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Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf die Produktentstehung als Grundlage für die Entwicklung Ganzheitlicher Produktentstehungssysteme

Titre: Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf die Produktentstehung als Grundlage für die Entwicklung Ganzheitlicher Produktentstehungssysteme

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2011 , 59 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Felix Müller (Auteur)

Gestion d'entreprise - Enquête d'entreprise, Recherche opérationnelle
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Ganzheitliche Produktentstehungssysteme (GPES) stellen die Übertragung von Ganzheitlichen Produktionssystemen (GPS) auf die Produktentstehung dar. Die verschiedenen Gestaltungsprinzipien der GPS sollen auf die Produktentstehung übertragen werden und diese effizienter und effektiver machen. Dies ist noch ein sehr junger Forschungsbereich, dem das Toyota Product Development System zugrundeliegt. In dieser Arbeit wird das Prinzip Vermeidung von Verschwendung und Ansätze wie es auf die PE übertragen werden könnte genauer betrachtet. Das Prinzip basiert auf Kundenorientierung und der Beseitigung nicht wertschöpfender Tätigkeiten. Die Identifikation dieser Tätigkeiten ist nicht so einfach, da es sowohl
direkte als auch indirekte Verschwendung bzw. zur Wertschöpfung benötigte als auch nicht wertschöpfende Tätigkeiten gibt. Diese gilt es zu identifizieren und mit Hilfe geeigneter Methoden zu eliminieren.
Die Übertragung dieses Gestaltungsprinzips auf die Produktentstehung bzw. den Produktentstehungsprozess (PEP) stellt die Forscher vor große Herausforderungen, da im PEP im Gegensatz zum Auftragsabwicklungsprozess andere Anforderungen gegeben sind. Im PEP
geht es grundsätzlich um Informationsflüsse und keine Materialflüsse, es handelt sich um kognitive Prozesse, die schwer zu durchschauen sind. Die Kreativität ist von großer Bedeutung für Innovationen und diese einzuschränken wäre ein Fehler. Deshalb ist es wichtig nur die Tätigkeiten zu eliminieren, die auch wirklich Verschwendung darstellen.
Die Recherche der bisherigen Ansätze zur Übertragung des Prinzips Vermeidung von Verschwendung hat gezeigt, dass sich schon einige Experten mit dieser Fragestellung beschäftigt haben. Eine einheitlichen Übertragungs- oder Lösungsansatz gibt es aber noch nicht. In dieser Arbeit werden sieben Ansätze analysiert im Zeitraum von 2002 bis 2010. Die Ansätze stammen vom Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung (IFU) der TU
Braunschweig, vom Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen, von der Lean Advancement Initiative des Massachusetts Institute of Technology (MIT), von Morgan und Liker, Oehmen und Rebentisch, Ward sowie Haque und James-Moore. Fast alle Ansätze legen T. Ohno und seine Verschwendungsarten zu Grunde, bieten aber selten konkrete Lösungsansätze um die Verschwendung zu beseitigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS)

2.1 Historische Entwicklung

2.2 Definitionen

2.3 Aufbau und Struktur

2.4 Gestaltungsprinzipien

2.5 Das Gestaltungsprinzip Vermeidung von Verschwendung

3 Der Produktentstehungsprozess (PEP)

3.1 Grundlagen des Produktentstehungsprozesses

3.2 Abgrenzung zum Auftragsabwicklungsprozess

3.3 Zielsystemvergleich Produktentstehungsprozess und Fertigung

4 Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf den Produktentstehungsprozess

4.1 Bisherige Ansätze

4.1.1 Ansatz vom IFU 2010

4.1.2 Ansatz von der LAI des MIT (Nightingale 2002 & McManus 2005)

4.1.3 Ansatz von Morgan und Liker 2006 bzw. TPDS

4.1.4 Ansatz von Oehmen und Rebentisch 2010

4.1.5 Ansatz des WZL der RWTH Aachen (Schuh, Lenders und Schöning 2007)

4.1.6 Ansatz von Ward 2007

4.1.7 Ansatz von Haque und James-Moore 2004

4.2 Zusammenfassung

5 Entwicklung eines Lösungsansatzes

5.1 Allgemeines Vorgehen

5.2 Ist-Situation

5.3 Identifizieren der Verschwendungstreiber

5.4 Verringern der Verschwendung

5.5 Kontinuierliche Verbesserung

6 Kritische Würdigung und Ausblick

7 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, bestehende Ansätze zur Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf den Produktentstehungsprozess (PEP) zu analysieren, um daraus ein praxistaugliches, ganzheitliches Lösungskonzept zur Identifikation und Eliminierung von Verschwendung zu entwickeln.

