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Luther und sein Einfluß auf das Verhältnis von Schule und Staat

Título: Luther und sein Einfluß auf das Verhältnis von Schule und Staat

Trabajo , 2001 , 30 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marcel Haldenwang (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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"Schulboykott", "Homeschooling" - diese Begriffe waren kürzlich auf den Titelseiten der Tageszeitung zu lesen. Es besteht also Anlass dazu, das Verhältnis von Schule, Staat und Familie einmal kritisch in Augenschein zu nehmen. Heuristisches Instrument bei dem Versuch, zu einer eigenen Überzeugung in dieser Frage zu gelangen, soll hier die historische Perspektive sein, nämlich der große Pädagoge Luther.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Die Situation des Schulwesens zur Reformationszeit

1.1 Ausfall der Klosterschulen

1.2 Ausfall der Unterhaltsbasis der fahrenden Scholaren

1.3 Motivationsschwäche

2 Luthers Einschätzung von Bildung und sein Interesse an der Schule

2.1 Luthers Schriftprinzip

2.2 Luthers allgemeines Priestertum

2.3 Luthers Verhältnis zur Wissenschaft, zum Humanismus und zur Scholastik

2.4 Konfessionalisierung

3 Luthers Schulschrift von 1524

Zielsetzung und thematische Ausrichtung

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss Martin Luthers auf die Transformation des Schulwesens im Zuge der Reformation, mit besonderem Fokus auf der Verschiebung der Verantwortung von der Kirche hin zur weltlichen Obrigkeit. Ziel der Arbeit ist es, die pädagogischen Überzeugungen Luthers vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Realitäten seiner Zeit zu beleuchten und ihre Auswirkungen auf die Institutionalisierung von Bildung aufzuzeigen.

  • Analyse der desolaten Zustände des mittelalterlichen Schulwesens und der Folgen der Reformation
  • Untersuchung von Luthers Bildungsauffassung, insbesondere in Bezug auf das allgemeine Priestertum und das Schriftprinzip
  • Kritische Auseinandersetzung mit Luthers Haltung zur zeitgenössischen Wissenschaft, zum Humanismus und zur Scholastik
  • Interpretation der „Schulschrift“ von 1524 als zentrales Dokument für die staatliche Bildungsverantwortung

Auszug aus dem Buch

1.1 Ausfall der Klosterschulen

Die Reformation brachte zahlreiche für das Schulwesen bedeutsame Veränderungen mit sich. So litt das Schulwesen unter den Unruhen, die mit der Reformation verbunden waren, erst recht unter dem Bauernkrieg. Bedeutsam ist auch – und auf diesen Aspekt möchten wir genauer eingehen –, daß ein wichtiger Schulträger wegfiel in solchen Gebieten, wo reformatorisches Gedankengut aufgenommen wurde.

In der Zeit, als die Reformation ihre Auswirkungen zeitigte, wurde das Schulwesen noch weitgehend von Kirche und Klerus getragen. Eine Auswirkung der Reformation war die sog. Klosterflucht. Luther lehnte nämlich das Klostergelübde ab, v. a., weil er darin Werkgerechtigkeit erkannte. So hat er im „Urteil Luthers über die Klostergelübde“ von 1521 geschrieben: „Und das geistliche oder das Klosterleben ist von Natur aus ein Werk des Gesetzes“; das Gelübde geschehe „ohne Glauben“, es werde „den Teufeln gelobt“. „Die Worte derer, welche so geloben, sind: Ich gelobe dir, Gott, daß ich dich mein ganzes Leben lang lästern und gottlos sein will.“ Seine Polemik steigert sich zu den Worten, daß man „solche Klöster, als des Teufels Schlammpfützen und Hurenhäuser, dem Boden gleichmachen“ müsse. Luther fordert dazu auf, „das Gelobte samt dem Gelübde [fahrenzulassen]“, sieht allerdings auch die Möglichkeit vor, nur „die Gottlosigkeit des Gelübdes [abzutun]“ und im Orden zu verbleiben, ggf. das Gelübde zu erneuern, allerdings jetzt „im rechten Glauben“ und nicht mit der Absicht, „sich dadurch gerecht und selig zu machen“.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema in der aktuellen bildungspolitischen Diskussion und legt die Zielsetzung dar, Luthers Einfluss auf die Verlagerung schulischer Kompetenzen von der Kirche zum Staat zu untersuchen.

1 Die Situation des Schulwesens zur Reformationszeit: Das Kapitel beschreibt den Niedergang des alten Schulwesens durch den Wegfall der Klöster als Schulträger und die schwindende Motivation durch veränderte soziale und ökonomische Rahmenbedingungen.

