Länderstudie Malaysia - Darstellung der Finanzmärkte


Seminararbeit, 2003
28 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

BILDVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 VOLKSWIRTSCHAFTLICHER ÜBERBLICK
1.1 Wirtschaftliche Entwicklung
1.2 Malaysias Weg aus der Asienkrise
1.3 Die politische Situation in Malaysia

2 DAS ZAHLUNGSSYSTEM IN MALAYSIA
2.1 Barzahlung
2.2 Bargeldlose Zahlungssysteme

3 DER DEVISENMARKT

4 DER GELDMARKT

5 DER KAPITALMARKT
5.1 Der Aktienmarkt
5.2 Der Bondmarkt
5.3 Derivative Märkte

6 DER ISLAMISCHE KAPITALMARKT
6.1 Der islamische Aktienindex KLSE Scharia
6.2 Der islamische Bondmarkt
6.3 Weitere Entwicklungen und Maßnahmen

7 SWOT-ANALYSE MALAYSIA
7.1 Stärken und Schwächen
7.2 Chancen und Risiken

8 FAZIT UND AUSBLICK

LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

Bildverzeichnis

Bild 1: Wechselkurse südostasiatischer Länder nach der Asienkrise

Bild 2: Der Leitzins der malaysischen Zentralbank im Vergleich zur Fed

Bild 3: Aktuelle Zinsstrukturkurve am malaysischen Geldmarkt

Bild 4: Zinsstrukturkurven der vergangenen 3 Jahre am Geldmarkt

Bild 5: Kuala Lumpur Stock Exchange Composite Index vs. DAX 30

Bild 6: Aktienindizes der Tigerstaaten aus der zweiten Generation

Bild 7: Entwicklung des malaysischen Bondmarkts

Bild 8: Crude Palm Oil Futurehandel

Bild 9: Islamischer Aktienindex KLSE Scharia vs. KLSE Composite

Bild 10: KLSE Scharia im Vergleich zum DJ Islamic Titans 100 Index

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Volkswirtschaftlicher Überblick

Durch seine Ausstattung mit natürlichen Ressourcen entwickelte sich Malaysia schon unter der britischen Kolonialherrschaft zu einem weltwirtschaftlichen Produzenten von Zinnerz und Kautschuk. Zudem implizierten die Kolonialherrscher ein gutes Rechtssystem, sowie ein effizientes Verwaltungsgefüge.

Doch die koloniale Phase hatte nicht nur positive Auswirkungen. Die Produktpalette der Halbinsel war wenig differenziert und unterlag der Nachfrage von Nordamerika und Europa. Da der Ausbau der exportorientierten Wirtschaftsregion mehr Arbeitskräftepotenzial forderte als im Land vorhanden war, kam es zu Immigration vieler chinesischer und indischer Arbeiter.

Die Briten beeinflussten diese Zuwanderung durch Landvergabe und Vergabe von Arbeitsplätzen. Die Zuwanderung erlaubte es den Chinesen, sich im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsgewerbe zu etablieren. Ihr durchschnittliches Einkommen lag deshalb über dem der Bumiputra1. Dies hatte die Schaffung einer Vielvölker-Gesellschaft zur Folge, dessen Struktur sich auch heute noch erkennen lässt.2

Mit dieser Ausgangssituation, die durch 150 Jahre Kolonialherrschaft der Briten geprägt war, wurde das Land 1957 in die Unabhängigkeit entlassen.3

1.1 Wirtschaftliche Entwicklung

Jahrelang bot Malaysia dem Beobachter fast das Idealbild eines Entwicklungslandes. Ein gutes Investitionsklima und soziale Stabilität bewirkten gesamtwirtschaftliche Zuwachsraten von durchschnittlich 9 Prozent p.a. seit Beginn der neunziger Jahre. Mit einer Arbeitslosenrate von unter 3 Prozent herrschte Vollbeschäftigung.

Dann kam die Asienkrise. Die guten Fundamentaldaten reichten nicht aus, die zutage tretenden Schwächen des Finanzsystems zu kompensieren. Ein tiefer Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts von 7,4 Prozent (1998) war die Folge. Dank der Gegensteuerung mittels expansiver Wirtschaftspolitik gelang aber eine relativ schnelle Stabilisierung. Seit 1999 wächst die Volkswirtschaft wieder um durchschnittlich 5 Prozent p.a. Die Industrieproduktion wies zuletzt sogar zweistellige Zuwachsraten auf, wofür vor allem die hohen Steigerungen im Bereich elektronischer Produkte ausschlaggebend waren.

