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Übergangsmanagement und die Perspektive der biographischen Übergangsszenarien

Titel: Übergangsmanagement und die Perspektive der biographischen Übergangsszenarien

Hausarbeit , 2012 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lars Rosenbaum (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Übergänge und die Gestaltung derer rücken immer mehr in den Fokus der Forschung- und Bildungspolitik. Lebensläufe weisen heutzutage weniger Gleichförmigkeit und Kontinuität auf. Vielmehr stehen Brüche und Diskontinuität an der Tagesordnung. Durch die zunehmende Individualisierung der Lebensläufe und Pluralisierung von Lebenslagen kommt es zwangsläufig zu mannigfaltigen Übergängen und Brüchen, die den Lebensverlauf von Individuen kennzeichnen. In Deutschland werden Übergänge durch ein institutionalisiertes Programm aus verschiedenen Instanzen des Beschäftigungs- und Bildungssystems, die sich auf einander beziehen, dominiert. Dabei gehen Institutionen bzw. Instanzen wie Schulen von der sogenannten Normalbiografie aus, die durch einen kontinuierlichen Lebenslauf geprägt ist, aus. Allerdings hat der „Mythos der Normalbiografie“ in einem komplexen Bild der Arbeitswelt keinen Bestand mehr. In unserer schnelllebigen Gesellschaft gibt es immer mehr Übergänge und Brüche in den Lebensläufen der Menschen, weswegen eine Reaktion der genannten Institutionen hinsichtlich dieses Umstandes unabdingbar ist (vgl. Gottwald 2010, S. 237 – 238). Menz geht sogar so weit, dass sie die bisherige Gesellschaft nicht mehr als Arbeitsgesellschaft, sondern viel eher als Übergangsgesellschaft tituliert (vgl. Menz 2009, S. 56).
Die zentrale Fragestellung die dieser Hausarbeit zugrunde liegt, lautet wie folgt: „Wieso wird die Perspektive der biographischen Übergangsszenarien benötigt, um ein zielgruppenorientiertes regionales bzw. lokales Übergangsmanagement zu gestalten?“ Dazu wird in Kapitel 2 erst einmal geklärt, was Übergange überhaupt sind. An dieser Stelle wird bewusst kein Übergang wie der von Schule – Beruf exemplarisch dargestellt, da der vorgegebene Rahmen dieser Arbeit dafür nicht ausreichend ist. Im darauf folgenden Kapitel 3 wird die Perspektive der biographischen Szenarien kurz dargestellt. Danach wird in Kapitel 4 ein Modell zur Gestaltung eines regionalen Übergangsmanagements vorgestellt und weiterhin werden allgemeine Punkte, die bei der Entwicklung eines Modells zum Übergangsmanagement elementar sind, festgehalten. Abgeschlossen wird diese Arbeit durch ein Fazit, in welchem die oben stehende Fragestellung beantwortet werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Übergang – Was ist das?

3 Perspektive der biographischen Übergangsszenarien

3.1 Status quo und Grundlagen

3.2 Biographische Übergangsszenarien

4 Die Gestaltung eines regionalen Übergangsmanagements

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, warum der Ansatz der biographischen Übergangsszenarien essenziell für die Entwicklung eines zielgruppenorientierten regionalen Übergangsmanagements ist. Dabei wird die Notwendigkeit aufgezeigt, starre institutionelle Leitbilder zu verlassen und stattdessen die individuellen Lebensläufe sowie regionale Gegebenheiten in den Fokus der Gestaltung zu rücken.

  • Wandel von der Arbeits- zur Übergangsgesellschaft
  • Kritik am Mythos der Normalbiografie
  • Bedeutung biographischer Szenarien für die Lernbiografie
  • Strukturmodell für ein regionales Übergangsmanagement
  • Rolle von Netzwerken und sozialer Infrastruktur

Auszug aus dem Buch

3.2 Biographische Übergangsszenarien

Die biographischen Übergänge beschreiben eine grundlegende Blickrichtung, welche das Übergangsmanagement ganzheitlich bestimmt. An dieser Stelle stellt sich nun die Frage: Welche Erkenntnisse können anhand des biographischen Ansatzes zur Gestaltung von Übergängen gezogen werden? Dabei spielt der Terminus des biographischen Szenarios eine aufschlussreiche so wie entscheidende Rolle. Der Begriff der Szenarios hat prinzipiell einen Entwurfscharakter bezüglich der Pläne im Übergang und somit auch für den weiteren Lebenslauf.

