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Förderung im Schriftspracherwerb

Title: Förderung im Schriftspracherwerb

Term Paper , 2010 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Carolin Kulp (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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1. Einleitung
Lesen und Schreiben ist Grundlage unserer Kultur. Ohne Lesen kommt man heute nicht mehr selbständig zurecht. Man kann keine Zeitung, keine Internetseiten, keine Straßenschilder, Wegbeschreibungen oder Bedienungsanleitungen nur gebrauchen, wenn man sie auch lesen kann. Mindestens genauso bedeutend ist das Schreiben. Ohne Schreiben kann man sich nur mündlich mitteilen. Eine Arbeit zu finden, ohne schreiben zu können, ist schier unvorstellbar. Man geht davon aus, dass jedes Schulkind nach der vierten Klasse lesen und schreiben gelernt haben muss. Umso erstaunlicher ist es, dass es rund vier Millionen Analphabeten in Deutschland gibt. Die Schulen haben hohe Misserfolgsquoten, nicht nur die Grundschule kann für Analphabetismus oder Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben verantwortlich gemacht werden. Nach dem Schulabschluss werden circa 20 % nach zwei Jahren zu Analphabeten. Menschen die Lesen bereits gelernt haben, verlernen es wieder. Aber wie kommt es dazu? Wieso lernt nicht jeder Schüler/in gleich lesen und im gleichen Tempo? Und wie kann man die Schüler/innen beim Prozess des Lesen- und Schreibenlernens unterstützen?
Vor allem müssten zukünftige Lehrer viel besser für die Diagnose ausgebildet sein, vielleicht wäre auch eine längere Grundschulzeit (6jährig wie in den meisten europäischen Staaten). Diese Kinder haben mehr Zeit und somit auch eine größere Chance lesen zu lernen.
Im Folgenden werde ich zuerst auf die Förderung der Schriftspracherwerbs eingehen, anschließend ein Praxisbeispiel einer gelungenen Förderung vorstellen und schlussendlich eine Reflexion über die vorgestellte Förderung aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorieteil

2.1 Diagnose bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten

2.2 Fördermaßnahmen

2.3 Hinweise für die organisatorische Umsetzung

2.4 Förderung in der außerschulischen Lerntherapie

2.5 Textverstehen

3. Praxisteil – Fallbeispiel

4. Schlussreflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Grundlagen und Konzepte zur Förderung von Kindern beim Schriftspracherwerb, insbesondere bei auftretenden Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben. Ziel ist es, effektive diagnostische und didaktische Ansätze aufzuzeigen, diese anhand eines Fallbeispiels in der schulischen Praxis zu veranschaulichen und kritisch zu reflektieren, wie individuelle Lernfortschritte durch eine entsprechende Lernumgebung und Stärkung des Selbstkonzepts erzielt werden können.

  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs und Diagnosemöglichkeiten
  • Methodische Förderansätze (alphabetische und orthografische Strategien)
  • Organisatorische Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit mit Eltern
  • Fallstudie zur individuellen Lernbegleitung in der Grundschule
  • Reflexion über ressourcenorientierte und inklusive Förderung

Auszug aus dem Buch

3. Praxisteil: Fallbeispiel Stefanie (von U. Kummer)

Im Folgenden beziehe ich mich auf die Ausführungen von Ursula Kummer über Stefanies Lernbegleitung. Bereits zum Schulstart konnte Stefanie die geringste Anforderung, den eigenen Namen zu schreiben, nicht erfüllen. Aus dieser Erfahrung zog sie die Konsequenz, sich fortan am Unterricht nicht mehr zu beteiligen und die Arbeit zu verweigern, sie konnte ja nicht einmal ihren Namen auf die Arbeitsblätter schreiben. Diese Einzellfallstudie im Längsschnitt (Mikroanalyse) erstreckte sich über den Zeitraum der Einschulung bis zum zweiten Halbjahr des zweiten Schuljahres. Ort für diese Einzelfallstudie ist die Lernwerkstatt einer staatlichen Grundschule, die Schüler/innen der ersten und zweiten Klasse regelmäßig im Rahmen des Deutschunterrichts besuchen. Sie ist ein sogenanntes „ideales“ Klassenzimmer. Es hat unterschiedliche Arbeitsecken wie die Druckerei, die Computerplätze, die Leseecke, die Schreibstation usw. und in ihm findet sich vielfältiges Unterrichtsmaterial zum Schriftspracherwerb.