  • Grundlagen Ganzheitlicher Produktionssysteme (GPS) und deren Übertragbarkeit.
  • Charakterisierung des Produktentstehungsprozesses im Vergleich zur Fertigung.
  • Kritische Analyse von sieben existierenden Forschungsansätzen (2002-2010).
  • Entwicklung eines vierstufigen Lösungskonzepts auf Basis der Wertstrommethode.
  • Methoden zur nachhaltigen Identifikation und Reduzierung von Verschwendung.

Auszug aus dem Buch

2.5 Das Gestaltungsprinzip Vermeidung von Verschwendung

Das Ziel eines GPS ist die konsequente Kundenorientierung aller Unternehmensprozesse. Einen Mehrwert stellen für den Kunden nur wertschöpfende Tätigkeiten im Unternehmen dar, also Vorgänge bei denen der Wert des Produktes gesteigert wird und für die der Kunde bereit ist zu bezahlen. Des Weiteren gibt es aber in Unternehmen auch nicht wertschöpfende Tätigkeiten, die aufgeteilt werden können in unnötige (z.B. Wartezeiten) und nötige Vorgänge (z.B. Transport), die als Verschwendung bezeichnet werden [VDI 10] S. 9. Das Wort Verschwendung wird häufig durch den japanischen Ausdruck „Muda“ ersetzt. Neben „Muda“ sind auch „Muri“ (Überlastung) und „Mura“ (Unausgeglichenheit) zu vermeiden, welche auch als die „3M’s“ bezeichnet werden. Mit dem Begriff „Muri“ ist die Überbelastung von Menschen als auch Maschinen gemeint, was zu Sicherheits- und Qualitätsproblemen führt. „Mura“, also Unausgeglichenheit entsteht, wenn Fertigungskapazitäten und –bedarfe nicht genügend aufeinander abgestimmt werden [Like 06] S. 171, [Morg 06] S. 74/75.

Das zentrale Gestaltungsprinzip eines GPS ist also die Vermeidung von Verschwendung. Es wird auf Taiichi Ohno zurückgeführt, der schon in den 50-er Jahren die sieben Formen von Verschwendung im Toyota Produktionssystem identifiziert hat, diese sind [Ohno 93] S. 46:

Überproduktion: Beinhaltet alle Produkte die zum jeweiligen Zeitpunkt nicht in der vorliegenden Menge und/oder Qualität nachgefragt werden.

Wartezeiten: Wartezeiten entstehen durch fehlendes Material, Abwesenheit der Mitarbeiter, Störungen an der Maschine oder Abweichungen in den Prozessen.

Unnötige Transporte: Transporte, also die Materialbewegung, sind grundsätzlich Verschwendung, da der Kunde nicht bereit ist für das Transportequipment zu bezahlen.

Unnötige Bearbeitungsschritte: Durch die Verwendung ungeeigneter Werkzeuge oder durch schlechte Entwicklungsvorgaben entstehen unnötige Bearbeitungsschritte, die bei einem optimierten Prozessablauf vermeidbar gewesen wären.

Bestände: Bestände an Rohmaterial und Endprodukten verursachen Kapital- und Flächenkosten und erschweren die rechtzeitige Erkennung von Fehlern.

Bewegungen: Jegliche Bewegungen, die der Mitarbeiter machen muss, sind Verschwendung.

Fehler und Nacharbeit: Fehler im Fertigungsprozess oder am Material verursachen Ausschuss und Nacharbeit. Dadurch entstehen Störungen im Prozess, unnötige Kosten und im schlimmsten Fall Fehler beim Kunden [Domb 10a] S. 14/15, [Like 06] S. 59/60.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, Ganzheitliche Produktionssysteme auf die Produktentstehung zu erweitern, um das dort schlummernde Effizienzpotenzial zu heben.