Ein Schwachpunkt der Wirtschaftsentwicklung aber blieb. Das Wachstum ist zu sehr extensiver Natur, das heißt es wurde durch den Mehreinsatz von Kapital und Arbeit erzielt. Eine eigenständige Forschung und Technologie basierend auf einem dynamischen Unternehmertum steckt noch in den Anfängen.

Das hohe Wirtschaftswachstum der neunziger Jahre ging mit niedrigen Inflationsraten einher. Selbst nach der kräftigen Abwertung der Landeswährung im Zuge der Asienkrise hielten sich Preissteigerungen in Grenzen. 1998 erreichte der Anstieg zwar mit gut 5 Prozent den höchsten Wert seit fast 20 Jahren, 1999 hat sich die Inflation jedoch wieder deutlich abgeschwächt.4

1.2 Malaysias Weg aus der Asienkrise

Im Gegensatz zu den ebenfalls von der Asienkrise gebeutelten Nachbarländer schlug Malaysia einen eher unorthodoxen wirtschaftspolitischen Weg der Krisenbewältigung ein. Es wandte sich nicht an den Internationalen Währungsfonds, sondern wählte einen Abschottungskurs gegenüber dem Ausland mittels Kapitalverkehrsbeschränkungen. Dahinter steckte vor allem die Überzeugung, dass die von Weltbank oder IWF verlangten Reformen und die restriktive Geld- und Finanzpolitik die soziale Stabilität gefährdet hätten.

Die Eingriffe auf dem Kapitalmarkt verärgerten aber viele ausländische Investoren, die sich an der malaysischen Börse engagiert hatten. Die wohl tiefgreifendste Kapitalverkehrskontrolle war die Verpflichtung, dass nach einem Verkauf malaysischer Aktien der ausländische Verkäufer die gelösten Ringgit für mindestens ein Jahr nicht in Fremdwährung konvertieren durfte.

Diese Regel wurde im Februar 1999 wieder gelockert. Gestaffelt nach der Haltedauer musste nun ein immens hoher Steuersatz zwischen 10 und 30 Prozent entrichtet werden, um vorzeitig an das Geld zu kommen. Diese Steuer für repatriierte Gewinne wurde durch eine 10 Prozentige Einheitssteuer ersetzt, unabhängig von der Dauer des Investment.5

Die Regierung hob im Oktober 2000 auch Beschränkungen der Auszahlung von Dividenden auf. Doch während die Attraktivität Malaysias in den Augen von Portfolioinvestoren gelitten hat, zeigen ausländische Direktinvestoren weiterhin großes Interesse. Malaysia ist immer noch eines der liberalsten Länder Asiens in Bezug auf ausländische Beteiligungen.

Im Financial Sector Masterplan brachte die malaysische Regierung zusammen mit der Zentralbank Reformvorschläge für den Finanzsektor zu Papier, die nach und nach umgesetzt wurden.

Die wichtigsten Empfehlungen des Masterplans speziell für die Bankenbranche sind die Ausbildung im Kreditrisikomanagement, das Rekruting von hochqualifiziertem Personal, wenn nötig aus dem Ausland, die Einführung eines Customer Relationship Managements und die Konzentration auf die Kernkompetenz.6

Der Anteil notleidender Kredite an den Gesamtausleihungen der Banken erreichte nach malaysischen Angaben in der Spitze 15 Prozent. Mittels dreier bereits 1998 geschaffener Institutionen wurde die notwendig gewordene Sanierung des Bankensystems vorangetrieben. Die Agentur „Danaharta“ hat mittlerweile gut 10 Milliarden US-Dollar an notleidenden Krediten angekauft. Eine weitere Institution „Danamodal“ hat die Aufgabe, den Restrukturierungsprozess mittels Kapitalspritzen zu beschleunigen. Die dritte Körperschaft „Corporate Debt Restructuring Comitee“ spielte eine Mittlerrolle bei der Umstrukturierung der Schulden von Firmen.7

