Praktikumsbericht - BOGY in einer Apotheke


Praktikumsbericht (Schule), 2007

7 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

1. Warum habe ich mich hier beworben?

Ich habe mich um einen Praktikumsplatz in einer Apotheke beworben, da ich der Meinung war, dass es interessant sein könnte, einmal hinter die Theke einer Apotheke zu schauen. Als Kunde erfährt man schließlich nicht, wie dort alles abläuft.

Ein weiterer Grund für mich war, dass es in meiner Familie viele Apotheker gibt und ich mich daher schon immer gefragt habe, wie die Arbeit in einer Apotheke wohl ist und was man als Apotheker für Aufgaben hat.

Um den Praktikumsplatz in der Apotheke in A. zu bekommen, ging ich einfach mit meinem Bewerbungsschreiben dort hin, stellte mich vor und fragte, ob sie in der Zeit vom 21.6. – 25.6. 2010 wohl einen Praktikanten gebrauchen könnten. Frau A., die Besitzerin der Apotheke war sofort einverstanden und benötigte meine schriftliche Bewerbung gar nicht. Ich verabredete mit ihr, dass ich mich kurz vor Beginn des Praktikums noch einmal bei ihr melden würde, was ich dann auch tat und bei dieser Gelegenheit meine Arbeitszeiten mitgeteilt bekam.

2. Die Einrichtung

Die Apotheke A. hat insgesamt acht Mitarbeiter, davon zwei Apothekerinnen, einen Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten, vier Pharmazeutisch-Technische Angestellte und eine Putzfrau.

Es ist sehr angenehm gewesen dort zu arbeiten, da alle sehr freundlich sind und daher ein überaus gutes Arbeitsklima herrscht.

In dem Gebäude gibt es einen Personalraum, in dem Schränke stehen, in die man seine Sachen einschließen kann und in dem es einen Kühlschrank, Getränke und Gläser gibt. Von dort aus kann man in die Garage gehen. Sowohl der Personalraum als auch eine Toilette befinden sich im Treppenhaus, da in dem Haus, in dem sich die Apotheke befindet, auch Wohnungen sind. Im hinteren Teil der Apotheke ist ein kleines Arbeitszimmer, in dem unter anderem unzählige Ordner, ein Computer und ein Kopierer stehen. Genau um die Ecke ist das kleine Büro von Frau Ziegler; es ist mit einem Sofa, einem kleinen Schreibtisch und einem Regal voller pharmazeutischer Bücher, wie z.B. der gelben und roten Liste eingerichtet. Es gibt auch einen Keller, dort wird der Übervorrat der Medikamente in alphabetischer Reihenfolge in Regale einsortiert. Im vorderen Teil der Apotheke gibt es den Verkaufsraum, in dem unter anderem verschiedene Tees und auch Drogerieartikel wie Zahnbürsten und Zahnpasta verkauft werden. Hinter der Theke stehen zwei hohe Schrankreihen, in denen all die Medikamente in alphabetischer Ordnung einsortiert sind. Direkt neben der Theke befindet sich die sogenannte ‚Rezeptur‘, in der Medikamente selbst hergestellt werden. Im Nebenzimmer des Verkaufsraums steht ein weiterer Computer. Außerdem wird dort immer die neue Ware durch das Fenster angeliefert. Ansonsten hängt in diesem Zimmer ein großes Regal mit vielen Gläsern, in denen sich sehr viele verschiedene Sorten von Kräutern befinden, aus denen z.B. Tee gemacht wird; zum Abwiegen gibt es eine große Messingwaage, die noch mit Gewichten benutzt wird. Gleich dahinter stehen Schiebeschränke in denen Verbände und Armbinden und sonstiges Verbandsmaterial aufbewahrt werden. Des Weiteren ist in einem der Schränke ein Safe eingebaut, in dem unter anderem starke Schmerzmittel, wie z.B. Morphium, eingeschlossen werden. In der Apotheke gibt es noch einen weiteren Raum, das Labor. Darin stehen einige Geräte wie z.B. ein Gerät, mit dem man die Schmelztemperatur von Chemikalien zur Bestimmung der Identität feststellen kann. Meistens jedoch wurde das Labor nicht als solches verwendet, sondern eher als Pausenraum für die Mitarbeiter, da dort viel Platz ist und es außerdem eine Spüle gibt.

3. Tagesberichte

Montag, 20.02.2007

An meinem 1. Arbeitstag, der um 8 Uhr begann, kam ich erst einmal in die Obhut von Frau B., einer Pharmazeutisch-Technischen Assistentin. Sie führte mich in der ganzen Apotheke herum und zeigte und erklärte mir alles. Normalerweise hätte ich von ihr auch einen Kittel bekommen, doch in meiner Größe hatten sie keinen vorrätig. Alle Angestellten tragen weiße Kittel aus 100-prozentiger Baumwolle, da dieser im Notfall nicht so schnell brennen kann.

