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Tragen NGOs zur Demokratisierung internationaler Organisationen bei?

Das Konzept deliberativer Global Governance am Beispiel der WTO

Titre: Tragen NGOs zur Demokratisierung internationaler Organisationen bei?

Dossier / Travail , 2011 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Samuel Decker (Auteur)

Politique - Sujet: Organisations internationales
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Streitfrage innerhalb der Internationalen Beziehungen, ob und wie die transnationale Zivilgesellschaft zur Demokratisierung internationalen Regierens beitragen kann. Konzeptionelle Grundlage dabei ist das auf Jürgen Habermas zurückgehende deliberative Demokratiemodell, das sich von der Einflussnahme zivilgesellschaftlicher Akteure und der Institutionalisierung verständigungsorientierter Diskurse mehr demokratische Legitimität verspricht. Nanz und Steffek haben aus den Instruktionen der deliberativen Demokratietheorie die vier Analysekriterien Transparenz, Zugang, Responsivität und Inklusion abgeleitet, die in dieser Hausarbeit in Rezeption einer Fallstudie an die Willensbildungsprozesse der WTO angelegt werden. Dabei kommen strukturelle Defizite zum Vorschein, wie etwa unzureichende Partizipationschancen für NGOs und eklatante Machtasymmetrien zwischen zivilgesellschaftlichen und gouvernmentalen Akteuren. Die WTO kann ohne demokratische Reformen dem voraussetzungsreichen deliberativen Programm nicht gerecht werden, doch auch die NGOs weisen in demokratietheoretischer Hinsicht Mängel auf. Schlussfolgernd wird die Brauchbarkeit des deliberativen Steuerungskonzeptes an sich in Frage gestellt, da es auf Voraussetzungen gründet, die an der Realität der internationalen Politik vorbeigehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Demokratie durch Deliberation

3. Das Beispiel der WTO

3.1. Einführung

3.2. Transparenz

3.3. Zugang

3.4. Responsivität

3.5. Inklusion

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle transnationaler Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bei der Demokratisierung internationaler Organisationen, wobei das deliberative Demokratiemodell als theoretischer Maßstab dient und die Welthandelsorganisation (WTO) als Fallbeispiel für eine empirische Überprüfung herangezogen wird.

  • Analyse des Demokratiedefizits in der internationalen Politik
  • Darstellung deliberativer Ansätze der Global Governance
  • Empirische Anwendung der Kriterien Zugang, Transparenz, Responsivität und Inklusion auf die WTO
  • Kritische Reflexion der Partizipationsmöglichkeiten und Machtasymmetrien
  • Evaluation der Leistungsfähigkeit von NGOs als demokratische Akteure

Auszug aus dem Buch

3.3 Zugang

Der Zugang im Sinne einer direkten Einbeziehung von NGOs in die politischen Beratungsprozesse wird in der Richtlinie jedoch verneint. Zu Unterredungen auf Komitee-Ebene werden sie nicht zugelassen. Im DSB, in dem schwerwiegende handelspolitische Entscheidungen gefällt werden, besitzen NGOs ebenfalls kein Anhörungs- und im Regelfall auch kein Beobachtungsrecht. Allerdings können sie fachliche Stellungnahmen zu den Konfliktfällen, sogenannte „amicus curiae briefs“ einreichen. Darüber hinaus werden den NGOs seitens des bürokratischen Verwaltungsapparates diverse Kontakt- und Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Dazu gehören öffentliche Symposien, informelle Briefings mit dem Sekretariat, Konsultationen mit dem Generaldirektor sowie die Möglichkeit, Positionspapiere auf der WTO-Website zu veröffentlichen. Mittels einer Akkreditierung schließlich können sich NGOs Zugang zu den in der Regel alle zwei Jahre stattfindenden Ministerkonferenzen verschaffen (Steffek/Ehling 2008: 98-108).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Demokratiedefizits internationaler Organisationen ein und formuliert die Forschungsfrage zur Rolle von NGOs als potenzielle „Transmissionsriemen“ für demokratische Legitimität.

2. Demokratie durch Deliberation: Das Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen deliberativer Politik, der partizipatorische Prozeduren und rationale Diskurse als Quelle demokratischer Legitimität jenseits des Nationalstaates betrachtet.

3. Das Beispiel der WTO: Anhand von vier Kriterien (Transparenz, Zugang, Responsivität, Inklusion) wird das Innenleben der WTO empirisch untersucht, um die tatsächliche Teilhabe von NGOs und bestehende Machtasymmetrien offenzulegen.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt die Ernüchterung über die geringe deliberative Qualität fest und hinterfragt die Metapher des „Transmissionsriemens“ sowie die generelle Anwendbarkeit deliberativer Konzepte auf die Realität internationaler Politik.

Schlüsselwörter

NGOs, Internationale Organisationen, WTO, Demokratisierung, Global Governance, Deliberative Demokratie, Partizipation, Transparenz, Machtasymmetrien, Zivilgesellschaft, Legitimität, Politische Steuerung, Welthandel, Postnationale Politik, Demokratiedefizit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Frage, ob und wie transnationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) dazu beitragen können, das Demokratiedefizit in internationalen Organisationen (IOs) durch das Konzept deliberativer Global Governance zu verringern.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Legitimität internationaler Entscheidungen, das Modell der deliberativen Demokratie nach Habermas und die empirische Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in die Arbeit der Welthandelsorganisation (WTO).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob NGOs als „Transmissionsriemen“ fungieren können, die den Bürgern Einfluss auf internationale Entscheidungsprozesse ermöglichen und damit die demokratische Legitimität der IOs erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Der Autor nutzt einen theoretischen Rahmen basierend auf deliberativen Demokratietheorien und wendet diesen durch die Rezeption einer Fallstudie (basierend auf Interviews und Dokumentenanalysen) empirisch auf die WTO an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der deliberativen Global Governance und die detaillierte empirische Prüfung der WTO anhand der Kriterien Zugang, Transparenz, Responsivität und Inklusion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demokratiedefizit, Deliberation, transnationale Zivilgesellschaft, NGO-Partizipation und Machtasymmetrien innerhalb internationaler Organisationen definiert.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der NGOs in der WTO konkret?

Der Autor kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: NGOs haben kaum direkten Einfluss auf politische Entscheidungen, werden oft nur informiert statt angehört und sehen sich mit einer Dominanz wirtschaftlicher Akteure konfrontiert.

Warum wird die Metapher des „Transmissionsriemens“ als unbrauchbar bezeichnet?

Sie ist unbrauchbar, da NGOs in der WTO eher als Empfänger von Informationen fungieren (von oben nach unten), anstatt wirksam zivilgesellschaftliche Interessen in die Verhandlungen einzubringen (von unten nach oben).

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Résumé des informations

Titre
Tragen NGOs zur Demokratisierung internationaler Organisationen bei?
Sous-titre
Das Konzept deliberativer Global Governance am Beispiel der WTO
Université
University of Hamburg
Note
1,0
Auteur
Samuel Decker (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
16
N° de catalogue
V190119
ISBN (ebook)
9783656146575
ISBN (Livre)
9783656146773
Langue
allemand
mots-clé
Internationale Beziehungen Internationale Politik Internationale Organisationen Nichtregierungsorganisationen NGOs NPOs Non-Profit-Organisationen Zivilgesellschaft Globale Zivilgesellschaft Deliberation Deliberative Demokratietheorie Habermas Welthandelsorganisation WTO Demokratisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Samuel Decker (Auteur), 2011, Tragen NGOs zur Demokratisierung internationaler Organisationen bei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190119
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Extrait de  16  pages
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