronische Personalausweis?“ -
Durchführung einer Talkshow zur Darstellung der Vorzüge und Schattenseiten des neu eingeführten Personalausweises in Deutschland
7. Stunde
„Warum bekomme ich immer soviel unerwünschte Werbung?“
Darstellung verschiedener Beispiele wie persönliche Daten für die Werbung missbraucht werden
8. Stunde
„Was für ein Webtyp bin ich!“
Durchführung eines Webtests zur Überprüfung meiner Webeigenschaften
Inhaltsverzeichnis
1. Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe
1.1 Thema der Unterrichtsreihe
1.2 Einordnung der Unterrichtsstunde in die Reihe
2. Ziele der Stunde und der Reihe
2.1 Lernziel der Unterrichtsreihe
2.2 Lernziel der Unterrichtsstunde
3. Bedingungsanalyse
4. Didaktische - methodische Überlegungen
4.1 Didaktische Überlegungen
4.2 Didaktische Reduktion
4.3 Methodische Überlegungen
5. Verlaufsplan des geplanten Unterrichts
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Unterrichtsstunde zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler für die Risiken und Chancen der Digitalisierung im Kontext staatlicher Identifikationsdokumente zu sensibilisieren. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit dem elektronischen Personalausweis (ePa), wobei die Lernenden durch die Methode des Rollenspiels befähigt werden, komplexe gesellschaftspolitische Debatten aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und eine eigene, begründete Urteilskompetenz zu entwickeln.
- Sensibilisierung für Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung
- Erörterung der Vor- und Nachteile der Online-Funktionen des elektronischen Personalausweises
- Förderung der Urteils- und Handlungskompetenz durch Rollenübernahme (Talkshow)
- Stärkung der kommunikativen und sozialen Kompetenzen durch kooperative Lernformen
Auszug aus dem Buch
4.1 Didaktische Überlegungen
Die Unterrichtsstunde ist dem Inhaltsfeld „Identität und Lebensgestaltung“ im Fach Geschichte-Politik mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Personale Identität und persönliche Lebensgestaltung im Spannungsfeld von Selbstverwirklichung und sozialen Erwartungen“ zuzuordnen. (Kernlehrplan und Richtlinien für die Hauptschule – Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen, Lernbereich Gesellschaftslehre, Fach Geschichte/Politik, S. 40)
Des Weiteren ist die Unterrichtsstunde im Bereich der Urteilskompetenz „die eigene Lebensgestaltung und Lebensplanung vor dem Hintergrund sozialer Erwartungen und unter Aspekten des Wertewandels beurteilen“ verankert.
Das digitale Zeitalter eröffnet neue Lebenswelten: den Zugang zu unbegrenzten Informationen im Netz, die Möglichkeit, komfortable Alltagssituationen zu lösen wie das Online-Einkaufen und die Identitätskonstruktion in sozialen Netzwerken. Doch Internetnutzer bewegen sich in der virtuellen Welt nicht in einem geschützten Raum. Wer bewusst oder unbewusst zu freizügig mit seinen persönlichen Daten umgeht, muss mit unkalkulierbaren Folgen rechnen. Nach einer Studie von Bitkom 2011 verbringen Zwölf- bis Neunzehnjährige durchschnittlich 138 Minuten pro Tag im Internet und 77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen haben ein Profil in einem sozialen Netzwerk.
Nach einer Umfrage in der Klasse 10B2 stellte sich heraus, dass jede Schülerin und jeder Schüler in einem oder mehreren sozialen Netzwerken Mitglied ist. Täglich verbringen die Schülerinnen und Schüler mindestens eine Stunde im Netz. Doch die Wenigsten haben von Datenmissbrauch oder von dem Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung gehört. Viele haben keine Vorstellung inwieweit die Selbstdarstellung im Netz für die Schülerinnen und Schüler schädlich sein kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe: Hier wird der thematische Kontext der Unterrichtseinheit definiert und die spezifische Stunde in eine achtteilige Reihe zur Internet- und Datensicherheit eingeordnet.
2. Ziele der Stunde und der Reihe: Dieses Kapitel erläutert die übergeordneten Lernziele bezüglich Datenschutz und Medienkompetenz sowie die konkreten Teilziele der Stunde in Bezug auf Urteils- und Sozialkompetenz.
3. Bedingungsanalyse: Dieser Abschnitt analysiert die Rahmenbedingungen der Lerngruppe, inklusive Sozialverhalten, Vorkenntnisse und Gruppenstruktur, um den Unterricht gezielt planen zu können.
4. Didaktische - methodische Überlegungen: Die Lehrkraft begründet hier die Auswahl des Themas, die didaktische Reduktion und die methodischen Entscheidungen wie den Einsatz der Talkshow.
5. Verlaufsplan des geplanten Unterrichts: Dies ist die tabellarische Darstellung des Unterrichtsablaufs, unterteilt in Phasen, inklusive Aktionsformen und methodischer Kommentare.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Hier sind die für die Planung herangezogenen Fachbücher und Internetquellen zur methodischen und inhaltlichen Fundierung aufgeführt.
Schlüsselwörter
elektronischer Personalausweis, Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Talkshow, Rollenspiel, Internetkompetenz, Soziale Netzwerke, Identität, Cyber-Mobbing, Medienpädagogik, Politische Bildung, Urteilskompetenz, Sozialkompetenz, Datensicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die schriftliche Planung einer unterrichtspraktischen Prüfung im Fach Sozialwissenschaften/Geschichte-Politik zum Thema elektronischer Personalausweis.
Was sind die zentralen Themenfelder der Reihe?
Die Reihe behandelt das Thema „Privates im Netz“, mit Schwerpunkten auf Internetrisiken, Datenschutz, Anonymität sowie den Funktionen und der Sicherheit des neuen elektronischen Personalausweises.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer simulierten Talkshow die Vor- und Nachteile des elektronischen Personalausweises diskutieren und eine fundierte, eigene Meinung dazu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht verwendet?
Die Lehrkraft setzt auf kooperatives Lernen und die Methode des Rollenspiels, um die Lernenden aktiv in eine Talkshow-Situation zu bringen.
Was wird im Hauptteil der Planung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Klasse, didaktisch-methodische Begründungen der gewählten Vorgehensweise sowie einen detaillierten Verlaufsplan der Stunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Identitätskonstruktion, Medienkompetenz und politische Partizipation durch Rollenübernahme.
Warum wurde die Methode der Talkshow gewählt?
Die Talkshow ermöglicht es, ein kontroverses Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, das Selbstbewusstsein der Schüler zu fördern und sie zum Diskutieren politischer Themen zu motivieren.
Wie gehen die Lernenden mit der Herausforderung der Rollenübernahme um?
Die SuS nutzen Rollenkarten und Zeitungsartikel als Unterstützung, um sich in fremde Perspektiven wie die eines Kriminalpolizisten oder einer Menschenrechtlerin einzufinden und die Argumente dieser Rolle zu vertreten.
- Quote paper
- Thomas Michalak (Author), 2011, Unterrichtsstunde: "Wie sinnvoll ist der elektronische Personalausweis?" Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188554