Anschließend stellten wir gemeinsam eine Teemischung für einen Husten-Tee her, die aus jeweils 30 Gramm Fructus Anisi – Anis, Fructus Foeuiculi – Fenchel und Herba Thymi – Thymian bestand.

Anschließend wischte ich zusammen mit Frau B.die Regale im Verkaufsraum aus und kontrollierte die Verfallsdaten der Produkte. Sie erklärte mir, dass diejenigen Produkte, die innerhalb der nächsten drei Monate ablaufen, aussortiert werden müssen, da die Nachfrage nicht bei allen Produkten so groß ist, dass sie bis dahin schon verkauft wurden.

Dienstag, 21.02.2007

Als ich an diesem Morgen kam, war meine erste Aufgabe für den Tag die Lieferungen, die in der Nacht angekommen waren, in den Computer einzuscannen, Etiketten dafür auszudrucken, aufzukleben und anschließend einzuräumen. Die Lieferungen erfolgen für gewöhnlich drei Mal am Tag, vormittags um 11 Uhr, nachmittags um 15 Uhr und nachts um 3 Uhr von verschiedenen Lieferanten, z.B. ‚Sanacorp‘ und ‚Gehe‘. Danach erfolgt immer die gleiche Prozedur. Beim Einräumen der Medikamente muss man jedoch einiges beachten. Es gibt kleine Kärtchen, ABDA-Lochkarten, auf denen die vollständigen Namen, die Größenangabe (Menge), die Stärke (mg) und die PZN-Nummer (Pharma-Zentral-Nummer) der neu angekommenen Medikamente aufgedruckt sind. Diese muss man in das entsprechende Fach in der richtigen Schublade einordnen. Wenn man mehr Medikamente hat, als in das Fach hineinpassen, kommt der Rest in den Keller und man muss ein rotes Papierkärtchen einordnen. Das bedeutet, dass man das entsprechende Medikament nicht nachbestellen muss, da es noch vorrätig ist. Außerdem muss man darauf achten, die Medikamente, die in den Kühlschrank gehören, auch unbedingt in den Kühlschrank zu stellen, wie zum Beispiel die verschiedenen Insuline und Impfstoffe.

Etwas später klärte Frau A.mich über die Schweigepflicht auf, da sie am Tag vorher nicht mehr dazu kam. Ich musste für den Zeitraum meines Praktikums unterschreiben, dass ich das, was ich mitbekomme, das heißt, wer welche Medikamente benötigt oder ähnliches, für mich behalte. Anschließend erzählte sie mir etwas über die verschiedenen Berufe, die es in einer Apotheke gibt. Um Apotheker zu werden braucht man natürlich das Abitur mit Numerus Clausus; mit Mittlerer Reife kann man Pharmazeutisch-Technischer Assistent, kurz PTA und mit Hauptschulabschluss Pharmazeutisch-Kaufmännischer Assistent, kurz PKA werden.

Ich hatte auch die Möglichkeit, einen Blick in die verschiedenen pharmazeutischen Bücher zu werden. Es gibt ein Buch, welches sich die ‚Rote Liste‘ nennt, darin kann man alle Arzneimittel nachschlagen. Es gibt auch eine ‚Gelbe Liste‘, darin sind alle Tabletten, die es gibt, als Bilder abgedruckt, sodass man, wenn man nicht genau weiß, was man vor sich hat, es ganz einfach nachschlagen kann.

Mittwoch, 22.02.2007

An diesem Tag hatte ich gleich als ich ankam die Möglichkeit, zusammen mit Frau C., der einzigen Apothekerin neben Frau A., eine Salbe zu mischen. Als Grundlage für diese Salbe benutzten wir die sogenannte ‚Wolff Basis halbfett Creme‘, die wir dann mit Erythromycin, einem Wirkstoff gegen bakterielle Infektionen vermischten. Wir mir berichtet wurde, ist es in der Pharmazie ganz wichtig, links herum zu rühren, wenn man eine Salbe anrührt.

Anschließend zeigte mir Frau D., wie man am Computer unter dem Programm ‚Warenwirtschaft‘ den Wareneingang und –ausgang bedient und Verbuchungen machen kann. Danach hatte ich wieder die gleiche Aufgabe wie immer, nämlich die neue Lieferung einzusortieren.

An diesem Tag musste ich nur vormittags arbeiten, da die Apotheke mittwochs am Nachmittag immer geschlossen hat.

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Praktikumsbericht - BOGY in einer Apotheke
Hochschule
Goldberg Gymnasium Sindelfingen
Note
1,5
Autor
Jahr
2007
Seiten
7
Katalognummer
V189087
ISBN (eBook)
9783656158523
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Praktikumsbericht über ein 5-tägiges Praktikum in einer Apotheke.
Schlagworte
Praktikum, Apotheke, Apotheker, PTA, PKA
Arbeit zitieren
Luisa Viehe (Autor), 2007, Praktikumsbericht - BOGY in einer Apotheke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189087

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