Im Zuge der schnelllebigen Arbeitswelt und damit einhergehenden Unsicherheitslagen ist der Szenariobegriff schließlich von besonderer Bedeutung. Folglich eröffnet der Terminus der biographischen Szenarien, in einem ganzheitlichen Verständnis, Entwicklungsperspektiven, die auf einer greifbaren biographischen Situation eines Menschen basieren. Hierbei werden der Blick nicht nur Bildungs- und Beschäftigungshorizonte oder auf den Durchlauf von Bildungssystemen gerichtet, sondern vielmehr wird die Biographie des Individuums in den Kontext des Bildungs- und Beschäftigungsganges setzt.

Soll heißen, dass davon abgewichen wird, die biographische Entwicklung „in die Perspektive der systematischen Integration einzuordnen“ und es umgekehrt gemacht wird (vgl. Muche et. al. 2010a, S. 27). Die systematische Integration wird demzufolge in die biographische Entwicklung eingeordnet und somit werden neue Betrachtungsweisen für Bewältigungsstrategien im Übergang ausgemacht. Weiterhin wird mit diesem Ansatz die subjektive und individuelle Erreichbarkeit weiterer Meilensteine im biographischen Verlauf gesichert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den gesellschaftlichen Wandel hin zur Übergangsgesellschaft und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Relevanz biographischer Übergangsszenarien.

2 Übergang – Was ist das?: Dieses Kapitel beleuchtet den Übergangsbegriff jenseits von Schule und Beruf und kritisiert das Konzept der Statuspassagen in einer alternden Gesellschaft.

3 Perspektive der biographischen Übergangsszenarien: Hier werden die Grundlagen für ein Verständnis biographisierter Übergänge gelegt und das Konzept der Szenarien als Gestaltungselement eingeführt.

4 Die Gestaltung eines regionalen Übergangsmanagements: Das Kapitel präsentiert ein Referenzmodell für regionales Management, das durch Governance-Konzepte und eine bedarfsorientierte Infrastruktur geprägt ist.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass individuelle Unterstützung und regionale Einbettung notwendige Voraussetzungen sind, um in einer modernen Gesellschaft Bildungserfolge zu sichern.

Schlüsselwörter

Übergangsmanagement, biographische Übergangsszenarien, Übergangsgesellschaft, Normalbiografie, regionale Gestaltung, Transitionen, Bildungslandschaft, Governance, soziale Infrastruktur, individuelle Förderung, Lebenslauf, Bildungsplanung, Kompetenzentwicklung, arbeitsgesellschaftliche Umbrüche, Berufsbiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Anforderungen an ein modernes, regionales Übergangsmanagement angesichts einer Gesellschaft, in der kontinuierliche Erwerbsbiografien zunehmend durch diskontinuierliche Übergänge abgelöst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Individualisierung von Lebensläufen, das Scheitern institutioneller Standardisierungen (Mythos der Normalbiografie) und die Notwendigkeit einer kooperativen, regionalen Gestaltung von Bildungsübergängen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, warum die Perspektive der biographischen Übergangsszenarien zwingend erforderlich ist, um ein zielgruppenorientiertes und regionales Übergangsmanagement erfolgreich zu gestalten.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verwendet?

Der Autor nutzt einen bildungswissenschaftlichen Ansatz, der den Fokus von starren Institutionen auf die biographische Entwicklung und individuelle Lernprozesse verschiebt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen biographischer Szenarien und stellt anschließend ein dreistufiges Referenzmodell zur Gestaltung eines regionalen Übergangsmanagements vor.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Übergangsmanagement, biographische Szenarien, Normalbiografie und regionale Governance-Strukturen geprägt.

Warum reicht das klassische Schulmodell laut Autor nicht mehr aus?

Das klassische Modell geht von standardisierten, linearen Lebensläufen aus, während die heutige Realität durch Heterogenität und Brüche geprägt ist, denen das alte System nicht gerecht wird.

Welche Bedeutung haben regionale Netzwerke?

Regionale Netzwerke sind notwendig, um Transparenz im institutionellen "Angebotsdschungel" zu schaffen und eine wirksame Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren vor Ort zu ermöglichen.

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Details

Titel
Übergangsmanagement und die Perspektive der biographischen Übergangsszenarien
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Lars Rosenbaum (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V188881
ISBN (eBook)
9783656128144
ISBN (Buch)
9783656128700
Sprache
Deutsch
Schlagworte
übergangsmanagement perspektive übergangsszenarien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Rosenbaum (Autor:in), 2012, Übergangsmanagement und die Perspektive der biographischen Übergangsszenarien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188881
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Leseprobe aus  13  Seiten
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