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All the world’s a stage - Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten

Eine Analyse der kommunikationswissenschaftlichen Literatur

Title: All the world’s a stage - Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten

Bachelor Thesis , 2011 , 43 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Juliane Rietzsch (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Summary Excerpt Details

Was macht Selbstdarstellung gerade im Kontext von sozialen Netzwerkseiten, also im Bereich der netzwerkbasierten computervermittelten Kommunikation, so besonders? Kommunikationswissenschaftlich relevant wird hier die Klärung der Frage sein, wie die spezifischen Eigenschaften indirekter computervermittelter Kommunikation die Art und Weise der eigenen Präsentation und den Umgang mit der Selbstdarstellung modifizieren. Der interdisziplinäre Charakter des Faches Kommunikationswissenschaft wird bei der folgenden Arbeit sehr deutlich, da der Fokus im sozialpsychologischen Bereich liegen wird. Dieser theoretische Zugang befasst sich vorrangig mit den Kommunikations- und Medienwirkungen auf das Individuum, auf sein Wissen, Denken, Fühlen und in diesem Falle vor allem auf sein Handeln und Verhalten (vgl. Pürer 2003: 22).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sozialpsychologische Begriffe

2.1 Identität

2.2 Selbst

3 Selbstdarstellung

3.1 Definition

3.2 Arten und Techniken

3.3 Funktionen

4 Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten

4.1 Soziale Netzwerkseiten

4.1.1 Definition

4.1.2 Aufbau des Profils

4.2 Selbstdarstellung durch computervermittelte Kommunikation

4.2.1 Textualität statt Körperlichkeit

4.2.2 Die Rolle des Publikums

4.2.3 Bewusstheit und Kontrolle

4.2.4 Simulationspotenzial

4.3 Facebook oder Fakebook? – Die Rolle der Falschinformationen

5 Fazit

6 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten (SNS) aus einer medienzentrierten kommunikationswissenschaftlichen Perspektive. Ziel ist es zu analysieren, wie die Merkmale computervermittelter Kommunikation (CVK) die Selbstdarstellung im Vergleich zur Face-to-face-Kommunikation verändern und ob dies dazu verleitet, Falschinformationen über die eigene Person zu verbreiten.

  • Grundlagen der sozialpsychologischen Identitäts- und Selbstbegriffe
  • Theoretische Einordnung von Selbstdarstellung und Impression Management
  • Strukturelle Analyse von sozialen Netzwerkseiten und deren Profilelementen
  • Untersuchung der Auswirkungen computervermittelter Kommunikation auf das Identitätsmanagement
  • Empirische Einordnung der Authentizität und des Falschinformationspotenzials auf SNS

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Textualität statt Körperlichkeit

Zentrales Merkmal aller Prozesse im virtuellen Raum ist die uneingeschränkte mediale Vermittlung aller Zeichen. Im Kontext CVK können keine personalen Sinnesdaten übermittelt oder empfangen werden (vgl. Misoch 2004: 130). So spielen beispielsweise Mimik und Gestik zwischen den Kommunikatoren, sowie verbale oder nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten (z.B. Ausdrucksweise, Kleidungsstil etc.) eine gravierende Rolle in der Face-to-face Kommunikation, um das Gegenüber zu verstehen. Diese Komplexe der Kommunikation entfallen in der textbasierten CVK ganz. Vielmehr haben sich dazu digitale Pendants herausgebildet.

Als Substitut zur verbalen Ausdrucksweise könnte beispielsweise die textbasierte Rechtschreibung des Anwenders gelten. (Vgl. Franz 2011: 10) Mangelnde soziale Hinweisreize und nonverbale Signale können neben der Rechtschreibung aber auch durch das Benutzen von Emoticons, Nachfragen, Soundwörter oder Aktionswörter kompensiert werden (vgl. Enz 2010: 40). Selbst das Schreiben in Dialektform stellt eine wichtige sprachliche Komponente dar, die sich in der CVK durchgesetzt hat und dem Kommunikator ein Stück weit Identität verschaffen kann (vgl. Nickels 2010: 25). Zudem werden die Symbole des ASCII Zeichensatzes dazu benutzt, um dem Gegenüber körperliche Zustände oder bestimmte Verhaltensweisen mitzuteilen (vgl. Beck 2006: 151). Ergo stimmen Menschen ihr Kommunikationsverhalten auf die Art und Weise hin ab, dass mediale Restriktionen hinsichtlich der Informationsfülle aktiv durch Textualität kompensiert werden (vgl. Döring 2003: 161).

Allerdings muss hierbei auch betont werden, dass nicht nur Pendants zur nonverbalen Kommunikation wie die eben erwähnten ASCII-Zeichen oder die Aktionswörter die CVK ausmachen. Vielmehr ist und bleibt die reine textbasierte Kommunikation ein geeignetes Indiz, um zum Beispiel die Glaubwürdigkeit des Gegenübers zu bewerten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enorme Relevanz sozialer Netzwerke im Web 2.0 und führt die Fragestellung zur Selbstdarstellung und deren medienzentrierter Perspektive ein.

2 Sozialpsychologische Begriffe: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Fundamente Identität und Selbst, die für das Verständnis des späteren Selbstdarstellungsphänomens essenziell sind.

3 Selbstdarstellung: Hier werden Definitionen, Arten, Techniken und Funktionen des Impression Managements theoretisch erarbeitet und mit dem dramaturgischen Modell von Goffman verknüpft.

4 Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten: Dieses Kernkapitel analysiert SNS als Plattformen, untersucht Profilelemente sowie die spezifischen Bedingungen der computervermittelten Kommunikation und prüft das Ausmaß an Falschinformationen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass SNS eher zur Selbstoffenbarung als zur massenhaften Identitätstäuschung genutzt werden.

6 Literatur: Das Literaturverzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Selbstdarstellung, Soziale Netzwerkseiten, Impression Management, Identität, Selbst, Computervermittelte Kommunikation, Web 2.0, Profilgestaltung, Falschinformationen, Selbstoffenbarung, Identitätsarbeit, Kommunikation, Medienwirkung, Virtuelle Identität, Nutzerverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Selbstdarstellung von Individuen auf sozialen Netzwerkseiten und wie diese durch die spezifischen Bedingungen des Internets beeinflusst wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt sozialpsychologische Identitätskonzepte, Strategien des Impression Managements und die medienwissenschaftliche Einordnung von sozialen Netzwerken im Kontext der computervermittelten Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob und wie computervermittelte Kommunikation die Selbstdarstellung verändert und inwieweit die technischen Möglichkeiten des Internets zur Verbreitung von Falschinformationen über die eigene Person anregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Analyse kommunikationswissenschaftlicher Literatur, die durch Ergebnisse empirischer Studien untermauert und verifiziert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe, Techniken), die strukturelle Analyse von SNS-Profilen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Merkmalen computervermittelter Kommunikation und aktuellen Studien zum Falschinformationspotenzial.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Selbstdarstellung, Soziale Netzwerkseiten, Impression Management, Identität, computervermittelte Kommunikation und Selbstoffenbarung.

Welchen Einfluss haben Profilelemente wie Freundeslisten oder Gruppen auf die Selbstdarstellung?

Diese Elemente fungieren als Instrumente des Impression Managements, durch die der Nutzer soziale Zugehörigkeit demonstriert oder sein Ansehen gezielt erhöhen kann.

Wird die These unterstützt, dass soziale Netzwerke primär zur Verbreitung von "Fake-Identitäten" genutzt werden?

Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Simulationsthese überschätzt wird und SNS eher als Raum der Selbstoffenbarung dienen, da der Abgleich mit dem realweltlichen sozialen Umfeld die Hemmschwelle für Täuschungen erhöht.

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Details

Title
All the world’s a stage - Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten
Subtitle
Eine Analyse der kommunikationswissenschaftlichen Literatur
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Juliane Rietzsch (Author)
Publication Year
2011
Pages
43
Catalog Number
V189604
ISBN (eBook)
9783656139508
ISBN (Book)
9783656139546
Language
German
Tags
Soziale Netzwerkseiten Selbstdarstellung Facebook Identität Selbst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Rietzsch (Author), 2011, All the world’s a stage - Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerkseiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189604
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