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Linke Parteien, freie Gewerkschaften und die Rätebewegung in der deutschen Revolution 1918/19

Vom Burgfrieden bis zum Inkrafttreten der Weimarer Verfassung

Título: Linke Parteien, freie Gewerkschaften und die Rätebewegung in der deutschen Revolution 1918/19

Trabajo de Seminario , 2011 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Armin Schmid (Autor)

Historia de Alemania - Historia contemporánea
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Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Rolle der wichtigsten linken Gruppen, die sich an der Revolution 1918/19 beteiligten. Obwohl die Novemberrevolution von 1918/19 seit Jahrzehnten ein Forschungsschwerpunkt in der Geschichtswissenschaft ist, ist sie in der heutigen Erinnerungskultur weitgehend in den Hintergrund geraten. Häufig wird sie fälschlicherweise nur als Vorgeschichte der Weimarer Republik und beziehungsweise oder des Dritten Reiches gesehen. Dies wird den Ereignissen nicht gerecht, erkämpfte sich das deutsche Volk doch zum ersten Mal ein demokratisch-parlamentarisches Regierungssystem.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Burgfrieden und Revolution

2. Linke Parteien

2.1 SPD und USPD

2.2 USPD und Spartakusbund

2.3 Spartakusbund und KPD

3. Freie Gewerkschaften

4. Die deutsche Rätebewegung

5. Fazit: Vielfalt in der Revolution

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und das Wirken der zentralen linken Gruppierungen während der deutschen Novemberrevolution 1918/19. Dabei wird analysiert, wie sich diese Organisationen zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Etablierung der Weimarer Verfassung verhielten und in welchem Maße sie Einfluss auf die revolutionären Ereignisse nehmen konnten.

  • Die Entwicklung und Spaltung der linken Parteien (SPD, USPD, KPD).
  • Die Rolle der freien Gewerkschaften und ihr Streben nach Anerkennung und Institutionalisierung.
  • Die Dynamik der Rätebewegung und deren Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie.
  • Die Transformation der Arbeiterbewegung nach dem Zusammenbruch des Burgfriedens.
  • Das Spannungsfeld zwischen revolutionärer Umgestaltung und dem Streben nach politischer Ordnung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Spartakusbund und KPD

Aufgrund der Weihnachtskämpfe kochte die Stimmung im Proletariat weiter hoch. Die USPD-Führungsriege weigerte sich einen Parteitag einzuberufen, weil sie die Spaltung der Partei fürchtete. Viele empfanden den Kurs der USPD als zuwenig revolutionär, oder wie es Paul Levi in seiner Rede auf dem Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands ausdrückte: "Nein, verehrte Genossen, nein Genossen, das, was uns letzten Endes von der USP trennt [...] das ist ja gerade, dass wir sagen, die USP war nie und nimmer bereit, das Hauptgewicht der revolutionären Opferfreudigkeit, der revolutionären Kraft in die Waagschale zu werfen, daß sie zurückgeschreckt ist vor den letzten Konsequenzen des revolutionären Kampfes, daß sie deswegen auch nicht bereit sein will, jene letzte Konsequenzen und Folgerungen zu ziehen, die gezogen werden müssen und davor wird keiner von uns zurückschrecken."

Aus dieser Stimmung heraus entstand die KPD. Im Anschluss an die letzte Reichskonferenz des Spartakusbundes in Berlin fand der Gründungsparteitag der KPD vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 statt. Neben der stärksten Gruppe, dem Spartakusbund, wirkten an der Gründung unter anderen die Bremer und Hamburger Linksradikalen und die Internationalen Kommunisten Deutschlands mit. Da sich die Revolutionären Obleute nicht anschlossen, fehlte der Partei eine breite betriebliche Basis. Die neue Partei trat für ein Rätesystem und eine Diktatur des Proletariats, die die "wahre Demokratie" sei, ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Burgfrieden und Revolution: Die Einleitung steckt den Untersuchungsrahmen ab und erläutert die Bedeutung der linken Organisationen im Kontext der Novemberrevolution 1918/19 sowie die methodische Eingrenzung der Arbeit.