2 Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS): Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, die Entwicklung und die Struktur von GPS sowie das zentrale Prinzip der Vermeidung von Verschwendung.

3 Der Produktentstehungsprozess (PEP): Hier werden die Grundlagen des PEP definiert und gegen den Auftragsabwicklungsprozess abgegrenzt, wobei ein Vergleich der Zielsysteme gezogen wird.

4 Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf den Produktentstehungsprozess: Es erfolgt eine kritische Analyse von sieben verschiedenen Forschungsansätzen, die sich mit der Anwendung des Lean-Prinzips im PEP befassen.

5 Entwicklung eines Lösungsansatzes: In diesem Kapitel wird ein vierstufiges, praxisorientiertes Vorgehensmodell zur Identifikation und Beseitigung von Verschwendung in der Produktentstehung vorgestellt.

6 Kritische Würdigung und Ausblick: Eine Reflexion des entwickelten Konzepts und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung für Ganzheitliche Produktentstehungssysteme (GPES).

7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse und der Validierung des entwickelten Lösungskonzepts.

Schlüsselwörter

Produktentstehungsprozess, PEP, Verschwendung, Muda, Lean Development, Ganzheitliche Produktionssysteme, GPS, GPES, Wertstrommethode, Prozessoptimierung, Produktentstehung, Effizienzsteigerung, Kundenorientierung, Prozessmanagement, Wertschöpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Übertragung des aus der Produktion bekannten Gestaltungsprinzips "Vermeidung von Verschwendung" auf den Bereich der Produktentstehung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS), der Produktentstehungsprozess (PEP), Lean Development und Methoden zur Prozessoptimierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein systematisches Lösungskonzept zu entwickeln, mit dem Unternehmen Verschwendung im PEP identifizieren und eliminieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit analysiert systematisch existierende Ansätze aus der Literatur (2002-2010) und synthetisiert diese zu einem eigenen, vierstufigen Vorgehensmodell für die Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen von GPS und PEP sowie sieben konkrete Forschungsansätze zur Verschwendungsvermeidung, bevor ein eigenes Lösungskonzept abgeleitet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Vermeidung von Verschwendung", "Produktentstehungsprozess", "Lean Development" und "Wertstrommethode" charakterisiert.

Warum unterscheidet sich der PEP so stark von der Fertigung?

Während in der Fertigung Materialflüsse dominieren, handelt es sich im PEP um kognitive Prozesse und Informationsflüsse, die durch einen hohen Grad an Kreativität und Individualität geprägt sind.

Was ist das „Chef-Ingenieur-Prinzip“ im Kontext dieser Arbeit?

Es beschreibt einen Ansatz zur bereichsübergreifenden Integration, bei dem Entscheidungen nach Konsens getroffen und zügig umgesetzt werden, um Wartezeiten zu minimieren.

Warum spielt die „Indirekte Verschwendung“ eine so große Rolle im PEP?

Indirekte Verschwendung ist oft unsichtbar, da sie in notwendigen Tätigkeiten verborgen liegt, jedoch dennoch das Potenzial für signifikante Prozessverbesserungen und Effizienzsteigerungen bietet.

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Résumé des informations

Titre
Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf die Produktentstehung als Grundlage für die Entwicklung Ganzheitlicher Produktentstehungssysteme
Université
Technical University of Braunschweig
Cours
Ganzheitliche Produktionssysteme
Note
1,7
Auteur
Felix Müller (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
59
N° de catalogue
V189332
ISBN (ebook)
9783656137108
ISBN (Livre)
9783656138761
Langue
allemand
mots-clé
GPS GPES Vermeidung von Verschwendung Produktentstehungsprozess PEP Ganzheitliche Produktionssysteme Ganzheitliche Produktentstehungssysteme Verschwendung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Felix Müller (Auteur), 2011, Übertragung des Gestaltungsprinzips Vermeidung von Verschwendung auf die Produktentstehung als Grundlage für die Entwicklung Ganzheitlicher Produktentstehungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189332
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Extrait de  59  pages
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