1.1 Ausfall der Klosterschulen: Dieser Abschnitt analysiert den Rückgang schulischer Strukturen infolge der Klosterflucht und Luthers spezifische Kritik am monastischen Leben.

1.2 Ausfall der Unterhaltsbasis der fahrenden Scholaren: Hier wird erläutert, wie durch Luthers Rechtfertigungslehre das Bettelwesen und damit die traditionelle Lebensgrundlage fahrender Schüler ihre Legitimität verloren.

1.3 Motivationsschwäche: Dieser Teil beleuchtet, wie der Wegfall kirchlicher Pfründe und die Angst vor Häresie den Wunsch der Eltern nach einer fundierten Schulbildung minderten.

2 Luthers Einschätzung von Bildung und sein Interesse an der Schule: Das Kapitel expliziert Luthers eigene Bildungsauffassung, die stark durch sein theologisches Verständnis geprägt war.

2.1 Luthers Schriftprinzip: Dieser Abschnitt zeigt auf, wie das reformatorische Prinzip der Schrift als alleiniger Autorität eine allgemeine Lesekompetenz und Volksbildung notwendig machte.

2.2 Luthers allgemeines Priestertum: Hier wird dargelegt, dass das Priestertum aller Gläubigen die Notwendigkeit einer breiten Bildung jenseits des Klerus begründete.

2.3 Luthers Verhältnis zur Wissenschaft, zum Humanismus und zur Scholastik: Dieses Kapitel arbeitet Luthers ambivalente Haltung zur antiken Philosophie und zur autonomen Vernunft heraus, wobei er Bildung stets in den Dienst Gottes stellte.

2.4 Konfessionalisierung: Hier wird der Prozess beschrieben, in dem Schule zunehmend zu einem Instrument der konfessionellen Bekenntniskontrolle wurde.

3 Luthers Schulschrift von 1524: Das abschließende Hauptkapitel interpretiert die „Ratsherrenschrift“ als Aufforderung an die weltliche Obrigkeit, die Verantwortung für das Schulwesen zu übernehmen.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Reformation, Schulwesen, Bildungsreform, Klosterschulen, allgemeines Priestertum, Schriftprinzip, weltliche Obrigkeit, Konfessionalisierung, Pädagogik, Humanismus, Scholastik, Volksbildung, Ratsherrenschrift, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel des Schulwesens während der Reformationszeit und die zentrale Rolle, die Martin Luther bei der Übertragung der Schulverantwortung von kirchlichen Institutionen auf die weltliche Obrigkeit spielte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Krise des spätmittelalterlichen Schulwesens, Luthers Theologie als Triebfeder für Bildungsforderungen sowie die politische Dimension der staatlichen Schulaufsicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Ursprung der staatlichen Bildungsverantwortung in Deutschland anhand der reformatorischen Gedanken Luthers und seiner konkreten Appelle an die städtischen Ratsherren aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Arbeit, die primär quellenbasiert arbeitet. Dabei werden Luthers eigene Schriften sowie zeitgenössische Quellen mit modernerer Forschungsliteratur in Beziehung gesetzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Missstände im Bildungswesen zur Reformationszeit, eine Untersuchung von Luthers pädagogischen Grundlagen und eine eingehende Interpretation seiner berühmten „Schulschrift“ von 1524.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Reformation, Bildungsreform, allgemeines Priestertum, weltliche Obrigkeit und Konfessionalisierung charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste die Klosterflucht das Schulwesen?

Da Klöster im Mittelalter wesentliche Schulträger waren, führte die durch reformatorische Gedanken begünstigte Klosterflucht zu einem gravierenden Verlust an Bildungseinrichtungen und erzwang eine Neuordnung der Schulträgerschaft.

Warum lehnte Luther die traditionelle Scholastik ab?

Luther lehnte die Scholastik ab, da sie sich zu sehr auf die aristotelische Philosophie stützte, welche er als nicht vereinbar mit der biblischen Offenbarung und dem Glauben ansah.

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Detalles

Título
Luther und sein Einfluß auf das Verhältnis von Schule und Staat
Universidad
University of Wuppertal  (Pädagogik)
Calificación
1,0
Autor
Marcel Haldenwang (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
30
No. de catálogo
V18857
ISBN (Ebook)
9783638231152
ISBN (Libro)
9783638645928
Idioma
Alemán
Etiqueta
Luther Einfluß Verhältnis Schule Staat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marcel Haldenwang (Autor), 2001, Luther und sein Einfluß auf das Verhältnis von Schule und Staat, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18857
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