2. Linke Parteien: Dieses Kapitel analysiert die Spaltungsprozesse innerhalb der Arbeiterbewegung, insbesondere zwischen SPD, USPD und Spartakusbund bzw. KPD, sowie deren wechselvolle Zusammenarbeit und Konfrontation.

3. Freie Gewerkschaften: Hier wird die Rolle der Gewerkschaften untersucht, die trotz ihrer systemstabilisierenden Kooperationsbereitschaft unter den Druck von Massenprotesten und Forderungen nach Sozialisierung gerieten.

4. Die deutsche Rätebewegung: Das Kapitel beleuchtet die spontane Entstehung und die politische Wirksamkeit der Arbeiter- und Soldatenräte als ausdifferenzierte Akteure der revolutionären Umbruchphase.

5. Fazit: Vielfalt in der Revolution: Das Fazit resümiert die Vielfältigkeit der revolutionären Akteure und das Scheitern umfassenderer gesellschaftlicher Umgestaltungen gegenüber der Etablierung einer parlamentarischen Ordnung.

Schlüsselwörter

Novemberrevolution, Weimarer Republik, SPD, USPD, KPD, Spartakusbund, Rätebewegung, Gewerkschaften, Burgfrieden, Klassensolidarität, Sozialisierung, Arbeiterräte, Parlamentarismus, Rat der Volksbeauftragten, Reichskanzleramt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rolle der wichtigsten linken Gruppierungen während der deutschen Revolution 1918/19 und deren Beitrag zur politischen Gestaltung in dieser Übergangsphase.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die parteipolitischen Differenzierungen der Linken, die Haltung der freien Gewerkschaften zur Sozialisierung sowie die Dynamik der Rätebewegung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie die verschiedenen linken Organisationen die Revolutionsereignisse prägten und in welchem Spannungsverhältnis sie zwischen systemstabilisierendem Handeln und revolutionären Forderungen standen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung zeitgenössischer Quellen, um die politischen Handlungsspielräume der untersuchten Akteure nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung linker Parteien, der Rolle der Gewerkschaften sowie der Analyse der deutschen Rätebewegung als spontaner Akteur der Revolution.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Novemberrevolution, Rätebewegung, SPD, USPD, KPD, freie Gewerkschaften und der Übergang von der Monarchie zur Weimarer Republik.

Wie unterschied sich die USPD von der KPD in ihrer Zielsetzung?

Während die USPD stärker parlamentarische Ansätze verfolgte, forcierte die neugegründete KPD das Rätesystem und die Diktatur des Proletariats als angestrebte Regierungsform.

Welchen Einfluss hatten die Gewerkschaften auf die Entwicklung der Revolution?

Die Gewerkschaften wirkten überwiegend mäßigend und auf Ordnung bedacht; sie suchten durch Kooperationsabkommen wie das ZAG ihre Anerkennung als Sozialpartner zu sichern, anstatt die Sozialisierung der Großbetriebe voranzutreiben.

Was passierte mit der Rätebewegung nach der Gründung der Nationalversammlung?

Die Rätebewegung verlor an politischem Einfluss, da sich die Mehrheit der Akteure für eine parlamentarische Vertretung entschied, was die Räte in ihrer angestrebten Machtposition de facto entmachtete.

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Detalles

Título
Linke Parteien, freie Gewerkschaften und die Rätebewegung in der deutschen Revolution 1918/19
Subtítulo
Vom Burgfrieden bis zum Inkrafttreten der Weimarer Verfassung
Universidad
University of Regensburg  (Institut für Geschichte)
Calificación
1,3
Autor
Armin Schmid (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
17
No. de catálogo
V190032
ISBN (Ebook)
9783656148364
ISBN (Libro)
9783656148395
Idioma
Alemán
Etiqueta
Weimarer Republik Parteien Gewerkschaften Rätebewegung deutsche Revolution 1918/1919 Novemberrevolution USPD
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Armin Schmid (Autor), 2011, Linke Parteien, freie Gewerkschaften und die Rätebewegung in der deutschen Revolution 1918/19, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190032
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