Aufgefallen ist Stefanie dadurch, dass sie „keinerlei Einsicht in die Graphem-Phonem Verknüpfung verfügte, ihren Namen nicht >malen<, geschweige denn schreiben konnte und sich explizit auf ihr Unwissen zurückzog“. Die klassische Erhebungstechnik bei der Einzelfallstudie ist die teilnehmende Beobachtung. Da die Beobachtungsperson auch die Rolle der Lehrkraft innehat, ist nicht davon auszugehen, dass sich Stefanie während der Beobachtung anders verhalten bzw. irritieren lassen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz von Lese- und Schreibkompetenzen und thematisiert das Problem des Analphabetismus sowie die Herausforderungen bei der individuellen Unterstützung von Lernenden.

2. Theorieteil: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über diagnostische Begriffe bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, stellt verschiedene Fördermaßnahmen für unterschiedliche Schriftsprachstrategien vor und erörtert organisatorische Aspekte sowie die Bedeutung des Textverstehens.

3. Praxisteil – Fallbeispiel: Hier wird der Lernverlauf einer Schülerin anhand einer Einzelfallstudie dargestellt, wobei der Fokus auf ihrer Entwicklung von der totalen Schreibverweigerung hin zu einer selbstständigen und motivierten Schülerin innerhalb einer Lernwerkstatt liegt.

4. Schlussreflexion: Die Reflexion wertet den beschriebenen Praxisverlauf kritisch aus und betont die Bedeutung einer ressourcenorientierten, inklusiven Pädagogik und der Stärkung des kindlichen Selbstkonzepts.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, Förderdiagnostik, Leseflüssigkeit, Textverstehen, Lernwerkstatt, Einzelfallstudie, Selbstkonzept, Alphabetische Strategie, Orthografische Strategie, Inklusion, Phonologische Bewusstheit, Förderunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung und Förderung von Grundschulkindern beim Erlernen des Lesens und Schreibens, insbesondere bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Diagnose von Lernschwierigkeiten, spezifische Fördermaßnahmen zur alphabetischen und orthografischen Strategie, die Bedeutung des Textverstehens sowie die organisatorische Gestaltung schulischer Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler individuell beim Schriftspracherwerb unterstützt werden können, um neben fachlichen Kompetenzen auch das Selbstkonzept und die Freude am Lernen zu stärken.

Welche wissenschaftlichen Ansätze oder Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Erkenntnisse zu Stufenmodellen des Schriftspracherwerbs und illustriert diese anhand einer Mikro-Einzelfallstudie, die den Lernprozess einer Schülerin über mehrere Jahre dokumentiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Förderansätzen und einen praktischen Teil, der durch die Auswertung von Protokollen eines konkreten Fallbeispiels die Umsetzung im Unterricht verdeutlicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, Förderdiagnostik, Lernwerkstatt und Selbstkonzept.

Wie hat sich die Schülerin Stefanie im Fallbeispiel entwickelt?

Stefanie entwickelte sich von einer Schülerin, die zu Beginn weder ihren Namen schreiben konnte noch zur Mitarbeit motiviert war, zu einem Kind, das selbstständig schreibt, Freude am Lesen zeigt und eine hohe Eigenaktivität entwickelt hat.

Warum spielt das Selbstkonzept in dieser Arbeit eine so große Rolle?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Leistungsentwicklung und die Persönlichkeitsentwicklung eng miteinander verknüpft sind; ein gestärktes Selbstkonzept ermöglichte es der Schülerin erst, den nötigen Mut für Lernfortschritte aufzubringen.

Was unterscheidet das Vorgehen in der beschriebenen Lernwerkstatt von herkömmlichem Unterricht?

Statt Etikettierung und Selektion durch isolierten Förderunterricht setzt das beschriebene Modell auf individuelle Förderung im Klassenverband, bei der die Schülerin in einer heterogenen Umgebung selbstständig Aufgaben wählen konnte.

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Details

Title
Förderung im Schriftspracherwerb
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Grundschulpädaogik)
Course
Förderung im Schriftspracherwerb: Grundlagen und Konzepte
Grade
1,0
Author
Carolin Kulp (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V189204
ISBN (eBook)
9783656133124
ISBN (Book)
9783656133353
Language
German
Tags
förderung schriftspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Kulp (Author), 2010, Förderung im Schriftspracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189204
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