McLuhans Medientheorie und ihre Anwendbarkeit auf das Internet


Seminararbeit, 2011

14 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1-Einleitung

2. Das Medium ist die Botschaft - Definition und Erklärung
2.1 Definition Medien
2.2 Das Medium ist die Botschaft

3. Heiße und Kalte Medien - Definition und Auswirkung

4. Anwendung aufdas Internet
4.1 Das Medium ist die Botschaft und das Internet
4.2 Heiße und Kalte Medien und das Internet
4.2.1 Der Begriffder Partizipation
4.2.2 Social Networks und Twitter
4.2.3Videoportale
4.2.4 Reguläre Newsseiten und Blogs
4.2.5 Homepages

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis
6.1 Literatur
6.2 Onlinequellen

1. Einleitung

Die Arbeit von Marshall McLuhan war ihrer Zeit in vielen Punkten weit voraus. Dies lässt sich schon daran erkennen, dass er bereits in den 60er Jahren in seinem Buch Global Village von einer Veränderung der Gesellschaft durch ununterbrochene Kommunikation und einen verstärkten Einfluss der Medien aufdas soziale System sprach.

Diese vorausschauenden Prognosen machen seine Medientheorie bis heute zu einer wichtigen Grundlage der Kommunikationswissenschaft. Die Hypothese ist demnach, dass auch die neuesten Formen der Kommunikation nach McLuhans Kriterien einordenbar sind.

Die grundlegende Frage der Analyse wird dabei sein, in wiefern McLuhans Medientheorien „The Medium is the Massage“ und „heiße und kalte Medien“ auf heutige Ausprägungen des Internets anwendbar sind.

In der vorliegenden Arbeit soll zunächst eine Überblick über seine Medientheorie und insbesondere über den Begriff der heißen und kalten Medien gegeben werden. Mit Hilfe dieser theoretischen Basis werden moderne Kommunikationstechniken des Internets wie Blogs oder Social Networks auf ihre Einordenbarkeit in McLuhans Theorie hin untersucht. Die daraus resultierende Ergebnisse werden abschließend in einem Fazit zusammengefasst.

Ziel dieser Arbeit ist es die Thesen Marshall McLuhans auf ihre Aktualität und ihre gegenwärtige Anwendbarkeit hin zu überprüfen.

2. Das Medium ist die Botschaft - Definition und Erklärung

2.1 Definition Medien

Bevor man McLuhans Medientheorie zu definieren und verstehen versucht, muss man zuerst einmal verstehen, was für ihn ein Medium ist. McLuhans Medienbegriff beschränkt sich nicht nur auf Telefon, Fernsehen, Bücher oder andere traditionelle Medien, sondern umfasst alles was den ,,Maßstab[...], [das] Tempo[...] oder [das] Schema[...| der Situation des Menschen verändert“[1]. Für ihn sind die Eisenbahn, die „das Ausmaß früherer menschlicher Funktionen vergrößert und beschleunigt und damit neue Arten der Arbeit und Freizeit geschaffen“[2] hat, oder das Geld, welchem er „Auswirkungen, die jenen des Buchdrucks im Westen nicht unähnlichen waren“[3] bescheinigt, ebenso Medien wie Zeitschriften oder Radio.

2.2 Das Medium ist die Botschaft

„Societies have always been shaped more by the nature of the media by which men communicate than by the content of the communication“[4]. Nach McLuhan ist die Art und Struktur eines Mediums weit wichtiger als der Inhalt, welcher von diesem transportiert wird. Als Beispiel nennt er hierbei das elektrische Licht, welches viele Dinge wie zum Beispiel chirurgische Eingriffe oder nächtliche Baseballspiele erst ermöglicht. Der Inhalt, der von leuchtenden Werbetexten und Schildern übertragen wird, wirkt sich weit weniger auf die Menschheit aus, als das elektrische Licht selbst, welches die Gesellschaft viel grundlegender verändert hat, als es einem leuchtenden Werbetextjemals möglich ist. Erst nach diversen Entwicklungsschritten des elektrischen Lichts kann es überhaupt zum Aufkommen von beleuchteten Werbetafeln kommen.

Dies führte McLuhan zu seiner Feststellung „Das Medium ist die Botschaft“, wobei die 'Botschaft' eher als 'Auswirkung(en) auf die Gesellschaft' denn als eine tatsächliche Botschaft zu verstehen ist - nicht der Inhalt oder das Ergebnis eines Mediums ist das wichtige, persönliche und soziale Aspekte verändernde Element, sondern die aus dem Medium heraus entstehende Wirkung.

Der Inhalt eines Mediums ist nach McLuhan immer ein dem Medium vorangegangenes Medium. „Der Inhalt der Schrift ist die Sprache, genauso wie das geschriebene Wort Inhalt des Buchdruckes ist und der Druck wieder Inhalt des Telegrafen ist.“[5]

[...]


[1] McLuhan, Marshall, Die magischen Kanäle: Understanding Media, Düsseldorf und Wien: Econ-Verlag GmbH 1968 [orig. 1964], S.14

[2] Ebenda, S. 14

[3] Ebenda, S.25

[4] McLuhan, Marshall, The Medium is the Massage, Middlesex, England: Penguin Books Ltd. 1969 [orig. 1967], S. 8

[5] McLuhan, Marshall, Die magischen Kanäle: Understanding Media, Düsseldorf und Wien: Econ-Verlag GmbH 1968 [orig. 1964], S.14

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
McLuhans Medientheorie und ihre Anwendbarkeit auf das Internet
Hochschule
Merz Akademie - Hochschule für Gestaltung Stuttgart
Veranstaltung
Kommunikationsdesign - Medientheorie - New Media
Note
2,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V188750
ISBN (eBook)
9783656125754
ISBN (Buch)
9783656126942
Dateigröße
414 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mcluhans, medientheorie, anwendbarkeit, internet
Arbeit zitieren
Mario Jäckle (Autor), 2011, McLuhans Medientheorie und ihre Anwendbarkeit auf das Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188750

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