Lehrversuch BwR "Skonto"


Unterrichtsentwurf, 2011

26 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1. Pädagogisch-psychologische Vorerwägungen

2. Sachanalyse

3. Didaktische Analyse
3.1 Lehrplanbezug
3.2 Lernziele

4. Methodische Analyse
Einstieg
Überleitung zum Thema
Thema der Stunde
Erarbeitung 1. Teillernziel
Sicherung 1. Teillernziel
Zwischensicherung 1. Teillernziel
Erarbeitung 2. Teillernziel
Sicherung 2. Teillernziel
Gesamtsicherung
Puffer
Hausaufgabe

5. Durchführung

6. Verzeichnis der Literatur

7. Verzeichnis der Internetquellen

8. Anhang – die Unterrichtsmaterialien

1. Pädagogisch-psychologische Vorerwägungen

Die Klasse 8 c besteht aus insgesamt 28 Schülern. Die Klasse 8 c unterrichte ich seit dem Beginn des Schuljahres. Aufgrund meiner bisherigen Unterrichtserfahrungen, kann die Mitarbeit der Schüler insgesamt als positiv bewertet werden. Die Schüler sind am Fach Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen interessiert. Der Großteil der Schüler lässt sich zur Mitarbeit motivieren. Andere Schüler beteiligen sich nur sehr wenig am Unterrichtsgeschehen und stören häufig den Unterricht. Diese müssen von der Lehrkraft durch gezielte Impulse und Ermahnungen in den Unterricht mit eingebunden werden. Bei den meisten Schülern ist auffällig, dass sie über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen und ein gutes Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge haben. Die Lehrkraft muss deshalb sehr darauf achten, dass sich auch die weniger aktiven Schüler am Unterrichtsgeschehen beteiligen und ihre Wortmeldungen einbringen können. Die Klasse neigt zur Unruhe, deshalb ist es notwendig Phasen der Einzelarbeit in den Unterricht zu integrieren. Dadurch kommt die Klasse oftmals wieder zur Ruhe.

2. Sachanalyse

Der Skonto gehört neben der Mängelrüge und dem Bonus zu den nachträglichen Preisnachlässen. Der Skonto kann nachträglich in Abzug gebracht werden, wenn vor dem Zahlungsziel (i.d.R.: 30-60 Tage) gezahlt wird.

Der Lieferer räumt dem Kunden diesen nachträglichen Preisnachlass ein, weil der Lieferer dann schneller seine Forderungen erhält und damit wieder liquide (flüssig) ist.

Unseren Kunden nutzt es auch, weil wir unsere Fertigerzeugnisse und Handelswaren billiger anbieten können, da wir unsere Werkstoffe und Handelswaren günstiger bezogen haben.

Wir profitieren davon, weil wir günstiger eingekauft haben. Außerdem ist vorteilhafter einen kurzfristigen Bankkredit aufzunehmen und unter Ausnutzung des Skontos zu zahlen, da der effektive Zinssatz des Skontos für 20-22 Tage im Vergleich zu einem Bankkredit unverhältnismäßig hoch ist.

Wir gehen im Rahmen der Just-in-Time-Produktion in der Schule von der aufwandsorientierten Buchung der Werkstoff- und Handelswareneinkäufe aus. Somit lautet das Rechenschema wie folgt :

Rechnungsbetrag (Betrag aus dem Konto 4400 VE)

- Bruttoskonto_______________________________

= Banküberweisung (2800 BK)

Dann muss noch die Vorsteuer anteilig berichtigt werden.

Bruttoskonto

- VORST (zur Zeit 19%)

= Nettoskonto

Dann muss der Nettoskonto auf den Konten Nachlässe (60X2 NX) gebucht werden. Die anteilige VORST auf 2600 VORST.

Somit lautet der Skontobuchungssatz wie folgt:

4400 VE (Rechnungsbetrag brutto) an 2800 BK (Überweisungsbetrag)

60X2 NX (Skonto netto)

2600 VORST (anteilige Vorsteuer)

(vgl. SCHMOLKE M., et al, 2010, S.137f; SCHMALEN H., et al, 2009, S. 302f WHITERTON JONES PUBLISHING LTD. (Hrsg.), 2011, S. 1)

3. Didaktische Analyse

3.1 Lehrplanbezug

Das Thema „Der Liefererskonto“ wird in der sechsstufigen Realschule in der 8. Jahrgangsstufe im dreistündigen Fach Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen durchgenommen. Im Lehrplan findet sich dieses Thema unter dem Punkt 8.2 „Beschaffung und Einsatz von Werkstoffen und Handelswaren“. (vgl.: BAYERISCHES STAATSMINITERIUM FÜR UNTERRICHT UND KULTUS (Hrsg.), 2001, S. 189)

Wir befinden uns beim zweiten Spiegelstrich „Einsatz von Werkstoffen und Handelswaren“. In der Vorstunde wurden die Mängelrüge und der Bonus als nachträgliche Preisnachlässe besprochen.

Unsere Stunde widmet sich dem Skonto. Die S. lernen Sinn und Zweck eines Liefererskontos kennen und können diesen Berechnen und Buchen.

In der Folgestunde werden wir die in den letzten Stunden durchgenommen Sachverhalte (Rücksendungen, Mängelrügen, Boni und Skonti) noch vertiefen und üben, um das Wissen über die Ferien zu erhalten.

3.2 Lernziele

Um einen möglichst großen Lerneffekt bei den Schülern zu erzielen ist es sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken über die eigentlichen Lernziele der Stunde machen. Durch das eindeutige formulieren von Lernzielen soll eine bessere Planung des Stundenablaufs sowie eine bessere Kontrolle des Stundenverlaufs während dem Unterrichten ermöglicht werden. Nach Mayer wird unter dem Begriff Lernziel die „sprachlich artikulierte Vorstellung über die durch Unterricht (oder andere Lehrveranstaltungen) zu bewirkende gewünschte Verhaltensänderung eines Lernenden“ verstanden (vgl. KESSLER, E. u. KRÄTZSCHMAR ,C. 1993, S. 80)

Das Hauptziel der Unterrichtsstunde „Skonto“ ist, dass die Schüler den Skonto sicher Berechnen und Verbuchen können.

1. Teillernziel: Die Schüler/innen wissen um den Sinn und Zweck des Skontos.
2. Teillernziel: Die Schüler/innen können den Skonto im Buchhaltungsprozess zeitlich eingliedern, sowie Berechnen und Verbuchen.

4. Methodische Analyse

Einstieg

Als Einstieg wird versucht, die S. auf den gleichen Stand zu leiten. Durch einen Zeitstrahl soll den S. der Ablauf (vom Angebot bis zur Zahlung) gezeigt werden. Dadurch sollen sie sich die zeitliche Reihenfolge besser einprägen können. Außerdem soll die Motivation, das Interesse und ggf. das Vorwissen der Schüler aktiviert werden.

Überleitung zum Thema

Die Lehrkraft leitet dann zum Thema der Unterrichtsstunde über: „Unser Chef Hans Glück möchte, dass wir unsere Werkstoffe und Handelswaren möglichst kostengünstig einkaufen. Deswegen zahlen wir vor dem Zahlungsziel unter Ausnutzung des Skontos. Unser Azubi ist krank, deswegen unterstützen wir ihm.“

Thema der Stunde

Der L. schreibt das Stundenthema „Der Skonto“ in diesem Fall nicht an die Tafel, da das gesamte Stundenthema anhand eines AB’s erarbeitet und gesichert wird. Dies ist für die S. eine zusätzliche Hilfe, da alles übersichtlich und ordentlich auf einem Blatt dargestellt wird. Außerdem können die S in Zukunft bei Unsicherheit immer nachschlagen. Ferner kommt mehr Ruhe in die Klasse, da nicht zwischen Tafel und OHP gewechselt wird.

Erarbeitung 1. Teillernziel

Durch das L-S-G wird geklärt, welchen Sinn der Skonto für uns, für unseren Lieferanten und unsere Kunden hat. Dadurch werden die S. motiviert, darüber mehr zu erfahren. Nach der mündlichen Erarbeitung wird ein AB ausgeteilt, worauf die Aufg. 1 von den S zu bearbeiten ist.

Sicherung 1. Teillernziel

Die S. sollen nun die eben erarbeiteten Gründe durch einen kleinen Lückentext aufschreiben und festigen.

Zwischensicherung 1. Teillernziel

Der Lückentext wird an der Folie verglichen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Lehrversuch BwR "Skonto"
Autor
Jahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V189729
ISBN (eBook)
9783656188261
ISBN (Buch)
9783656188520
Dateigröße
655 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lehrversuch, skonto
Arbeit zitieren
Thomas Windhoevel (Autor:in), 2011, Lehrversuch BwR "Skonto", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189729

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