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Welcher Zusammenhang besteht zwischen Suchterkrankungen der Eltern und der Entwicklung von Kindern?

Título: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Suchterkrankungen der Eltern und der Entwicklung von Kindern?

Trabajo Escrito , 2012 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ann-Christin Jacobs (Autor)

Trabajo social
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Aufgrund meines Studiums habe ich mich näher damit befasst, welche Situationen in einer Familie dazu führen können, dass Kinder und vor allem deren Entwicklung darunter leiden.
Infolge der hohen Anzahl der Suchtkranken und der Erkenntnis, dass die Erwachsenen die abhängig sind in den meistens Fällen ebenso eine Familie haben wie die Nichtabhängigen, stelle ich mir die Frage welcher Zusammenhang zwischen Suchterkrankungen der Eltern und der Entwicklung von Kindern besteht.
Um dies beurteilen zu können, beschäftige ich mich zuerst mit dem Thema Suchterkrankungen und dabei gehe ich näher auf die Alkoholabhängigkeit sowie auf die Drogenabhängigkeit ein, da die beiden unterschiedlichen Abhängigkeiten mir für meine Bearbeitung am wichtigsten erscheinen.
Im Anschluss befasse ich mich mit der Suchtfamilie und möchte hierbei aufzeigen welche Atmosphäre dort herrscht, wie die Eltern-Kind Beziehung ist und ob die Kinder unter Grenzüberschreitungen und Gewalt leiden.
Zuletzt beschäftige ich mich mit der Entwicklung der Kinder, schaue mir verschiedene Theorien dazu an und wäge sie gegeneinander ab.
Dabei lege ich den Schwerpunkt auf den Entwicklungsverlauf und die psychischen Störungen der Kinder sowie ihre typischen Stimmungen und definiere als Beispiel solch einer psychischen Erkrankung die Posttraumatische Belastungsstörung.
Nachdem ich mir einen Überblick verschaffe und dazu deutschsprachige als auch englischsprachige Literatur recherchiere, schreibe ich meine persönliche Meinung zu diesem Thema im Fazit nieder.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Suchterkrankungen

2.1 Alkoholabhängigkeit

2.3 Drogenabhängigkeit

3. Suchtfamilie

3.1 Atmosphäre in der Suchtfamilie

3.2 Eltern-Kind Beziehung

3.3 Grenzüberschreitung und Gewalt

4. Entwicklung der Kinder

4.1 Entwicklungsverlauf und psychische Störungen

4.2 Typische Stimmungen der Kinder

4.3 Posttraumatische Belastungsstörung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Suchterkrankungen der Eltern auf die psychische Entwicklung und das soziale Umfeld ihrer Kinder, mit dem Ziel, die spezifischen Belastungsfaktoren und Risikokonstellationen in sogenannten Suchtfamilien aufzuzeigen.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen elterlicher Sucht und kindlicher Entwicklung
  • Beschreibung der familiären Atmosphäre und Dynamiken (z.B. Gewalt, Grenzüberschreitungen)
  • Untersuchung von psychischen Störungsbildern bei Kindern aus Suchtfamilien
  • Diskussion von Bewältigungsstrategien und emotionalen Reaktionen der betroffenen Kinder

Auszug aus dem Buch

3.1 Atmosphäre in der Suchtfamilie

In einer Suchtfamilie ist die Atmosphäre durch eine ängstlich bedenkliche Erwartungshaltung, Spannung und eine fehlende Geborgenheit gekennzeichnet. Der abhängige Elternteil kann z.B. im alkoholisierten Zustand das Kind wegen Belanglosigkeiten bestrafen und andererseits im nüchternen Zustand sehr nett sein. Allerdings kann dies auch andersherum verlaufen, so dass ein Elternteil im alkoholisierten Zustand einfühlsam ist und Zuneigung zeigt, aber sich im nüchternen Zustand kühl und abweisend verhält (vgl. Arenz-Greiving, 2007: S.15).

Häufig haben die Kinder auch das Empfinden, dass sie zwei ganz unterschiedliche Väter oder Mütter haben, da die vorhandenen Reaktionen des nüchternen Vaters oder der nüchternen Mutter überhaupt nicht zu denen des betrunkenen Vaters oder der betrunkenen Mutter passen (vgl. Zobel, 2008: S.42).

Somit erprobt das Kind, jede Gegebenheit sorgfältig zu beobachten und sein eigenes Verhalten auf die Stimmungsschwankungen des abhängigen Elternteils abzustimmen. Kinder in Suchtfamilien leben mit der ständigen Angst und Befangenheit vor dem, was sie zu Hause erwartet (vgl. Arenz-Greiving, 2007: S.15).

