Projektarbeit im Englischunterricht


Hausarbeit, 2005

12 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Gliederung:

1. Das Wesen von Projektarbeit

2. Phasen des Projektunterrichts

3. Vorteile des Projektunterrichts

4. Die besondere Rolle des Lehrers bei der Projektarbeit

5. Ein Beispiele für Projektunterricht: „The Native Americans“
5.1. Phase 1: Initiierung
5.2. Phase 2 und 3: Projektunterricht einleiten und planen
5.3. Phase 4: Projekte durchführen und begleiten
5.4. Phase 5: Präsentation
5.5. Phase 6: Auswertung

6. Literatur- und Quellenangaben

1. Das Wesen von Projektarbeit

Projektunterricht ist eine offene und themenzentrierte Unterrichtsform, die den Schülern ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Mitbestimmung erlaubt. Die Konkretisierung der Themen sowie die Planung der einzelnen Aktionsphasen resultieren aus einem gemeinsamen Aushandlungsprozess zwischen Lehrer und Schüler. So wird den Schülern Raum gelassen für die Entfaltung ihrer Interessen. Aber auch die pädagogisch-fachdidaktisch begründeten Vorschläge des Lehrers fließen ein.

Dieser gemeinsam entwickelte Projektplan zur Themenbearbeitung gibt lediglich Orientierung. Er ist nicht starr festgelegt, sondern kann als Resultat regelmäßiger Reflektionsphasen verändert werden.

Das wichtigste Merkmal der Projektarbeit ist die Forschungsorientierung. Die Themen und Sachverhalte werden forschend angegangen und arbeitsteilig bearbeitet. Demnach ist es ferner von Wichtigkeit, die arbeitsteilig gewonnenen Erkenntnisse ausreichend zu präsentieren und auszuwerten.

Ein Ziel des Projektunterrichts ist, dass er dazu beitragen soll, historisch verfestigte Trennungen von Schule und Leben zu überwinden, indem er auf Themen, Gegenstände und Fragestellungen praktisch-handelnd zugreift (Handlungsorientierung).

Außerdem kann Projektarbeit auch fächerübergreifender Unterricht sein, da die Themen sehr oft miteinander vernetzt werden.

Projektunterricht gilt heute als etablierte Unterrichtsform, die institutionelle Zwänge überwindet und der ein sehr hohes Innovationspotential zugeschrieben wird.

(Bausch/Christ/Krumm 2003, S. 259-260)

2. Phasen des Projektunterrichts

Nach Wolfgang Emer und Klaus-Dieter Lenzen besteht das idealtypische Verlaufsmuster des Projektunterrichts aus fünf Schritten beziehungsweise sieben Phasen:

1. Initiierung (Projektideen finden und initiieren)
2. Einstieg (Projektunterricht einleiten und planen)
3. Durchführung (Projekte durchführen und begleiten)
4. Präsentation (Projekte präsentieren)
5. Auswertung (Projekte auswerten und weiterführen)

In der ersten Phase –Projektideen finden und initiieren- geht es darum, dass die Entstehungsbedingungen eines Projekts hergestellt werden. Zunächst einmal muss das Thema gefunden werden. Methoden, die dabei hilfreich sein können, sind beispielsweise Brainstorming oder das Erstellen von Mind Maps. Oft ist es für die Schüler auch hilfreich, wenn sie in Gruppen ihre Vorstellungen zu den möglichen Bereichen des Projektunterrichts zusammenstellen. Das können Bereiche wie Historisches, Natur, Technik, Gesellschaftliches und ähnliches sein.

Der folgende Schritt innerhalb der ersten Phase ist das Finden von Initiatoren. Für die Schüler ist es wünschenswert, dass sie ein Projektthema wählen können. Dadurch wird selbstbestimmtes Lernen begünstigt.

In der zweiten und dritten Phase des Projektprozesses –Projektunterricht einleiten und planen- gilt es, die Balance zwischen Einzelteilnehmern, Gruppenfindung und Projektthema herzustellen. Alle drei Anteile müssen berücksichtigt werden.

Beim Planungsprozess trägt der Lehrer die Verantwortung für die „Planung der Selbstplanung“ (Bastian/Gudjons in Emer/Lenzen 2002, S. 122). Er muss Individualität ermöglichen, aber trotzdem die Richtung der Projektentwicklung angeben.

Zur Einleitung des Projektunterrichts zählt sowohl das Kennenlernen des einzelnen Teilnehmers als auch das Konstituieren der Gruppe. Außerdem wird das Thema konkret vorgestellt, zum Beispiel durch einen Lehrervortrag, durch Medienbeiträge oder auch durch Expertenäußerungen.

Für die Planung ist es wichtig, dass die Themenstellung präzisiert wird. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Interessenszugänge, die die Teilnehmer äußern.

Wenn das Thema präzise feststeht, werden die Arbeitsmethoden und Arbeitsorte bestimmt. Vorgaben des Lehrers können die Entscheidung erleichtern, da Schüler oft noch nicht wissen, welche Möglichkeiten (Archivarbeit, Gespräche mit Behörden, etc.) ihnen zur Verfügung stehen.

Weiterhin wird die Planung durch die Bestimmung notwendiger Rollen vorangebracht. Es werden zum Beispiel in einem bestimmten Projekt Archivare, Fotografen oder Bastler gebraucht. Das Übernehmen dieser Rollen macht die Schüler zu Experten.

Zur Planung des Projektprozesses zählt natürlich auch, dass ein Zeitplan angelegt werden muss. Für die Schüler ist es von Vorteil zu wissen, wie viel Zeit die Projektgruppe hat.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Projektarbeit im Englischunterricht
Hochschule
Universität Rostock
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
12
Katalognummer
V189409
ISBN (eBook)
9783656136071
ISBN (Buch)
9783656136620
Dateigröße
444 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
projektarbeit, englischunterricht
Arbeit zitieren
Rebecca Mahnkopf (Autor), 2005, Projektarbeit im Englischunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189409

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