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Der Volksentscheid zur Hamburger Schulreform 2010

Eine kritische Analyse

Title: Der Volksentscheid zur Hamburger Schulreform 2010

Scientific Essay , 2011 , 13 Pages

Autor:in: B.A. Mathis Diemer (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Um ein flächendeckendes Bewusstsein für ein Mehr an direktem Einfluss zu gewährleisten, ist es notwendig eine Reihe von Voraussetzungen zu schaffen. Entsprechende Schritte müssen sowohl von Seiten der Politik, als auch von Seiten der Bürgerinnen und Bürger unternommen werden. Man muss sich darüber bewusst sein, dass die entsprechenden Maßnahmen in einen Prozess eingebettet sind, der schrittweise vollzogen werden muss. Grundlegende Veränderungen können nicht von einem Tag auf den anderen beschlossen werden, sondern bedürfen konstanter Beobachtung, Analyse und Kommunikation.

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Eckpunkte der Schulreform

2. Von der Volksinitiative zum Volksentscheid

2.1 Die Volksinitiative „Wir wollen lernen!“

2.2 Das Volksbegehren

2.3 Die Gegeninitiative „Chancen für alle – Die Schulverbesserer“

2.4 Der „Wahlkampf“ der Konfliktparteien vor dem Volksentscheid

2.5 Der Volksentscheid

3. Bewertung

3.1 Die Abschaffung des Elternwahlrechts

3.2 Die mangelnde Mobilisierungsfähigkeit der Hamburgischen Bürgerschaft

3.3 Der Umgang der schwarz-grünen Koalition mit den Reformgegnern

3.4 Exklusion der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund

4. Wie kann den politischen und verfahrenstechnischen Herausforderungen begegnet werden?

4.1 Inklusive Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik

4.2 Netzwerkbildung durch reflexive Institutionalisierung

4.3 Adäquate Bürgervertretung in allen Stadtteilen

4.4 Bürgerforen nach dem Open-Space Konzept

4.5 Politische Bildungsarbeit im Sinne des Empowerment-Ansatzes

4.6 Gesetzlich festgelegte Inklusion von Migranten_innen

4.7 Förderprogramme für gesellschaftliches Engagement und Volksinitiativen.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Volksentscheid zur Hamburger Schulreform 2010 unter besonderer Berücksichtigung der politischen Partizipation, der sozialen Ungleichheit und verfahrenstechnischer Mängel. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie direktdemokratische Prozesse inklusiver gestaltet und die politische Teilhabe über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg gestärkt werden kann.

  • Analyse des Ablaufs der Hamburger Schulreform von der Volksinitiative bis zum Volksentscheid.
  • Untersuchung der sozialen Dimensionen und der ungleichen Wahlbeteiligung in verschiedenen Stadtteilen.
  • Kritische Würdigung der Kommunikationsstrategie der schwarz-grünen Koalition.
  • Entwicklung von Reformvorschlägen für eine gerechtere politische Partizipation (u.a. Inklusion, Mediation, Empowerment).
  • Reflexion über die Rolle des Elternwahlrechts und die Exklusion von Menschen mit Migrationshintergrund.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Abschaffung des Elternwahlrechts

Als problematisch an der Schulreform wurde vor allem die Abschaffung des Elternwahlrechts angesehen. Diese Regelung rief bei vielen Eltern Proteste hervor. Man sah sich um die Einflussnahme auf die bestmögliche Ausbildung seiner Kinder betrogen, da die Möglichkeit, ein Kind auch ohne Empfehlung aufs Gymnasium zu schicken damit mehr als deutlich beschnitten wurde. Die schwarz-grüne Koalition hatte die Tragweite dieser Veränderung offensichtlich stark unterschätzt und damit die Aussicht auf Erfolg der eigenen Reform torpediert. Ein deutliches Anzeichen dafür, dass es den politischen Akteuren der schwarz-grünen Koalition nicht gelungen ist, die grundsätzlich sinnvollen und durchaus sozialpolitischen Veränderungen im Hamburger Schulsystem adäquat zu kommunizieren. Die Begehren vieler Bürgerinnen und Bürger blieben durch die Abschaffung des Elternwahlrechts unbeachtet. Die Abschaffung des Elternwahlrechtes kann aus objektiver Sicht als undurchdacht bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Eckpunkte der Schulreform: Dieses Kapitel skizziert die geplanten Änderungen an Hamburger Schulen, wie die Einführung der Stadtteilschule und die Abschaffung des Elternwahlrechts.

