Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation

Die Entwicklung des preußischen Heerwesens im Allgemeinen und des Kantonssystems im Besonderen von der Regierung Friedrich Wilhelm I. 1713 bis zur Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806

Titre: Die Entwicklung des preußischen Heerwesens im Allgemeinen und des Kantonssystems im Besonderen von der Regierung Friedrich Wilhelm I. 1713 bis zur Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 20 Pages

Autor:in: Keno Peterson (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

„Das Kantonswesen kann in seiner Bedeutung für den Aufstieg Preußens zur Großmacht kaum überschätzt werden.“ Das preußische Kantonsystem bildete zweifellos, wie hier von Bernhard Kroener treffend formuliert, die Basis für das militärische Erstarken Preußens im
Laufe des 18. Jahrhunderts. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, wie sich das preußische Kantonsystem von dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1713 bis
zur Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahre 1806 entwickelte.
Der besondere Schwerpunkt liegt hierbei auf der Bedeutung des Kantonsystems für das militärische und politische Erstarken Preußens im 18. Jahrhundert und den Auswirkungen der militärischen Reformen auf die Bevölkerung und die zivilen Strukturen des Landes. Es soll
des Weiteren eine kritische Auseinandersetzung mit der These Otto Büschs von der „Militarisierung der preußischen Gesellschaft“ erfolgen. Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Die Entwicklung des preußischen Kantonsystems wird in vier Phasen eingeteilt. Die erste Phase beginnt mit dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelm I.
am 25. Februar 1713 und endet mit der offiziellen Einführung des Kantonreglements am 1. Mai 1733. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den spezifischen Neuerungen des Heerwesens unter Friedrich Wilhelm I. in Abgrenzung zu seinem Vater Friedrich I. Dabei stellt sich die
Frage, inwieweit man bereits vor der offiziellen Einführung des Kantonsystems im Jahre 1733 von dessen Etablierung sprechen kann.
Die zweite Phase beginnt mit der Kabinettsordre Friedrich Wilhelm I. vom 1. Mai 1733, die den Begriff des Kantonreglements etablierte und gemeinhin als offizielle Einführung des Kantonsystems gilt. Sie endet mit dem siebenjährigen Krieg 1763. In diesem Jahr erfolgte
außerdem die Einführung der Kantons-Revisions-Kommissionen durch Friedrich II. Dies führte zu einer höheren Rationalität und einer stärkeren Einbindung der zivilen Verwaltungsstrukturen.
Die dritte Phase beginnt mit ebendieser Einführung und endet mit dem Amtsantritt Friedrich Wilhelm II. 1786.
Die vierte und letzte Phase erstreckt sich vom Jahre 1786 bis zur Niederlage Preußens gegen die Franzosen bei Jena und Auerstedt im Jahre 1806. Hierbei gilt das besondere Augenmerk der Rolle der militärischen Strukturen im Allgemeinen und des Kantonsystems im Besonderen bei der Niederlage von Jena und Auerstedt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das preußische Kantonsystem

2.1. Militärische Neuerungen unter Friedrich Wilhelm I. von 1713-1733

2.2. Die Entwicklung des Kantonwesens von 1733 bis 1763

2.2.1. Von 1733 bis zum Regierungsantritt Friedrich II. im Jahre 1740

2.2.2. Vom Regierungsantritt Friedrich II. 1740 bis zum Ende des Siebenjährigen Kriegs 1763

2.3. Von der Reform des Kantonwesens 1763 bis zum Amtsantritt Friedrich Wilhelm II. 1786

2.4. Vom Amtsantritt Friedrich Wilhelm II. 1786 bis zur Schlacht bei Jena und Auerstedt

3. Schlussbetrachtung

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

4.1. Quelleneditionen

4.2. Forschungsliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des preußischen Kantonsystems von der Regierung Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1713 bis zur verheerenden Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie das Kantonsystem zur militärischen Stärke Preußens beitrug und welche sozialen Auswirkungen diese Rekrutierungspraxis auf die preußische Gesellschaft hatte, unter kritischer Auseinandersetzung mit der These einer umfassenden „Militarisierung der Gesellschaft“.

