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Herren mit Chaperon

Eine Gesellschaft im Werdegang am Beispiel von Jan van Eycks Porträts

Titre: Herren mit Chaperon

Essai , 2008 , 25 Pages

Autor:in: Dr. Marina Deco (Auteur)

Art - Histoire de l'art
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Einerseits ermöglichte die verbesserte wirtschaftliche Lage weiteren Oberschichten der Gesellschaft, sich der Kunst zu nähern und dadurch sich selbst öffentlich kundzutun. Andererseits hatte sich das Interesse von einer in ihren Grundzügen fast erstarrten traditionellen Kunst der Buch- oder Wandmalerei auf eine eher lebenswahre Darstellung der bunten Wirklichkeit verlagert. Das heißt, die Porträtierung war nicht länger ein Herrscherprivileg.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Anmerkungen über eine besondere Jahrhundertwende.

1.1. Das Stadtwesen in den Flandern um die Jahrhundertwende.

1.2. Die Gesellschaft um Jan van Eyck.

1.2.1. Höflinge in pectore.

2. Der Hofmaler der Bürgerwelt: Jan van Eyck.

2.1. Einige repräsentative Porträts.

2.1.1. Das Porträt des Kardinals Albergati, 1431-32.

2.1.2. Herren en chapperon.

2.1.3. Noch ein chapperon: Giovanni Arnolfini.

3. Schlußfolgerung.

4. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Transformation im ausgehenden Mittelalter und analysiert, wie die Porträtkunst von Jan van Eyck als Medium zur Selbstoffenbarung und sozialen Statusdarstellung der aufstrebenden bürgerlichen Schichten diente.

  • Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Stadtwesens in Flandern.
  • Die Rolle des Porträts als Zeichen persönlicher Identität und gesellschaftlichen Aufstiegs.
  • Jan van Eyck als Hofmaler und Chronist einer sich wandelnden Welt.
  • Die Analyse spezifischer Porträts als Ausdruck von Status, Macht und Individualität.
  • Der Einfluss der "Ars nova" auf die visuelle Wahrnehmung der Realität.

Auszug aus dem Buch

2. Der Hofmaler der Bürgerwelt: Jan van Eyck.

Der um die Jahrhundertwende tätige Künstler übte seine Fertigkeit zugunsten der aufstrebenden und künftigen vornehmen Bürger; er mußte sich auch von den Kirchen- und Adelsaufträgen befreien können, die ihn öfters zwangen, von einer Abtei oder einer Stadt zur anderen, oder von einem Schloß zum nächsten zu reisen. Er nahm sein kulturelles Feedback mit sich, bzw. die ästhetischen Grundzüge einer untergehenden Kultur der Leichtigkeit und Geziertheit, die immer noch als hauptsächliche Stilcharakteristiken auftraten.

Die Künstler jener Epoche, die unter dem Namen „internationale Gotik“ bekannt wurde, gingen von der zeitgenössischen Literatur und von ihrer Narratemen aus und entwickelten sie zu ihrem höchsten Grad bis zur Desemantisierung ihrer theologischen Ausdruckskraft. Es war eine Projizierung eines werdenden Standes in eine verklärte Welt, und dieses Verfahren wird auch Jan van Eyck der Madonna am Brunnen zugrundelegen.

Die Jungfrau Maria zeigt sich in einer symbolischen Gartenanlage, vollkommener Wiederholung eines wirklichen Innengartens und als Kulisse wird ein reales Modell in jeder Einzelheit widerspiegelt; nichtsdestoweniger wurde sie mit Kodierungselementen fast überschüttet: Solche Abbildungen waren für eine geschlossene und durch ihre Ausbildung, Lektüren und modus vivendi befähigte Gesellschaft bestimmt, die mit dem Textinhalt vertraut war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anmerkungen über eine besondere Jahrhundertwende.: Dieses Kapitel beleuchtet die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen des ausgehenden Mittelalters sowie das aufstrebende Stadtwesen, das den Nährboden für die neue Kunstauffassung bildete.

2. Der Hofmaler der Bürgerwelt: Jan van Eyck.: Hier wird Jan van Eycks Schaffen analysiert, wobei besonders die Porträtkunst als Medium zur Dokumentation und Repräsentation bürgerlicher Ambitionen hervorgehoben wird.

3. Schlußfolgerung.: Das Kapitel fasst zusammen, dass van Eycks Porträts über das rein Künstlerische hinaus als wichtige zeitgeschichtliche Dokumente fungieren, die den Wandel der Gesellschaft und das Selbstverständnis des Individuums widerspiegeln.

Schlüsselwörter

Jan van Eyck, Flämische Malerei, Ars nova, Porträtkunst, Flandern, Gesellschaft im Wandel, Poorterie, Bürgertum, Statusdarstellung, Mittelalter, Identität, Herrscherprivileg, Selbstoffenbarung, Bildnis, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Wandel im Flandern des 15. Jahrhunderts und die maßgebliche Rolle, die die Porträtmalerei von Jan van Eyck bei der Etablierung eines neuen bürgerlichen Selbstbewusstseins spielte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der Aufstieg des städtischen Bürgertums (Poorterie), die soziale Funktion von Kunst als Status-Symbol sowie die technologische und künstlerische Innovation der Porträtmalerei als Instrument der Identitätsstiftung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Porträt im Werk von Jan van Eyck vom elitären Herrscherprivileg zu einem Medium wurde, das den sozialen Status und die Individualität aufstrebender bürgerlicher Akteure dokumentiert und legitimiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine kunsthistorische Analyse, ergänzt durch eine sozio-ökonomische Untersuchung, basierend auf zeitgenössischen Texten und einer detaillierten Auseinandersetzung mit den Werken van Eycks.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Jahrhundertwende sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Porträts, darunter das Kardinalsporträt Albergatis, der „Mann mit der Nelke“ und das Arnolfini-Porträt, um die neuen Bildkonventionen zu verdeutlichen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Poorterie“, „Ars nova“, „Statuskonkurrenz“, „Selbstoffenbarung“ und „internationale Gotik“ charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt dem „Chapperon“ in den untersuchten Porträts zu?

Das Chapperon wird als zentrales Element der höfischen Mode analysiert, das von bürgerlichen Auftraggebern übernommen wurde, um ihren sozialen Aufstieg zu unterstreichen und ihre Zugehörigkeit zu einer gehobenen Schicht zu signalisieren.

Warum spielt die „Admiratio“ in Bezug auf das Bildnis des Kanzlers Rolin eine Rolle?

Der Autor argumentiert, dass van Eyck durch die phantastische Arrangement-Technik in der „Thronenden Madonna“ eine Art Huldigung an Flandern schafft, die das Selbstbewusstsein der Stadt und des Kanzlers politisch-demonstrativ inszeniert.

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Résumé des informations

Titre
Herren mit Chaperon
Sous-titre
Eine Gesellschaft im Werdegang am Beispiel von Jan van Eycks Porträts
Université
University of Constance
Cours
Rigorosum
Auteur
Dr. Marina Deco (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
25
N° de catalogue
V189826
ISBN (ebook)
9783656141334
ISBN (Livre)
9783656141723
Langue
allemand
mots-clé
Portätmalerei; Flämische Malerei; Van Eyck; Chapperon; Kunstgeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Marina Deco (Auteur), 2008, Herren mit Chaperon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189826
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Extrait de  25  pages
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