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Schülervorstellungen über Demokratie

Eine explorative Studie in der Grundschule

Title: Schülervorstellungen über Demokratie

Examination Thesis , 2008 , 217 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lothar Reiner (Author)

Social Studies (General)
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Diese Arbeit widmet sich dem Demokratiebewusstsein von Grundschülern der zweiten Klasse. Dazu wurden mit empirischen Methoden vierzehn Schüler und eine Lehrerin befragt. Drei Fragen dienten dabei als Ausgangspunkt:

1. Verfügen sieben- bis neunjährige Kinder bereits über eine eigene Vorstellung von demokratischen Prinzipien wie das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit?
2. Falls die Kinder ein Demokratiebewusstsein besitzen, ist dieses Bewusstsein dann egozentrisch orientiert, oder denken sie, dass demokratische Prinzipien allen Menschen zuteil werden sollten?
3. Welche Vorstellungen hat eine Lehrperson von den Vorstellungen ihrer Schüler? Besteht hier ein Unterschied zwischen den auf Vermutung basierenden Lehrervorstellungen zum Demokratiebewusstsein der eigenen Schüler und den tatsächlichen Schülervorstellungen zu demokratischen Prinzipien?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Sicht der Schüler in der Sachunterrichtsdidaktik

3 Der Wissenserwerb von Grundschulkindern

4 Demokratie und Demokratielernen

4.1 Demokratie

4.2 Demokratielernen

5 Forschungsstand zum demokratischen Bewusstsein von Grundschulkindern

6 Empirischer Teil

6.1 Erhebungsmethoden

6.2 Datenerhebung

6.3 Interviewleitfaden

Kategorie 1 – Mitbestimmen

Kategorie 2 – Basis

Kategorie 3 – Wahl

Kategorie 4 – Das gleiche Recht auf Unterschiedlichkeit

Kategorie 5 – Gleichberechtigung

Kategorie 6 – Geschlechterrollen

Kategorie 7 – Regeln

Ergänzung

Interviewleitfaden der Lehrerin

6.4 Auswertung der Interviews

6.4.1 Interview 1 – Isabel

6.4.2 Interview 2 – Leonie

6.4.3 Interview 3 – Georg

6.4.4 Interview 4 – Leo

6.4.5 Interview 5 – Adrian

6.4.6 Interview 6 – Lorena

6.4.7 Interview 7 – Melina

6.4.8 Interview 8 – Sofi

6.4.9 Interview 9 – Lia

6.4.10 Interview 10 – Franziska

6.4.11 Interview 11 – Tuna

6.4.12 Interview 12 – Caroline

6.4.13 Interview 13 – Andrea

6.4.14 Interview 14 – Selma

6.5 Die Lehrerin – Vorstellungen über Vorstellungen

6.6 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse

7 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Demokratiebewusstsein von Grundschülern der zweiten Klasse, um zu erfassen, ob und wie Kinder demokratische Prinzipien bereits wahrnehmen und verinnerlichen. Ein zentrales Anliegen ist dabei der Abgleich zwischen der tatsächlichen Sichtweise der Kinder und den subjektiven Vermutungen ihrer Klassenlehrerin.

  • Demokratieverständnis und Partizipation von Kindern
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Interviews
  • Vergleich von Schüler- und Lehrervorstellungen
  • Sozialisation und Einfluss der familiären Lebenswelt
  • Demokratiepädagogik im Grundschulalltag

Auszug aus dem Buch

Qualitative Erhebungsmethode

„Qualitative Forschungsmethoden werden in Untersuchungen zu Schülervorstellungen und zum Denken der Schüler seit langem eingesetzt“ (Duit 1992, S. 62). Sie sind geeignet, um die Sicht der Kinder wissenschaftlich zu erfassen, sprich welche Vorstellungen sie über ihnen alltäglich begegnende Prozesse besitzen, mit welchen Dingen sie sich beschäftigen, oder auch einfach, welche Wünsche sie haben (vgl. Heinzel 1997, S. 396). Im Gegensatz zu quantitativen Methoden arbeiten qualitative Verfahren nicht auf der Grundlage bestehender Hypothesen, sondern die Hypothesen müssen mithilfe des qualitativen Verfahrens erst entwickelt werden (vgl. Rost 2002, S. 74ff.). Wichtigstes Kennzeichen eines qualitativen Interviews ist die offene Gesprächstechnik, also die Möglichkeit des Befragten, eigene Vorstellungen nach eigenem Gutdünken zu artikulieren, ohne einem starren Fragebogen zu folgen (vgl. Heinzel 1997, S. 402).

