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Deiktische Elemente in mündlichen Instruktionen - untersucht an Collaborative Augmented Reality-Systemen

Title: Deiktische Elemente in mündlichen Instruktionen - untersucht an Collaborative Augmented Reality-Systemen

Thesis (M.A.) , 2001 , 134 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kirstin Lenzen (Author)

Classic Philology - Other
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Vor zehn Jahren galt die Augmented Reality als und vielversprechende, junge Technologie, der man eine Vielzahl innovativer Anwendungen zutraute. Zu diesem Zeitpunkt stellte die linguistische Beschäftigung mit kommunikativen Aspekten dieser Technologie eine Pionierarbeit dar. In der Zwischenzeit ist viel passiert, und man könnte meinen, die Arbeit sei seit ihrem Erscheinen längst überholt. In der Tat ist der Verlauf der Augmented Reality Technologie gekennzeichnet durch zahlreiche Höhen und Tiefen sowie kritische Ereignisse, die ihr immer wieder eine neue, zum Teil unvorhergesehene Richtung verliehen. So brachte Apple beispielsweise das neue IPhone 3GS heraus, woraufhin sich die Zahl der Anwendungen (Apps) für dieses SmartPhone nahezu explosionsartig vervielfältigte. Und genau in dieser Nische feierte auch die Augmented Reality Technologie ihr neues Revival: Augmented Reality-Apps ermöglichen heute die genaue begriffliche Bestimmung von Berggipfeln („Peaks“), zeigen mir, wo ich die nächste Filiale einer großen Fast-Food-Kette finde („AR Germany“, „Layar“, „Wikitude“) und helfen mir bei der Einrichtung meines Wohnzimmers, indem sie die in Frage kommenden Möbel schon mal probehalber virtuell in den einzurichtenden Raum projezieren („iLiving“) während die durch die Buchungsplattform betriebene App „Hotels now“ mir hilft, schnell vor Ort ein Hotel zu finden und zu buchen. Besonderes Aufsehen erregte die Anwendung „Recognizer“, welche mittels Gesichtserkennung die Identifizierung unbekannter Personen in sozialen Netzwerken ermöglicht und dadurch Datenschützer alamierte.
Trotz dieser bemerkenswerten Erfolgsgeschichte hat sich ein Sachverhalt nicht geändert: Bislang existieren nachwievor kaum Untersuchungen der Augmented Reality Technologie aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Das ist umso erstaunlicher, als diese Technologie ein außerordentliches hohes Potential birgt und bereits jetzt das soziale Miteinander verändert und sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in naher Zukunft auch als Interaktionsmedium etablieren wird. Aus diesem Grund scheinen vor allem auch Analysen über die Auswirkungen dieser Technologie auf Interaktion und Kommunikation nötig. Die vorliegende Studie hat sich als eine der ersten oder vielleicht als die erste intensiv mit der durch Augmented-Reality-Systeme vermittelten Kommunikation beschäftigt und ihre Effizienz untersucht, aber auch Schwachstellen und Handlungsbedarf identifiziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kommunikation als Grundlage menschlicher Zusammenarbeit

