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Deliberative Internetöffentlichkeit?

Zum Potential partizipativer Kommunikation im Internet für die politische Öffentlichkeit in der deliberativen Demokratie

Título: Deliberative Internetöffentlichkeit?

Trabajo Escrito , 2010 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Isabelle Klein (Autor)

Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías
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Zwei Jahrhunderte nach der Französischen Revolution entwickelte sich zunächst in den westlichen Staaten eine neue Revolution: keine bürgerliche, sondern eine technische. Wenngleich sie nie als solche ausgerufen wurde, erleben wir eine digitale Revolution, eine Revolution der zwischenmenschlichen und gesamtgesellschaftlichen Kommunikation. Das Internet weckt sowohl Hoffnungen auf eine Demokratisierung der Öffentlichkeit, als auch Befürchtungen auf ein Ende politischer Öffentlichkeit und fordert eine Weiterentwicklung öffentlichkeitstheoretischer Überlegungen der Kommunikationswissenschaft.

Kritische Theoretiker wie Brecht, Enzensberger oder McLuhan haben neue Informationstechnologien stets nach ihrem demokratischen Potential hin untersucht und auch beim Internet stellt sich unweigerlich die Frage, inwiefern es die Bedingungen politischer Kommunikation verändert; und zwar in dem Sinne, dass die Bürger breiter und besser informiert sind und sich aktiver an politischen Diskursen beteiligen. Klassische Vermittler wie der Journalismus treten im Internet in den Hintergrund, währen neue Vermittlungsformen zusammenwirken. Vor allem partizipative Kommunikationsstrukturen wecken Hoffnungen, zur Konstitution einer allgemeinen Öffentlichkeit und eines allgemeinen Willen beizutragen.

Die vorliegende Arbeit setzt den Fokus auf die theoretischen Auseinandersetzung mit dem Potential partizipativer Kommunikation im Internet für die politische Öffentlichkeit und ihrem Beitrag für eine deliberative Demokratie. Um das demokratische Potential des Internet im Sinne der deliberativen Demokratie benennen zu können, skizziert die Arbeit zunächst das Habermas'sche Idealbild von Öffentlichkeit im massenmedialen Zeitalter, um dann die Vermittlungsstrukturen im Internet auf ihre deliberativen Möglichkeiten hin zu überprüfen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Betrachtung partizipativer Strukturen. Da das demokratische Potential des Internets immer auch in Anbetracht seines integrativen Potentials zu betrachten ist, wird im vierten Teil diskutiert, ob und in welchem Maße die neuen Vermittlungsstrukturen zur Integration oder Fragmentierung der Öffentlichkeit beitragen. Letztlich sollen die Betrachtungen nicht herausstellen, ob eine Fragmentierung der Öffentlichkeit durch das Internet begünstigt wird, sondern als Ansatz dienen, die deliberativen Möglichkeiten und das demokratische Potential des Internets für die politische Öffentlichkeit einzuschätzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diskurs, Deliberation und Demokratie im Zeitalter der Massenmedien

2.1. Deliberative Demokratie

2.2. Strukturwandel durch mediale Massenkommunikation

3. Neue Vermittlungs- und Kommunikationsformen im Internet

3.1. Vermittlungsformen in der aktuellen Internetöffentlichkeit: zwischen Partizipation, Profession und Technik

3.2. Möglichkeiten der Politischen Partizipation im Internet

4. Deliberation im Internet?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Internets für partizipative Kommunikation und dessen Beitrag zur Förderung einer deliberativen Demokratie im Sinne Jürgen Habermas'. Dabei wird analysiert, ob das Internet neue Räume für politische Teilhabe schafft oder zur Fragmentierung der Öffentlichkeit beiträgt.

  • Habermas' Modell der deliberativen Demokratie als theoretischer Rahmen
  • Strukturwandel der Öffentlichkeit durch Massenmedien vs. Internet
  • Die Trias aus Profession, Partizipation und Technik
  • Potenziale und Grenzen politischer Partizipation online
  • Diskurs um Fragmentierung versus Integration von Öffentlichkeit

