Eine der wohl einflussreichsten und prägendsten Personen der Antike wurde am 23. September 63 v. Chr. in Rom geboren. Als Sohn von Atia und Octavius sollte der spätere, erste römische Kaiser Augustus in seinen fast 77 Lebensjahren die römische Geschichte grundlegend prägen. Augustus war der Adoptivsohn und Haupterbe Caesars, der 44 v. Chr. einem Attentat zum Opfer fiel und Augustus ein zerrüttetes Reich hinter-ließ, das Augustus in vielen Kriegs- und Friedensjahren wiederaufbaute. Für seine Taten wurde Augustus von seinem Volk geliebt, bekam mit Augustus – in ursprünglicher Bedeutung etwa „Der Erhabene“ – und pater patriae zwei Ehrentitel verliehen, eine Vielzahl an Skulpturen und Kunstwerken gewidmet – so auch die Ara Pacis, ein Friedenstempel auf dem Marsfeld – und ist somit zu einer der bedeutendsten historischen Figuren geworden, für die sich die moderne Geschichtsforschung stark interessiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Abstammung des Augustus
2.1 Die Ahnentafel der Octavier
2.2 Atia und Octavius – die Eltern des Augustus
3 Augustus
3.1 Die Jugend und Erziehung im Haus der Mutter
3.2 Die wichtigsten Eckpunkte in der Karriere
4 Der Einfluss der Octavier
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die familiäre Herkunft des ersten römischen Kaisers Augustus sowie den Einfluss seiner leiblichen Eltern, Atia und Octavius, auf seinen späteren Lebensweg und seine politische Karriere. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit die Abstammung und die Erziehung im Haus der Mutter zur Entwicklung des späteren Kaisers beigetragen haben.
- Historische Aufarbeitung der Ahnentafel der Familie Octavius.
- Analyse der Rolle von Atia bei der Erziehung und Förderung von Augustus.
- Kritische Quellenbewertung antiker Berichte (u.a. Sueton, Nikolaos von Damaskus, Cassius Dio).
- Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen tatsächlicher Herkunft und der von Augustus propagierten Abstammung von Caesar.
- Beurteilung des Einflusses der familiären Verbindungen auf den Aufstieg zur Macht.
Auszug aus dem Buch
Die Jugend und Erziehung im Haus der Mutter
„Geboren wurde Augustus unter den Konsuln M. Tullius Cicero und C. Antonius am 23. September kurz vor Sonnenaufgang in der Gegend des Palatins ‚Bei den Rindsköpfen‘“, so Sueton über Augustus‘ Geburt. Bereits in jungen Jahren konnte der spätere Kaiser in Rom für Aufsehen sorgen, indem er öffentliche Reden hielt und dabei ein besonderes Talent bewies, so Nikolaos von Damaskus über den jungen Augustus. Die Erziehung, die Augustus im Haus seiner Mutter genoss, war hart und streng. Atia war sehr auf die Leistung ihres Sohnes bedacht und verbot ihm unter anderem das Besuchen der Hauptstadt bis auf eine Ausnahme: „In seinem zwölften Lebensjahr hielt [Augustus] vor der Versammlung des Volkes die Lobrede auf seine verstorbene Großmutter Iulia.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Person des Augustus, Vorstellung der zentralen antiken Quellengattungen und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit hinsichtlich der familiären Herkunft.
2 Die Abstammung des Augustus: Untersuchung der familiären Wurzeln der Octavier, ihrer sozialen Stellung und der spezifischen Rollen der Eltern Atia und Gaius Octavius.
3 Augustus: Beleuchtung der frühen Jahre, der Erziehung durch die Mutter sowie ein Überblick über die entscheidenden Wendepunkte in seiner politischen Karriere nach dem Tod Caesars.
4 Der Einfluss der Octavier: Diskussion darüber, welchen tatsächlichen Stellenwert die biologische Familie im Vergleich zur ideologisch betonten Abstammung von Caesar für das Selbstverständnis des Kaisers hatte.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Quellenlage und der Erkenntnis, dass die Familie zwar eine Rolle spielte, die Quellen aber häufig von politischer Propaganda verzerrt sind.
Schlüsselwörter
Augustus, Octavier, Atia, C. Octavius, Caesar, Antike, Rom, Ahnentafel, Erziehung, Prinzipat, Quellenkritik, Propagandistische Taktik, Senat, Römische Geschichte, Cursus Honorum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die familiäre Herkunft des ersten römischen Kaisers Augustus und analysiert, welchen Einfluss seine leiblichen Eltern auf seine Entwicklung und spätere Karriere hatten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Ahnentafel der Familie Octavius, die Erziehung des jungen Augustus im Haus seiner Mutter Atia sowie die kritische Auswertung antiker Quellen zu seiner Herkunft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die tatsächliche Herkunft des Kaisers von der von ihm propagierten Abstammung abzugrenzen und den Einfluss seines familiären Umfelds auf den Aufstieg zur Macht zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse und den Vergleich antiker Quellenschriften, insbesondere von Sueton, Nikolaos von Damaskus und Cassius Dio, unter Berücksichtigung moderner historischer Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die genealogische Herkunft, die Erziehungssituation im Elternhaus, die wichtigsten Karrierestationen des Augustus sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung seiner Herkunft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Augustus, die Familie der Octavier, Atia, C. Octavius, politische Karriere, Quellenkritik und der Einfluss der Abstammung auf das Prinzipat.
Warum war die Quellenlage für den Autor schwierig?
Die antiken Geschichtsschreiber mussten sich oft auf Gerüchte stützen, und Augustus selbst veränderte oder verschwieg Fakten über seine Herkunft, um seine Abstammung von Caesar stärker zu betonen.
Welche Rolle spielte die Mutter Atia bei der Erziehung?
Atia war sehr leistungsorientiert und streng; sie förderte Augustus gezielt und sorgte für eine Ausbildung, die ihn später befähigte, taktisch und militärisch klug zu agieren.
Wie reagierte Augustus auf seine tatsächliche Abstammung?
Augustus betonte zu Lebzeiten bevorzugt seine Rolle als „Sohn des Vergöttlichten“ (Divi filius) und mied in späteren Jahren die Verwendung seines ursprünglichen Namens Octavius.
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- Stefan Voßen (Autor), 2011, Die Familie der Octavier und ihr Einfluss auf die Karriere des Augustus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189825