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Quo vadis Shareholder Value - von der Shareholder Value Rechnung zur Wertorientierten Unternehmensführung

Title: Quo vadis Shareholder Value - von der Shareholder Value Rechnung zur Wertorientierten Unternehmensführung

Seminar Paper , 2003 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Sell (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Problemstellung und Zielsetzung

Shareholder Value hat in Deutschland keinen leichten Stand. Selten hat ein betriebswirtschaftlicher Begriff eine so breite öffentliche Diskussion ausgelöst wie der Begriff "Shareholder Value" (vgl. Gentner, A. 1999, S.45). Zeitgleich mit dem Wirtschaftsaufschwung der USA erschien Mitte der 80er Jahre das Buch "Creating Shareholder Value" des US-Ökonomen ALFRED RAPPAPORT, welches als Managementrageber für die Optimierung der Aktionärsinteressen Pate stand. Statt über teuere Bankkredite konnten sich Unternehmen in immer größerem Umfang über die Börsen mit Kapital versorgen. Mit der gewandelten Bedeutung der Börsen als Finanzierungsinstrument änderten sich auch die Anforderungen an die Unternehmenslenker. Infolgedessen betrachtet man in angelsächsischen Ländern Wertsteigerung als Unternehmenszielsetzung sowie aktionärsorientiertes Denken und Handeln als selbstverständlich. In Kontinentaleuropa herrscht diesbezüglich trotz gewissen Fortschritten immer noch vielfach Skepsis und Unkenntnis (vgl. Kunz, R.M. 1998, S. 392). Vor allem nach der jüngsten Pleite des Energiekonzerns Enron, wurden die USA von einer Serie großer Unternehmensskandalen erschüttert. "Dabei stand nicht die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts im Vordergrund und der damit verbundene geduldige Aufbau einer Weltmarke über Jahre oder Jahrzehnte, sondern was stattdessen zählte, war die "Performance" der Unternehmensführer in Form von Bilanzzahlen, die jeder US-Konzern zum Ende des Quartals vorzulegen hat" (vgl. Der Spiegel, 2002a, S.90). Diese in der Öffentlichkeit weiterhin häufig geführte kontroverse Diskussion im Zusammenhang mit Shareholder Value als kurzfristiger und einseitig eigentümerorientierter, die Belange und Interessen der Mitarbeiter nicht berücksichtigender Ansatz führt nicht selten zu Misstrauen, Unverständnis oder gar Ablehnung (vgl. Gentner, A. 1999, S. 45).

Ist aber der Shareholder Value-Ansatz tatsächlich so eng zu verstehen? Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Shareholder Value-Ansatz verständlich darzustellen, um damit einige weit verbreite Missverständnisse auszuräumen. Dabei wird gezeigt, dass der Shareholder Value- Ansatz nicht als ein bloßes Recheninstrument zu verstehen ist, sondern als ein durchgängiges Führungssystem, welches im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung zum Einsatz kommt...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Begriffliche Grundlagen

2.1 Shareholder Value und wertorientierte Unternehmensführung

2.2 Zielsystem der Unternehmensführung

3. Ermittlung des Shareholder Value

3.1 Methode nach RAPPAPORT

3.2 Langfristige Steigerung des Unternehmenswertes

4. Von der Shareholder Value-Rechnung zur wertorientierten Unternehmensführung

4.1 Aufbau eines Unternehmenswertmodells

4.2 Integration strategischer Erfolgsfaktoren

4.3 Erstellung einer Prozess-Impact-Matrix

4.4 Ableitung erfolgskritischer Kernprozesse

4.5 Entwurf einer Balanced Scorecard

4.6 Verbindung von Shareholder Value und Performance Management

4.7 Aufbau von Analyse- und Simulationsketten

5. Integration von Shareholder Value und Performance Management

5.1 Verankerung in Subsysteme der Unternehmensführung

5.2 Kommunikationspolitik

6. Das Zielsystem der wertorientierten Unternehmensführung

6.1 Shareholder Value versus Stakeholder Value

6.2 Das mehrdimensionales Ziel- und Wertesystem

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Shareholder Value-Ansatz umfassend zu erläutern, weit verbreitete Missverständnisse zu klären und den Übergang von einem reinen Recheninstrument hin zu einem ganzheitlichen System der wertorientierten Unternehmensführung aufzuzeigen, das neben Aktionärsinteressen auch andere Stakeholder-Dimensionen integriert.

  • Grundlagen des Shareholder Value-Konzepts und des unternehmerischen Zielsystems.
  • Methodische Ermittlung des Unternehmenswertes nach RAPPAPORT.
  • Implementierung wertorientierter Unternehmensführung durch Prozessintegration und Balanced Scorecards.
  • Verbindung von Shareholder Value und Performance Management.
  • Abwägung zwischen Shareholder Value und Stakeholder Value in einem mehrdimensionalen Zielsystem.

Auszug aus dem Buch

3.1 Methode nach RAPPAPORT

Die Methode von RAPPAPORT beurteilt die Vorteilhaftigkeit von Investitionen auf Basis der Kapitalwertmethode. Ein positiver Kapitalwert einer Investition impliziert, dass das Investitionsprojekt (z.B. ein Unternehmen als Ganzes, ein Geschäftsbereich oder Einzelprojekte) eine Barwertsumme der Cash-flow größer Null erwirtschaftet und somit wertschaffend ist. Zur Bestimmung des zu diskontierenden Cash-flows nimmt RAPPAPORT eine Zerlegung in sog. wertbestimmende Faktoren (Value Drivers) vor. Als Value Drivers definiert RAPPAPORT das Umsatzwachstum, die Umsatzüberschussrate, die Erweiterungsinvestitionsraten in Working Capital und Anlagevermögen und den Cash-flow-Steuersatz:

Das Umsatzwachstum misst die periodenbezogene Veränderung des Umsatzes. Eine Steigerung des Umsatzes bedingt Erweiterungen des Anlagevermögens und des Working Capital, um die erforderlichen Kapazitäten zu schaffen.