  • Die historische Genese und Rationalisierung des Kantonsystems im 18. Jahrhundert
  • Die Rolle des Kantonsystems für das militärische und politische Erstarken Preußens
  • Wechselwirkungen zwischen militärischem Rekrutierungswesen und zivilen Verwaltungsstrukturen
  • Kritische Analyse der These zur „Militarisierung der preußischen Gesellschaft“
  • Die Grenzen des Kantonsystems am Beispiel der Niederlage von 1806

Auszug aus dem Buch

2. Das preußische Kantonsystem

2.1. Militärische Neuerungen unter Friedrich Wilhelm I. von 1713-1733:

Der junge König Friedrich Wilhelm I. begann sofort nach seinem Regierungsantritt am 25. Februar 1713 mit der Aufstockung und Neuformierung des bestehenden Heeres nach dem spanischen Erbfolgekrieg. Als grundlegende Neuerung im Selbstverständnis des preußischen Königs „[..] betrachtete Friedrich Wilhelm I. sich persönlich als zu ihr [der Armee] gehörig, als ihren ersten Offizier, und gab dem Ausdruck, indem er selbst, [...], die Offiziersuniform trug“15 Dies führte zu einer starken Aufwertung des Soldatenstandes in der preußischen Gesellschaft, „das Offiziercorps wurde der anerkannte erste Stand im Staate.“16

Die grundlegenden Veränderungen waren die Eingliederung der königlichen Leibregimenter in die Feldregimenter des regulären Heeres und die Abschaffung der unter Friedrich I. forcierten Landmilizen.

„[Weiterhin] erklärte [er] die lebenslängliche Dienstpflicht seiner Soldaten und setzte fest, daß [sic!] ihm „die junge Mannschaft nach ihrer natürlichen Geburt und des höchsten Gottes eigener Ordnung und Befehl mit Gut und Blut zu dienen schuldig und verpflichtet“ sei. Das Ersatzgeschäft für das Heer entzog er endgültig den zivilen Behörden und übergab es für dauernd den Offizieren der Regimenter.“17

So erhöhte sich die Zahl der stehenden Truppen im Laufe seiner Amtszeit von 40.000 auf 80.000 Mann.18 „Damit war Preußens Armee die viertstärkste Europas, obwohl der Staat nach Gebietsumfang erst an zehnter und nach der Bevölkerungszahl an dreizehnter Stelle rangierte.“19

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Kantonsystem als Basis für Preußens militärischen Aufstieg und skizziert die methodische Vorgehensweise in vier Phasen bis 1806.

2. Das preußische Kantonsystem: Dieses Kapitel analysiert chronologisch die Entwicklung der Rekrutierungspraxis, beginnend mit Friedrich Wilhelm I. bis hin zum Scheitern des Systems 1806.

2.1. Militärische Neuerungen unter Friedrich Wilhelm I. von 1713-1733: Hier werden die frühen Reformen unter Friedrich Wilhelm I. dargelegt, die durch die Einführung der Enrollierung und des Beurlaubungswesens das Fundament des Systems legten.

2.2. Die Entwicklung des Kantonwesens von 1733 bis 1763: Dieser Abschnitt beschreibt die offizielle Etablierung des Kantonsystems und dessen Bewährungsprobe während des Siebenjährigen Krieges.

2.2.1. Von 1733 bis zum Regierungsantritt Friedrich II. im Jahre 1740: Inhaltlich wird die Kabinettsordre von 1733 und die damit verbundene präzise Einteilung der Rekrutierungsbezirke nach Feuerstellen erläutert.

