Coaching Entscheidungsfindung

Auszug aus der Praxis


Seminararbeit, 2009

14 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Was ist Coaching?
Definition Coaching
Ist Coaching Psychotherapie?
Ist Coaching Beratung?
Ist Coaching Training?
Ist Coaching Mentoring?
2.2 Grundannahmen
2.3 Werkzeuge
2.4 Coaching Fallen

3 Das Beratungsgespräch

4 Schlussfolgerungen

Literaturverzeichnis

1 Problemstellung

Im vergangenen Coaching Seminar wurden die Grundlagen von Coaching vermittelt. Ziel dieser Arbeit sollte einerseits die Aufbereitung der theoretischen Grundlagen, welche benötigt werden um Coaching anzuwenden, als auch ein konkretes Fallbeispiel zu dokumentieren, in dem man selbst als Coach vermittelt.

Die theoretischen Grundlagen, welche sehr umfangreich sind, finden sich in Kapitel 2. In diesem Punkt werden nicht sämtliche Grundlagen aufgelistet, sondern nur ein Auszug aus der Literatur wiedergegeben, welche auch in dem anschließenden Fallbeispiel verwendet wurden.

Das Fallbeispiel sollte idealerweise aus dem Berufsumfeld stammen. Da ich zurzeit hauptsächlich meinem Studium nachgehe und keine Zeit für einen Job finde (Doppelstudium), habe ich in Kapitel 3 - das Beratungsgespräch versucht, in einem Gespräch mit einer Person meines Freundeskreises, welche ein Problem bei der Entscheidungsfindung hat, als Coach zu fungieren.

Die Ausgangssituation stellt sich folgendermaßen dar: Meine Bekannte, Ursula, arbeitet seit einem Jahr in einem Kindergarten. Vor kurzen hat sich folgende Situation ereignet, ihre damalige Chefin ist aus persönlichen Gründen als Leiterin des Kindergartens zurückgetreten und arbeitet nun ebenfalls als Kindergarten Pädagogin. Eine Kollegin hat die Leitung des Kindergartens übernommen und damit ihre zu betreuende Kindergarten Gruppe der ehemaligen Leiterin übergeben. Dies stellt jedoch nur eine provisorische Zwischenlösung dar, bis eine neue geeignete Kindergarten Pädagogin gefunden ist. Für meine Bekannte Ursula hat sich seit diesem Ereignis folgende Möglichkeit ergeben. Aufgrund ihrer bereits mehrfach bewiesenen Kompetenz und anderer positiver Eigenschaften, wie zum Beispiel einer hohen Belastbarkeit, wurde ihr die Stelle als stellvertretende Kindergarten Leiterin angeboten. Dies wurde jedoch nur ihr und nicht ihren Kollegen kommuniziert, was sie jetzt in eine schwierige Situation stellt. Der Umgang mit dieser neuen ungewohnten Situation und auch eine geeignete Entscheidung stellen gravierende Probleme für Ursula dar.

Unter Kapitel 4, der Schlussfolgerung werden sämtliche Erkenntnisse aus der Übung zusammengefasst.

2 Theoretische Grundlagen

An dieser Stelle werden die theoretischen Grundlagen des Coachings erörtert.

2.1 Was ist Coaching?

Der folgende Artikel (Rauen 2010) erklärt den Begriff des Coaching und zeigt in weiterer Folge die Unterschiede zu anderen Beratungsformen auf.

Definition Coaching

Coaching ist die professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen mit Führungs- / Steuerungsfunktionen und von Experten in Unternehmen / Organisationen. Zielsetzung von Coaching ist die Weiterentwicklung von individuellen oder kollektiven Lern und Leistungsprozessen bzgl. primär beruflicher Anliegen.

Als ergebnis- und lösungsorientierte Beratungsform dient Coaching der Steigerung und dem Erhalt der Leistungsfähigkeit. Als ein auf individuelle Bedürfnisse abgestimmter Beratungsprozess unterstützt ein Coaching die Verbesserung der beruflichen Situation und das Gestalten von Rollen unter anspruchsvollen Bedingungen.

Durch die Optimierung der menschlichen Potenziale soll die wertschöpfende und zukunftsgerichtete Entwicklung des Unternehmens / der Organisation gefördert werden.

Inhaltlich ist Coaching eine Kombination aus individueller Unterstützung zur Bewältigung verschiedener Anliegen und persönlicher Beratung. In einer solchen Beratung wird der Klient angeregt, eigene Lösungen zu entwickeln. Der Coach ermöglicht das Erkennen von Problemursachen und dient daher zur Identifikation und Lösung der zum Problem führenden Prozesse. Der Klient lernt so im Idealfall, seine Probleme eigenständig zu lösen, sein Verhalten / seine Einstellungen weiterzuentwickeln und effektive Ergebnisse zu erreichen.

Ein grundsätzliches Merkmal des professionellen Coachings ist die Förderung der Selbstreflexion und -wahrnehmung und die selbstgesteuerte Erweiterung bzw. Verbesserung der Möglichkeiten des Klienten bzgl. Wahrnehmung, Erleben und Verhalten.

Ist Coaching Psychotherapie?

Im Gegensatz zur Psychotherapie, richtet sich Coaching an „ gesunde “ Personen und widmet sich vorwiegend den Problemen, die aus der Berufsrolle heraus entstehen, die ohne entsprechendes Fachwissen des Coaches nicht bearbeitet werden können. Psychische Erkrankungen, Abhängigkeitserkrankungen oder andere Beeinträchtigungen der Selbststeuerungsfähigkeit gehören ausschlie ß lich in das Aufgabenfeld entsprechend ausgebildeter Psychotherapeuten, Ä rzte und medizinischer Einrichtungen.

Ist Coaching Beratung?

Der Coach kann keinen Fachberater (z.B. Unternehmensberater, IT-Berater, Arbeitsmediziner, Rechtsanwalt usw.) ersetzen. Dennoch wird der Coach häufig auch als fachlicher Ansprechpartner bei bestimmten Anliegen gesehen und um Ratschlag oder eine persönliche Stellungnahme gebeten. Sofern dies für den Beratungsprozess sinnvoll ist und der Coachüber die entsprechende fachliche Kompetenz verfügt, kann dies ein Teil von CoachingProzessen sein.

Ist Coaching Training?

Training dient dem gezielten Aufbau bestimmter Verhaltensweisen, d.h. es steht meist das Erlernen eines „ idealen “ Ablaufmusters im Vordergrund. Die individuellen Bedürfnisse des Klienten sind dabei zwar ma ß geblich, aber den Schwerpunkt bilden die Trainingsinhalte (z.B. bei Verkauftrainings, Moderationstrainings, Rhetoriktrainings uvm.). Training kann als Ma ß nahme im Coaching eingesetzt werden, z.B. um Verhaltensdefizite zu korrigieren. Das Coaching bietet dann den Anlass und den Rahmen, spezielle Fertigkeiten aufzubauen bzw. zu verbessern.

Ist Coaching Mentoring?

Mentoring meint die „ Patenschaft “ zwischen einem jungen bzw. neu zu einer Organisation hinzugekommenen Mitarbeiter und einer erfahrenen Führungskraft. Aufgabe des Mentors ist die Vermittlung organisationsspezifischen Wissens, die Bindung an die Organisation und teilweise auch eine karrierebezogene Beratung. Mentoring zielt darauf ab, High Potentials zu fördern, Fluktuationskosten zu reduzieren und Konflikte bei der Integration neuer Mitarbeiter zu vermeiden. Coaching in unserem Verständnis kann somit eine zusätzliche Komponente im Rahmen einer Mentoring-Beziehung darstellen.

2.2 Grundannahmen

Coaching baut auf einer Reihe von Grundannahmen auf. Diese Annahmen sind stark vom systemischen Ansatz geprägt, welcher ein Grundverfahren eines psychotherapeutischen Verfahrens darstellt. Dabei wird die Beziehung zwischen Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Im Folgenden sind gewissen Elemente ausgewählt die auch für nicht therapeutische Verfahren verwendet werden können (Haberleitner et al. 2007, S.32).

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum

Dieser Grundannahme wird in der Berufswelt oft nicht nachgekommen. Führungskräfte verstehen nicht die Individualität ihrer Mitarbeiter und möchten diese in vorgegebene Schemen pressen. Dabei gehen die besonderen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter verloren. Zudem erscheint es auch wichtig, dass sich Führungskräfte selbst kennen lernen und sich ihrer individuellen Eigenschaften und ihrer Einzigartigkeit bewusst werden. Selbstreflexion und Feedback sind geeignete Wege dafür. Denn erst wenn man sich selbst seiner Eigenschaften bewusst ist, kann man seine eigenen Entwicklungspotentiale besser steuern und selbst an sich arbeiten beginnen (Haberleitner et al. 2007, S.32).

Jeder Mensch nimmt die Welt anders war

Da jeder Mensch seine eigene Realität konstruiert und somit alles subjektiv wahrnimmt, gibt es keine objektive Wahrheit. Mit unseren Sinnen nehmen wir eingeschränkte Fakten war, da jeder Mensch unterschiedliche Filter zur Selektion der Fakten hat. Diese Filter hängen von den individuellen Erfahrungen und den persönlichen Präferenzen eines jeden ab und schützen den Menschen vor der Überforderung durch die Informationsflut.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Coaching Entscheidungsfindung
Untertitel
Auszug aus der Praxis
Hochschule
Fachhochschule Technikum Wien  (Institut für Erneuerbare Energien)
Veranstaltung
Coaching
Note
1.0
Autor
Jahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V189932
ISBN (eBook)
9783656143000
ISBN (Buch)
9783656143222
Dateigröße
11768 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Coaching, Entscheidungsfindung, Praxis
Arbeit zitieren
BSc. Stefan Leitner (Autor), 2009, Coaching Entscheidungsfindung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189932

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