Die Umsatzüberschussrate drückt das Verhältnis des Operating Cash-flow zum Umsatz aus. Sie gibt den Anteil des Umsatzes an, der für die Erweiterungsinvestitionen und Renditeleistungen (z.B. in Form von Dividenden) zur Verfügung steht.

Die Erweiterungsinvestitionsraten für Working Capital und Anlagevermögen setzen die periodenbezogene Veränderung des Working Capital bzw. des Anlagevermögens ins Verhältnis zur Umsatzänderung. Die Erweiterungsinvestitionsraten geben an, welcher Anteil des Umsatzes in kapazitätserweiterendes Anlage- und Umlaufvermögen investiert werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problemstellung dar, beleuchtet die kontroverse öffentliche Diskussion um den Shareholder Value-Ansatz und definiert das Ziel der Arbeit, diesen als ganzheitliches Führungssystem verständlich zu machen.

2. Begriffliche Grundlagen: Erläutert die theoretischen Fundamente des Shareholder Value sowie die Bedeutung hierarchischer Zielsysteme in der Unternehmensführung.

3. Ermittlung des Shareholder Value: Beschreibt die Methode von RAPPAPORT zur Unternehmensbewertung mittels Cash-flow-Analyse und Value Drivers sowie die Notwendigkeit langfristiger Wertsteigerung.

4. Von der Shareholder Value-Rechnung zur wertorientierten Unternehmensführung: Zeigt den Implementierungsprozess auf, inklusive der Erstellung von Unternehmenswertmodellen, Prozess-Impact-Matrizen und der Verbindung zu Balanced Scorecards.

5. Integration von Shareholder Value und Performance Management: Analysiert die Vorteile der Verknüpfung beider Bereiche für die operative Steuerung und die Verankerung in organisatorische Subsysteme.

6. Das Zielsystem der wertorientierten Unternehmensführung: Diskutiert den Vergleich zwischen Shareholder und Stakeholder Value und plädiert für ein ganzheitliches, mehrdimensionales Ziel- und Wertesystem.

7. Schlussbetrachtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Sichtweise für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

Shareholder Value, wertorientierte Unternehmensführung, Unternehmenswertmodell, RAPPAPORT, Cash-flow, Prozess-Impact-Matrix, Balanced Scorecard, Performance Management, Stakeholder Value, Werttreiber, Unternehmensziele, strategische Planung, Kapitalmarkt, Zielsystem, Unternehmenssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Shareholder Value-Ansatzes von einem reinen Bewertungs-Rechenmodell hin zu einem umfassenden, wertorientierten Führungssystem für Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Unternehmensführung, die Bewertungsmethodik nach RAPPAPORT, die operative Implementierung mittels Kennzahlen und Scorecards sowie die ethische und strategische Debatte um Aktionärs- versus Stakeholder-Interessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Missverständnisse bezüglich des Shareholder Value auszuräumen und aufzuzeigen, wie Unternehmen eine nachhaltige Wertsteigerung durch ein ganzheitliches, mehrdimensionales Zielsystem erreichen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der bestehenden betriebswirtschaftlichen Management-Lehre, insbesondere der Konzepte von ALFRED RAPPAPORT, ergänzt durch die Integration in Prozessmanagement-Strukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die methodische Ermittlung von Unternehmenswerten, die praktische Implementierung über sieben modulare Schritte, die Integration in das Performance Management sowie die notwendige Erweiterung des Zielsystems um nicht-monetäre Dimensionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch die Begriffe Shareholder Value, wertorientierte Unternehmensführung, Performance Management und mehrdimensionales Zielsystem charakterisiert.

Was versteht RAPPAPORT unter "Value Drivers"?

Value Drivers sind wertbestimmende Faktoren wie Umsatzwachstum, Umsatzüberschussrate, Investitionsraten und Steuersätze, die dazu dienen, den diskontierbaren Cash-flow für die Bewertung eines Unternehmens zu zerlegen.

Warum reicht eine rein monetäre Zielorientierung laut Autor nicht aus?

Eine rein monetäre Orientierung an Aktionärsinteressen birgt die Gefahr, langfristig Erfolgsfaktoren wie Mitarbeiterloyalität, Kundenvertrauen und Innovationskraft zu vernachlässigen, weshalb ein ganzheitlicher, mehrdimensionaler Ansatz erforderlich ist.

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Details

Title
Quo vadis Shareholder Value - von der Shareholder Value Rechnung zur Wertorientierten Unternehmensführung
College
University of Constance  (Fakultät für Verwaltungswissenschaft)
Course
Wertorientierte Unternehmensführung
Grade
1,0
Author
Michael Sell (Author)
Publication Year
2003
Pages
30
Catalog Number
V18880
ISBN (eBook)
9783638231350
Language
German
Tags
Shareholder Value Shareholder Value Rechnung Wertorientierten Unternehmensführung Wertorientierte Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Sell (Author), 2003, Quo vadis Shareholder Value - von der Shareholder Value Rechnung zur Wertorientierten Unternehmensführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18880
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