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Liebe 2.0. Religiöse Online-Dating-Portale

Titel: Liebe 2.0. Religiöse Online-Dating-Portale

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Hanna Langer (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

«Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.“ (Friedrich Schiller)

Die Partnersuche war vermutlich noch nie besonders einfach. Ob es nun Aufgabe der Kinder oder der Eltern, der Männer oder der Frauen oder die Aufgabe von ihnen allen gemeinsam ist, den oder die richtige/n Partner/in zu finden und damit womöglich alle zufrieden zu stellen, es erscheint in vielen Lebenssituationen unmöglich. Vielleicht noch schwieriger ist es nach der getroffenen Wahl glücklich zu werden, seien die Ehepartner auch noch so perfekt. Für viele Menschen ist das ein Grund, besonders viel Zeit und Mühe in die eigentliche Auswahl des Partners zu investieren. Scheint sich im persönlichen Umfeld niemand zu finden, der für eine intimere Beziehung in Frage kommt, greift man auf andere Mittel zurück. Gab es früher nur Kontaktanzeigen in der Zeitung und die ein oder andere überregionale Tanzveranstaltung, stehen heute viele weitere Möglichkeiten, wie etwa Speed Dating und Internetchats, zur Verfügung.

Eine der mittlerweile beliebtesten Varianten ist das Online-Dating. Hier kann jeder einen Partnervermittler beauftragen oder sich ein Profil zur Selbstdarstellung erstellen, das Interessierten alle wichtigen Informationen in Kürze liefert. Die meisten Anbieter stellen eine Plattform zur Verfügung und überlassen es den Nutzern, was und wie viel sie von sich erzählen. Alter, Hobbys, Interessen, Musikgeschmack und Lieblingsbücher erlauben einen ersten Eindruck und motivieren im Idealfall zu einer Kontaktaufnahme. Doch bevor man sich für den Kontakt zu einem oder mehrerer Nutzer einer Dating-Plattform entscheidet, muss man sich für einen Anbieter, d.h., eine Website entscheiden. Möchte man Singles aus der eigenen Stadt oder lieber international, alleinerziehende Eltern oder Personen einer bestimmten Altersgruppe kennenlernen, für alles gibt es eigens Websites. Ein besonderes Kriterium bei der Partnerwahl ist die Religionszugehörigkeit. In einigen Religionsgemeinschaften ist es nicht erlaubt, außerhalb der Gemeinschaft zu heiraten. Mitglieder anderer mögen es einfacher finden, einen Partner zu haben, der scheinbar das Gleiche glaubt. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Dating-Portalen online, die sich an eine bestimmte religiöse Zielgruppe wenden.

An dieser Stelle sollen einige Beispiele empirisch untersucht werden...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffsklärung und Arbeitsweise

2 Einführung in das Online-Dating

3 Religiöses Online-Dating im Vergleich

3.1 Anbieter, Zielgruppe und Zielsetzung der Website

3.2 Angebot und Funktionsweise der Partnersuche

3.3 Rolle der Weltanschauung auf der Online-Dating-Plattform

4 Profilgestaltung der Singlebörsen im Vergleich

4.1 Möglichkeiten der Profilgestaltung

4.2 Quantitative Analyse der Profile

4.3 Qualitative Analyse der Profile

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Publikation

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Rolle religiöse Aspekte bei der Gestaltung von Nutzerprofilen auf spezialisierten Online-Dating-Plattformen spielen und wie Anbieter diese durch ihre Funktionalitäten und Zielgruppenansprache adressieren.

  • Vergleich verschiedener Dating-Anbieter mit religiöser Ausrichtung
  • Analyse der Funktionsweisen und Zielgruppendefinitionen
  • Untersuchung der Bedeutung von Weltanschauungen in digitalen Profilen
  • Quantitative und qualitative Auswertung von Nutzerprofilen
  • Einordnung des Phänomens in den Kontext der modernen Religionswissenschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Anbieter, Zielgruppe und Zielsetzung der Website

Jretromatch.com ist nach eigener Aussage ein jüdischer Service, der von Experten angeboten wird. Die "Matchmaker" sind Juden, die die Partnervermittlung persönlicher gestalten sollen, da ein Computer einen menschlichen Experten nicht ersetzen könne. Die Matchmaker nutzen ihre Erfahrung, eine „unique and sophisticated technology“ und führen persönliche Interviews mit den zahlenden Mitgliedern durch. Der Dienst wendet sich an jüdische Singles in den USA, wobei sowohl traditionelle und konservative als auch Reformjuden zur Zielgruppe gehören. Das Copyright der Website liegt beim „Woodmere Asset Management“, über das im Internet kaum mehr zu erfahren ist als der Name. Die Seite hat kein Impressum und Kontakt kann nur über das Kontaktformular aufgenommen werden.

Der christliche Partnerschafts-Dienst (cpd) wendet sich an alleinstehende, deutschsprachige Christen jedes Alters, die Hilfe bei der Suche nach einem „geeigneten Ehepartner“ brauchen. Die cpd-Mitarbeiter werden alle einzeln mit vollständigem Namen, Foto und Aufgabenbereich vorgestellt und legen Wert auf eine individuelle und persönliche Beratung. Der Dienst wurde laut eigenen Angaben 1985 von einem Ehepaar mit Erfahrung im Bereich der christlichen Eheberatung in der Schweiz gegründet. Ziel sei es damals und heute, „dass gesunde christliche Ehen und Partnerschaften entstehen und gefördert werden“. Großer Erfolg führte zur Einstellung weiterer Mitarbeiter. Zudem schlossen sich andere christliche Partnervermittlungen an, „um ihren Teilnehmern besser und günstiger dienen zu können“. Die Zentrale der Non-Profit-Organisation wurde 1998 zur besseren Koordination nach Deutschland verlegt. Kontaktadressen inklusive Telefonnummer, Faxnummer und Emailadresse sind für die Zentrale in Birkenfeld, Deutschland, sowie die Außenstellen in Pfäffikon, Schweiz, und Dornbirn, Österreich angegeben. Außerdem gibt es ein ausführliches Impressum, das ebenfalls Kontaktmöglichkeiten anbietet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der modernen Partnersuche und die zunehmende Bedeutung von Internet-Dating-Plattformen mit religiöser Ausrichtung.

1 Begriffsklärung und Arbeitsweise: Definition zentraler Begriffe wie "Online-Dating" und "Singlebörse" sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Auswahl der untersuchten Plattformen.

2 Einführung in das Online-Dating: Ein kurzer historischer Abriss der Entwicklung computergestützter Partnersuche bis hin zur Etablierung des Internets als primäres Vermittlungsmedium.

3 Religiöses Online-Dating im Vergleich: Detaillierte Untersuchung spezifischer Anbieter (jüdisch, christlich, muslimisch, Bahá'í, esoterisch) hinsichtlich ihrer Struktur und Philosophie.

4 Profilgestaltung der Singlebörsen im Vergleich: Analyse der technischen Möglichkeiten, ein Profil zu erstellen, ergänzt durch statistische Auswertungen und die inhaltliche Betrachtung von Nutzerbeschreibungen.

5 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Relevanz religiöser Identität im digitalen Dating-Markt und Anregungen für weiterführende Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Online-Dating, Partnervermittlung, Singlebörsen, Religion, Religionswissenschaft, Profilgestaltung, Identität, Weltanschauung, Digitale Partnersuche, Religiöse Identität, Empirische Religionsforschung, Internet, Dating-Plattformen, Partnersuche, Soziologie des Internets.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Online-Dating-Plattformen, die sich explizit an Nutzer mit einer bestimmten religiösen Weltanschauung richten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Anbieterstruktur, die methodischen Funktionsweisen der Partnervermittlung sowie die Art und Weise, wie Nutzer ihre eigene religiöse Identität in ihren Profilen darstellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu verstehen, wie Religion als Kriterium in der digitalen Partnersuche fungiert und welche Bedeutung Religiosität für die Selbstpräsentation und die Wünsche der Nutzer hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden heuristische Definitionen genutzt, gefolgt von einer vergleichenden Analyse von fünf verschiedenen Plattformen sowie einer quantitativen und qualitativen Auswertung von Nutzerprofilen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifischen Angebote der Anbieter, vergleicht deren technische und philosophische Ausrichtung und untersucht die Daten aus den Nutzerprofilen hinsichtlich demografischer und inhaltlicher Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Online-Dating, religiöse Identität, Profilgestaltung, Partnervermittlung und empirische Religionsforschung.

Gibt es Unterschiede in der Profilgestaltung zwischen den untersuchten Anbietern?

Ja, die Möglichkeiten reichen von sehr detaillierten Fragebögen mit religiösem Bezug bis hin zu eher generischen Profilmasken, wobei sich der Grad der erforderlichen Offenlegung religiöser Ansichten stark unterscheidet.

Welche Rolle spielt die Weltanschauung für die Nutzer?

Für viele Nutzer ist die gemeinsame Weltanschauung ein zentrales Auswahlkriterium, wobei sich dies in der qualitativen Analyse durch häufige Erwähnung von Glaubensinhalten, religiösen Praktiken und dem Wunsch nach einem Partner mit ähnlichen Werten zeigt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Liebe 2.0. Religiöse Online-Dating-Portale
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Homepages und empirische Religionsforschung
Note
1,7
Autor
Hanna Langer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
28
Katalognummer
V189334
ISBN (eBook)
9783656136354
ISBN (Buch)
9783656136750
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion Partnervermittlung Internet Homepages Onlinedating Singlebörse Islam Judentum Christentum Esoterik Bahai Baha'i Religionswissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hanna Langer (Autor:in), 2011, Liebe 2.0. Religiöse Online-Dating-Portale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189334
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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