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Analyse der frühneuhochdeutschen Sprache am Beispiel der Privatbriefe der Judith Starhemberg

Titel: Analyse der frühneuhochdeutschen Sprache am Beispiel der Privatbriefe der Judith Starhemberg

Seminararbeit , 2008 , 33 Seiten , Note: 2

Autor:in: Antje Schrammel (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit zehn privaten Briefen der österreichischen Adeligen Judith Sabina von Starhemberg aus den Jahren 1624-1629.
Die Briefe, die hauptsächlich an ihre Schwiegermutter adressiert worden sind, sollen sprachwissenschaftlich auf Charakteristika des späten Frühneuhochdeutschen, wie typische Interpunktion, Orthographie und Morphologie sowie den Vokalismus und Konsonantismus betreffende Entwicklungen analysiert werden.
Dies wird vor dem Hintergrund der außersprachlichen Entwicklungen dieser Zeit wie Buchdruck, Martin Luthers Einfluss auf die deutsche Sprache, Kanzleisprachen, Gegenreformation und dreißigjähriger Krieg betrachtet.
Des Weiteren wird ein Überblick über das oberösterreichische Adelsgeschlecht und die Familiengeschichte der Starhembergs und speziell über Judith Sabina von Starhemberg, die Verfasserin der zehn zu behandelnden Briefe, gegeben, worauf jeweils eine kurze Inhaltsangabe der einzelnen Briefe und die darin behandelten Glaubensfragen, die Judith Starhemberg beschäftigt haben, folgt. Alldies ermöglicht einen Einblick in das Privat- und Gefühlsleben einer Frau aus dem 17. Jahrhundert.
Bei genauerer Betrachtung lässt sich unschwer feststellen, dass die Briefe - abgesehen von großen orthographischen und syntaktischen Unterschieden – inhaltlich ebenso von einer in der heutigen Zeit lebenden Frau geschrieben worden sein hätten können:
Eine heutige Judith würde ihre Briefe wahrscheinlich per e-mail an ihre Schwiegermutter senden, inhaltlich jedoch haben sich die alltäglichen Probleme nicht stark verändert. Es handelt von Schwangerschaft und die damit einhergehenden Beschwerden, weiters geht es um Geldprobleme und Schulden, um Kinder und deren Krankheiten, etc.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. SPRACHGESCHICHTLICHER HINTERGRUND

2.1. Buchdruck

2.2. Martin Luther

2.3. Kanzleisprachen

2.3.1. Wettinische Kanzlei

2.3.2. Prager Kanzlei

2.3.3. Kaiserliche Kanzlei

2.4. Gegenreformation

2.5. 30jähriger Krieg

3. DAS GESCHLECHT STARHEMBERG

3.1. Familiengeschichte

3.2. Judith Sabina von Starhemberg

3.3. Glaubensfragen

3.4. Inhalt der Briefe

4. ANALYSE

4.1. strukturelle Analyse

4.1.1. Beispiel: Brief 8

4.2. Innersprachliche Analyse

4.2.1. Groß- Kleinschreibung

4.2.2. Interpunktion

4.2.3. Morphologie

4.2.3.1. unterschiedliche Schreibung gleichlautender Wörter

4.2.3.2. Negation

4.2.4. Vokalismus

4.2.4.1. Vokalsenkung

4.2.4.2. Vermischung von Monophtongierung und Diphtongierung

4.2.4.3. Entrundung

4.2.4.4. Rundung

4.2.5. Konsonantismus

4.2.5.1. Vokalkürzung

4.2.5.2. Schreibung <mb> statt <m>

4.2.5.3. anlautendes <p>

4.2.5.4. Schreibung des mittelhochdeutschen <k>

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert zehn private Briefe der österreichischen Adeligen Judith Sabina von Starhemberg aus den Jahren 1624 bis 1629. Ziel ist es, die Sprache dieser Korrespondenz unter Berücksichtigung frühneuhochdeutscher Merkmale, wie Orthographie, Interpunktion, Morphologie, Vokalismus und Konsonantismus, wissenschaftlich zu untersuchen und in den Kontext zeitgeschichtlicher Ereignisse wie Reformation, Gegenreformation und den Dreißigjährigen Krieg zu stellen.

