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Jesus und der blinde Bartimäus - Die Rolle Jesu als Arzt

Die Reduktion der Asymmetrie der zwischenmenschlichen Existenz

Titre: Jesus und der blinde Bartimäus - Die Rolle Jesu als Arzt

Essai Scientifique , 2012 , 13 Pages

Autor:in: Dipl. Theol. Marius Schwarz (Auteur)

Théologie - Théologie pratique
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Jesus als Arzt? Viele Theologen und auch Mediziner sehen in Jesus einen Arzt ohne Gleichen. Wir wollen am Beispiel Jesu mit dem blinden Bartimäus sehen, was dieses Verhältnis so speziell macht. Selbstredend dürfen wir die Rolle, welche Jesu im Neuen Testament einnimmt, nicht bloß medizinisch betrachten. Dennoch im "Wunder" von der Blindenheilung des Bartimäus steht, vom pädagogischen Standpunkt aus, das Wunder eher in der zweite Reihe.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Hinführung zur Thematik

Das Gleichnis im Wortlaut der Einheitsübersetzung

Das Wunderproblem

Die Fürsorge Jesu als eigenes Wunder

Die Asymmetrie der zwischenmenschlichen Kommunikation

Die Rolle Jesu als Arzt

Das Formulieren einer Bitte – Die größte Hürde

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die biblische Erzählung der Heilung des blinden Bartimäus durch Jesus Christus und beleuchtet dabei insbesondere das Verhältnis Jesu als Heiler zu den Hilfesuchenden sowie die Dynamik der zwischenmenschlichen Asymmetrie und die Bedeutung der Bitte als Ausdruck menschlicher Not und Hoffnung.

  • Analyse der Wundererzählungen im Neuen Testament
  • Untersuchung der zwischenmenschlichen Asymmetrie in der Kommunikation
  • Anwendung eines medizinisch-therapeutischen Stufenmodells auf das Handeln Jesu
  • Betrachtung der sozialen und existenziellen Bedeutung der Fürsorge Jesu
  • Psychologische Hürden beim Formulieren und Äußern von Bitten

Auszug aus dem Buch

Die Rolle Jesu als Arzt

In den letzten Jahren wurde das Wirken Jesu auch unter therapeutischen und medizinischen Aspekten analysiert. Auch wenn wir Jesus als Medicus schlechthin bezeichnen dürften, so dürfen wir nicht den Fehler machen sein Wirken lediglich medizinisch zu interpretieren. Dann wäre Jesus nicht mehr als ein sehr guter Allgemeinmediziner, der, wenn er Tote erweck, vielleicht lediglich schwer Kranke und für Tot gehaltene Menschen wieder ins Leben zurückgerufen hat. Auch wäre er uns heute wohl nicht mehr in Erinnerung.

Dennoch müssen gewisse Züge der Wundergeschichten, welche von Jesus und seinen „Patienten“ handeln, auch unter dem Aspekt des „Arzt Patientenverhältnis“ gesehen werden. Das gebietet die Vernunft und der Verstand. Begegnen sich Patient und Arzt, so durchlaufen sie mehrere Stadien. Nach Voctor-Emil von Gebsattel, lässt sich ein dreistufiges Idealmodell dieses Arzt Patientenverhältnisses herstellen.

In einem ersten Schritt bittet der Kranke um Hilfe. Dieser Hilferuf kommt aus einer inneren Not und wird auf einer unmittelbaren Stufe direkt übertragen. Diese Stufe bezeichnet man auch als elementar-sympathetische Stufe. In der zweiten Stufe, man nennt sie auch diagnostisch-therapeutische Stufe, kommt es zu einer notwendigen Entfremdung, welche es dem Arzt ermöglicht, rational und objektiv vorzugehen. Er distanziert sich vom Patienten um sich nicht in seinem Elend zu verlaufen. Es darf nicht zu einer Gleichstellung von „Heiler“ und „zu Heilendem“ kommen. Münden tut dieses beschriebene Verhältnis in einer dritten, personalen Stufe, auf welcher sich Arzt und Patient mit partnerschaftlichem Respekt begegnen.

Analysieren wir nun das Gleichnis vom blinden Bartimäus im Hinblick auf das dreistufige Modell nach Gebsattel. Erste Stufe: „Sohn Davids, Jesus, habe Erbarmen mit mir!“ In diesem Ausruf, um nicht zu sagen „Anruf“, steckt die zutiefst elementar-sympathetische Stufe. Bartimäus erkennt Jesu als den an, für den ihn seine Anhänger halten.

Zusammenfassung der Kapitel

Hinführung zur Thematik: Einführung in die Erzählung vom Blinden von Jericho als Prototyp der Krankenheilungen im Neuen Testament.

