Lehrprobe - Buchen von Umsatzerlösen


Unterrichtsentwurf, 2012

34 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1. Pädagogisch-psychologische Vorerwägungen

2. Sachanalyse

3. Didaktische Analyse
3.1 Lehrplanbezug
3.2 Lernziele

4. Methodische Analyse
Einstieg
Überleitung zum Thema
Thema der Stunde
Erarbeitung 1. Teillernziel
Sicherung 1. Teillernziel
Zwischensicherung 1. Teillernziel
Erarbeitung 2. Teillernziel
Sicherung 2. Teillernziel
Zwischensicherung 2. Teillernziel
Erarbeitung 3. Teillernziel
Sicherung 3. Teillernziel
Zwischensicherung 3. Teillernziel
Gesamtsicherung
Puffer
Hausaufgabe

5. Durchführung

6. Verzeichnis der Literatur

7. Verzeichnis der Internetquellen

8. Anhang – die Unterrichtsmaterialien

1. Pädagogisch-psychologische Vorerwägungen

Die Klasse 8 c unterrichte ich seit Beginn des Schuljahres. Sie besteht aus insgesamt 28 Schülern, davon 5 Jungen und 23 Mädchen. Aufgrund meiner bisherigen Unterrichtserfahrungen kann die Mitarbeit der Schüler insgesamt als positiv bewertet werden. Vor allem die Schüler A, B und C, D, E und F sind am Fach Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen interessiert. Der Großteil der Schüler lässt sich zur Mitarbeit motivieren. Andere Schüler, wie z. B. G, H und I, beteiligen sich nur wenig am Unterrichtsgeschehen und stören den Unterricht. Diese müssen von der Lehrkraft durch gezielte Impulse und Ermahnungen in den Unterricht mit eingebunden werden. Bei den meisten Schülern ist auffällig, dass sie über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen und ein gutes Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge haben. Die Lehrkraft muss deshalb sehr darauf achten, dass sich auch die weniger aktiven Schüler (z. B.: J, K, L) am Unterrichtsgeschehen beteiligen und ihre Wortmeldungen einbringen können. Die Klasse neigt oftmals zur Unruhe. Deshalb ist es notwendig Phasen der Einzelarbeit in den Unterricht zu integrieren. Dadurch kommt die Klasse wieder zur Ruhe. Es befinden sich zwei Schülerinnen (M und N) in der Klasse, die von der siebten Klasse Hauptschule in die achte Klasse Realschule übergetreten sind. Diese haben bis zum 31.01.2012 Nachholfrist. Ihre Leistungen in BwR und IT werden noch nicht bewertet. X und Y sind aufgrund einer Nachprüfung in die achte Jahrgangsstufe aufgerückt. Ihre BwR-Kenntnisse sind lückenhaft. Z ist Hochbegabung festgestellt worden, was sich in meinem Unterricht aber nicht bemerkbar macht. W weist Probleme im Redefluss auf. O ist seit 2008 am Hüftgelenk erkrankt und ist deswegen für längere Zeit krankheitsbedingt abwesend. Noch zu erwähnen ist, dass P letztes Jahr ihren Vater verlor und Q im Heim lebt.

2. Sachanalyse

Nach § 277 I HGB sind Umsatzerlöse „... Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Kapitalgesellschaft typischen Erzeugnissen und Waren sowie aus von für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Kapitalgesellschaft typischen Dienstleistungen nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer ...“ (WIRTSCHAFTSLEXIKON 24 (Hrsg.), 2012, S. 1)

Unter den Umsatzerlösen sind Einnahmen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu verstehen. Im Bereich des verarbeitenden Sektors ist das der Verkauf von eigenen Produkten und Handelswaren.

Der Verkauf von selbst hergestellten Erzeugnissen (Fertigerzeugnisse) und Handelswaren stellt für das Fertigungsunternehmen Hans Glück einen Ertrag dar. Deswegen werden Erlöse auf die Konten „5000 Umsatzerlöse für Fertigerzeugnisse und 5100 Umsatzerlöse für Handelswaren“ gebucht. Da es sich um Ertragskonten handelt und somit um eine Vermehrung des Ertrags, wird auf der Haben-Seite gebucht. Es wird „auf Ziel“ (Rechnung) geliefert. So werden gleichzeitig die Forderungen („2400 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“) erhöht. Verkäufe unterliegen der Umsatzsteuerpflicht. Die Umsatzsteuer in Höhe von 19% muss extra auf dem Konto 4800 Umsatzsteuer erfasst werden.

