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Public Private Partnership - Ein Lichtblick bei der finanziellen Entlastung der Öffentlichen Haushalte?

Title: Public Private Partnership - Ein Lichtblick bei der finanziellen Entlastung der Öffentlichen Haushalte?

Seminar Paper , 2011 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robert Müller (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Wie man anhand der seit Jahrzehnten zunehmenden Staatsverschuldung in Deutschland unschwer erkennen kann, spitzt sich die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte immer weiter zu. Oftmals war in der Vergangenheit in den regionalen Tageszei-tungen von Sparmaßnahmen wie Schwimmbad- oder Schulschließungen zu lesen. Besonders Ostdeutschland hat es dabei, durch die Wiedervereinigung bedingt, hart getroffen. Der demografische Wandel und der anhaltende Wegzug gerade junger und gut ausgebildeter Menschen haben dafür gesorgt, dass öffentliche Einrichtungen weniger ausgelastet und Einnahmen rückläufig sind.

Um jedoch weiterhin, besonders im Schulsektor, eine hohe Qualität gewährleisten zu können, kam man zu der Überlegung, private Unternehmen in öffentliche Projekte einzubeziehen. Dadurch erhoffte man sich eine nachhaltige und wirtschaftliche Realisierung der eigenen Vorhaben. Ein geeignetes Werkzeug dazu ist PPP – Public Private Partnership. Dabei handelt es sich um gezielte Kooperationen zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen, die gemeinsam nach dem ökonomischen Prinzip der „Win-win-Situation“ agieren. Da die privaten Unternehmen so mehr Aufträge bekommen und der Staat bei der Durchführung der Vorhaben Zeit und Geld spart, profitieren somit beide Seiten davon. Diese Hausarbeit soll klären, wie PPP im Einzelnen funktioniert und ob es wirklich das Potenzial hat, die öffentlichen Haushalte nachhaltig zu entlasten

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemeinführung

2. PPP – Definition und Rahmenbedingungen

2.1 Begriffliche Definition

2.2 Rahmenbedingungen

2.2.1 Kernaspekte bei der Realisierung von PPP-Projekten

2.2.2 Phasen des PPP-Prozess

3. Finanzierungsarten und Vertragsmodelle von PPPs

3.1 PPP-Finanzierungsarten

3.1.1 Projektfinanzierung

3.1.2 Forfaitierung mit Einredeverzicht

3.2 Wichtige PPP-Vertragsmodelle im Hochbau

3.2.1 PPP-Erwerbermodell

3.2.2 PPP-Inhabermodell

3.2.3 PPP-Mietmodell

3.2.4 PPP-Leasingmodell

4. PPP im Bildungssektor

5. Der „SeeCampus Niederlausitz“ in Schwarzheide als PPP-Projektbeispiel

5.1 Daten und Fakten im Überblick

5.2 Der Projektablauf und die daran beteiligten Akteure

5.3 Kritische Würdigung des Projekts

6. Chancen und Risiken von PPP

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Funktionsweise und das Potenzial von Public Private Partnerships (PPP) zur nachhaltigen finanziellen Entlastung öffentlicher Haushalte. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob PPP-Modelle trotz ihrer Komplexität und spezifischer Risiken eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zur klassischen öffentlichen Beschaffung darstellen.

  • Grundlagen und Definition von PPP-Kooperationen
  • Analyse verschiedener Finanzierungsarten und Vertragsmodelle
  • Anwendung von PPP-Modellen im Bildungssektor
  • Fallstudie des SeeCampus Niederlausitz als innovatives Projektbeispiel
  • Gegenüberstellung von Chancen und Risiken für öffentliche und private Partner

Auszug aus dem Buch

3.2.2 PPP-Inhabermodell

Beim PPP-Inhabermodell, auch BTO-Modell genannt, stehen die Leistungen Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung einer Immobilie analog zum obengenannten Erwerbermodell. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass der öffentliche Auftraggeber Eigentümer des Grundstücks bleibt. Somit geht auch das Eigentum am Gebäude sukzessiv auf den öffentlichen Auftraggeber über. Er hat deshalb dafür zu sorgen, dem privaten Auftragnehmer währen der Betriebsphase ein Nutzungs- und Betriebsrecht einzuräumen, damit dieser seine vertraglich festgelegten Leistungen erbringen kann.

Das Entgelt, das an den privaten Auftragnehmer entrichtet werden muss, umfasst in diesem Modell, bis auf den Grundstückserwerb, die gleichen Leistungen wie beim Erwerbermodell. Zu beachten ist, dass der Gebäudezustand am Ende der Vertragslaufzeit wieder als Risiko angesehen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemeinführung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Staatsverschuldung und die daraus resultierende Notwendigkeit, private Investoren in öffentliche Projekte, insbesondere im Bildungssektor, einzubeziehen.