Dagegen kam die von der Regierung propagierte radikale Restrukturierung des Bankensystems, die eine Verschmelzung von 58 Finanzinstituten zu sechs Gruppen vorsah, bisher noch nicht zustande. Insbesondere die wirtschaftlich bedeutende chinesische Minderheit protestierte gegen die geplante Zusammenfassung, weil zu den 6 ausgewählten Banken, welche die Modernisierung des Finanzsystems organisieren sollten, nur zwei von Chinesen beherrschte Institute gehörten. Premierminister Dr. Mahathir gab den Protesten nach, weil er bei den Wahlen vom November 1999 mit Stimmverlusten unter den chinesischstämmigen Wählern rechnete.8

Die Maßnahmen zur Bankensanierung zeigten zweifellos Erfolge. Der Anteil der notleidenden Kredite ist rückläufig. Längerfristig bleiben aber Unsicherheiten. Politische Einflussnahme auf den Bankensektor reduziert dessen Stärke. Darüber hinaus wird die mangelnde Umstrukturierung des Unternehmenssektors die Qualität des Kreditportfolios noch weiter beeinträchtigen.

1.3 Die politische Situation in Malaysia

Die Kenntnis über die politische Stabilität und die Rechtssicherheit eines Landes ist für Investoren eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Malaysia ist eine parlamentarische Wahlmonarchie. Im Abstand von fünf Jahren wählen die Fürsten der einzelnen Bundesstaaten aus ihren Reihen ein Staatsoberhaupt, das keinerlei Regierungsgewalt oder Privilegien besitzt. Seit 1999 ist Salahuddin Abdul Aziz Shah Alhaj, der Sultan von Selangor, der malaysische König.

Seit den 50er Jahren wird Malaysia durch eine Koalition mehr oder minder ethnischer Parteien regiert. Dominierend ist die stärkste malaysische Partei United Malays National Organisation (UMNO), deren Vorsitzender stets den Premierminister stellt - seit 22 Jahren ist dies Dr. Mahathir. Der der Koalition zugrundeliegende Kompromiss basiert darauf, dass die zugewanderten Chinesen und Inder die politische Vorherrschaft der alteingesessenen Malaien, der Bumiputeras akzeptieren, vor allem im Bereich der Verwaltung, Armee und im Bildungswesen. Umgekehrt erhalten sie relativ freie Entfaltungsmöglichkeiten im privatwirtschaftlichen Sektor. Von den 24,5 Millionen Einwohnern sind gut die Hälfte Bumiputeras. Mit gut 30 Prozent und knapp 8 Prozent stellen zugewanderte Chinesen und Inder starke Minderheiten. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 1999 erreichten die aus 14 Parteien bestehende Regierungskoalition die angestrebte Zweidrittelmehrheit. Gewählt wird nach dem britischen Mehrheitswahlrecht. Ihr kamen die Erfolge bei der wirtschaftlichen Stabilisierung zugute, auch wenn die Opposition Stimmen hinzugewann.9

Das politische Image Malaysias litt 1999 unter dem erbitterten Streit zwischen Premier Dr. Mahathir und seinem Finanzminister Ibrahim Anwar - einst sein designierter Nachfolger. Vor allem die Umstände von Anwars Verhaftung 1998 trugen zu dem Bild eines autoritär geführten Staates bei, dessen Justizorgane als willfährige Werkzeuge der Exekutive dienen.

Dr. Mahathir hat sich in der Vergangenheit auf internationaler Bühne nicht sehr viele Freunde gemacht. Sein zuweilen undiplomatisches Verhalten führte dazu, dass er 1966 sogar aus der eigenen Partei ausgeschlossen wurde. In seinem Buch „Das malaiische Dilemma“ wies er vehement auf die Probleme hin, die durch die Kolonialzeit unter den Briten entstanden sind. Gleichzeitig forderte er dazu auf, sich gegen den Westen zu stellen. Sein Buch stieß bei jüngeren Parteianhängern der UMNO auf Anklang, sodass er 1974 wieder aufgenommen wurde und ins Parlament einzog. Zunächst begnügte er sich mit dem Amt des Bildungsministers, 1981 wurde er Parteichef und Premierminister.10

Durch sein unorthodoxes Krisenmanagement während der Asienkrise verärgerte er ausländische Investoren und Institutionen. Hinter den angebotenen Hilfen des IWF vermutete er vielmehr den Versuch der westlichen Nationen, Malaysia finanziell abhängig zu machen.