2.2.2. Vom Regierungsantritt Friedrich II. 1740 bis zum Ende des Siebenjährigen Kriegs 1763: Dieses Kapitel behandelt die Herausforderungen durch den Siebenjährigen Krieg und die massive Belastung der inländischen Kantonisten.

2.3. Von der Reform des Kantonwesens 1763 bis zum Amtsantritt Friedrich Wilhelm II. 1786: Es werden die Reformen nach 1763 thematisiert, die durch die Einführung der Kantons-Revisions-Kommissionen zu einer stärkeren Einbindung ziviler Behörden führten.

2.4. Vom Amtsantritt Friedrich Wilhelm II. 1786 bis zur Schlacht bei Jena und Auerstedt: Das Kapitel befasst sich mit dem neuen Reglement von 1792 und der Frage, warum das System schließlich bei Jena und Auerstedt versagte.

3. Schlussbetrachtung: Die Zusammenfassung bewertet das Kantonsystem kritisch als machtvolles, aber letztlich für das 19. Jahrhundert veraltetes Instrument.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Primärquellen und die wissenschaftliche Forschungsliteratur dokumentiert.

Schlüsselwörter

Preußen, Kantonsystem, Heerwesen, Militärreformen, 18. Jahrhundert, Friedrich Wilhelm I., Friedrich II., Enrollierung, Beurlaubungssystem, Rekrutierung, Soziale Militarisierung, Jena und Auerstedt, Militärgeschichte, Siebenjähriger Krieg, Militärsoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des preußischen Kantonsystems als zentralem Rekrutierungsmechanismus im 18. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die Entstehung des Systems unter Friedrich Wilhelm I., seine Rationalisierung unter Friedrich II. und die Auswirkungen auf die preußische Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Kantonsystems für den Aufstieg Preußens zur Großmacht zu beleuchten und gleichzeitig kritisch zu prüfen, ob von einer totalen Militarisierung der Gesellschaft gesprochen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die Primärquellen (wie politische Testamente und Reglemente) sowie aktuelle geschichtswissenschaftliche Forschungsliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier chronologische Phasen, die von der Regierungszeit Friedrich Wilhelm I. bis zur Niederlage bei Jena und Auerstedt 1806 reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kantonsystem, Preußische Armee, Militarisierung, Rekrutierung und die Regierungszeiten der Hohenzollern-Könige im 18. Jahrhundert.

Welche Rolle spielten die zivilen Behörden im Kantonsystem?

Nach den Reformen ab 1763 gewannen zivile Behörden wie Land- und Steuerräte an Einfluss, da sie die Kantons-Revisions-Kommissionen unterstützten, um das Rekrutierungswesen stärker mit der Wirtschaftskraft des Landes in Einklang zu bringen.

Warum konnte das Kantonsystem 1806 nicht mehr bestehen?

Das System galt als veraltet im Vergleich zur französischen allgemeinen Wehrpflicht und litt unter einer absolutistischen Struktur, die sich zu sehr auf die Persönlichkeit Friedrich II. stützte und keine Reformen mehr zuließ.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung des preußischen Heerwesens im Allgemeinen und des Kantonssystems im Besonderen von der Regierung Friedrich Wilhelm I. 1713 bis zur Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806
Université
University of Freiburg
Auteur
Keno Peterson (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
20
N° de catalogue
V189549
ISBN (ebook)
9783656137573
ISBN (Livre)
9783656141105
Langue
allemand
mots-clé
Preußen Kantonssystem Heeresreform Jena und Auerstedt Kantons-Revisions-Kommission Friedrich Wilhelm I. Friedrich I. Friedrich II. Friedrich der Große siebenjähriger Krieg 7jähriger Krieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Keno Peterson (Auteur), 2009, Die Entwicklung des preußischen Heerwesens im Allgemeinen und des Kantonssystems im Besonderen von der Regierung Friedrich Wilhelm I. 1713 bis zur Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189549
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint