Als Thema für meine Facharbeit habe ich „Paralympics“ gewählt, da ich in einem Wohnheim für Behinderte Menschen arbeite und es mich tagtäglich aufs neue fasziniert, zu welchen Höchstleistungen gehandicapte Menschen im Stande sind. Da ich mich für Sport interessiere, wollte ich mich mit einem Thema beschäftigen, was sportliche Höchstleistungen und Behinderungen vereint. Wenn man die Medaillenspiegel der letzten paraolympischen Sportjahre betrachtet, kann man erahnen, zu welchen sportlichen Höchstleistungen Menschen trotz ihrer Beeinträchtigungen imstande sind. Trotz dieser Höchstleistungen, die häufig die Fähigkeiten von Menschen ohne Beeinträchtigungen übertreffen, wird diesen Sportlern und den Paralympischen Spielen leider bei weitem nicht der Respekt gezollt, den sie eigentlich verdient hätten. Das ist ein weiterer Grund, warum ich dieses Thema gewählt habe, da ich mich mehr über diese Ausnahmesportler informieren möchte, um so Menschen ohne Beeinträchtigungen fundierte Hintergrundinformationen und Fakten näher bringen zu können. Dabei habe ich mich besonders auf die paralympischen Sommerspiele bezogen, da dieses Thema so viele unterschiedliche Facetten bietet und die paralympischen Sommerspiele die meiste öffentliche Aufmerksamkeit erregt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2 . Paralympics
2.1. Geschichte der Paralympics
2.2. Die Historie der Logos der Paralympics
2.3. Das Motto der Paralympics
3. Sportarten
3.1. Beschreibung der Disziplinen
3.2. Klassifizierungen der Beeinträchtigungen
3.2.1. Amputierte
3.2.2. Cerebralparetetiker
3.2.3. Sehbehinderte
3.2.4. Rollstuhl-Athleten
3.2.5. „Les Autres“
4. Interview
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für die Paralympischen Spiele zu schaffen und die sportlichen Höchstleistungen von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie deren Anerkennung in der Gesellschaft zu thematisieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich die Geschichte und Struktur der Paralympics entwickelt haben und welche persönlichen Erfahrungen Leistungssportler in diesem Kontext sammeln.
- Historische Entwicklung der Paralympischen Spiele und der IPC-Logos.
- Übersicht über verschiedene paralympische Sportarten und deren Regelwerke.
- Klassifizierungssysteme für unterschiedliche Beeinträchtigungen im Spitzensport.
- Praxisnahe Einblicke durch ein Experteninterview mit einem Leistungssportler.
Auszug aus dem Buch
2.1. Geschichte der Paralympics
Der Begriff „Paralympics“ bedeutet, dass diese Spiele parallel zu den Olympischen Spielen stattfinden und so direkt mit den Olympischen Spielen verknüpft sind. Deswegen werden sie häufig auch Parallel-Olympics oder Para-Olympics genannt. Der Begriff leitet sich nicht, wie oft fälschlich gedacht von „Paralysis“=(lat. Lähmung) und Olympics ab.
Den Grundstein für die Paralympics legte Sir Ludwig Guttmann 1948 in London. Zu dieser Zeit fanden die ersten Olympischen Spiele nach dem zweiten Weltkrieg statt. Auch gab es bei diesen Spielen zum ersten Mal Rollstuhl-Spiele, damals noch als eine Art Therapiemaßnahme für Behinderte Menschen, statt.
Da diese internationalen Rollstuhl-Spiele großes Interesse und Teilnahme erweckten, ebneten diese Spiele so den Weg für die ersten offiziellen Paralympischen-Spiele 1960 in Rom. Bei den ersten offiziellen Paralympischen Spielen in Rom nahmen 23 Länder mit insgesamt 400 Sportlern teil. Dies waren die ersten Paralympischen Spiele, die gleichzeitig mit den Olympischen Spielen in derselben Stadt abgehalten wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Wahl des Themas durch die Faszination für die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung im Sport und den Wunsch, diesen Sportlern mehr Respekt entgegenzubringen.
2. Paralympics: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung der Spiele, die Entwicklung der IPC-Logos sowie die Grundwerte und das Motto der Paralympics.
3. Sportarten: Hier wird das Spektrum der Disziplinen und die komplexe Klassifizierung der Sportler nach Art und Grad ihrer Beeinträchtigung detailliert dargestellt.
4. Interview: Ein ausführliches Gespräch mit Jochen Wollmert gibt persönliche Einblicke in das Leben eines paralympischen Athleten, inklusive Trainingsalltag, Finanzierung und Herausforderungen.
5. Fazit: Der Autor reflektiert seine Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit einer stärkeren gesellschaftlichen Anerkennung für die Leistungen der Athleten.
Schlüsselwörter
Paralympics, Behindertensport, Leistungssport, Sir Ludwig Guttmann, IPC, Klassifizierung, Inklusion, Jochen Wollmert, Sportarten, Rollstuhlsport, Paralympische Spiele, Sportgeschichte, Athletenförderung, Behindertenrecht, Sportler.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit primär?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung, die Struktur und die sportliche Relevanz der Paralympischen Spiele sowie die Lebensrealität von Leistungssportlern mit Beeinträchtigung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Spiele, der sportfachlichen Klassifizierung von Athleten und der persönlichen Erfahrungsperspektive durch ein Experteninterview.
Was ist das Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Menschen ohne Beeinträchtigung fundierte Fakten näherzubringen und die gesellschaftliche Wertschätzung für die sportlichen Höchstleistungen der Paralympioniken zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Historie und Organisation sowie auf ein qualitatives Experteninterview mit einem erfolgreichen Tischtennis-Athleten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Grundlagen, die Beschreibung der Disziplinen und die Erläuterung der Klassifizierung von Behinderungen bei Wettkämpfen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Paralympics, Inklusion, Sportgeschichte, Klassifizierungssysteme und Behindertensport.
Wie ist die Klassifizierung der Sportler im Tischtennis geregelt?
Die Einteilung erfolgt in Gruppen, wobei "Fußgänger" (6-10) und "Rollstuhlfahrer" (1-5) unterschieden werden, je nach Grad und Art der körperlichen Einschränkung.
Welche Rolle spielt die Finanzierung im paralympischen Sport?
Wie im Interview deutlich wird, müssen Athleten einen erheblichen Teil ihrer Kosten für Training und Wettkämpfe häufig selbst tragen, da die Förderung in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern oft geringer ausfällt.
- Arbeit zitieren
- Jan-Hendrik Warrelmann (Autor:in), 2011, Paralympics: Die Olympiade für Menschen mit Beeinträchtigungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188624