Eine Hausarbeit über die Vergabeverfahren in der Berliner Verwaltung. Ursprünge und die Entwicklung des Vergaberechts sowie die europarechtliche Einflüsse. Der Hauptteil dieser Arbeit liegt in den Bestimmungen und den Arten des Vergaberechts im Land Berlin. Weiterhin wird die E-Vergabe im Land Berlin näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Entwicklung des Vergaberechts
1.1 Der Begriff des Vergaberechts
1.2 Ursprung und Entwicklung in Deutschland
1.3 Einfluss des Europarechts
1.4 Das Kaskadenprinzip
1.5 Reform des deutschen Vergaberechts
2 Das Vergabeverfahren in der Berliner Verwaltung
2.1 Definition
2.2 Begriff des Auftraggebers und öffentlichen Auftraggebers
2.3 Öffentlicher Auftrag gem. § 99 I GWB
2.4 Grundsätze im Vergabeverfahren
2.4.1 Wettbewerbsgrundsatz
2.4.2 Transparenzgebot
2.4.3 Gleichbehandlungsgrundsatz/Diskriminierungsverbot
2.4.4 Berücksichtigung mittelständischer Interessen
2.4.5 Eignung der Unternehmen
2.4.6 Zuschlagskriterium des wirtschaftlichsten Angebots
2.4.7 Subjektive Bieterrechte
2.5 Rechtsgrundlagen für die Vergabe in der Berliner Verwaltung
2.6 Schwellenwerte
2.7 Die Vergabearten im EU-weiten und nationalen Verfahren
2.7.1 Offenes Verfahren / Öffentliche Ausschreibung
2.7.2 Nichtoffenes Verfahren / Beschränkte Ausschreibung
2.7.3 Verhandlungsverfahren / Freihändige Vergabe
2.7.4 Wettbewerblicher Dialog
2.7.5 Überblick EU-weite / nationale Vergabeverfahren
3 E-Vergabe in der Berliner Verwaltung
3.1 E-Vergabe – Was ist das?
3.2 Die Vergabeplattform Berlin
3.3 Das Vergabeverfahren auf der Vergabeplattform Berlin
3.3.1 Registrierung
3.3.2 Ausschreibungen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit den Vergabeverfahren innerhalb der Berliner Verwaltung. Ziel ist es, die Grundlagen des Vergaberechts, dessen europarechtliche Einflüsse sowie die spezifische Anwendung und Durchführung der elektronischen Vergabe (E-Vergabe) im Land Berlin systematisch darzustellen.
- Historische Entwicklung und rechtliche Grundlagen des Vergaberechts
- Struktur und Definition des öffentlichen Auftrags und Auftraggebers
- Detaillierte Analyse der Vergabegrundsätze und Vergabearten
- Praktische Umsetzung der E-Vergabe und Registrierung auf der Vergabeplattform Berlin
Auszug aus dem Buch
1.2 Ursprung und Entwicklung in Deutschland
Die Ursprünge des Vergaberechts sind in der römischen Republik sowie im antiken Griechenland zu finden. Es wurden insbesondere Bauvorhaben des Staates in speziellen Auftragsverfahren an private Unternehmen vergeben. Die Idee dahinter war, einen „Marktüberblick“ zu erhalten, indem man Angebote einholte und somit das preiswerteste ermittelte.
Im Römischen Recht begann das Verfahren mit der Bekanntgabe des Versteigerungstermins und der leges locationes. Diese enthielten eine Art Leistungsbeschreibung, also eine Beschreibung des Bauvorhabens und der durchzuführenden Arbeiten sowie Regelungen über Fertigstellung und Bezahlung. Die Vergabe des Auftrags erfolgte öffentlich auf dem Marktplatz. Nachdem das Versteigerungsobjekt ausgerufen wurde, erfolgte der Zuschlag an jenen Bieter, welcher das geringste Gebot abgegeben hatte.
Den ersten Vorläufer eines geregelten Vergaberechts in Deutschland bildete seit dem Ende des 17. Jahrhunderts die Lizitation. Sie war eine aufgrund mündlicher Verhandlungen durchgeführte Versteigerung von Bauvorhaben und Materiallieferungen an das Mindestbietende Unternehmen. Die Lizitation wurde nach 1850 aufgrund von vielfach unüberlegten, übermäßig niedrigen und damit verlustbringenden Geboten der Bieter im Versteigerungskampf durch ein Verfahren ersetzt, welches die Einreichung schriftlicher Angebote erforderte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Entwicklung des Vergaberechts: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Vergaberechts von der Antike bis zur modernen nationalen Gesetzgebung unter besonderer Berücksichtigung europarechtlicher Einflüsse.
2 Das Vergabeverfahren in der Berliner Verwaltung: Hier werden die wesentlichen Rechtsgrundlagen, Akteure und die verschiedenen Vergabeverfahren sowie deren Grundsätze und Schwellenwerte detailliert analysiert.
3 E-Vergabe in der Berliner Verwaltung: Das abschließende Kapitel beschreibt die elektronische Vergabeplattform des Landes Berlin, deren technische Voraussetzungen sowie den praktischen Prozess von der Registrierung bis zur Teilnahme an Ausschreibungen.
Schlüsselwörter
Vergaberecht, Berliner Verwaltung, Öffentliche Aufträge, Vergabeverfahren, EU-Vergaberecht, GWB, Schwellenwerte, Ausschreibung, E-Vergabe, Vergabeplattform, Bieter, Zuschlag, Wettbewerbsgrundsatz, Transparenzgebot, Subjektive Bieterrechte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Durchführung von Vergabeverfahren bei öffentlichen Aufträgen innerhalb der Berliner Verwaltung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den zentralen Themen gehören die historischen Wurzeln des Vergaberechts, der europäische Einfluss, die gesetzlichen Grundsätze sowie die moderne E-Vergabe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine fundierte Darstellung der komplexen Materie des Vergaberechts und eine Anleitung bzw. Übersicht zur Anwendung des E-Vergabe-Portals Berlin.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung geltender Gesetze und Verordnungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Entwicklung, Grundsätze), die Darstellung der Vergabearten sowie die technische Anwendung der elektronischen Plattform.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Vergaberecht, Berliner Verwaltung, EU-weite/nationale Verfahren, Schwellenwerte, E-Vergabe und Wettbewerbsgrundsatz.
Wie unterscheidet sich die Registrierung auf der Vergabeplattform von herkömmlichen Verfahren?
Die elektronische Registrierung ersetzt den postalischen Weg und ermöglicht Unternehmen einen schnellen Zugriff auf aktuelle Ausschreibungen sowie eine digitale Angebotsabgabe mittels Signatur.
Welche Rolle spielen Schwellenwerte bei der Wahl des Vergabeverfahrens?
Schwellenwerte dienen als objektive Kriterien, um zu bestimmen, ob ein Auftrag dem strengen europäischen Vergaberecht unterliegt oder ob nationale haushaltsrechtliche Regelungen Anwendung finden.
- Citar trabajo
- Marcus Klug (Autor), 2011, Die Vergabeverfahren der Berliner Verwaltung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189607