2. Von der Volksinitiative zum Volksentscheid: Es wird der chronologische Prozess von der Gründung der Initiative „Wir wollen lernen!“ über das Volksbegehren bis hin zur Durchführung des Volksentscheids im Juli 2010 beschrieben.

3. Bewertung: Hier erfolgt eine kritische Analyse des Volksentscheids hinsichtlich der geringen Wahlbeteiligung in sozial benachteiligten Stadtteilen sowie der politischen und verfahrenstechnischen Defizite.

4. Wie kann den politischen und verfahrenstechnischen Herausforderungen begegnet werden?: Dieses Kapitel schlägt konkrete Maßnahmen vor, um Inklusion, Partizipation und die soziale Gerechtigkeit in direktdemokratischen Verfahren nachhaltig zu verbessern.

Schlüsselwörter

Volksentscheid, Hamburger Schulreform, Elternwahlrecht, politische Partizipation, soziale Ungleichheit, direkte Demokratie, Volksinitiative, Inklusion, Wahlbeteiligung, Empowerment, Bildungspolitik, Migrationshintergrund, Sozialpolitik, reflexive Institutionalisierung, Bürgerbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Volksentscheid zur Hamburger Schulreform im Jahr 2010 und untersucht kritisch die politischen sowie sozialen Hintergründe dieses direktdemokratischen Prozesses.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Bildungsreformen, die soziale Selektivität bei Abstimmungen, der Umgang der Politik mit Bürgerprotesten und die Frage der politischen Inklusion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Mängel des Abstimmungsverfahrens zu identifizieren und Reformvorschläge zu entwickeln, um politische Teilhabe für alle Bürger, unabhängig von ihrer sozialen Lage oder Herkunft, zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Politikfeldanalyse, bei der Daten zur Wahlbeteiligung mit sozioökonomischen Faktoren verknüpft und theoretische Konzepte der Mediation und des Empowerments angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Ablauf des Volksentscheids, bewertet die Fehler der schwarz-grünen Koalition bei der Kommunikation und Mobilisierung und diskutiert notwendige strukturelle Reformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Volksentscheid, soziale Ungleichheit, politische Partizipation, Inklusion, Elternwahlrecht und Bürgerbeteiligung.

Welchen Einfluss hatte das Elternwahlrecht auf den Ausgang des Volksentscheids?

Die Abschaffung des Elternwahlrechts war einer der Hauptgründe für den starken Widerstand gegen die Reform, da viele Eltern sich in ihrer Wahlfreiheit zur Förderung ihrer Kinder eingeschränkt fühlten.

Warum wird im Text die niedrige Wahlbeteiligung in Stadtteilen wie Billbrook thematisiert?

Dies wird thematisiert, um auf die soziale Selektivität direktdemokratischer Instrumente hinzuweisen, bei denen sich Menschen aus sozial schwachen Milieus häufiger von politischen Prozessen fernhalten.

Welche Rolle spielen Menschen mit Migrationshintergrund bei der Argumentation der Arbeit?

Die Arbeit kritisiert, dass ein großer Teil der Bevölkerung aufgrund fehlenden Stimmrechts von der Mitgestaltung ausgeschlossen wurde, was aus demokratietheoretischer Sicht als verfahrenstechnischer Missstand betrachtet wird.

Wie könnten künftige Volksinitiativen laut Autor fairer gestaltet werden?

Es wird unter anderem die Einrichtung von Förderprogrammen für sozial schwächere Initiativen und die Einbindung von Mediationsverfahren gefordert, um einen fairen Wettbewerb der Argumente zu gewährleisten.

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Details

Title
Der Volksentscheid zur Hamburger Schulreform 2010
Subtitle
Eine kritische Analyse
Author
B.A. Mathis Diemer (Author)
Publication Year
2011
Pages
13
Catalog Number
V189832
ISBN (eBook)
9783656141952
ISBN (Book)
9783656142157
Language
German
Tags
volksentscheid hamburger schulreform eine analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Mathis Diemer (Author), 2011, Der Volksentscheid zur Hamburger Schulreform 2010, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189832
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