Ferner ist er davon überzeugt, dass die Vorherrschaft der Spekulation im heutigen Weltfinanzsystem auf eine „finanzielle Rekolonialisierung“ Malaysias hinauslaufe. Deswegen kündigte er ein schärferes Vorgehen gegen internationale Spekulanten an: „Wir werden lernen, mit den wilden Bestien umzugehen, die dort herumstreunen“. Diese Diskussion wird von der malaysischen Regierung sehr emotional geführt. So beschimpfte Dr. Mahathir Spekulanten als „Rassisten“, die neidisch auf die verbesserten Lebensbedingungen in Malaysia seien.11

Auf Grund solcher und ähnlicher Äußerungen ist es für Investoren eher ein positives Signal, dass der mittlerweile 77-jährige Premierminister Dr. Mahathir deutlich gemacht hat, dass er für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stehe.

2 Das Zahlungssystem in Malaysia

1897 wurden die ersten Geldscheine und Münzen in Malaysia herausgegeben. Bis heute hat sich das malaysische Zahlungssystem stark weiterentwickelt.

2.1 Barzahlung

Ähnlich wie in anderen Schwellenländern stellt auch in Malaysia das Bargeld die wichtigste Zahlungsart dar. Das wird sich in naher Zukunft nicht ändern. Ende 2000 waren 26,7 Milliarden malaysische Ringgits (7 Milliarden US-Dollar) im Umlauf, die zu lediglich 5,7 Prozent aus Münzgeld bestanden. Der Bargeldumlauf repräsentierte 34,1 Prozent der Geldmengengröße M1. Die Quote hat seit 1990 eine fallende Tendenz. Trotzdem ist sie noch relativ hoch: Im Eurosystem sind es rund 16 Prozent.

2.2 Bargeldlose Zahlungssysteme

2.2.1 Schecks

Vor allem in der Geschäftswelt sind Schecks ein beliebtes Zahlungsmittel. Alle in Ringgit ausgestellten Schecks werden über die SPICK Cheque Clearinghäuser abgewickelt, die auf drei Standorte in Malaysia verteilt sind. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 164,8 Millionen Schecks im Wert von 283,2 Milliarden US-Dollar in den drei automatischen Clearinghäusern abgewickelt. Zwei Jahre vorher waren es erst 133,2 Millionen Schecks im Wert von 251,1 Milliarden US-Dollar.

Die malaysische Zentralbank hat die Bedeutung des Schecks als Zahlungsmittel erkannt hat. In Kooperation mit den Banken hat sie eine Zwei-Punkte-Strategie entwickelt, um die Effizienz beim Gebrauch des Schecks als Zahlungsinstrument zu verbessern.

Im ersten Schritt wurde die Abwicklungszeit für einen Scheck auf zwei Tage reduziert. Im zweiten Schritt wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Anzahl geplatzter Schecks zu verringern.

Bereits 1988 richtete die malaysische Zentralbank ein Scheck- informationsbüro ein. Wenn die Behörde feststellt, dass innerhalb von zwölf Monaten für ein bestimmtes Konto drei Schecks geplatzt sind, wird das betroffene Konto und alle anderen Konten der betroffenen Person für sechs Monate gesperrt. Sollte es während der zweijährigen Bewährungsfrist erneut zu ungedeckten Schecks kommen, wird das Konto für 12 Monate gesperrt.12

2.2.2 Kredit- und EC-Karten

Die Kreditkarte ist der verbreitetste Zahlungsmechanismus in Malaysia. Nur mit einer speziellen Lizenz von der malaysischen Zentralbank ist es Banken gestattet, Kreditkarten an Kunden auszugeben. Zur Zeit haben 19 Institute eine Genehmigung. Die meisten vertreiben Visa oder MasterCard. American Express hat seit kurzem ebenfalls Fuß auf dem malaysischen Kreditkartenmarkt fassen können.

Der Bankkunde muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt erst eine Kreditkarte zu erhalten. Das Mindestalter liegt bei 21 Jahren. Er muss mindestens 395 US-Dollar im Monat oder 4.736,8 US- Dollar im Jahr verdienen. Jeden Monat müssen mindestens fünf Prozent der Schulden bezahlt werden. Die finanzielle Belastung seitens der Bank darf 1,5 Prozent pro Monat oder 18 Prozent im Jahr nicht überschreiten.