Der Buchungssatz (ohne Beträge) lautet wie folgt:

2400 FO an 5000 UEFE/5100 UEHW

4800 UST

Daraus folgt folgende T-Kontendarstellung (ohne Beträge):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. SCHMOLKE M., et al, 2010, S.144)

3. Didaktische Analyse

3.1 Lehrplanbezug

Das Thema „Buchen von Umsatzerlösen“ wird in der sechsstufigen Realschule in der 8. Jahrgangsstufe im dreistündigen Fach Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen behandelt. Im Lehrplan findet sich dieses Thema unter dem Punkt 8.3 „Verkauf von Fertigerzeugnissen und Handelswaren“. (vgl.: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UNTERRICHT UND KULTUS (Hrsg.), 2001, S. 348f.)

Wir befinden uns bei den Umsatzerlösen im Teilbereich „buchhalterische Erfassung der betrieblichen Leistungserstellung und von Handelswaren: Erlöse beim Verkauf von Fertigerzeugnissen und Handelswaren“. In der Vorstunde wurde die Angebotskalkulation als Grundschema zur Ermittlung des Verkaufspreises eingeübt.

Die vorliegende Stunde widmet sich den erforderlichen Buchungssätzen zum Verkauf von Fertigerzeugnissen und Handelswaren. Die Schüler können anhand einer Ausgangsrechnung den Geschäftsfall formulieren und den Buchungssatz hierzu bilden.

In der Folgestunde wird eine Stegreifaufgabe abgehalten. Außerdem werden Sofortrabatte beim Verkauf von Fertigerzeugnissen und Handelswaren besprochen.

3.2 Lernziele

Um einen möglichst großen Lerneffekt bei den Schülern zu erzielen, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken über die eigentlichen Lernziele der Stunde zu machen. Durch das eindeutige Formulieren von Lernzielen sollen eine bessere Planung des Stundenablaufs sowie eine bessere Kontrolle des Stundenverlaufs während des Unterrichtens ermöglicht werden. Nach Mayer wird unter dem Begriff Lernziel die „sprachlich artikulierte Vorstellung über die durch Unterricht (oder andere Lehrveranstaltungen) zu bewirkende gewünschte Verhaltensänderung eines Lernenden“ verstanden (vgl.: KESSLER, E. u. KRÄTZSCHMAR, C. 1993, S. 80)

Das Hauptlernziel der Unterrichtsstunde „Buchen von Umsatzerlösen“ ist, dass die Schüler die erforderlichen Buchungssätze beim Verkauf von Fertigerzeugnissen und Handelswaren anhand von Belegen richtig bilden können.

1. Teillernziel: Die Schüler lernen anhand eines Beleges ein neues Konto für das Verbuchen von Umsatzerlösen für Handelswaren kennen.
2. Teillernziel: Die Schüler reaktivieren ihr Vorwissen aus der 7. Jahrgangsstufe bezüglich des Verbuchens von Umsatzerlösen für Fertigerzeugnisse.
3. Teillernziel: Die Schüler festigen ihre Kenntnisse über das Buchen von Umsatzerlösen und können Umsatzerlöse für Fertigerzeugnisse sowie Umsatzerlöse für Handelswaren eindeutig voneinander unterscheiden.

4. Methodische Analyse

Einstieg

Die Schüler werden zum Einstieg mit einem stummen Impuls in Form einer Ausgangsrechnung (Beleg) konfrontiert, um sie für das Unterrichtsthema zu motivieren und um einen Praxisbezug herzustellen. Außerdem sollen das Interesse geweckt und das Vorwissen der Schüler aus der 7. Jahrgangsstufe aktiviert werden. Der Lehrer markiert anhand der Schülermeldungen sofort wichtige Daten des Belegs. Zur Veranschaulichung nimmt der Lehrer die Handelsware „Tischdecke“ aus dem Eingangsfall als originären Gegenstand mit in den Unterricht. Aufgrund eines nachfolgenden verbalen Impulses wird auf das Stundenthema übergeleitet.

Überleitung zum Thema

Die Lehrkraft leitet dann zum Thema der Unterrichtsstunde über: „Unser Chef Hans Glück möchte, dass wir unsere Auszubildende (Azubine Sabine) unterstützen, da sie in der Buchhaltung noch unsicher ist und bittet uns die angefallenen Ausgangsrechnungen zu bearbeiten.“ Zur Veranschaulichung werden die Vorgänge im Unternehmen anhand der Möbelfabrik Hans Glück besprochen. Zur Veranschaulichung arbeitet bei uns in der Buchhaltungsabteilung die Auszubildende Sabine mit, die oftmals unsere Hilfe benötigt.

Thema der Stunde

Der Lehrer schreibt das Stundenthema „Buchen von Umsatzerlösen“ an die Tafel, um es sofort fest zu fixieren.

