1. Theorie
1.1 Was ist ein Streit?
Ein Streit zeichnet sich durch Folgendes aus: mindestens zwei Akteure/soziale Gruppen setzen sich, vornehmlich mithilfe verbaler Mittel, auseinander. Das Ziel ist, die Gegenpartei zu überzeugen, in eine präzise Richtung zu bewegen oder sie zum Schweigen zu bringen.
In der Wissenschaft wird der Begriff ‚Streit’ durch Bezeichnungen wie „Unvereinbarkeit“, „Nichtübereinstimmung“, „Gegensatz“, „Diskrepanz“, „Beeinträchtigung von Handlungsplänen“ etc. definiert. Auf allgemeiner Ebene kann ein Streit auch als Auseinandersetzung beschrieben werden.
Streitgespräche erscheinen auf vielfältige Art und Weise. Vorausgesetzt werden „psychische, beziehungshafte, soziale und andere Diskrepanzen“ , die dann zur Deutung verbaler Prozesse dienen.
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Inhaltsverzeichnis
- 1. Theorie
- 1.1 Was ist ein Streit?
- 1.1.1 Medien
- 1.1.2 Akteure
- 1.1.3 Ergebnis
- 1.2 Imagearbeit
- 1.3
- 1.4
- 1.5
- 1.6
- 1.7
- 2. Transkript
- 3. Analyse
- 3.1 Rahmenbedingungen
- 3.2 Paraphrase
- 3.3 Äußerungsgestaltung und Formulierungsdynamik
- 3.3.1 Äußerungsgestaltung
- 3.3.2 Formulierungsdynamik
- 3.3.3 Imagearbeit
- 3.4 Timing
- 3.5 Kontextanalyse
- 3.6 Folgeerwartungen
- 3.7 Interaktive Konsequenzen
- 4. Schlusswort
- 5. Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert, wie ein Streit eskalieren kann. Sie untersucht dabei die verschiedenen Facetten von Streitsituationen, von der Definition des Begriffs bis hin zur sprachlichen Gestaltung und den interaktiven Konsequenzen.
- Definition des Begriffs "Streit" und seine verschiedenen Ausprägungen
- Medien des Streits, von Sprache über Bildmedien bis hin zu symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien
- Rolle der Akteure und ihre Interaktion im Streitprozess
- Sprachliche Gestaltung von Streitgesprächen, insbesondere Äußerungsgestaltung und Formulierungsdynamik
- Interaktive Konsequenzen von Streit und die Auswirkungen auf die Beteiligten
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Definition des Begriffs "Streit" und seinen unterschiedlichen Aspekten. Es werden die beteiligten Akteure, die eingesetzten Medien sowie die Ziele und Ergebnisse von Streitsituationen beleuchtet. Im zweiten Kapitel wird ein Transkript eines Streitgesprächs präsentiert, das anschließend im dritten Kapitel analysiert wird. Der Fokus liegt dabei auf den Rahmenbedingungen, der Paraphrase des Gespräches, der Äußerungsgestaltung, der Formulierungsdynamik sowie der Interaktion zwischen den Beteiligten.
Schlüsselwörter
Streit, Konflikt, Kommunikation, Sprache, Medien, Akteure, Interaktion, Eskalation, Äußerungsgestaltung, Formulierungsdynamik, Kontextanalyse, Folgeerwartungen, Interaktive Konsequenzen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird "Streit" wissenschaftlich definiert?
Streit ist eine Auseinandersetzung zwischen mindestens zwei Akteuren, die versuchen, die Gegenseite mit meist verbalen Mitteln zu überzeugen oder zum Schweigen zu bringen.
Was ist "Imagearbeit" in einem Konflikt?
Imagearbeit bezeichnet die Bemühungen der Beteiligten, ihr eigenes Ansehen zu wahren oder das des Gegners während des Streits gezielt anzugreifen.
Welche Faktoren führen zur Eskalation eines Streits?
Faktoren wie die Formulierungsdynamik, das Timing der Äußerungen und die Missachtung von Beziehungsaspekten tragen maßgeblich zur Eskalation bei.
Welche Medien werden im Streit genutzt?
Neben der Sprache können auch Bildmedien oder symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien eine Rolle im Streitprozess spielen.
Was sind die interaktiven Konsequenzen von Streit?
Streit kann Beziehungen nachhaltig verändern, zu neuen Verhaltenserwartungen führen oder den Abbruch der Kommunikation zur Folge haben.
- Citation du texte
- Luisa Viehe (Auteur), 2011, "Wie ein Streit eskalieren kann", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188754