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Unterrichtsstunde: Sprachpflege Unwort des Jahres

Unterrichtsentwurf im Fach Deutsch für die gymnasiale Oberstufe

Titel: Unterrichtsstunde: Sprachpflege Unwort des Jahres

Unterrichtsentwurf , 2012 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Isabell Seitenglanz (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es handelt sich um einen sehr guten Unterrichtsentwurf für die gymnasiale Oberstufe im Fach Deutsch. Das Thema Sprachpflege wird anhand der Aktion "Unwort des Jahres" beispielhaft erarbeitet. Es werden Zielformulierungen, Materialien und ein detaillierter Verlaufsplan zur Verfügung gestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Schriftliche Planung für den vierten Unterrichtsbesuch im Fach Deutsch

1.1 Thema der Unterrichtsreihe

1.2 Thema der Unterrichtsstunde

1.3 Stundenziel

1.4 Teilziele

2. Arbeitsmaterialien

2.1 M 1: Unwörter des Jahres – eine sinnvolle Initiative?!

2.2 M 2: Die Aktion »Unwort des Jahres«

2.3 M 3 (Text): Wiglaf Droste: Rat und Unrat, Wort und Sinn

3. Unterrichtsentwurf

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die kritische Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Sprachpflege-Aktion „Unwort des Jahres“. Dabei sollen sie die Argumentationsweise eines kritischen Textes analysieren, eigene Positionen dazu entwickeln und die Sinnhaftigkeit der Initiative vor dem Hintergrund der Sprachsensibilisierung bewerten.

  • Analyse von Argumentationsgängen in Sachtexten
  • Kritische Reflexion gesellschaftlicher Sprachpflege-Institutionen
  • Untersuchung von Sprachwandel und Sprachbewusstsein
  • Bewertung sprachlicher Darstellungsweisen (z. B. Ironie, Parodie)
  • Erstellung einer textgebundenen Erörterung

Auszug aus dem Buch

Wiglaf Droste: Rat und Unrat, Wort und Sinn

Jedes Jahr im Januar wird eine der hässlichsten Wortschöpfungen deutscher Zunge auf den Markt gefeuert: das „Unwort des Jahres“. Der Erfinder dieses Wortgetüms, Horst-Dieter Schlosser, hängt dem Glauben an, dass man Unrat am besten dadurch zurückdränge, indem man ihn in einem möglichst großen Ventilator werfe. Dass er selber anschließend reichlich besprenkelt dasteht und schlecht riecht, fällt ihm nicht auf oder stört ihn nicht; Hauptsache, er hat seinen Auftritt als Unhold des Jahres.

Für 2008 hat der Frankfurter Sprachnachtwächter die Formulierung „notleidende Banken“ als besonders verwerflich ausauguriert. Die Formulierung stelle das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise auf den Kopf, heißt es in der drolligen Begründung: „Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.“ Was soll man dazu sagen außer: Heul doch!

Simulation hat viele Gesichter; das turnusmäßige Mahnen und Warnen zählt zu den unangenehmsten davon. Mit schlecht gespielter Naivität bemängelt Schlosser, dass die wirtschaftliche und politische Geschäftsordnung auch in einer ihr adäquaten Sprache abgefasst ist. Für die sensationell umwerfende Erkenntnis, dass PR-Sprachregelungen nicht der Wahrheitsfindung dienen, wird er dereinst das Bundesverdienstbändchen bekommen, falls er es nicht schon hat.

Zusammenfassung der Kapitel

Schriftliche Planung für den vierten Unterrichtsbesuch im Fach Deutsch: Dieses Kapitel definiert das Thema der Unterrichtsreihe, nennt das spezifische Stundenziel sowie kognitive, instrumentelle und soziale Teilziele für die Lernenden.

Arbeitsmaterialien: Dieser Abschnitt umfasst die für den Unterricht notwendigen Quellen, darunter historische Beispiele für Unwörter, Informationen zur Funktionsweise der Jury sowie den Sachtext von Wiglaf Droste.

Unterrichtsentwurf: Hier wird der tabellarische Verlaufsplan der Stunde dargestellt, welcher die Phasen von der Einstiegsphase bis zur abschließenden Transferleistung detailliert gliedert.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Sprachbewusstsein, Unwort des Jahres, Sprachpflege, Rhetorik, Argumentationsanalyse, Wiglaf Droste, Diskurs, Sprachkritik, politische Sprache, Medienethik, Erörterung, Sprachsensibilität, Menschenwürde, Demokratieverständnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung der Initiative „Unwort des Jahres“ im Rahmen des Deutschunterrichts der 13. Jahrgangsstufe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf Sprachwandel, Sprachbewusstsein, der Analyse politischer Kommunikation und der kritischen Reflexion von Sprachpflege-Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Die Lernenden sollen lernen, die Aktion „Unwort des Jahres“ kritisch zu hinterfragen, indem sie die Argumentation eines Sachtextes analysieren und eigene Pro- und Kontra-Argumente abwägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erörterung verwendet?

Es wird eine textgebundene Erörterung als Methode genutzt, um den Argumentationsgang des Autors Wiglaf Droste systematisch zu untersuchen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil des Materials behandelt?

Der Hauptteil besteht aus einer Materialsammlung, die historische Unwörter auflistet, die Grundsätze der Jury erläutert und den polemischen Text von Wiglaf Droste präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sprachkritik, Argumentationsanalyse, Sprachwandel und die ethische Bewertung von Sprachgebrauch in Politik und Wirtschaft.

Wie bewertet Wiglaf Droste in seinem Text die Aktion „Unwort des Jahres“?

Droste äußert sich sehr kritisch und wirft den Initiatoren Naivität sowie eine ineffektive, kabarettistische Herangehensweise vor, die das eigentliche Problem nicht löse.

Welche Rolle spielt die „Darstellungsweise“ des Autors für die Analyse?

Die Schüler sollen untersuchen, welche rhetorischen Mittel (z. B. Ironie, Parodie) Droste verwendet, um seinen Standpunkt zu unterstreichen und die Initiatoren der Aktion zu diskreditieren.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Sprachpflege Unwort des Jahres
Untertitel
Unterrichtsentwurf im Fach Deutsch für die gymnasiale Oberstufe
Note
1,0
Autor
Isabell Seitenglanz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V189812
ISBN (eBook)
9783656143079
ISBN (Buch)
9783656143277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schule Unterricht Deutsch Oberstufe Zentralabitur Entwurf Sprache Sprachpflege Sprachbewusstsein Unterrichtsbesuch Sprachkritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabell Seitenglanz (Autor:in), 2012, Unterrichtsstunde: Sprachpflege Unwort des Jahres, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189812
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Leseprobe aus  10  Seiten
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