Die Ganztagsschule als Alternative. Wie Kinder wieder gern zur Schule gehen


Hausarbeit, 2010

10 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Thematische Textdarstellung

3.Reflexion

Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Wer hat sich früher als Kind nicht gefreut, wenn die Schulstunden aufgrund von Hitzefrei ausfielen oder der Lehrer krank war? Heutzutage wird die Schule nur noch als Zwangs-gemeinschaft angesehen. Immer weniger Freizeitmöglichkeiten werden den Jugendlichen in der Schule geboten und so kommt es, dass die Schüler nach der Schule jubelnd die Schule verlassen und am nächsten Morgen unmotiviert wieder den Klassenraum betreten.

Die Einführung von Ganztagsschulen soll jedoch dabei helfen, dass Jugendliche wieder gerne zur Schule gehen, sie sollen gerne dort Zeit verbringen und eher traurig sein, wenn die Schule geschlossen sein sollte. Ob sich schließlich das gegenwärtige Bild von der Schule als Zwangsgemeinschaft, durch die Einführung von Ganztagsschulen ändern lässt, werde ich in dieser Arbeit untersuchen.

Ich werde zuerst den Begriff der Ganztagsschule klären und verschiedene Definitionen darlegen. Des Weiteren werde ich den Unterschied zur Halbtagsschule verdeutlichen. Als Beispiel für eine Ganztagsschule dient mir die X-Schule, Y. Ich werde Bezug auf Meinungen verschiedener Experten nehmen, die sich zum Thema Ganztagsschulen äußern und ihre Meinungen vergleichen.

Schließlich werde ich selber Stellung zum Thema Ganztagsschule nehmen und meine persönliche Einstellung darstellen.

2.Thematische Textdarstellung

Zuerst möchte ich verschiedene Definitionen der Ganztagsschule darlegen. Die Kultusministerkonferenz definiert Ganztagsschulen als „Schulen, die an drei Tagen ein ganztägiges Programm und Mittagessen anbietet“[1].

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus definiert den Begriff Ganztagsschule wie folgt:

„Die Ganztagsschule ist ein freiwilliges schulisches Angebot der ganztägigen Förderung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 10.

Der Unterricht an Ganztagsschulen findet wie gewohnt überwiegend am Vormittag im Klassenverband statt. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern dies wünschen, besuchen dann nach dem stundenplanmäßigen Unterricht die jeweiligen Ganztagsangebote“[2].

Darüber hinaus wurde der Begriff „Ganztagsschule“, schon 1961 vom Institut für Pädagogik der UNESCO definiert. Demnach ist die „Ganztagsschule im Kern eine Halbtagsschule und ihr Nachmittagsangebot ist freiwillig. In einer geregelten Form gibt es Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Förderunterricht und Freizeitangebote“[3]. Diese Definition behält bis heute ihre Gültigkeit.

Die Ganztagsschule unterscheidet sich also im Vergleich zur Halbtagsschule dadurch, dass Schülerinnen und Schülern außerhalb des Unterrichts die Möglichkeit besitzen, ihre Freizeitaktivitäten auch innerhalb der Schule auszuleben. Dabei können Jugendliche individuell gefördert und betreut werden. Individualisierung und die Zusammenarbeit sind zwei der wichtigsten Faktoren der Ganztagsschule.

Des Weiteren bietet man den Jugendlichen Raum, Zeit und vor allem Gelassenheit zum Lernen. Genau an diesem Punkt setzt Jürgen Kluge (Chef von McKinsey in Deutschland) an.

Er ist der festen Überzeugung, dass das „abgespeckte Angebot an Bildung, das wir heute an vielen Stellen haben…“(Treibhäuser der Zukunft, Reinhard Kahl, 2006, S. 87), der Grund dafür sei, dass Schule nicht als Investition in die Zukunft angesehen wird. „Jeder Euro, den wir investieren, zahlt sich – und da gibt es Studien in der Schweiz und den USA, in anderen Ländern – zahlt sich volkswirtschaftlich sehr wahrscheinlich mit mindestens drei, vier Euro langfristig aus: weniger Arbeitslose, weniger Jugendkriminalität, weniger Belastung des Sozialsystems.“( Reinhard Kahl , 2006, Seite 87).

Jürgen Kluge geht davon aus, dass die Schülerinnen und Schüler mit der Einführung von Ganztagsschulen wieder gerne in die Schule gehen. Dadurch sinkt die Zahl von Schülern, die die Schule vorzeitig verlassen. Im Rahmen der Ganztagsschule können die Jugendlichen außerhalb der Unterrichtszeiten kreative, kulturelle, sportliche und wissenschaftliche Bedürfnisse befriedigen. So sorgt eine Vielzahl an sportlichen Angeboten dafür, dass die Schüler/innen vermehrt Sport treiben – die Zahl adipöser Kinder könnte so verringert werden.

Die Ganztagsschule könnte auch das Problem der Chancengleichheit lösen, so haben auch Kinder aus sozial schwachen Familien die Chance entsprechend ihren Möglichkeiten gefördert zu werden und am Nachmittag Angebote wahrzunehmen, die sie sonst aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht hätten wahrnehmen können. Immer mehr Eltern sind alleinerziehend und so stellt die Ganztagsschule gerade für alleinerziehende Eltern eine erhebliche Entlastung dar.

Jeanne Rubner, Bildungspolitische Redakteurin der Süddeutschen Zeitung ist da ähnlicher Meinung: „Kinder wachsen oft sehr vereinsamt auf. Sie brauchen einen Lebensraum, der ihnen entspricht. Sie brauchen Kinder um sich herum. Sie brauchen auch andere Erwachsene als nur die Eltern. Dieser Lebensraum darf nicht Punkt Zwölf oder Punkt eins aufhören. Wenn Kinder mehr Zeit fürs Lernen haben, dann sind auch die Ergebnisse besser“(Treibhäuser der Zukunft, Reinhard Kahl, 2006,S. 94).

An dieser Stelle möchte ich die X-Schule, Y vorstellen. Anhand dieser Ganztagsschule werde ich verdeutlichen, inwiefern die von den Experten geforderten Bedingungen eingehalten werden.

[...]


[1] Ganztagsschule, http://www.foev-kws.de/ganztagsschule.htm#Definition, 20.08.10

[2] KM-Bayern, http://www.km.bayern.de/km/schule/ganztagsschule/offen/konzeption/, 20.08.10

[3] Bundesministerium für Bildung und Forschung, http://www.bmbf.de/pub/ganztagsschule_neu_gestalten.pdf, 20.08.2010

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die Ganztagsschule als Alternative. Wie Kinder wieder gern zur Schule gehen
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
10
Katalognummer
V189655
ISBN (eBook)
9783668257351
ISBN (Buch)
9783668257368
Dateigröße
372 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ganztagsschule, alternative, kinder, schule
Arbeit zitieren
Michael Wünsch (Autor), 2010, Die Ganztagsschule als Alternative. Wie Kinder wieder gern zur Schule gehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189655

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