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Präsentismus am Arbeitsplatz - konzeptionelle Grundlagen und empirische Befunde

Title: Präsentismus am Arbeitsplatz - konzeptionelle Grundlagen und empirische Befunde

Presentation (Elaboration) , 2011 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anika Kaczynski (Author)

Health - Miscellaneous
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Die Euphorie vieler Arbeitgeber war groß, als im Jahre 2007 bekannt wurde, dass die Fehlzeiten der gesetzlich versicherten Arbeitnehmer auf ein Rekordtief von 3,22 % gesunken sind. Der Krankenstand, auch Absentismus genannt, ist jedoch nicht der einzige Indikator über den sich die Produktivität und der Gesundheitszustand der Mitarbeiter beurteilen lässt. Längst gibt es Erkenntnisse darüber, dass ein Krankenstand von Null alles andere als gesund ist. Denn „Präsentismus“, das Gegenstück zum Absentismus, ist in Zeiten schlechter Wirtschaft und hoher Arbeitslosigkeit weit verbreitet. Aus Angst um den Arbeitsplatz gehen daher viele Beschäftigte trotz zum Teil schwerwiegender seelischer oder körperlicher Beeinträchtigungen zur Arbeit. Jedoch ist dieses Phänomens häufig immer noch kein Bestandteil der unternehmerischen Perspektive, obwohl die Folgen für die Unternehmung immens sind, wie verschiedene empirische Studien belegen. Begründung findet die Haltung vieler Arbeitgeber in dem Umstand, dass es sich scheinbar vorteilhaft auf ein Unternehmen auswirkt, wenn Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit gehen. Denn auf diese Weise können zum einem Lohnersatzleistungen eingespart, zum anderen muss keine Vertretung organisiert werden. Die zunehmende Debatte um das Thema Präsentismus aber zeigt, dass sich dieser Trugschluss teuer bezahlt machen kann. Es handelt sich um einen Taschenspielertrick, wenn Anwesenheit am Arbeitsplatz mit Gesundheit gleichgesetzt wird.
Die vorliegende Arbeit versucht das Konstrukt Präsentismus genauer zu erfassen und den gegenwärtigen Stand der Forschung aufzuzeigen. Mit Hilfe verschiedener empirischer Untersuchungen sollen die Ursachen und Einflussfaktoren aus wissenschaftlicher Sicht bestimmt werden, mögliche Messinstrumente vorgestellt, sowie die Auswirkungen und gesundheitlichen Folgen näher erläutert werden. Im Anschluss an die Auseinandersetzung mit den konzeptionellen Grundlagen sollen Interventionsmaßnahmen zur Prävention einen weiteren Bestandteil der Ausarbeitung bilden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsbestimmung

3. Konzeptionelle Grundlagen

3.1 Ursachen und Einflussfaktoren

3.2 Zusammenhang mit Absentismus

3.3 Messung

3.4 Folgen

4. Erkenntnisse ausgewählter empirischer Studien

4.1 Prospektive Kohortenstudie von Bergström et al.

4.2 Schwedische Studie von Aronsson/ Gustafsson/ Dallner

4.3 Survey finnischer Gewerkschaftsmitglieder

5. Prävention und Reduktion von Präsentismus

6. Fazit und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konstrukt des Präsentismus theoretisch zu definieren, dessen Ursachen und Folgen zu beleuchten sowie den aktuellen Stand der empirischen Forschung zu evaluieren, um Präventionsmöglichkeiten für die betriebliche Praxis abzuleiten.

  • Definition und begriffliche Abgrenzung von Präsentismus
  • Analyse von Ursachen, Einflussfaktoren und Auswirkungen auf Unternehmen
  • Methodische Ansätze zur Messung von Präsentismus
  • Evaluation empirischer Studien zur gesundheitlichen Langzeitwirkung
  • Strategien zur betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

1. Einführung

Die Euphorie vieler Arbeitgeber war groß, als im Jahre 2007 bekannt wurde, dass die Fehlzeiten der gesetzlich versicherten Arbeitnehmer auf einen Rekordtief von 3,22 % gesunken sind. Der Krankenstand, auch Absentismus genannt, ist jedoch nicht der einzige Indikator über den sich die Produktivität und der Gesundheitszustand der Mitarbeiter beurteilen lässt. Längst gibt es Erkenntnisse darüber, dass ein Krankenstand von Null alles andere als gesund ist. Denn „Präsentismus“, das Gegenstück zum Absentismus, ist in Zeiten schlechter Wirtschaft und hoher Arbeitslosigkeit weit verbreitet. Aus Angst um den Arbeitsplatz gehen daher viele Beschäftigte trotz zum Teil schwerwiegender seelischer oder körperlicher Beeinträchtigungen zur Arbeit. Jedoch ist dieses Phänomens häufig immer noch kein Bestandteil der unternehmerischen Perspektive, obwohl die Folgen für die Unternehmen immens sind, wie verschiedene empirische Studien belegen.