Die Kreditkartenindustrie in Malaysia entwickelt sich rasant. 2001 waren rund 2,8 Millionen Kreditkarten im Umlauf. Es wurden Transaktionen im Wert von 4,3 Milliarden US-Dollar verzeichnet.

Der Gebrauch von EC-Karten ist noch nicht verbreitet. 2001 wurden mit EC-Karten lediglich Transaktionen im Wert von 23,7 Millionen US-Dollar verbucht.13

Vor allem Visa Electron und MasterCard Maestro sind die gängigen Karten. Dank des Zusammenschluss des Bankautomatennetzwerks werden EC-Karten immer interessanter. Das Netzwerk wird von Jahr zu Jahr dichter: 1995 waren es noch 2.632 Bankautomaten, 2001 bereits 3.961.

3 Der Devisenmarkt

Der Devisenmarkt wurde durch die malaysische Regierung stillgelegt. Die fixe Bindung an den US-Dollarkurs wird von offizieller Seite als Erfolg angesehen. Allerdings hat sich nachträglich gesehen das Timing nicht gerade als günstig erwiesen. Denn kurz nach der Einführung der Kontrollen erholten sich die Währungen anderer asiatischer Länder. Deshalb galt der Ringgit noch im Jahr 2000 als unterbewertet. Derzeit entwickeln sich Währungen wie der Singapurdollar oder der thailändische Baht wieder schlechter.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 1: Wechselkurse südostasiatischer Länder nach der Asienkrise14

Der erreichten Wechselkursstabilisierung muss jedoch der Schaden verursacht durch den Rückzug vieler ausländischer Investoren gegenübergestellt werden. Malaysia ist es angesichts seiner hohen Außenhandelsabhängigkeit (Exportquote über 100 Prozent) nicht dauerhaft möglich, sich in dieser Weise von der Außenwelt abzukoppeln.

4 Der Geldmarkt

Seit 1998 verfügt die malaysische Zentralbank über den Leitzins als geldpolitisches Instrument. Dadurch konnte erstmals Einfluss auf die Geldmenge und somit die Inflation genommen werden. Begonnen bei 11 Prozent hat sie seitdem die Zinsen stetig gesenkt, zuletzt im Mai 2003 um

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 2: Der Leitzins der malaysischen Zentralbank im Vergleich zur Fed15

Im Vergleich zur amerikanischen Notenbank Fed wird deutlich, dass die malaysische Zentralbank BNM noch mehr Spielraum für Zinssenkungen hat. Eine Ober- und eine Untergrenze existiert nicht. Somit bildet sich auch kein Zinskorridor wie es auf dem europäischen Markt der Fall ist. Besonders auffällig ist, dass 1998 innerhalb von vier Monaten der Leitzins von 11 auf 7 Prozent verringert wurde. Dadurch konnten Investitionen auf Grund der gesenkten Zinsen während der Asienkrise erfolgreich angeregt werden.

[...]


1 Ureinwohner Malaysias; Übersetzung: Söhne der Erde

2 vgl. Kulke (1998), Heft 3-4

3 vgl. Schätzl (1994), S.144ff

4 vgl. Bernecker (2000), S.31

5 vgl. Bank Negara Malaysia (1999), S.293ff

6 vgl. Bank Negara Malaysia (2001), S.35-59

7 vgl. Bernecker (1999), S.8

8 vgl. Budde (2000), S.548

9 vgl. Bernecker (2000), S.31

10 vgl. Nathan (1999), S.1

11 vgl. Komp (1997), Ausgabe 37

12 vgl. Baharuddin (2002), S.281f

13 vgl. Baharuddin (2002), S.283f

14 vgl. Internetpräsenz von malaysischer Zentralbank: www.bnm.gov.my

15 vgl. Bloomberg

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Länderstudie Malaysia - Darstellung der Finanzmärkte
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg  (Wirtschaft und Recht)
Veranstaltung
Internationales Finanzmanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V18878
ISBN (eBook)
9783638231336
Dateigröße
587 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Länderstudie, Malaysia, Darstellung, Finanzmärkte, Internationales, Finanzmanagement
Arbeit zitieren
Alexander Knuppertz (Autor), 2003, Länderstudie Malaysia - Darstellung der Finanzmärkte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18878

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