Auszug aus dem Buch

3. Neue Vermittlungs- und Kommunikationsformen im Internet

In den vergangenen Jahren hat das Internet in der globalen, massenmedialen Landschaft einen Strukturwandel ausgelöst. Neben die 'alten' tradierten Massenmedien wie Fernsehen, Hörfunk und Zeitung ist das Internet als 'neues' Medium getreten, das „die massenhafte Distribution von Informationen [ermöglicht], ohne im klassischen Sinne ein Massenmedium zu sein.“ (Löffelholz 2004: 371). Das Internet kann und soll existierende Massenmedien nicht vollkommen ersetzen, es kann sie aber ergänzen und verbessern. Der Ausgleich der Schwächen der mediatisierten Massenkommunikation und die Verwirklichung der normativen Ansprüche des diskursiven Öffentlichkeitsmodell nach Habermas scheinen im Internet möglich zu sein. Die netzwerkartige, dezentrale Struktur des Internets, der einfache kommunikative Zugang zu öffentlichen Diskussionen und die Autonomisierung der Öffentlichkeit durch die wegfallende Selektionsleistung des Journalismus eröffnen ein demokratisches Potential des Internets. Dieses Potential und seine tatsächliche Nutzung sollen in diesem Abschnitt betrachtet werden. Zunächst werden jedoch die neuen Kommunikations- und Vermittlungsstrukturen in den Fokus gerückt, die maßgeblich zu einem Strukturwandel der Öffentlichkeit beitragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem demokratischen Potenzial des Internets im Kontext der deliberativen Demokratie und skizziert das methodische Vorgehen.

2. Diskurs, Deliberation und Demokratie im Zeitalter der Massenmedien: Hier werden die theoretischen Grundlagen nach Habermas erläutert sowie der Strukturwandel der Öffentlichkeit durch klassische Massenmedien analysiert.

3. Neue Vermittlungs- und Kommunikationsformen im Internet: Dieses Kapitel betrachtet die technologische Transformation der Öffentlichkeit und die veränderten Rollen von professionellen Vermittlern und Nutzern.

4. Deliberation im Internet?: Hier wird kritisch diskutiert, ob das Internet tatsächlich deliberative Diskurse fördert oder durch Fragmentierung und Spezialinteressen eher zur Polarisierung beiträgt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Internets zusammen, das zwar enorme technische Potenziale für Partizipation bietet, deren Einlösung jedoch von der tatsächlichen Nutzung durch die Akteure abhängt.

Schlüsselwörter

Deliberative Demokratie, Öffentlichkeit, Strukturwandel, Internet, Politische Partizipation, Habermas, Massenkommunikation, Digitale Spaltung, Fragmentierung, Partizipativer Journalismus, Gatekeeping, Netzöffentlichkeit, Online-Diskurs, Demokratisierungspotenzial, Deliberation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob und wie das Internet als technisches Medium neue Formen der politischen Teilhabe ermöglicht und inwiefern dies dem Modell der deliberativen Demokratie von Jürgen Habermas entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Strukturwandel der Öffentlichkeit, der Rolle des Internets als demokratisches Instrument sowie dem Spannungsfeld zwischen professionellem Journalismus und partizipativen Nutzermedien.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das demokratische Potenzial des Internets kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob es zur Integration oder zur Fragmentierung der öffentlichen Meinungsbildung beiträgt.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis der Diskurstheorie von Jürgen Habermas und gleicht diese mit aktuellen medienwissenschaftlichen Erkenntnissen über die internetbasierte Kommunikation ab.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil wird zunächst die theoretische Basis der deliberativen Demokratie gelegt, gefolgt von einer Analyse der veränderten Kommunikationsstrukturen im Netz und einer Diskussion der Chancen und Risiken für den politischen Diskurs.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie Deliberation, Fragmentierung, Internetöffentlichkeit und das Verhältnis von Profession und Partizipation.

Was besagt die im Text erwähnte "Fragmentierungsthese"?

Sie besagt, dass spezialisierte Internetangebote Nutzer eher in homogene Gruppen führen, die nur noch ihre eigenen Interessen wahrnehmen, statt einen gemeinsamen gesellschaftlichen Diskurs über relevante Themen zu führen.

Wie bewertet die Autorin das Verhältnis von "Journalismus" und "Nutzerpartizipation"?

Das Internet verschiebt die klassischen Rollen; Journalisten agieren nicht mehr als exklusive Gatekeeper, sondern müssen sich in einem Netzwerk behaupten, in dem Nutzer durch Vernetzung und eigene Inhalte als Mit-Kommunikatoren auftreten können.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Deliberative Internetöffentlichkeit?
Subtítulo
Zum Potential partizipativer Kommunikation im Internet für die politische Öffentlichkeit in der deliberativen Demokratie
Universidad
University of Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Curso
Strukturwandel der Öffentlichkeit - Die Fragmentierungsthese
Calificación
1,3
Autor
Isabelle Klein (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
16
No. de catálogo
V188585
ISBN (Ebook)
9783656123378
ISBN (Libro)
9783656124191
Idioma
Alemán
Etiqueta
Demokratie Internet Öffentlichkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Isabelle Klein (Autor), 2010, Deliberative Internetöffentlichkeit?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188585
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