2.1 Kommunikationsmodelle

2.1.1 Kommunikation als Transportmodell

2.1.2 Kommunikation als Zeichenmodell

2.1.3 Kommunikation als Verhaltensmodell

2.1.4 Kommunikation als Handlungsmodell

2.1.5 Kommunikation als Gesprächsmodell

2.2 Kommunikationskanäle

3. Medial vermittelte Kommunikation

3.1 Oralität und Literalität

3.2 Die zerdehnte Sprechsituation als Ausgangspunkt medial vermittelter Kommunikation

3.3 Theorien zur Medienwahl und -verwendung

3.3.1 Interaktion als regelgeleitetes Geschehen

3.3.2 Theorie der sozialen Präsenz

3.3.3 Media Symbolism und Media Richness Theorie

3.3.4 Modell der aufgabenorientierten Medienwahl

4. Collaborative Augmented Reality

4.1 Virtual Reality und Collaborative Augmented Reality

4.2 Collaborative Augmented Reality in der Instandhaltung

4.3 Linguistische und medienspezifische Einordnung von Collaborative Augmented Reality

4.3.1 Oralität und Literalität

4.3.2 Theorien zur Medienwahl und -verwendung

4.3.3 Fachsprache

4.3.4 Text, Textmuster und Textsorte

5. Deixis als Mittel der Verständigung

5.1 Verständigung als Ziel der Kommunikation

5.2 Mentale Modelle und räumliche Repräsentationen als Ausgangspunkt von Verstehensleistungen in Instruktionen

5.3 Deiktische Elemente als Grundlage adäquater räumlicher Repräsentationen

5.3.1 Verbale deiktische Zeigehandlungen

5.3.2 Nonverbale deiktische Zeigehandlungen

5.3.3 Computer-unterstützte Deixis

6. Untersuchungsteil

6.1 Einführung

6.2 Beschreibung der Remote-Unterstützungsmedien

6.3 Untersuchte Kriterien

6.4 Zusätzliche Untersuchungen

6.5 Störvariablen

6.5.1 Individuelle Störvariablen

6.5.2 Umgebungsbedingte Störvariablen

6.6 Versuchspersonen

6.7 Versuchsbeschreibung

6.7.1 Versuchsaufbau

6.7.2 Versuchsaufgabe

6.7.3 Versuchsablauf

6.8 Auswertungsmethode

6.9 Darstellung und Auswertung der Ergebnisse

6.10 Darstellung und Auswertung der zusätzlichen Untersuchungen

6.11 Diskussion der Ergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle deiktischer (auf Objekte verweisender) Elemente in mündlichen Instruktionsprozessen bei der Instandhaltung, insbesondere im Kontext von Collaborative Augmented Reality-Systemen (CAR). Ziel ist es zu explorieren, ob und wie der Einsatz dieser Systeme – durch die Kombination verbaler und nonverbaler Zeigehandlungen – die Verständigung sowie die Bildung mentaler räumlicher Modelle bei der Problemlösung beeinflusst und inwieweit dadurch die Effizienz der Interaktion gesteigert werden kann.

  • Kommunikationstheoretische Grundlagen und Modelle
  • Medial vermittelte Kommunikation und der Textbegriff
  • Eigenschaften und Einsatz von Collaborative Augmented Reality
  • Deixis als sprachliches und nonverbales Mittel der Verständigung
  • Empirische Vergleichsstudie zwischen Telefon, Video und CAR

Auszug aus dem Buch

3.2 Die zerdehnte Sprechsituation als Ausgangspunkt medial vermittelter Kommunikation

Für eine textlinguistisch ausgerichtete Arbeit ist es unerlässlich, den Begriff des „Textes“ näher zu erläutern. Vor allem ist zu klären, was unter dem Textbegriff zu verstehen ist und ob mündliche Kommunikationsformen ebenfalls als Text bezeichnet werden können oder diese Bezeichnung schriftlichen Kommunikationsformen vorbehalten ist.

Es fällt auf, dass der Textbegriff in der gegenwärtigen Diskussion nicht eindeutig geklärt ist. Dies gilt vor allem für die Frage, ob es sich bei mündlichen Äußerungen (in Abgrenzung zu schriftlichen) ebenfalls um einen Text handelt oder nicht. So betont beispielsweise Püschel die Dynamik und „relationale Größe“ von Texten, „die immer nur aus der Perspektive der Handlungsbeteiligten bestimmt werden kann“ (vgl. Püschel 1997: 40). Dies bedeutet, dass die Frage „Was ist der Text“ in die Frage „Wer versteht etwas als Text?“ (ebd.: 40) umformuliert werden muss, denn „der Produzent [kann] eine andere Sichtweise auf sein Sprachprodukt haben [...] als der Rezipient und verschiedene Rezipienten [können] wiederum unterschiedliche Verständnisse von einem sprachlichen Phänomen haben“ (ebd.: 40). Daraus folgt, dass „wir uns damit abfinden [müssen], daß wir auf die Frage nach dem Text unterschiedliche Antworten bekommen können“ (ebd.: 40). So weisen für Rolf Gespräche etc. zwar textuelle Eigenschaften auf, sie sind jedoch keine (als solche) intendierten Texte; zumindest sind sie keine Handlungsmittel. Gespräche könnten statt dessen als Kommunikationsarten oder als Kommunikationsformen bezeichnet werden (Rolf 1993: 31).

Nach der Auffassung Vaters schließlich wird der Text „als Kommunikationsbestandteil gesehen und gerät dadurch in die Nähe zum Sprechakt“ (Vater 1994: 16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Begründung der Relevanz von deiktischen Elementen für effiziente Instruktionsprozesse in der Instandhaltung.