Beispielsweise beschreibt eine 26 Jährige Lehrerin, deren Mutter suchtkrank ist, ihre Situtation so: „Ich hatte immer Angst. Wenn ich von der Schule nach Hause ging, wusste ich schon,ich komme nicht rein, weil meine Mutter wieder volltrunken hinter der Eingangstür auf dem Fußboden liegt. Ich hab’s dann meistens doch geschafft, hab’ sie ins Bett geschleift, mit ’ner Decke zugedeckt und gehofft, daß sie ruhig bleibt und nicht rumrandaliert.“ (Arenz-Greiving, 2007: S.16)

Auch ist jedem aus der Familie bewusst, dass Vater oder Mutter ein Suchtproblem hat, aber niemand darf dieses Bewusstsein äußern, da das Problem offiziell nicht existiert: „Es ist so, als würde ein lila getupfter Elefant in der Küche stehen, der von allen krampfhaft ignoriert wird.“ (Zobel, 2008: S. 44)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin und steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie das Forschungsinteresse an den Folgen elterlicher Sucht für die kindliche Entwicklung definiert.

2. Suchterkrankungen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Suchtformen, insbesondere Alkohol- und Drogenabhängigkeit, und verdeutlicht deren Verbreitung in der deutschen Bevölkerung.

3. Suchtfamilie: Hier werden die destruktiven Dynamiken innerhalb des Familiensystems analysiert, insbesondere die unvorhersehbare Atmosphäre, gestörte Eltern-Kind-Beziehungen und das Auftreten von Gewalt.

4. Entwicklung der Kinder: Dieser Teil befasst sich mit den langfristigen Folgen für betroffene Kinder, darunter psychische Störungen, traumatische Belastungen und der erhöhte Risikofaktor für eigene Suchtentwicklungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen und betont, dass elterliche Sucht zwar ein hohes Risiko darstellt, aber im Kontext vielfältiger familiärer Einflussfaktoren betrachtet werden muss.

Schlüsselwörter

Suchtfamilie, Alkoholabhängigkeit, Drogenabhängigkeit, Kinder, Psychische Entwicklung, Kindesmisshandlung, Familienklima, Traumatisierung, Verhaltensstörungen, Co-Abhängigkeit, Risiko, Erziehung, Kindeswohl, Suchtprävention, Bindungsstörung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen von elterlicher Sucht auf das Leben, die Psyche und die soziale Entwicklung von Kindern, die in einem solchen familiären Umfeld aufwachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die verschiedenen Suchtformen (Alkohol/Drogen), die familiären Interaktionsmuster in Suchtfamilien, psychische Störungsbilder bei den betroffenen Kindern sowie deren langfristige Entwicklungschancen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Gefährdungslagen für Kinder suchtkranker Eltern sichtbar zu machen und aufzuzeigen, wie das familiäre System und die elterliche Sucht die kindliche Persönlichkeitsbildung prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, bei der aktuelle wissenschaftliche Theorien und empirische Studien zur Thematik „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ zusammengetragen und kritisch analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Suchterkrankungen definiert, die dysfunktionale Atmosphäre in Suchtfamilien detailliert beschrieben und die daraus resultierenden Entwicklungsstörungen sowie Belastungssymptome bei Kindern eingehend erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Suchtfamilie, Alkoholabhängigkeit, psychische Entwicklung, Traumatisierung, Kindeswohl sowie die damit verbundenen sozialen und emotionalen Belastungen.

Wie wirkt sich die „lila Elefant“-Metaphorik auf das Familienleben aus?

Die Metapher beschreibt das kollektive Ignorieren der Suchtproblematik innerhalb der Familie, was bei Kindern zu einer massiven kognitiven Dissonanz und der Unfähigkeit führt, über ihre Ängste oder Erlebnisse offen zu sprechen.

Welche Rolle spielt die soziale Schicht bei Kindern aus Suchtfamilien?

Die Arbeit verdeutlicht, dass neben der Suchterkrankung selbst auch sozioökonomische Faktoren wie Armut oder Arbeitslosigkeit die Entwicklung des Kindes beeinflussen und als verstärkende Risikofaktoren fungieren.

Warum ist das Risiko für eigene Suchterkrankungen bei diesen Kindern erhöht?

Aufgrund mangelnder Vorbilder für angemessenes Verhalten, fehlender Grenzsetzung und der Übernahme von traumatischen Erfahrungen haben Kinder aus suchtbelasteten Familien ein vier- bis sechsfach höheres Risiko, selbst eine Suchterkrankung zu entwickeln.

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Detalles

Título
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Suchterkrankungen der Eltern und der Entwicklung von Kindern?
Universidad
University of Vechta
Curso
IS-2.1 Familie in der Krise
Calificación
2,0
Autor
Ann-Christin Jacobs (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
16
No. de catálogo
V189600
ISBN (Ebook)
9783656138006
ISBN (Libro)
9783656138266
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialarbeit Soziologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ann-Christin Jacobs (Autor), 2012, Welcher Zusammenhang besteht zwischen Suchterkrankungen der Eltern und der Entwicklung von Kindern?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189600
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