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Perspektiven des Körpers in den Sozialwissenschaften

Neue Hinwendung zum Körper und Möglichkeiten der Erforschung

Titre: Perspektiven des Körpers in den Sozialwissenschaften

Dossier / Travail , 2011 , 15 Pages

Autor:in: Thomas Lauszus (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Die Anpassung an das Leben in der Gesellschaft findet vorrangig über unseren Kör-per statt. Jeden Tag aufs Neue werden die Menschen sich ihres Körpers bewusst und definieren ihn für sich. Er ist das erste, was jemand spürt, wenn er aufweckt und sei-ner Vergänglichkeit versuchen wir durch Pflege und Aufmerksamkeit zu begegnen. Dabei ist er viel mehr als unsere leibliche Hülle. Durch ihn eröffnet sich uns die Welt und er filtert alle Einflüsse, denen wir begegnen. Menschen nehmen Informationen über ihre Sinne auf und die körperliche Konstitution hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf Lern- oder Erziehungsprozesse. Aus diesem Grund muss der Körper besonders in der Bildungs- und Erziehungswissenschaft mit berücksichtigt werden. Entgegen dieser Forderung wird das Thema Körper in den meisten wissenschaft-lichen Büchern der Erziehungswissenschaft bzw. Pädagogik nur am Rande betrach-tet. Ein prominentes Beispiel dafür ist das aktuelle Handbuch der Erziehungswissen-schaft. Körperlichkeit wird innerhalb der drei erschienenen Bände nur in sehr weni-gen Artikeln erwähnt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Theoretische Verortung von Körper

2.2 Der Körper als Produkt und Produzent von Gesellschaft

3. Der Körper aus sozialwissenschaftlicher Sicht

3.1 Körper und Leib in Erziehung und Bildung

3.2 Der Zugang über Bilder und Fotografien

3.3 Der Zugang zum Körper über Diskurse

4. Body Turn

4.1 Neue Hinwendung zum Körper

4.2 Der Körper als kulturwissenschaftliches Phänomen

5. Fazit und Desiderate

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des menschlichen Körpers innerhalb der Sozial- und Erziehungswissenschaften. Das primäre Ziel ist es, die Rolle des Körpers als Medium sozialen Handelns aufzuzeigen und darzulegen, warum er bisher in wissenschaftlichen Diskursen oft vernachlässigt wurde, obwohl er maßgeblich zur Identitätsbildung und gesellschaftlichen Strukturierung beiträgt.

  • Theoretische Verortung von Körper und Leib im gesellschaftlichen Kontext.
  • Analyse des Körpers als Produkt und Produzent sozialer Machtverhältnisse.
  • Methodische Zugänge zur Erforschung des Körpers (Bild- und Diskursanalyse).
  • Der "Body Turn" und seine Relevanz für die Erziehungswissenschaft.
  • Zusammenhang zwischen körperlicher Praxis und Identitätsentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Zugang durch Bilder und Fotografien

Die menschliche Wahrnehmung ist größtenteils visuell geprägt. Es ist also nicht verwunderlich, dass in unserem heutigen Alltag eine Vielzahl an visuellen Reizen auf uns wirkt. Und gerade Bilder und/oder Fotografien finden sich überall. Sie sind einer der wichtigsten medialen Informationsträger. Obwohl sie weitaus aussagekräftiger, und im Zuge der Digitalfotografie auch verbreiteter, sind als Texte, spielen sie in der historischen Bildungsforschung bislang nur eine untergeordnete Rolle. Das liegt vor allem daran, dass ein Foto mehrere Sichtweisen vermengt. Der Fotograf beeinflusst dabei, was und wie etwas zu sehen ist und das Foto hat daher eine spezifische Wirkung auf den Betrachter. Demnach wirken die im historischen Kontext verortete Sichtweise des Fotografen und die Sichtweise des Rezipienten zusammen (vgl. ebd., S. 19). Hinzu kommt, dass der abgebildete Mensch versucht sich selbst darzustellen. Hier liegt das Problem der Fotografie. Sie können ein unreflektiertes, zufälliges Abbild der Realität liefern oder inszeniert sein. Diesen Unterscheid zu erkennen ist die Bedingung dafür, sie als Forschungsgrundlage nutzen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des menschlichen Körpers als Spiegelbild gesellschaftlicher Normen ein und kritisiert dessen bisherige Vernachlässigung in der erziehungswissenschaftlichen Forschung.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet Körper und Leib theoretisch und erläutert die Wechselwirkung zwischen dem Körper als individuellem Ausdruck und als Produkt gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

3. Der Körper aus sozialwissenschaftlicher Sicht: Hier werden spezifische Zugänge wie die Leiblichkeit in der Bildung sowie die methodische Erforschung durch Bilder und Diskurse detailliert analysiert.

4. Body Turn: Dieses Kapitel thematisiert die neue Hinwendung zum Körper innerhalb der Geistes- und Kulturwissenschaften und diskutiert den Paradigmenwechsel hin zu einer kulturwissenschaftlichen Betrachtungsweise.

5. Fazit und Desiderate: Das Fazit fasst die Relevanz des Themas zusammen und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Körperhaltung und des Körpererlebens in der zukünftigen pädagogischen Forschung.

Schlüsselwörter

Körper, Leib, Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaft, Body Turn, Bildungsforschung, Diskursanalyse, Körperdarstellung, Identitätsbildung, Machtverhältnisse, Soziologie des Körpers, Historische Bildungsforschung, Kulturwissenschaft, Körperlichkeit, Performativer Turn

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Bedeutung des Körpers als zentrales Medium des sozialen Handelns und der Identitätsbildung in den Sozialwissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Soziologie des Körpers, historische Bildungsforschung, sowie die methodische Analyse von körperbezogenen Diskursen und visuellen Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Relevanz des Körpers für sozialwissenschaftliche Forschungen aufzuzeigen, die Gründe für seine bisherige wissenschaftliche Randstellung zu beleuchten und Möglichkeiten der Erforschung zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die theoretische Reflexion und diskutiert methodische Ansätze wie die ikonografisch-ikonologische Bildanalyse und diskursanalytische Verfahren der Grounded Theory.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen, die sozialwissenschaftliche Sicht auf den Körper, der aktuelle "Body Turn" und spezifische Forschungsmethoden wie die Bild- und Diskursanalyse vertieft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Körper, Leib, Body Turn, Erziehungswissenschaft, soziale Identität und kulturwissenschaftliche Ansätze sind die prägenden Begriffe.

Warum spielt der Körper laut Autor in der Erziehungswissenschaft bisher eine untergeordnete Rolle?

Der Autor argumentiert, dass der Körper in vielen wissenschaftlichen Standardwerken nur am Rande erwähnt wird, da der Fokus traditionell oft stärker auf rein intellektuellen oder disziplinarischen Aspekten der Bildung liegt.

Wie unterscheidet sich die seriell-ikonografische Fotoanalyse von der Einzelbildinterpretation?

Während die ikonografisch-ikonologische Einzelbildinterpretation das einzelne Bild tiefgehend deuten möchte, nutzt die seriell-ikonografische Analyse den Vergleich zwischen vielen Bildern, um kontinuierliche Entwicklungen und Typisierungen zu erfassen.

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Résumé des informations

Titre
Perspektiven des Körpers in den Sozialwissenschaften
Sous-titre
Neue Hinwendung zum Körper und Möglichkeiten der Erforschung
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Auteur
Thomas Lauszus (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
15
N° de catalogue
V188922
ISBN (ebook)
9783656127475
ISBN (Livre)
9783656128489
Langue
allemand
mots-clé
Körper Sozialwissenschaft Body Turn Bildanalyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Lauszus (Auteur), 2011, Perspektiven des Körpers in den Sozialwissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188922
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