2. Kommunikation als Grundlage menschlicher Zusammenarbeit: Darstellung verschiedener Kommunikationsmodelle und -kanäle als Basis für das Verständnis interaktiver Prozesse.

3. Medial vermittelte Kommunikation: Untersuchung der Grundlagen medialer Kommunikation, insbesondere der Bedeutung der zerdehnten Sprechsituation und von Medientheorien.

4. Collaborative Augmented Reality: Beschreibung von CAR-Systemen sowie deren Einordnung in medientheoretische und linguistische Kontexte.

5. Deixis als Mittel der Verständigung: Theoretische Herleitung der Bedeutung von Deiktika für das Verständnis und die Bildung mentaler Modelle bei räumlichen Problemen.

6. Untersuchungsteil: Detaillierte Beschreibung der explorativen Studie, der verwendeten Methoden, Versuchsaufbauten und der Auswertung der empirischen Daten.

7. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und kritische Bewertung der Rolle von CAR-Systemen im Hinblick auf ihre Effizienz.

Schlüsselwörter

Collaborative Augmented Reality, CAR, Deixis, Instruktionsprozesse, Instandhaltung, Medienwahl, Kommunikation, mentale Modelle, nonverbale Kommunikation, Zeigegesten, Verbale Deiktika, Medieneffizienz, Sprachwissenschaft, Textsorte, Instruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung deiktischer (zeigender) Elemente in mündlichen Anweisungen, um zu verstehen, wie diese die Qualität und Effizienz der Zusammenarbeit zwischen zwei Personen beeinflussen, wenn diese räumlich voneinander getrennt sind und moderne Kommunikationsmedien nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kommunikationstheorie, die Linguistik von Instruktionen (Textsorten), die Psychologie mentaler Modelle bei räumlichen Aufgaben sowie die technische Evaluation von Augmented-Reality-Systemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob und wie der Einsatz von Collaborative Augmented Reality-Systemen durch die Kombination von Sprache und visuellen Zeigegesten die Verständigung bei Reparaturaufgaben verbessert und welche Rolle sprachliche Deiktika dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine explorative empirische Vergleichsstudie durch, bei der Probanden unter drei verschiedenen Medienbedingungen (Telefon, Video, CAR) Montageaufgaben an einer Kfz-Tür durchführen, wobei verschiedene Parameter wie Bearbeitungszeit, Fehlerquote und Deiktika-Häufigkeit quantitativ erfasst werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Kommunikationsmodelle, Medientheorien, Deixis und mentale Modelle fundiert, sowie einen praktischen Untersuchungsteil, in dem das CAR-System im Vergleich zu Telefon und Video evaluiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Collaborative Augmented Reality, Deixis, Instruktionsprozesse, Instandhaltung, mentale Modelle, Medieneffizienz und die Analyse von Zeigegesten charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Kommunikation über CAR von der Videotelefonie?

Im Gegensatz zur Videokonferenz ermöglicht ein CAR-System nicht nur dem Monteur vor Ort, sondern auch dem Remote-Instrukteur, mittels virtueller Markierungen (wie Pfeilen oder Kreisen) direkt auf die Bauteile im Sichtfeld des Monteurs zu zeigen, was die Kommunikation präziser gestalten sollte.

Welche technische Problematik identifiziert die Autorin bei CAR-Systemen?

Die Autorin stellt fest, dass das aktuelle CAR-System aufgrund technischer Einschränkungen – wie verzögerter Bildgebung und der Notwendigkeit spezieller Kopfhaltungen für die korrekte Einblendung virtueller Marker – zu einer erhöhten Beanspruchung und teilweise zu einer höheren Uneindeutigkeit im Vergleich zu einfacheren Medien führt.

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Details

Title
Deiktische Elemente in mündlichen Instruktionen - untersucht an Collaborative Augmented Reality-Systemen
College
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut)
Course
Deutsche Philologie
Grade
1,0
Author
Kirstin Lenzen (Author)
Publication Year
2001
Pages
134
Catalog Number
V188949
ISBN (eBook)
9783656129288
ISBN (Book)
9783656130291
Language
German
Tags
Augmented Reality
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirstin Lenzen (Author), 2001, Deiktische Elemente in mündlichen Instruktionen - untersucht an Collaborative Augmented Reality-Systemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188949
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