Das Gleichnis im Wortlaut der Einheitsübersetzung: Dokumentation des biblischen Textes nach Markus 10,46-52.

Das Wunderproblem: Auseinandersetzung mit der antiken Erzählstruktur von Wundern und deren Bedeutung als Zeichen göttlicher Fürsorge.

Die Fürsorge Jesu als eigenes Wunder: Darstellung der Lebensumstände in der Zeit Jesu und seiner kompromisslosen Zuwendung zu den Ausgestoßenen.

Die Asymmetrie der zwischenmenschlichen Kommunikation: Analyse des Ungleichgewichts in der Kommunikation zwischen Menschen verschiedener hierarchischer Ebenen.

Die Rolle Jesu als Arzt: Übertragung des Modells der Arzt-Patient-Beziehung nach Gebsattel auf die Begegnung zwischen Jesus und Bartimäus.

Das Formulieren einer Bitte – Die größte Hürde: Reflektion über die psychologische Schwelle, die mit dem Äußern einer Bitte und dem Eingeständnis der eigenen Not verbunden ist.

Schlüsselwörter

Jesus, Bartimäus, Wundererzählung, Heilung, Asymmetrie, Kommunikation, Arzt-Patient-Verhältnis, christliche Fürsorge, Markus-Evangelium, Gebsattel, biblische Exegese, soziale Hürden, Gottvertrauen, Nächstenliebe, Erlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wundererzählung von Jesus und dem blinden Bartimäus und verknüpft dabei theologische Fragestellungen mit kommunikationstheoretischen und medizinisch-therapeutischen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Natur der biblischen Wunder, die Dynamik zwischenmenschlicher Asymmetrie sowie die ethische und therapeutische Qualität des Handelns Jesu gegenüber leidenden Menschen.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Begegnung zwischen Jesus und dem Bartimäus als eine Reduzierung der zwischenmenschlichen Asymmetrie zu deuten und die Bedeutung der Bitte für den Heilungsprozess aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutische Analyse des biblischen Textes angewandt, ergänzt durch Modelle der Kommunikationspsychologie und der medizinischen Ethik nach Voctor-Emil von Gebsattel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt das "Wunderproblem", die soziokulturellen Umstände zur Zeit Jesu, die Analyse von Kommunikationsprozessen sowie die Anwendung eines dreistufigen Arzt-Patient-Modells auf die biblische Erzählung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Asymmetrie", "Fürsorge", "Heilungswunder", "Rabbuni" und "Arzt-Patient-Verhältnis" definieren.

Warum wird Jesus in der Arbeit als "Medicus" bezeichnet?

Der Autor nutzt den Begriff "Medicus", um das Wirken Jesu unter einem therapeutischen Aspekt zu beleuchten, warnt jedoch gleichzeitig davor, Jesus rein auf die Rolle eines Allgemeinmediziners zu reduzieren.

Was bedeutet die Anrede "Rabbuni" in der Erzählung?

Die Anrede "Rabbuni" verdeutlicht laut Arbeit ein zutiefst personales und intimes Verhältnis, das klar definiert, wer der Hilfesuchende ist und wer die Hilfe anbietet.

Wie bewertet der Autor den Akt des Bittens?

Der Autor sieht das Formulieren einer Bitte als eine große soziale Hürde an, da sie das Eingeständnis von Schwäche und eine bestehende Asymmetrie offenbart, jedoch zugleich das Potenzial besitzt, das Leben grundlegend positiv zu verändern.

Welche Rolle spielt die "Nachfolge" für die Asymmetrie der Existenz?

In der Nachfolge Jesu vollzieht sich nach Ansicht des Autors eine Reduktion der zwischenmenschlichen Asymmetrie, da sich beide Parteien trotz ihrer Unterschiede auf einem gemeinsamen Weg begegnen.

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Résumé des informations

Titre
Jesus und der blinde Bartimäus - Die Rolle Jesu als Arzt
Sous-titre
Die Reduktion der Asymmetrie der zwischenmenschlichen Existenz
Université
University of Freiburg
Auteur
Dipl. Theol. Marius Schwarz (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
13
N° de catalogue
V189052
ISBN (ebook)
9783656129554
ISBN (Livre)
9783656129936
Langue
allemand
mots-clé
Asymmetrie des Gesprächs - Jesus - Bartimäus - Blindenheilung - Heilungswunder - Kommunikation - Arzt Patienten Verhältnis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Theol. Marius Schwarz (Auteur), 2012, Jesus und der blinde Bartimäus - Die Rolle Jesu als Arzt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189052
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Extrait de  13  pages
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