Erarbeitung 1. Teillernziel

Nach den Daten des Belegs formulieren die Schüler den Geschäftsfall, den der Lehrer an der Tafel mitschreibt. Dann wird, nach einem verbalen Impuls des Lehrers, ein Schüler nach vorne gerufen, um den Buchungssatz mit Wortkarten zu bilden. Die Schüler lernen somit das neue Konto „5100 UEHW (Umsatzerlöse für Handelswaren)“ kennen. Wenn Schüler den Buchungssatz zuerst falsch bilden oder das Konto „5000 UEFE (Umsatzerlöse für Fertigerzeugnisse)“ verwenden, fragt der Lehrer die Klasse, ob jemand helfen kann. Dann werden die Buchungssätze in die erforderlichen T-Konten eingetragen. Die Schüler werden aufgefordert einen Merksatzsatz zu formulieren.

Im Tafelbild wird bewusst mit Farbdidaktik und Pfeilen gearbeitet, da so Zusammenhänge veranschaulicht werden können und den Schülern das Merken des Stoffes erleichtert wird. In BwR wird grün für die aktiven Bestandskonten und Aufwandskonten verwendet, da diese auf der Sollseite zunehmen und rot für die passiven Bestandskonten und Ertragskonten, da diese auf der Habenseite zunehmen.

Sicherung 1. Teillernziel

Der Lehrer erstellt aufgrund der Schülerantworten das Tafelbild, das die Schüler parallel dazu in ihren Schnellhefter übertragen. Der Lehrer wählt als Medium die Tafel, da hierbei in methodisch strukturierter Form der sachlogische Aufbau vom Beleg zu den T-Konten und die Abfolge der Lerninhalte einer Unterrichtseinheit sichtbar werden. (vgl. SCHILLER G., 2001, S.139)

Zwischensicherung 1. Teillernziel

Um das eben neu gelernte Konto und die dazugehörigen Buchungssätze zu Verkauf von Handelswaren zu festigen, sollen die Schüler auf einem Arbeitsblatt in Einzelarbeit die Buchungssätze den erforderlichen Geschäftsfällen zuordnen.

Erarbeitung 2. Teillernziel

Aufgrund eines Belegs über den Verkauf von Fertigerzeugnissen wiederholen die Schüler in Partnerarbeit ihr Vorwissen aus der 7. Jahrgangsstufe. Es wird dabei nach folgendem Schema vorgegangen: Beleg => Geschäftsfall => Buchungssatz. Es wird eine Partnerarbeit als Sozialform gewählt, da sich die Schüler gegenseitig helfen und unterstützen können.

Sicherung 2. Teillernziel

Der Lehrer füllt aufgrund der Schülerbeiträge die Folie aus und klärt gegebenenfalls noch Verständnisfragen.

Zwischensicherung 2. Teillernziel

Zur Teillernzielsicherung bekommen die Schüler einen Buchungssatz auf den Tageslichtprojektor gelegt. Sie sollen den möglichen vorangegangenen Geschäftsfall formulieren. Dies dient der kurzen Zusammenfassung für die Schüler. In Anbetracht der Zeit wird dies im Lehrer-Schüler-Gespräch und nicht in Einzel- oder Partnerarbeit durchgeführt.

Erarbeitung 3. Teillernziel

Die Schüler erhalten ein Arbeitsblatt mit verschiedenen Geschäftsfällen über den Verkauf von Fertigerzeugnissen und Handelswaren ausgeteilt, das sie mit ihrem Banknachbarn bearbeiten sollen. Die Schüler sollen entscheiden, ob Handelswaren oder Fertigerzeugnisse verkauft wurden und den erforderlichen Buchungssatz dazu bilden. Ein Schüler löst das Arbeitsblatt auf der Folie.

Sicherung 3. Teillernziel

Der Schüler präsentiert seine Lösung. Der Lehrer erläutert und verbessert gegebenenfalls. Außerdem wird auf Schülerfragen eingegangen.

Zwischensicherung 3. Teillernziel

Auf die Zwischensicherung wurde hier verzichtet, da das 3. Teillernziel bereits eine Übung darstellt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Lehrprobe - Buchen von Umsatzerlösen
Autor
Jahr
2012
Seiten
34
Katalognummer
V189730
ISBN (eBook)
9783656144342
ISBN (Buch)
9783656144502
Dateigröße
1406 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lehrprobe, buchen, umsatzerlösen
Arbeit zitieren
Thomas Windhoevel (Autor), 2012, Lehrprobe - Buchen von Umsatzerlösen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189730

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Lehrprobe - Buchen von Umsatzerlösen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden