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Sport und Migräne

Auswirkungen eines 10-wöchigen Trainingsprogramms auf die Migränebelastung und den Blutdruck

Titel: Sport und Migräne

Examensarbeit , 2011 , 124 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Graf (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Migräne ist seit tausenden von Jahren bekannt. Auf einer ägyptischen Papyrusrolle 2000 vor Christi Geburt, in der Apostelgeschichte 9:1-9 des alten Testaments oder in den Schriften von Hildegard von Bingen fanden sich Hinweise auf eine migränöse Erkrankung. Seither sind zahlreiche Therapieversuche unternommen worden, die vom Aderlass über Stromschläge, bis hin zur Schädelöffnung führte. Ein optimale Lösung ist bis dato nicht gefunden worden und aus diesem Grund wird bis in die heutige Zeit wird immer noch nach der effektivsten Methode geforscht. Göbel, Petersen-Braun und Soyka (1993) gaben an, dass 71% zeitweise unter Kopfschmerzen zu leiden. Das machte damals auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands hochgerechnet 54 Millionen Menschen aus. Laut Schätzungen leiden 2-6% der Gesamtbevölkerung unter Migräne (Göbel, 2004a). Die deutsche Migräneliga spricht von 8 Millionen Bundesbürgern (Neubauer & Ujlaky, 2002). Viele wissen jedoch nicht um ihre Krankheit, da sie sich oft selbst falsch diagnostizieren und eine ärztliche Konsultation nicht in Betracht ziehen. Menschlich betrachtet schränkt die Migräne den Betroffenen in seinem Alltag sehr ein. Sie werden nicht nur während einer Attacke in ihrem normalen Alltagsleben gestört und erleiden Schmerzen, sondern bewegen sich in ihrem Arbeits- und sozialem Umfeld anders. Die Migräne steht gemäß der WHO auf dem 19. Rang der Erkrankung, die eine Behinderung bewirken (Göbel, 2004a). Ragonesi (2007) beschreibt einige Studien, die bei bis zu 56% genannte Einschränkungen belegen. Sie können sich weniger um ihre Kinder kümmern, sind sich oft uneinig mit dem Partner, was zusätzlichen Stress erzeugt. Die von Jane Osterhaus et al. (1994) durchgeführte Studie zeigt bei den Migränikern zusätzlich signifikant niedrigere Werte hinsichtlich der Lebensqualität, als bei den anderen Krankheiten (siehe Abbildung 1). Sie zeigt eine Übersicht zur Lebensqualität von Menschen mit Migräne, solche mit koronarer Herzkrankheit und Diabetes mellitus im Vergleich zu gesunden Menschen. Die Werte beziehen sich ebenso auf anfallsfreie Intervalle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Migräne

2.1.1 Begriffliche Klärung und Epidemiologie

2.1.2 Klassifikation und klinisches Bild

2.1.3 Phasen der Migräne und klinisches Bild

2.1.4 Ätiologie der Migräne

2.1.4.1 Biophysiologische Ansätze

2.1.4.2 Psychologische Ansätze

2.1.4.3 Genetische Prädisposition

2.1.5 Triggerfaktoren

2.1.6 Integration der Theorien

2.1.7 Komorbidität

2.1.8 Behandlungsformen der Migräne

2.1.8.1 Medikamentöse Therapie

2.1.8.2 Nichtmedikamentöse Therapie

2.2 Der Blutdruck

2.2.1 Die Physiologie des Blutdrucks

2.2.2 Die Erfassung des Blutdrucks

2.2.2.1 Die Blutdruckmesswerte

2.2.3 Die Pathophysiologie des Blutdrucks

2.3 Sport

2.3.1 Ausdauer

2.3.1.1 Formen der Ausdauer

2.3.2 Das Ausdauertraining im Gesundheitsbereich

2.3.2.1 Die Quantifizierung des Ausdauertrainings

2.3.2.2 Anpassungsvorgänge durch Ausdauertraining

2.3.2.3 Zwei Ausdauersportarten im Vergleich

2.3.3 Sport und Blutdruck

2.4 Aktuelle Studien

2.4.1 Derzeitiger Forschungsstand zur Rolle von Sport auf Migräne

2.4.2 Derzeitiger Forschungsstand zu Migräne und Blutdruck

3 Methode

3.1 Fragestellung der Untersuchung

3.1.1 Fragestellung A

3.1.2 Fragestellung B

3.2 Formulierung der Hypothesen

3.2.1 Hypothesen zur Fragestellung A

3.2.2 Hypothesen zur Fragestellung B

3.3 Das Untersuchungsdesign

3.4 Die Untersuchungspersonen

3.4.1 Die Interventionsgruppen

3.4.2 Einteilung in die Blutdruckklassen BK 1 und BK 2

3.5 Untersuchungsplan und Untersuchungsablauf

3.6 Datenerhebung

3.6.1 Erhebung der Physical Working Capacity

3.6.1.1 Testvorbereitungen

3.6.1.2 Testablauf

3.6.1.3 Testbewertung

3.1.6.4 Störvariablen

3.6.2 Trainingsintensität

3.6.3 Erfassung der Schmerzcharakteristik

3.6.4 Erhebung des arteriellen Blutdrucks

3.6.4.1 Störvariablen

4 Ergebnisse

4.1 Methoden der Datenauswertung

4.2 Ergebnisdarstellung

4.2 1 Prüfung der A-Hypothesen

4.2.2 Prüfung der B-Hypothesen

5 Diskussion der Ergebnisse

5.1 Diskussion zur methodischen Vorgehensweise

5.1.1 Angemessenheit der Fragestellung

5.1.2 Betrachtung des Studiendesigns

5.1.3 Betrachtung der Probandenzahl

5.1.4 Diskussion der Interventionsphase

5.1.5 Angemessenheit des Datenerhebungsverfahrens

5.1.5.1 Leistungsdiagnostischer Test (PWC150)

5.1.5.2 Die Erfassung der Schmerzcharakteristik

5.1.5.3 Die Erfassung der Blutdruckwerte

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss eines 10-wöchigen aeroben Ausdauertrainings auf die Migränebelastung und den Blutdruck zu untersuchen und zu prüfen, ob eine durch Sport induzierte Blutdruckänderung mit einer Veränderung der Schmerzcharakteristik von Migräneattacken korreliert.

  • Migräne-Ätiologie und pathophysiologische Hintergründe
  • Physiologie und Erfassung von Blutdruck
  • Methoden und Wirkungsweise von Ausdauertraining
  • Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf Migräne und Blutdruck
  • Quasiexperimentelle Untersuchung mit Jogging- und Walkinggruppen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Begriffliche Klärung und Epidemiologie

Die Migräne ist eine wiederkehrende neurolovaskuläre Erkrankung. Nach den Kriterien der International Headache Society (IHS) wird sie als „eine Erkrankung mit periodisch auftretenden Attacken von Kopfschmerzen definiert, die typischerweise mit autonomen Begleitsymptomen einhergehen“ (Diener, 2006, S. 32). Vermutlich ist der Begriff laut Göbel (2004b) aus dem Lateinischen migrare abgeleitet worden und bezeichnet das Schmerzcharakteristikum der Erkrankung. Es bedeutet die Ausbreitung und das wieder Abklingen der Symptomatiken.

Primäre Kopfschmerzerkrankungen lassen sich nicht durch Strukturläsionen nachweisen oder durch pathologische Befunde und werden daher als eigenständige Erkrankung angesehen (Sixt, 2007). Der Schmerz ist hierbei die eigentliche Krankheit. Die Migräne ist nach dem Spannungskopfschmerz die zweithäufigste primäre Kopfschmerzerkrankung. Früher wurde die Migräne mit dem Cluster-Kopfschmerz und dem Spannungskopfschmerz zu den vasomotorischen Kopfwehtypen zusammengefasst (Mattle & Mumenthaler, 2011). Laut Sixt (2007, S. 82) führen „primäre neuronale Ereignisse […] sekundär zu Veränderungen an den Gefäßen [...]“.

Der Migräneanfall kann das normale Alltagsleben eines Migränepatienten völlig unterbinden, sodass dies unter Umständen bis in die Arbeitsunfähigkeit führt. Geprägt wird sie von einer Verlaufsdauer von vier bis 72 Stunden, ist meist unilateral in der Schläfenregion lokalisiert und von einem pochenden, pulsierenden Schmerzcharakter geprägt. Es handelt sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild, da sie mit unterschiedlichsten vegetativen Begleitsymptomen einhergeht, die voneinander abzugrenzen sind. Nach dem heutigen Klassifikationsschema der IHS werden 18 Migräneformen subdifferenziert (Göbel, 2004b).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Migräne als verbreitete Erkrankung und deren Auswirkungen auf Lebensqualität sowie ökonomische Faktoren.

2 Theoretischer Hintergrund: Detaillierte Darstellung der Migräne-Ätiologie, der Physiologie des Blutdrucks sowie sportmedizinischer Grundlagen und aktueller Studienlagen.

3 Methode: Beschreibung der Fragestellungen, der Hypothesenbildung, des Untersuchungsdesigns und der Datenerhebung mittels PWC150-Test und Kopfschmerztagebuch.

4 Ergebnisse: Auswertung der Daten hinsichtlich der Blutdruckänderungen und der Schmerzcharakteristik unter Anwendung statistischer Tests.

5 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise, der Studiendurchführung und der erzielten Erkenntnisse.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit zur Relevanz von Ausdauertraining als präventive Maßnahme und Vorschläge für weitere Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Migräne, Blutdruck, Ausdauertraining, Sportmedizin, Schmerzcharakteristik, körperliche Leistungsfähigkeit, PWC150, Jogging, Walking, Migräne-Prophylaxe, neurogene Entzündung, Gefäßelastizität, Stressbewältigung, Gesundheitsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen eines 10-wöchigen, systematischen aeroben Ausdauertrainings auf die Migränebelastung sowie auf den arteriellen Blutdruck von Migränepatienten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Pathophysiologie der Migräne, die Physiologie des Blutdrucks, Grundlagen des Gesundheitssports (insbesondere Jogging und Walking) sowie die wissenschaftliche Evaluation dieser Faktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Klärung, ob ein aerobes Ausdauertraining den Blutdruck bei Migränikern senken kann und ob diese Senkung wiederum zu einer Reduktion der Schmerzcharakteristik (Häufigkeit, Dauer, Intensität) führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quasiexperimentelle Untersuchung mit zwei Interventionsgruppen (Jogging vs. Walking), bei der Blutdruckdaten und Schmerzparameter vor und nach einer 10-wöchigen Trainingsphase verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Migräne und Blutdruck, die methodische Darlegung des Untersuchungsaufbaus und die Auswertung der erhobenen physiologischen und schmerzbezogenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Migräne, Blutdruck, Ausdauertraining, PWC150, Schmerzcharakteristik und präventive Sportmedizin.

Welche Rolle spielt die Blutdruckklasse bei der Auswertung?

Die Probanden wurden in zwei Blutdruckklassen eingeteilt (BK1 für hypoton/normal, BK2 für hochnormal/hyperton), um spezifische Unterschiede in der Trainingsanpassung zu untersuchen.

Warum wurde der PWC150-Test als Methode gewählt?

Der PWC150-Test ist ein ökonomischer, submaximaler Feldtest, der die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit ermittelt, ohne die Probanden einer hohen Belastung auszusetzen, die einen Migräneanfall provozieren könnte.

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Details

Titel
Sport und Migräne
Untertitel
Auswirkungen eines 10-wöchigen Trainingsprogramms auf die Migränebelastung und den Blutdruck
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Sport und Sportwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Melanie Graf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
124
Katalognummer
V189852
ISBN (eBook)
9783656563389
ISBN (Buch)
9783656565116
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausdauertraining Migräne Blutdruck Sport Kopfschmerz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Graf (Autor:in), 2011, Sport und Migräne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189852
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