2. PPP – Definition und Rahmenbedingungen: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung von PPP sowie die Erläuterung wesentlicher Effizienzfaktoren wie Risikotransfer, Lebenszyklusansatz und der Ablauf der fünf PPP-Projektphasen.

3. Finanzierungsarten und Vertragsmodelle von PPPs: Dieses Kapitel erläutert die technischen Aspekte der Projektfinanzierung und Forfaitierung sowie die spezifischen Hochbau-Modelle (Erwerber-, Inhaber-, Miet- und Leasingmodell).

4. PPP im Bildungssektor: Hier wird die hohe Relevanz von PPP-Modellen für Schulen und Kindertagesstätten beleuchtet, die aufgrund vergleichbarer Standards eine hohe Eignung für Bündelungskonzepte aufweisen.

5. Der „SeeCampus Niederlausitz“ in Schwarzheide als PPP-Projektbeispiel: Anhand des Projekts SeeCampus wird die praktische Umsetzung inklusive der Akteursstruktur, der Finanzierung über Forfaitierung und der innovativen Passivhausbauweise detailliert dargestellt.

6. Chancen und Risiken von PPP: Eine systematische Gegenüberstellung der Vorteile (z.B. Effizienzgewinne, Know-how-Transfer) und Nachteile (z.B. Transaktionskosten, Zielkonflikte) für beide Partnerseiten.

7. Ausblick: Zusammenfassend wird prognostiziert, dass der Druck zur Haushaltskonsolidierung zu einer weiteren Zunahme von PPP-Projekten in Deutschland führen wird, sofern die Risikoteilung maßgeschneidert erfolgt.

Schlüsselwörter

Public Private Partnership, PPP, Öffentliche Hand, Projektfinanzierung, Forfaitierung, Lebenszyklusansatz, Risikotransfer, SeeCampus Niederlausitz, Bildungssektor, Passivhausstandard, Wirtschaftlichkeit, Vertragsmodelle, Infrastruktur, Haushaltskonsolidierung, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen von Public Private Partnerships als Instrument zur Entlastung öffentlicher Haushalte bei Infrastrukturvorhaben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Definitionen und Rahmenbedingungen von PPP, Finanzierungs- und Vertragsmodelle sowie die Anwendung und kritische Prüfung dieser Modelle am Beispiel des Bildungssektors.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob PPP-Projekte eine nachhaltige und wirtschaftlich vorteilhafte Alternative zur Eigenrealisierung durch den Staat bieten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen und eine empirische Fallstudienanalyse des SeeCampus Niederlausitz zur Veranschaulichung der Projektpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von PPP, den verschiedenen Finanzierungs- und Vertragsarten sowie einer detaillierten Analyse der Chancen und Risiken für die beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Public Private Partnership, Lebenszyklusansatz, Risikotransfer und Finanzierungsmodelle im Hochbau charakterisiert.

Was macht den SeeCampus Niederlausitz als PPP-Beispiel so besonders?

Es handelt sich um das erste Schulgebäude Deutschlands, das im umweltfreundlichen Passivhausstandard als PPP-Projekt realisiert wurde.

Welche Rolle spielt der Risikotransfer bei einem PPP-Projekt?

Der Risikotransfer ist ein zentraler Kernaspekt, bei dem Risiken an den Partner übertragen werden, der am besten mit ihnen umgehen kann, um so die Effizienz des Gesamtprojekts zu steigern.

Warum sind Transaktionskosten bei PPP-Projekten ein kritischer Faktor?

Hohe Transaktionskosten bei der Anbahnung und laufenden Überwachung können den angestrebten Effizienzvorteil gegenüber einer Eigenrealisierung zunichtemachen.

Was unterscheidet das PPP-Inhabermodell vom PPP-Mietmodell?

Beim Inhabermodell bleibt der öffentliche Auftraggeber Grundeigentümer und das Gebäude geht sukzessive auf ihn über, während beim Mietmodell das Eigentum beim privaten Auftragnehmer verbleibt.

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Details

Title
Public Private Partnership - Ein Lichtblick bei der finanziellen Entlastung der Öffentlichen Haushalte?
College
Fachhochschule Lausitz
Course
Wirtschaftsrecht für Fortgeschrittene
Grade
1,3
Author
Robert Müller (Author)
Publication Year
2011
Pages
27
Catalog Number
V188954
ISBN (eBook)
9783656127956
ISBN (Book)
9783656128328
Language
German
Tags
public private partnership lichtblick entlastung öffentlichen haushalte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Müller (Author), 2011, Public Private Partnership - Ein Lichtblick bei der finanziellen Entlastung der Öffentlichen Haushalte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188954
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