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Der 'König vom Odenwald' in der Tradition der paradoxen Lobrede?

Titre: Der 'König vom Odenwald' in der Tradition der paradoxen Lobrede?

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Cornelia Reinhardt (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Im Mittelalter treffen wir auf einen Zeitgenossen, der auf den ersten Blick die Tradition der paradoxen Lobrede weiterführt, indem er die Kuh, das Schwein und weitere Nutztiere, sowie Alltagsgegenstände lobt. Seine Verse beschreiben durch sehr eigenwillige Argumente die Unentbehrlichkeit der gelobten Gegenstände und Tiere. Doch steht dieser Autor in der Tradition der Adoxographie? Wie lobt er und warum? Unter welchem Umständen entstanden seine Werke? Und wer ist eigentlich dieser Dichter, der sich selbst König vom Odenwald nennt?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1 Autor und Werk

1.1 Autor

1.2 Überlieferung

1.2.1 Werk

1.2.2 Würzburger Liederhandschrift

2 Gedicht-Typus und historische Einordnung

2.1 Historische Einordnung

2.1.1 Zeitgenössische Literatur

2.1.2 Reimpaargedichte

2.2 Der Gedicht-Spezialtyp des Königs vom Odenwald

2.2.1 Charakteristika

2.2.2 Gedichtbeispiele

2.3 Der König vom Odenwald – Tradition oder Sonderfall?

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Einordnung der Gedichte des mittelalterlichen Autors „König vom Odenwald“ im Kontext der paradoxen Lobrede. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob seine Texte tatsächlich dieser Tradition der Adoxographie zuzuordnen sind oder ob es sich um einen literarischen Sonderfall handelt, der durch Alltagsbezug und parodistische Elemente geprägt ist.

  • Analyse der historischen Identität und des Werks des „König vom Odenwald“
  • Untersuchung der gattungsspezifischen Merkmale seiner Reimpaargedichte
  • Vergleich der mittelalterlichen Adoxographie mit den Werken des Autors
  • Darstellung der Bedeutung der Würzburger Liederhandschrift als Überlieferungskontext
  • Hinterfragung der Tradition der paradoxen Lobrede im Spätmittelalter

Auszug aus dem Buch

Der König vom Odenwald – Tradition oder Sonderfall?

Im Hauptseminar konnten wir einen Einblick in die Tradition der paradoxen Lobrede gewinnen, die seit der Antike besteht. Die Kahlheit, die Fliege, der Floh, die Gicht, die Torheit und viele andere Dinge fanden Eingang in Lobreden. Diese ironisch gemeinten Reden wirken amüsierend auf die Zuhörer, weil sie beim Aufzeigen von positiven Eigenschaften der gelobten Sache sichtlich übertreiben. Dass Glatzköpfigkeit ein Zeichen für Weisheit ist, im Gegensatz zu den langen Haaren der jungen Männer, oder die Gicht aufgrund derer der Betroffene z.B. rhetorische Fähigkeiten erlangt, um seine Krankheit zu verschleiern bzw. schön zu reden eher als Segen statt als Fluch betrachtet werden soll, wirkt auffallend gekünstelt.

Als erstes wirft sich die Frage auf, ob die Gedichte des Königs vom Odenwald – im Vergleich zu den offensichtlich in der Tradition der Adoxographie entstandenen Texten – überhaupt paradox sind. Richtig einzuordnen sind seine Gedichte objektiv nicht sofort. Sie loben zwar Dinge, die augenscheinlich unlobenswert wirken, wie das Schwein, das Stroh und die Kuh, aber sind dies nicht eigentlich die Tiere bzw. Gegenstände, die wirklich lobenswert sind, weil sie das Leben der Menschen existentiell bereichern? Wo wären denn die Menschen ohne diese Dinge? Reinhard Olt bringt die Neuerung des Dichters auf den Punkt, indem er sagt: „Das Wissen des Dichters um den Nutzen der Haustiere ist Alltagswissen. Neu ist, Alltagswissen in dieser Form zu thematisieren“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung stellt die Gattung der paradoxen Lobrede vor und führt in die Problematik der Identität und Gattungszuordnung des „König vom Odenwald“ ein.

1 Autor und Werk: Dieses Kapitel widmet sich der unbekannten Biografie des Dichters, seiner zeitlichen Einordnung um 1340 und der Überlieferung seiner Werke im Umfeld des Michael de Leone.

2 Gedicht-Typus und historische Einordnung: Hier wird der historische Kontext der Spätzeit höfischer Literatur beleuchtet und der spezifische Gattungscharakter der Reimpaargedichte des Autors als unkonventionelle oder parodistische Lobreden analysiert.

Resümee: Das Resümee hält fest, dass keine direkte literarische Abhängigkeit zur Tradition der paradoxen Lobrede nachweisbar ist und der Autor als literarischer Sonderfall zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

König vom Odenwald, paradoxe Lobrede, Adoxographie, Reimpaargedichte, Würzburger Liederhandschrift, Mittelalter, Michael de Leone, Parodie, Literaturgeschichte, Didaktik, Alltagsgegenstände, Gattungsbestimmung, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Gedichte des anonymen Autors „König vom Odenwald“ und prüft, inwiefern seine Texte in die Tradition der paradoxen Lobrede (Adoxographie) einzuordnen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die literarische Gattungsbestimmung, die Überlieferungsgeschichte der Würzburger Liederhandschrift und die Abgrenzung zur zeitgenössischen höfischen Literatur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, ob der „König vom Odenwald“ tatsächlich der Tradition der paradoxen Lobrede folgt oder ob seine lobenden Texte über Alltagsgegenstände und Nutztiere einen eigenständigen literarischen Sonderfall darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Vergleich mit Gattungstraditionen sowie die Auswertung von Überlieferungsquellen und Forschungsliteratur kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Autor und Werk, die historische Einordnung in die Spätzeit der höfischen Dichtung sowie die detaillierte Analyse der charakteristischen Merkmale seiner Gedichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem König vom Odenwald, Adoxographie, Reimpaargedichte, Parodie und die Würzburger Liederhandschrift.

Warum wird der „König vom Odenwald“ als Sonderfall der Literatur betrachtet?

Er gilt als Sonderfall, da er entgegen etablierter Formen Alltagsrealität thematisiert und seine Gedichte parodistische Züge tragen, ohne sich jedoch in der klassischen Tradition der paradoxen Lobrede zu bewegen.

Welche Rolle spielt Michael de Leone für die Überlieferung?

Michael de Leone war der Auftraggeber der Würzburger Liederhandschrift, in der der Großteil der Gedichte des „König vom Odenwald“ überliefert ist, was auf eine Verbindung zwischen Dichter und Gönner schließen lässt.

Wird im Text eine abschließende Antwort auf die Forschungsfrage gegeben?

Ja, im Resümee wird konstatiert, dass eine direkte literarische Abhängigkeit von der paradoxen Lobrede nicht erkennbar ist und die Bezeichnung als „unkonventionelle“ oder „parodistische“ Lobrede treffender ist.

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Résumé des informations

Titre
Der 'König vom Odenwald' in der Tradition der paradoxen Lobrede?
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
1,7
Auteur
B.A. Cornelia Reinhardt (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V188609
ISBN (ebook)
9783656123286
ISBN (Livre)
9783656124054
Langue
allemand
mots-clé
König vom Odenwald paradoxe Lobrede Spätmittelalter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Cornelia Reinhardt (Auteur), 2010, Der 'König vom Odenwald' in der Tradition der paradoxen Lobrede?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188609
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Extrait de  19  pages
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