Pulsmessung nach ausdauerfördernden Laufspielen und deren Auswertung


Examensarbeit, 2011

36 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thema der Unterrichtsstunde

2. Darstellung der Unterrichtssequenz

3. Rahmenlehrplanbezug / Pädagogische Perspektiven
3.1 Abschlussstandards
3.2 Themenfeldbezogene Standards "Fitness"
3.3 Konkretisierung der Standards für die geplanten Lehr- und Lernprozesse (Schwerpunkt der Kompetenzbereiche)
3.4 Abschlussstandards der Unterrichtsstunde

4. Unterrichtsvoraussetzungen
4.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen
4.2 Der Kompetenzstand der Schüler

5. Der fachlich-inhaltliche Schwerpunkt

6. Begründung der Lehr- und Lernstruktur / Methodisch-didaktische Entscheidungen

7. Antizipation von Schwierigkeiten

8. Tabellarische Verlaufsplanung

9. Literaturverzeichnis

10. Unterschrift

11. Anlagen

1. Thema der Unterrichtsstunde

Pulsmessung nach ausdauerfördernden Laufspielen und deren Auswertung.

2. Darstellung der Unterrichtssequenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Rahmenlehrplanbezug / Pädagogische Perspektiven

Gemäß Rahmenlehrplan Sport für die Sekundarstufe I[1] ist die Trätierung des Themas „Gesundheit“ und damit inhärent die Behandlung des Themenfeldes „Fitness“ eminenter Bestandteil des Sportunterrichts. So heißt es konkret:

„In Hinblick auf Bewegungsmangelkrankheiten und psychische Überbeanspruchung in unserer Zeit kommt der altersgemäßen Förderung von Gesundheitsbewusstsein und Fitness eine herausragende Stellung zu. In der Gesundheitserziehung geht es nicht nur um die Ausbildung von Bewegungsgewohnheiten, die der Gesundheit dienen, sondern auch um die Entwicklung von Einstellungen zur gesunden Lebensführung und um Erkenntnisse eines gesundheitsfördernden Trainings.“[2]

Dieses Themenfeld ist überdies in besonderer Weise geeignet, die pädagogischen Perspektiven Gesundheit und Körpererfahrung[3] zu verdeutlichen, welche in der heutigen Unterrichtsstunde berücksichtigt werden.

Gesundheit:

- das Entwickeln und Fördern von Gesundheit und Gesundheitsbewusstsein.

Körpererfahrung:

- das Verbessern der Wahrnehmungsfähigkeit, das Erweitern der Bewegungserfahrung.

Ferner: Leistung:

- das Erfahren, Verstehen und Reflektieren des Leistens beim Sporttreiben.[4]

3.1 Abschlussstandards

Die Unterrichtseinheit leistet einen Beitrag dazu, folgende Abschlussstandards der Jahrgangsstufe 10 zu erreichen:

Die Schüler[5]

- zeigen eine altersgemäße Ausprägung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten,
- wenden Möglichkeiten an, ihr individuelles Wohlbefinden durch Sport, Spiel und Bewegung positiv zu beeinflussen,
- erklären grundlegende Sachverhalte aus der Bewegungswissenschaft,
- erklären die Möglichkeit der Leistungssteigerung durch beständiges Üben und Trainieren,
- kennen die Grundzüge der gegenwärtigen Sport- und Bewegungskultur und deren

Organisationsformen.[6]

3.2 Themenfeldbezogene Standards "Fitness"

Die Unterrichtseinheit leistet zudem einen Beitrag dazu, folgende themenfeldbezogene Standards des Themenfeldes „Fitness“ nach der Jahrgangsstufe 10 zu erreichen:

Anforderungen:

Die Schüler…

- kennen die motorischen Grundeigenschaften Kraft und Ausdauer und wissen, wie diese erhalten und gesteigert werden können,
- belasten sich länger in einer selbst gewählten Ausdauersportart (im aeroben Bereich),
- wissen um die Bedeutung und Funktion des Erwärmens und wenden sie situationsgerecht an,
- setzen vorgegebene Übungen und Übungsprogramme zur Verbesserung der Beweglichkeit und Entspannung um,
- kennen unfunktionale Bewegungen neben der exakten Ausführung von Beweglichkeits- und Kraftübungen,
- kennen den Zusammenhang zwischen körperlichen Fehlhaltungen und mangelnder körperlicher Bewegung.[7]

Inhalte:

- ausdauerorientierte kleine Spiele
- Walking, Dauerläufe (im eigenen Tempo)
- Aerobic[8]

Fakultative Inhalte:

- Einsatz von Pulsuhren (Messung und Auswertung)
- Trainingsprotokolle (-tagebuch)[9]

Mögliche Vernetzungen:

- Puls- und Blutdruckmessung in Ruhe und Belastung[10]

3.3 Konkretisierung der Standards für die geplanten Lehr- und Lernprozesse (Schwerpunkt der Kompetenzbereiche)

Schwerpunkt: Selbstständig handeln, insb. Verantwortung für die eigene Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden übernehmen.[11]

Ferner: Mit Sprache, Wissen und Können situationsangemessen umgehen, insb. Bewegungserfahrungen weiterentwickeln; sportartspezifische Fachsprache anwenden.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.4 Abschlussstandards der Unterrichtsstunde

Motorisch

- nN: … laufen in dem Laufspiel[14] „Tennisballdiebstahl“ ein langsames Tempo, aber führen die Übung durchgängig (ohne ins Gehen zu verfallen) aus.
- mN: … laufen zügig und ohne Unterbrechung.
- hN: … laufen in einem schnellen Tempo und ohne Unterbrechung.

Kognitiv

- nN: … kennen den Unterschied zwischen Ruhe-, Belastungs- und Erholungspuls.
- mN: … kennen die Funktionen des Blutkreislaufs in Ansätzen und wissen, in welchem Zusammenhang der Puls dazu steht.
- hN: … stellen den Zusammenhang her zwischen den Ergebnissen der Pulsmessungen und der Belastungskurven. Erkennen, dass derjenige am Besten ausdauertrainiert ist, dessen Erholungspuls dem Ruhepuls vor der Belastung annähernd gleicht.

Affektiv

- nN: ... empfinden das zweite ausdauerfördernde Laufspiel anstrengender als das erste und sind in der Lage, mindestens einmal ihren Puls wahrzunehmen.
- mN: ... empfinden das erste Laufspiel anstrengender als die erste und sind in der Lage, alle verschiedenen Pulsmessungen wahrzunehmen und können ihren Puls bewusst während der Entspannungsphase senken.
- hN: … beide Trainingsformen empfinden sie leicht, nehmen alle Pulsmessungen wahr und können ihren Puls bewusst während der Entspannungsphase senken.

4. Unterrichtsvoraussetzungen

4.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen

Die Lerngruppe, bestehend aus den Klassen 10.23 und 10.24, unterrichte ich seit Beginn des 1. Schulhalbjahres 2011/2012. Die Gesamtschüleranzahl beträgt 30 Schüler, wobei es sich um einen geschlechtergetrennten Unterricht (Sportunterricht für Jungen) handelt.

Die Klassenstärke der 10.23 liegt hierbei bei 15 Schülern, die der 10.24 ebenfalls bei 15 Schülern. Der Altersdurchschnitt liegt bei 15 Jahren.

Ein Schüler hat Asthma und darf, auf sein Signal hin, sich eine Ruhepause nehmen; ein β2 Sympathomimetika (Asthma-Spray) liegt jederzeit griff- und einsatzbereit in der Nähe.

Ich unterrichte die zusammengezogene Sportklasse zweimal pro Woche, wobei mir am Montag eine Einzel- und am Donnerstag eine Doppelstunde zur Verfügung steht.

Für die räumliche Realisierung meines Unterrichtsvorhabens steht mir an beiden Terminen, nebst der Nutzung des Sportplatzes, eine Hälfte der unteren Sporthalle zur Verfügung. Die Lernatmosphäre ist als sehr positiv einzuschätzen. Die Schüler gehen untereinander respektvoll, aufmerksam und fair miteinander um. In der Zeit meiner Observation wird kein Schüler ausgegrenzt oder diffamiert. Das Verhältnis zwischen mir und der Sportgruppe ist als positiv und konstruktiv einzuordnen.

In Bezug auf die körperliche und die damit einhergehende grob- wie auch feinmotorische Ausprägung lassen sich erhebliche Unterschiede ausmachen. Die Schüler befinden sich zurzeit in der Phase der Adoleszenz, einer ontogenetischen Phase, in der sie erheblichen hormonellen und damit korrelierend körperlichen Veränderungen unterworfen sind.

Dies macht sich in den verschiedenen Ausprägungen der Körpergröße, vor allem aber der Körperproportionen bemerkbar, welche auch in dieser Sportgruppe unübersehbar ist. Konditionell ist der Großteil der Gruppe auf einem guten Ausbildungsstand. Motivational und volitiv ist die Phase der Adoleszenz als diffizil anzusehen, da die Schüler oftmals den Spaß am Sport verlieren. Im emotionalen Bereich der geistig-seelischen Entwicklung orientieren sich die Schüler mehr an Gruppen außerhalb der Schule, sie knüpfen Kontakte zum anderen Geschlecht; sie unterliegen oft großen Stimmungsschwankungen und verhalten sich sehr spontan. In dieser Phase verlieren sie daher oft die Freude am Sport. Zur außerschulischen, sportlichen Freizeitgestaltung der Schüler: Nach einer Datenerhebung in Form eines Fragebogens am Anfang des Schuljahres, bezüglich des außerschulischen Sporttreibens in organisierter und freizeitlich gestalteter Form, ergibt sich folgendes Bild. Von den 30 Schülern treiben sechs aktiv im Verein, weitere sieben regelmäßig in ihrer Freizeit Sport. Der überwiegende Teil der Jungen bewegt sich laut eigenen Angaben „ab und zu“ in der Freizeit und sind meist sportlich nicht aktiv. Nach den Angaben der Schüler besuchen vier Schüler regelmäßig ein Fitnessstudio und sind daher besser in der Lage, Adaptationsauswirkungen des Körpers an stimulierendem Training darzustellen. Letztgenannter Schülerkreis weiß besonders um die Wichtigkeit des funktionalen und korrekten Aufwärmens und auf die exakte Ausführung von Beweglichkeits- und Kräftigungsübungen. Die beschriebene Auswertung der Ergebnisse lässt sich auch in dem stark differierenden sportlichen Leistungsvermögen hinsichtlich der motorischen und koordinativen Fertigkeiten beobachten. Es handelt sich bei dieser Sportklasse in leistungsmäßiger Hinsicht um eine heterogene Klasse, bezogen auf die eben angestrengten Beurteilungsparameter. In Bezug auf den konditionellen Ausbildungsstand (denn gerade dieser ist für die Unterrichtsreihe von Bedeutung) ist festzuhalten, dass sich die Schüler auf einem altersgemäß soliden konditionellen Ausbildungsstand befinden. Hierbei ist eine gewisse Heterogenität zu verzeichnen, doch ist diese nicht zu eklatant, als dass sie gesondert ausdifferenziert werden müsse. Alle Schüler sind in der Lage, ein durchgängiges Tempo (selbst gewählte Intensität) in einem mittleren Belastungsumfang zu halten, ohne die Belastung zu unterbrechen.

Hinsichtlich des Körpergewichts bestehen bei den Schülern keine Auffälligkeiten (gemessen nach dem BMI[15] ). Zwei Schüler sind jedoch als adipös einzustufen.

[...]


[1] Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport: Berliner Rahmenlehrplan Sport für die Sekundarstufe I, 1. Auflage, Berlin 2006.

[2] Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport: Berliner Rahmenlehrplan Sport für die Sekundarstufe I, 1. Auflage, Berlin 2006, S. 9.

[3] Vgl. ebd., S 50.

[4] Ebd., S. 10.

[5] Da es sich bei der Lerngruppe ausschließlich um eine Jungen-Sportklassen handelt, erübrigt sich der Hinweis auf die geschlechtsneutrale Verwendung des Terminus „Schüler“.

[6] Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport: Berliner Rahmenlehrplan Sport für die Sekundarstufe I, 1. Auflage, Berlin 2006, S. 13.

[7] Vgl. ebd., S. 50.

[8] Vgl. ebd.

[9] Vgl. ebd.

[10] Vgl. ebd.

[11] Vgl. ebd., S. 11.

[12] Vgl. ebd., S. 12.

[13] Die unterstrichenen Kompetenzen werden in dieser Stunde hervorgehoben.

[14] Einteilung der Niveaustufen in: nN=niedriges Niveau; mN=mittleres Niveau; hN=hohes Niveau.

[15] Der BMI (Body-Mass-Index) berechnet sich aus dem Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2]. Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht: (Körpergröße in m)2. Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Pulsmessung nach ausdauerfördernden Laufspielen und deren Auswertung
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
36
Katalognummer
V189710
ISBN (eBook)
9783656148166
ISBN (Buch)
9783656148173
Dateigröße
1542 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ausarbeitung zu meiner Examensstunde (Lehramt, 2. Staatsexamen) am 22.11.2011
Schlagworte
Ausdauer, Unterrichtsstunde, Examensstunde, Fitness, Unterrichtssequenz, Unterrichtseinheit, Unterrichtsbesuch, Sport, Sportdidaktik, Sportpädagogik
Arbeit zitieren
Peter Müller (Autor), 2011, Pulsmessung nach ausdauerfördernden Laufspielen und deren Auswertung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189710

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