Grundlagen und Ursachen der Erderwärmung. Ansätze und Problemstellungen zur Lösung der internationalen Politik.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Klimawandel
2.1 Gründe und Folgen der Erderwärmung
2.2 Kosten der Erderwärmung
2.3 Das Gefangenendilemma
3 Der Kyoto Prozess
3.1 Was ist das Kyoto Protokoll?
3.2 Wie kam es zustande?
4 Der Post Kyoto Prozess und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Einblick in die aktuelle Klimaproblematik zu gewähren, die Ursachen und Folgen der Erderwärmung zu beleuchten sowie die Ansätze der internationalen Politik zur Bewältigung dieses Phänomens unter Berücksichtigung ökonomischer und spieltheoretischer Aspekte kritisch zu analysieren.
- Grundlagen und wissenschaftliche Ursachen des Klimawandels
- Ökonomische Bewertung und Folgekosten der Erderwärmung
- Spieltheoretische Analyse des Klimaschutzes anhand des Gefangenendilemmas
- Struktur, Entstehung und Mechanismen des Kyoto-Protokolls
- Herausforderungen und Ausblicke in der internationalen Post-Kyoto-Klimapolitik
Auszug aus dem Buch
2.3 Das Gefangenendilemma
Mit Blick auf das kommende Kapitel 3, soll an dieser Stelle anhand der Theorie des Gefangenendilemmas, die grundlegende Problematik der Lösungsansätze internationaler Politik betrachtet werden. Die Theorie des Gefangenendilemmas stammt aus der sozialpsychologischen Konfliktforschung. Es untersucht in Experimenten „in der die Versuchung besteht, sich einen individuellen Vorteil durch Wettbewerb zu verschaffen, während gleichzeitig die Gefahr besteht, dass sich ungünstige Konsequenzen ergeben, wenn beide Konfliktparteien sich gleichermaßen für Wettbewerb entscheiden. Eine Wettbewerbswahl lohnt sich nur dann, wenn die Interaktionspartner kooperativ wählen.“14
Wenn man die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zur Lösung des Konflikts, mit der Theorie des Gefangenendilemmas betrachtet, wird die Problematik deutlich. In einem solchen Szenario ist durchaus von individuellem Vorteil für einige Staaten, sich nicht an der Reduzierung der Treibhausgase zu beteiligen. Staaten die vom Klimawandel profitieren würden, wenn die restlichen Staaten sich aktiv um die Reduzierung bemühen würden, hätten zwar einen individuellen Vorteil, aber zu dem Risiko das andere Staaten in ihren eigenen Interessen ebenfalls so handeln würden und der kollektive Schaden größer und zu Lasten aller wäre. So könnte Russland durchaus profitieren, das die sibirischen Permafrostböden schmelzen und zusätzliche Agrarfläche zur Verfügung stünde die sie nutzen könnte, dies hätte jedoch zur Folge, wie in Kapitel 2.1 erläutert, das zusätzliche Mengen an Methan freigesetzt würden und der Schaden der Kollektiv getragen werden müsste, größer wäre als der nutzen des einzelnen. 15
Die Herausforderung besteht darin, alle Konfliktparteien in einer gemeinsamen Lösung davon zu überzeugen, dass individuelle Vorteile nur von kurzfristiger Dauer sind und der kollektive Vorteil langfristig die kostengünstigere Alternative ist. Eine Strategie wie man sich in dem benannten Dilemmata sich verhalten kann, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, ist die Tit-for-Tat-Strategie. Mit dieser Strategie wurden die besten Ergebnisse erzielt, indem man maximal zwischen den kooperativen und unkooperativen Partnern differenziert. Dies bedeutet, auf kooperative Partner kooperativ zu reagieren und auf einen unkooperativen Partner ebenfalls unkooperativ zu reagieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels als dringlichstes Thema des 21. Jahrhunderts ein und umreißt die Struktur der Arbeit sowie die untersuchten Fragestellungen.
2 Der Klimawandel: In diesem Kapitel werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Erderwärmung, die entstehenden ökonomischen Folgekosten sowie die spieltheoretische Problematik des Gefangenendilemmas im internationalen Kontext erläutert.
3 Der Kyoto Prozess: Dieses Kapitel behandelt das Kyoto-Protokoll als internationalen Ansatz zur Klimaschutzpolitik, inklusive seiner Entstehungsgeschichte und der Funktionsweise seiner flexiblen Mechanismen.
4 Der Post Kyoto Prozess und Ausblick: Der abschließende Teil befasst sich mit den Entwicklungen der internationalen Klimapolitik nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls, den Ergebnissen der UN-Klimakonferenzen und den zukünftigen Herausforderungen globaler Klimaschutzstrategien.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Erderwärmung, Treibhausgase, CO2-Emissionen, Kyoto-Protokoll, Gefangenendilemma, Klimaschutz, Internationale Politik, Weltwirtschaft, Nachhaltigkeit, Treibhausgaseffekt, Emissionshandel, Industrienationen, Schwellenländer, Klimakonferenzen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Problem der anthropogenen Erderwärmung und die daraus resultierenden Herausforderungen für die internationale Politik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der Erderwärmung, den ökonomischen Kosten, der Spieltheorie in zwischenstaatlichen Konflikten und den historischen sowie aktuellen Prozessen der Klimaschutzabkommen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, einen Einblick in die Klimaproblematik zu geben und die Schwierigkeiten zu erörtern, eine globale und nachhaltige Einigung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Forschungsergebnisse, insbesondere des IPCC, und wendet das spieltheoretische Modell des Gefangenendilemmas auf das Verhalten der Nationalstaaten an.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Klimawandelfolgen und -kosten, die detaillierte Betrachtung des Kyoto-Protokolls sowie einen Ausblick auf die Zeit nach Kyoto unter Berücksichtigung aktueller Klimakonferenzen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Klimaschutz, Gefangenendilemma, Kyoto-Protokoll, CO2-Emissionen, internationale Klimapolitik und globale Erderwärmung.
Wie erklärt der Autor das Zögern mancher Staaten bei Klimaschutzmaßnahmen?
Dies wird anhand des Gefangenendilemmas erklärt, bei dem Staaten aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen und Wettbewerbsverzerrungen zögern, obwohl kollektives Handeln langfristig für alle vorteilhafter wäre.
Welche Rolle spielt das Kyoto-Protokoll in diesem Kontext?
Es wird als der erste konkrete internationale Ansatz zur Bekämpfung der Erderwärmung dargestellt, dessen Erfolg jedoch durch das Ausbleiben der Ratifizierung wichtiger Emittenten und die Schwierigkeiten bei der Zielerreichung begrenzt blieb.
Welche Bedeutung haben die sogenannten flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls?
Sie dienen der wirtschaftlichen Effizienz bei der Zielerreichung, indem sie ermöglichen, Klimaschutzmaßnahmen dort durchzuführen, wo die geringsten Vermeidungskosten entstehen.
Was ist die zentrale Schlussfolgerung in Bezug auf die Zukunft der Klimapolitik?
Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine erfolgreiche und nachhaltige Lösung der Klimaproblematik nur durch ein globales, gemeinsames Vorgehen erzielt werden kann, welches auch große Emittenten wie China und die USA einbindet.
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- Lokman Aktürk (Autor), 2012, Das Problem der Erderwärmung und der Ansatz internationaler Politik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189100