Es gibt mehrere Formen, die ein qualitatives Interviews kennzeichnen. Dazu gehören teilstandardisierte Interviews, narrative Interviews und psychoanalytische Tiefeninterviews (ebd., S. 402ff.). Während narrative Interviews sich besonders bei lebensgeschichtlichen Fragestellungen eignen, etwa der Konstruktion eigener Lebenslinien, und psychoanalytische Tiefeninterviews die gesamte Entfaltung freier Phantasietätigkeiten deuten, also alles, was ein Kind während des Interviews tut und spricht, wird das teilstandardisierte Interview, das häufig auch als Leitfadeninterview bezeichnet wird (ebd., S. 402), meist genutzt, um anhand eines zuvor erarbeiteten Leitfadens Fragen zu Themenkomplexen zu stellen, die eine „gewisse Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Einzelinterviews“ (Friebertshäuser 1997, S. 375) sichern sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die explorative Studie zum Demokratiebewusstsein von Zweitklässlern ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Die Sicht der Schüler in der Sachunterrichtsdidaktik: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung individueller Schülervorstellungen für Lernprozesse und argumentiert, warum die subjektive Perspektive des Kindes in der Didaktik unerlässlich ist.

3 Der Wissenserwerb von Grundschülern: Hier werden kognitionspsychologische Grundlagen diskutiert, die aufzeigen, wie Kinder ihre Umwelt aktiv konstruieren und verstehen.

4 Demokratie und Demokratielernen: Dieser Abschnitt definiert Demokratie als politisches System sowie als persönlichen Lebensstil und erörtert Ansätze zur Förderung des Demokratielernens in der Grundschule.

5 Forschungsstand zum demokratischen Bewusstsein von Grundschulkindern: Es wird der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zur Entwicklung politischer Wertorientierungen im Kindesalter zusammengefasst.

6 Empirischer Teil: Im Hauptteil werden die qualitativen Interviews mit 14 Kindern und einer Lehrerin sowie die daraus resultierenden Ergebnisse detailliert dargestellt und analysiert.

7 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und einem Plädoyer für die Bedeutung qualitativer Studien im schulischen Kontext.

8 Anhang: Der Anhang enthält sämtliche Interviewleitfäden sowie die vollständigen Transkripte der durchgeführten Gespräche.

Schlüsselwörter

Demokratiebewusstsein, Grundschule, Schülervorstellungen, qualitative Forschung, Sachunterricht, Partizipation, Mitbestimmung, Demokratielernen, Konzeptwechsel, Sozialisation, Interaktion, Erziehungswissenschaft, Kindheitsforschung, Politische Bildung, Interviewtechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Demokratieverständnis von Kindern im Grundschulalter und analysiert, inwieweit sie demokratische Prinzipien wie Gleichheit und Mitbestimmung in ihren Alltag integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit behandelt die Bereiche Mitbestimmung, das demokratische Basisverständnis, Wahlen, Gleichberechtigung, Geschlechterrollen sowie die Bedeutung von Regeln und Versprechen im kindlichen sozialen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob sieben- bis neunjährige Kinder eigene Vorstellungen von Demokratie besitzen und ob die Lehrperson diese Vorstellungen der Kinder korrekt einschätzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Der Autor führt eine explorative Studie mittels qualitativer, teilstandardisierter Leitfadeninterviews mit 14 Grundschülern und einer Klassenlehrerin durch.

Was wird im umfangreichen empirischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil dokumentiert die Durchführung, Auswertung und Zusammenfassung der Einzelinterviews, um individuelle Denkweisen der Kinder detailliert abzubilden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zentrale Begriffe sind Demokratiebewusstsein, Partizipation, qualitative Forschung, Grundschule und kindliche Sozialisation.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Vorstellungen der Kinder und der Lehrerin?

Die Studie zeigt, dass die Lehrerin in vielen Bereichen, etwa bei der Mitbestimmung in der Pause, ein sehr genaues Bild von den Ansichten ihrer Schüler hat, in manchen Details jedoch von der kindlichen Realität abweicht.

Inwiefern beeinflusst die Familie das Demokratieverständnis der Kinder?

Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Familie die wichtigste Sozialisationsinstanz ist, die das Rollenverständnis und das Vertrauen in Partizipationsmöglichkeiten der Kinder maßgeblich prägt.

Wie gehen Kinder mit Regeln und Regelbrüchen um?

Die Interviews zeigen, dass die meisten Kinder Regeln für sinnvoll erachten, um ein soziales Miteinander zu gewährleisten, aber gleichzeitig ein ausgeprägtes Bedürfnis danach haben, in bestimmten Situationen selbstbestimmt zu handeln.

Excerpt out of 217 pages  - scroll top

Details

Title
Schülervorstellungen über Demokratie
Subtitle
Eine explorative Studie in der Grundschule
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Lothar Reiner (Author)
Publication Year
2008
Pages
217
Catalog Number
V188656
ISBN (eBook)
9783656124719
ISBN (Book)
9783656125020
Language
German
Tags
Demokratieverständnis Demokratiebewusstsein Demokratielernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lothar Reiner (Author), 2008, Schülervorstellungen über Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188656
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