Begründung findet die Haltung vieler Arbeitgeber in dem Umstand, dass es sich scheinbar vorteilhaft auf ein Unternehmen auswirkt, wenn Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit gehen. Denn auf diese Weise können zum einem Lohnersatzleistungen eingespart, zum anderen muss keine Vertretung organisiert werden. Die zunehmende Debatte um das Thema Präsentismus aber zeigt, dass sich dieser Trugschluss teuer bezahlt machen kann. Es handelt sich um einen Taschenspielertrick, wenn Anwesenheit am Arbeitsplatz mit Gesundheit gleichgesetzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der einseitigen Betrachtung niedriger Krankenstände und führt in die Thematik des Präsentismus als gesundheitsgefährdendes Gegenstück zum Absentismus ein.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel arbeitet die uneinheitliche Definition von Präsentismus in der Fachliteratur heraus und unterscheidet zwischen wirtschafts- und verhaltensorientierten Forschungsansätzen.

3. Konzeptionelle Grundlagen: Hier werden die vielfältigen Ursachen und Einflussfaktoren auf individueller sowie betrieblicher Ebene analysiert, Methoden zur Messung diskutiert und die Folgen für die Produktivität dargelegt.

4. Erkenntnisse ausgewählter empirischer Studien: Dieser Abschnitt bietet einen detaillierten Einblick in spezifische Forschungsergebnisse, darunter prospektive Kohortenstudien und Umfragen, um kausale Zusammenhänge zwischen Präsentismus und Gesundheitszustand zu verdeutlichen.

5. Prävention und Reduktion von Präsentismus: Das Kapitel widmet sich den Interventionsmöglichkeiten innerhalb der betrieblichen Gesundheitsförderung, um Anwesenheit trotz Krankheit zu verringern und die Gesundheit langfristig zu sichern.

6. Fazit und Diskussion: Das Fazit fasst die Relevanz des Themas zusammen und fordert einen Paradigmenwechsel im betrieblichen Gesundheitsmanagement, um eine gesunde und produktive Unternehmenskultur zu fördern.

Schlüsselwörter

Präsentismus, Absentismus, Betriebliche Gesundheitsförderung, Produktivitätsverlust, Arbeitsfähigkeit, Gesundheit, Arbeitgeber, Unternehmenskultur, Krankenstand, Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation, empirische Forschung, Arbeitnehmer, Stress, Fehlzeiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen des Präsentismus, also das Arbeiten trotz Krankheit, und setzt es in Kontrast zum klassischen Krankenstand (Absentismus).

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Definition des Begriffs, die Ursachenforschung, die Messung von Produktivitätsverlusten sowie Interventionsmöglichkeiten zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Bewusstsein für die negativen Folgen von Präsentismus zu schärfen und aufzuzeigen, warum die reine Reduktion des Absentismus keine ausreichende Kennzahl für Unternehmenserfolge darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung und Zusammenfassung zahlreicher empirischer Studien und statistischer Erhebungen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen des Präsentismus, die empirische Evidenz durch verschiedene Studien sowie die Darstellung konkreter Präventionsstrategien.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit prägend?

Besonders relevant sind die Konzepte "Betriebliche Gesundheitsförderung", "Kultur der Achtsamkeit" und das Zusammenspiel von Gesundheit und wirtschaftlicher Produktivität.

Wie unterscheidet sich Präsentismus vom klassischen Absentismus?

Während beim Absentismus der Mitarbeiter aufgrund von Krankheit abwesend ist, zeichnet sich der Präsentismus dadurch aus, dass der Mitarbeiter trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheint, was zu langfristigen gesundheitlichen Schäden führen kann.

Welche Rolle spielt die betriebliche Führung bei der Reduktion von Präsentismus?

Führungskräfte tragen eine zentrale Verantwortung, indem sie eine Unternehmenskultur fördern, die Krankheit nicht stigmatisiert und Anreize für eine gesunde Rückkehr an den Arbeitsplatz schafft.

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Details

Title
Präsentismus am Arbeitsplatz - konzeptionelle Grundlagen und empirische Befunde
College
University of Applied Sciences Neubrandenburg
Course
Angewandte Epidemiologie
Grade
1,0
Author
Anika Kaczynski (Author)
Publication Year
2011
Pages
29
Catalog Number
V190014
ISBN (eBook)
9783656172055
ISBN (Book)
9783656172345
Language
German
Tags
präsentismus arbeitsplatz grundlagen befunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Kaczynski (Author), 2011, Präsentismus am Arbeitsplatz - konzeptionelle Grundlagen und empirische Befunde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190014
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