  • Frühneuhochdeutsche Sprachcharakteristika
  • Historischer Hintergrund: Reformation und Gegenreformation
  • Familiengeschichte des Hauses Starhemberg
  • Strukturelle und innersprachliche Briefanalyse
  • Privat- und Gefühlsleben im 17. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Interpunktion

Im Frühneuhochdeutschen gab es keine wirklich geregelte Interpunktion. In der ersten Hälfte dieser Periode (ab 1350) wurden Punkt (.) und Virgel (/) als optische Lesehilfe verwendet. Mit dem 16. Jahrhundert erhielten sie bereits eine logisch syntaktische Funktion und Mitte des 17. Jahrhunderts vermehrte sich die Anzahl an Satzzeichen durch Fragezeichen, Doppelpunkt und Strichpunkt.

Doch auch in diesem Punkt hat sich Judith Sabina von Starhemberg in ihren Briefen über die zeitgenössischen Konventionen hinweggesetzt indem sie abgesehen von unzähligen Kommas, die sie allem Anschein nach willkürlich gesetzt hatte, kein einziges Interpunktionszeichen verwendete. In ihren Briefen ist weder Punkt noch Doppelpunkt oder Strichpunkt zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Analyse der Briefe von Judith Sabina von Starhemberg ein und erläutert die Zielsetzung sowie den historischen Rahmen der Untersuchung.

2. SPRACHGESCHICHTLICHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel beleuchtet externe Faktoren der frühneuhochdeutschen Sprachgeschichte wie Buchdruck, Martin Luther, Kanzleisprachen sowie die Auswirkungen von Reformation und Dreißigjährigem Krieg.

3. DAS GESCHLECHT STARHEMBERG: Hier wird ein Überblick über die Familiengeschichte, die Rolle von Judith Sabina von Starhemberg, religiöse Fragen und der Inhalt der Briefe dargeboten.

4. ANALYSE: Der Hauptteil untersucht die Briefe strukturell sowie innersprachlich, wobei Aspekte wie Groß- und Kleinschreibung, Interpunktion, Morphologie, Vokalismus und Konsonantismus detailliert betrachtet werden.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Dieses abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die Sprachmerkmale der Briefschreiberin zusammen und ordnet diese in den sprachgeschichtlichen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Frühneuhochdeutsch, Judith Sabina von Starhemberg, Sprachgeschichte, Österreich, Korrespondenz, Reformation, Gegenreformation, Briefanalyse, Morphologie, Vokalismus, Konsonantismus, Adel, Familienbriefe, Orthographie, Interpunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert sprachwissenschaftlich zehn private Briefe von Judith Sabina von Starhemberg aus den Jahren 1624–1629.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt linguistische Aspekte (Morphologie, Orthographie, Vokalismus/Konsonantismus) sowie den historisch-kulturellen Kontext der Zeit, insbesondere die Auswirkungen der Gegenreformation, ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die Identifikation von Charakteristika des späten Frühneuhochdeutschen in der Korrespondenz einer österreichischen Adeligen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine detaillierte sprachwissenschaftliche Untersuchung der Brieftexte (Strukturanalyse sowie innersprachliche Analyse auf graphematischer und morphologischer Ebene).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen die strukturelle Analyse des Briefaufbaus (Salutatio, Narratio etc.) sowie die tiefgehende innersprachliche Untersuchung inklusive Fallbeispielen zu Vokalismus, Konsonantismus und Syntax.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Frühneuhochdeutsch, Sprachgeschichte, Briefanalyse, Judith Sabina von Starhemberg und österreichische Adelsbriefe sind die prägendsten Begriffe.

Warum ist die Sprache von Judith Starhemberg für die Forschung so interessant?

Ihre Briefe zeigen, wie eine zeitgenössische Adelige trotz existierender Konventionen individuell schrieb und dabei eigene, dialektabhängige Graphemiken und Schreibweisen pflegte.

Welche Rolle spielten die religiösen Ansichten der Autorin für den Briefinhalt?

Die Zugehörigkeit zum Protestantismus im streng katholischen Habsburgerreich war für Judith Starhemberg eine Quelle ständiger Besorgnis und beeinflusste sowohl ihre sozialen Kontakte als auch ihre Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse der frühneuhochdeutschen Sprache am Beispiel der Privatbriefe der Judith Starhemberg
Hochschule
Universität Wien  (Germanistik)
Veranstaltung
Die deutsche Sprache im 18. Jahrhundert
Note
2
Autor
Antje Schrammel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V190043
ISBN (eBook)
9783656144960
ISBN (Buch)
9783656145035
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Starhemberg Buchdruck Martin Luther Dreißigjähriger Krieg Orthographie Vokalismus Konsonantismus Kanzleisprachen Gegenreformation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Schrammel (Autor:in), 2008, Analyse der frühneuhochdeutschen Sprache am Beispiel der Privatbriefe der Judith Starhemberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190043
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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