Eignet sich das Modell des iTunes Music Stores auch für eine Trendwende
zugunsten von Online Music Stores in Deutschland? Wie hat sich der Markt in
den letzten Jahren entwickelt? Was differenziert das Angebot von Apple von
anderen Anbietern am Markt? Ist das Preismodell des iTunes Music Stores von 0,99 US-$
pro Song auf Deutschland übertragbar? Das Ziel dieser Arbeit ist es diese
Fragen mit einem Fokus auf den deutschen Markt zu beantworten und die
Entwicklung der nächsten zwei bis drei Jahre zu prognostizieren.
Gliederung
1 Einleitung
2 Marktentwicklung
2.1 Phonoindustrie
2.2 Filesharing
2.3 Online Vertrieb
3 Online Music Stores
3.1 Past
3.1.1 Music On Demand
3.1.2 musicdownload24
3.1.3 AOLmusik
3.2 Present
3.2.1 iTunes Music Store
3.2.2 Popfile
3.2.3 OD2/ Hotvision
3.2.4 Weblisten
3.2.5 EMusic
3.3 Future
3.3.1 PhonoLine
3.3.2 Napster 2.0
3.4 Fazit
4 Wirtschaftlichkeit
4.1 Wertschöpfungsstruktur
4.2 iTunes Music Store
4.3 99 Cent pro Song in Deutschland?
5 Phonomarkt 2005/2006
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, ob das Geschäftsmodell des iTunes Music Store von Apple eine Trendwende für den Online-Musikvertrieb in Deutschland herbeiführen kann, indem sie die Marktentwicklung, existierende Store-Konzepte und die wirtschaftliche Machbarkeit analysiert.
- Entwicklung des Phonographischen Marktes und die Auswirkungen von Filesharing
- Vergleich verschiedener Konzepte kommerzieller Online Music Stores
- Analyse der Wertschöpfungsstrukturen bei digitalem Musikvertrieb
- Übertragbarkeit des 99-Cent-Preismodells auf den deutschen Markt
Auszug aus dem Buch
3.2.1 iTunes Music Store
Am 28. April 2003 eröffnete Apple den iTunes Music Store, den Apple CEO Steve Jobs als das „erste wirklich funktionierende Musik-Download-System des digitalen Zeitalters“ angekündigte, der „besser als jeder andere Weg“ sei, „Musik zu erwerben“. Innerhalb von nur einer Woche verkaufte Apple an die Macintosh Benutzer in den USA über den iTunes Store mehr als eine Million Musiktitel. Wieso ist der iTunes Music Store gegenüber den anderen kommerziellen Musikdownload-Plattformen so erfolgreich?
Das Angebot des iTunes Music Stores umfasst über 200.000 Musiktitel aller fünf Majorlabels und wird fast täglich ergänzt. Da er fast alle aktuellen Mainstream-Musiktitel beinhaltet, stellt der iTunes Music Store gegenüber anderen Angeboten eine zentrale Anlaufstelle für den Musikkunden dar. Neben dem regulären Ausbau des Angebots der fünf Majorlabels zeigt Apple auch Engagement für die zahlreichen Independent-Labels, deren Musikrepertoire künftig zu den gleichen Konditionen in das Angebot integriert werden sollen. Im Gegensatz zum allgemeinen Teeniemusik-Trend in der Phonoindustrie, fokussiert Apples Plattform in erster Linie die Zielgruppe der Erwachsenen US-Amerikaner.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt das Problem des sinkenden Umsatzes der Phonoindustrie durch Filesharing dar und leitet die Forschungsfrage zur Trendwende durch den iTunes Music Store ein.
2 Marktentwicklung: Analysiert den historischen Rückgang des Musikmarktes, den Einfluss von Filesharing-Netzwerken und die Versäumnisse der Industrie beim Aufbau digitaler Angebote.
3 Online Music Stores: Bewertet verschiedene vergangene, gegenwärtige und zukünftige Geschäftsmodelle von Online-Musikplattformen hinsichtlich Angebot, Preis, DRM und Benutzerfreundlichkeit.
4 Wirtschaftlichkeit: Untersucht die Wertschöpfungsketten des digitalen Musikvertriebs und prüft kritisch, ob das US-amerikanische 99-Cent-Preismodell unter deutschen Marktbedingungen profitabel wäre.
5 Phonomarkt 2005/2006: Prognostiziert die weitere Marktentwicklung und die Konkurrenzsituation zwischen verschiedenen Anbietern in den kommenden zwei bis drei Jahren.
6 Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Preisanpassungen und einer Einigung mit der GEMA für einen nachhaltigen Erfolg.
Schlüsselwörter
Musikindustrie, iTunes Music Store, Filesharing, Online-Musikvertrieb, PhonoLine, DRM, Wertschöpfungskette, 99-Cent-Modell, GEMA, Musikdownloads, Digital Rights Management, Online Music Stores, Apple, Majorlabels, Marktprognose
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation des digitalen Musikmarktes und analysiert, ob kommerzielle Online-Plattformen eine Trendwende im Wettbewerb gegen illegale Filesharing-Netzwerke einleiten können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Marktentwicklung der Phonoindustrie, die Analyse bestehender digitaler Musikshops sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen für den legalen Online-Musikverkauf.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Erfolgsfaktoren des iTunes Music Store zu identifizieren und zu untersuchen, ob dieses Modell auf den deutschen Markt übertragbar ist, um den Umsatzrückgang der Musikbranche zu stoppen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung und einen Vergleich verschiedener Geschäftsmodelle, basierend auf Literaturrecherchen und Marktdaten, um die Faktoren Angebot, Preisgestaltung, DRM-Systeme und Benutzerfreundlichkeit zu evaluieren.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der vergangenen Marktsituation, eine detaillierte Gegenüberstellung aktueller Musikdienste und eine wirtschaftliche Analyse der Wertschöpfungsketten und Preiskalkulationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Kernbegriffe sind unter anderem Musikindustrie, Online Music Stores, Filesharing, Wertschöpfungskette, DRM und das Preismodell von Musikdownloads.
Welche Rolle spielt das DRM-System bei Apples Erfolg?
Das DRM-System „Fair Play“ wird als maßgeblich für den Erfolg bewertet, da es im Vergleich zu Konkurrenzangeboten moderater ist und dem Käufer eine echte Nutzungserfahrung sowie Besitzrechte am Musiktitel vermittelt.
Warum ist das 99-Cent-Modell in Deutschland schwer umsetzbar?
Die Arbeit erläutert, dass Faktoren wie die in der EU anfallende Mehrwertsteuer, deutlich höhere GEMA-Gebühren für die Online-Distribution und höhere Payment-Kosten das Modell unter deutschen Bedingungen für die Labels wirtschaftlich schwierig bis unmöglich machen.
- Quote paper
- Sven Koerbitz (Author), Sönke Petersen (Author), 2003, Apples iTunes Music Store - Ein Modell für eine Trendwende in Deutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18974