GLOBI ist eine Kultfigur der Schweizer Kinder- und Jugendliteratur. In der Arbeit wird untersucht, ob "der blaue Vogelmensch" als Protagonist eine pädagogische Figur ist.
GLOBI in der Schweizerischen Kinderliteratur und als pädagogische Figur: Erscheint seit 1935 in Buchform und ist in der Schweiz einzigartig erfolgreich.
Wie ist der pädagogische Bezug der Figur GLOBI in seiner Erfolgsgeschichte zu deuten?
Die Arbeit versucht, in erziehungswissenschaftlicher Zugangsweise folgende Fragen zu beantworten:
Ist GLOBI eine pädagogische Figur?
Welches Die pädagogischen Themen GLOBIs in der Neuzeit.
Ist GLOBI ein wildes Kind?
Was zeichnet seinen anhaltenden Erfolg aus?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Methoden und Begründung
1.3. Persönlicher Bezug
2. GLOBI – ein Kultstar
2.1. Kurze Entstehungsgeschichte der Figur
2.2. Bedeutung in der aktuellen Zeit
2.2.1. Verlagsgeschichte
2.2.2. Aktuelles Marketing / PR
2.2.3. Der aktuelle Band „GLOBI in der Schule“
3. ‚Wilde Kinder‘ in der Kinderliteratur
3.1. Begriffsbestimmung
3.2. Kurzer historischer Abriss
3.3. Das Bilderbuch als Kategorie der Kinderliteratur
4. GLOBI – in früherer Zeit
4.1. Die ersten Jahre der Publikation
4.1.1. Wesensmerkmale der Figur
4.1.2. Entwicklung in den ersten Jahrzehnten
4.1.2.1. Band 0 – GLOBIs Weltreise
4.1.2.2. Band 4 – GLOBI in der Verbannung
4.1.2.3. Band 6 – GLOBI wird Soldat
4.1.2.4. Band 1 – GLOBI der Kinderfreund
4.1.2.5. Band 38 – GLOBI, so ein Lausbub
5. Das Erfolgsrezept von GLOBI
5.1. GLOBI – eine pädagogische Figur?
5.2. Die pädagogischen Themen GLOBIs in der Neuzeit
6. Fazit
6.1. Ist GLOBI ein wildes Kind?
6.2. Was zeichnet seinen anhaltenden Erfolg aus?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Kunstfigur „Globi“ trotz ihrer historischen Entstehung als Werbeträger eine pädagogisch relevante Identifikationsfigur für Kinder bleibt und wie sie ihren anhaltenden Erfolg manifestiert. Dabei wird analysiert, inwieweit Globi als „wildes Kind“ verstanden werden kann, das pädagogische Botschaften indirekt vermittelt.
- Historische Entwicklung der Figur und des Globi-Verlags
- Diskurs zu „wilden Kindern“ in der Kinderliteratur
- Kulturhistorische Rezeption und mediale Vermarktung
- Empirische Untersuchung der pädagogischen Einstellung von Lehrpersonen
- Analyse der pädagogischen Wirksamkeit durch Inhaltsanalyse von Bilderbuch-Episoden
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Man weiss nicht so genau wer oder was er eigentlich ist, der Globi. Seine Erscheinung ist eine Mischung aus Vogel und Mensch, seine glatte Haut ist blau, er trägt rot-schwarz karierte Hosen und ein schwarzes Béret mit einem kurzen Stummel oben drauf. Sein übergrosser gelber Schnabel erinnert an einen Papagei, er hat menschliche Hände und Füsse, sowie zwei Federn an seinem Hintern. Halb Mensch, halb Tier treibt Globi in schwarz-weiss seit bald 80 Jahren seine Spässe und Streiche, hat mittlerweile längst den Status eines beispiellosen Kultstars erreicht und erfreut seit Generationen vor allem die Kinder.
Soll man ihn als Kind, als Jugendlichen oder als Erwachsenen bezeichnen? Diese Frage wird umso interessanter, wenn man die „Familiengeschichte“ der Kunstfigur Globi untersucht. Die ist indessen ziemlich verzwickt und in früher Zeit der Globi – Publikationen existierte eine ganze Familie mit drei Generationen der Vogelfigur. Zudem gibt es nicht weniger als sechs Geburtsszenarien, die meisten sind indessen unveröffentlicht. Heute kann man von einem ewig jungen, alterslosen und tendenziell jugendlichen Globi ausgehen (vgl. Bellwald 2003, S. 21 - 23).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Erscheinung Globis ein und stellt die Forschungsfrage, inwiefern Globi als pädagogische Figur seinen anhaltenden Erfolg begründen kann.
2. GLOBI – ein Kultstar: Das Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte der Werbefigur ab 1932, die Verlagsentwicklung sowie die aktuelle Bedeutung und Marketingstrategien von Globi.
3. ‚Wilde Kinder‘ in der Kinderliteratur: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs „Wilde Kinder“ und eine historische Betrachtung der Rolle von Kindern in der Literatur sowie die Funktion des Bilderbuchs.
4. GLOBI – in früherer Zeit: Dieses Kapitel analysiert die propagandistische Nutzung von Globi während der Kriegsjahre und beschreibt die Wesensmerkmale der Figur in ihren Anfangsjahren.
5. Das Erfolgsrezept von GLOBI: Es wird untersucht, ob Globi als pädagogische Figur fungiert und wie sich seine thematische Ausrichtung in der Neuzeit verändert hat.
6. Fazit: Das Fazit wertet eine Umfrage unter Lehrkräften aus, diskutiert, ob Globi ein „wildes Kind“ ist, und fasst die Gründe für seinen langfristigen Erfolg zusammen.
Schlüsselwörter
Globi, Kinderliteratur, Pädagogik, Identifikationsfigur, Werbefigur, Erziehung, Bilderbuch, Erfolgsgeschichte, Kulturhistorie, Medienrezeption, Erfindergeist, Wertevermittlung, Sozialisation, Kultstar, Schulalltag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die historische und pädagogische Bedeutung der Kunstfigur Globi und analysiert, warum die Figur seit Jahrzehnten bei Kindern erfolgreich ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Verlags- und Entstehungsgeschichte, der pädagogischen Einordnung von Globi als „wildes Kind“ sowie seiner Funktion als Identifikationsfigur im Kontext der Kinderliteratur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu ergründen, inwiefern Globi als pädagogische Figur durch seine Handlungsweisen einen anhaltenden pädagogischen Einfluss ausübt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine Kombination aus Textrecherche der Fachliteratur, einer quantitativen Umfrage unter Lehrkräften sowie eine prä-ikonografische Analyse von Episoden aus ausgewählten Globi-Bänden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Globis Entwicklung vom Werbeträger zum Nationalhelden, die Rolle des Bilderbuchs sowie spezifische Verhaltensmuster von Globi in den Geschichten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globi, pädagogische Figur, Identifikationsfigur, Kinderliteratur, Wertevermittlung und Erfolgsgeschichte geprägt.
Wie bewerten Lehrkräfte die pädagogische Rolle von Globi?
Die befragten Lehrkräfte sehen Globi primär als pfiffige und sympathische Figur mit Niveau; die Kritik aus den 70er Jahren spielt in ihrer Wahrnehmung kaum noch eine Rolle.
Warum wird Globi als „wildes Kind“ bezeichnet?
Die Bezeichnung verweist auf Globis unkonventionelle Art, die sich den erzieherischen Bemühungen widersetzt, wobei er gleichzeitig als Symbol für „erlaubte Freiheit“ und kreative Problemlösung fungiert.
- Citar trabajo
- Ueli Zberg (Autor), 2011, Globi - ein wildes Kind: Pädagogische Betrachtung einer Schweizer Kultfigur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188924