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Kirchgemeinde im Sozialraum

Voraussetzungen für professionelle Gemeindediakonie

Titre: Kirchgemeinde im Sozialraum

Thèse de Master , 2012 , 71 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Alexander Letzian (Auteur)

Travail Social
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Unter dem Titel „Kirchgemeinde im Sozialraum. Voraussetzungen für professionelle Gemeindediakonie“ wird das Verhältnis von „Kirchgemeinde“ und „Sozialraum“ und die Rolle der „Gemeindediakonie“ darin betrachtet und eine Einordnung der unterschiedlichen Verständnisse versucht.

Es geht um die Beantwortung der Frage: Wie kann die Kirchgemeinde professionell im Sozialraum agieren? Dabei ist im Bezug auf „professionell“ die Außenwirkung von Gemeindediakonie im Sozialraum ebenso in den Blick zu nehmen wie deren Wirkung in die Kirchgemeinde hinein.
Leitend für die vorliegende Arbeit ist dabei die These:
Kirchgemeinden sind Akteure im Sozialraum. Sie schöpfen aber mit der bisherigen Praxis von Gemeindediakonie nicht (immer) ihr volles Potential an Ressourcen und Chancen für sich und den Sozialraum aus. Professionelle Gemeindediakonie hingegen versteht es, das je eigene Potential und Profil der Kirchgemeinde passend für den je eigenen Sozialraum zu nutzen.

An der Leitfrage und der grundlegenden These wird deutlich, dass das Ziel der vorliegenden Arbeit nicht darin besteht, einen (weiteren) Beitrag zum WARUM von kirchgemeindlicher Sozialer Arbeit zu leisten, sondern vielmehr ist meine leitende Intention zu überlegen, WIE ein solches gemeindediakonisches Engagement professionell i.S. von passend aussehen kann. Dabei erhebt sie keinesfalls den Anspruch, einen abschließenden Konzeptentwurf von (professioneller) Gemeindediakonie bzw. kirchgemeindlichen Engagements aufzustellen, sondern soll im Gegenteil dazu anregen, bisherige gemeindediakonische Aktivitäten als solche zu erkennen, zu würdigen und im Blick auf den Sozialraum weiter zu fragen, was darüber hinaus von der Kirchgemeinde geleistet werden kann.

Das erste Kapitel stellt zunächst eine begriffliche Einordnung der Konstrukte „Sozialraum“, „Kirchgemeinde“ und „Diakonie“ dar. Auf dieser aufbauend wird im zweiten Kapitel die Rolle der „Gemeindediakonie“ innerhalb des Verhältnisses von „Sozialraum“ und „Kirchgemeinde“ betrachtet. Diese Verhältnisbestimmung dient als Grundlage für die Bearbeitung der Voraussetzungen professioneller Gemeindediakonie im dritten Kapitel. Dabei wird u.a. aus den verschiedenen Aspekten gemeindediakonischen Handelns eine Matrix gebildet, mit deren Hilfe die je eigene Gemeindediakonie in den je eigenen Kirchgemeinden und Sozialräumen abgebildet werden kann. Das vierte Kapitel bündelt die Erkenntnisse der Arbeit und zeigt weiterführende Gedanken und Fragen auf.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Begriffliche Einordnung

1.1 Sozialraum

1.2 Kirchgemeinde

1.3 Diakonie/Gemeindediakonie

2. Die Rolle der Gemeindediakonie

2.1 Diakonie in der Gesellschaft

2.2 J.H.Wicherns Gutachten über den Diakonat

2.2.1 Grundgedanken

2.2.2 Wirkungsgeschichte

2.3 Gemeindediakonie als Brücke zwischen Kirchgemeinde und Sozialraum

2.3.1 Überblick über weitere Konzeptionen von Gemeindediakonie

2.3.2 Thesen zur Gemeindediakonie

2.3.3 „Professionelle“ Gemeindediakonie

3. Voraussetzungen professioneller Gemeindediakonie

3.1 Wie ist der Status Quo?

3.2 Wer trägt die Gemeindediakonie mit welchen Erwartungen?

3.3 Wie kann die Gemeindediakonie ausgestaltet werden?

3.3.1 Dimensionen der Gemeindediakonie

3.3.2 Formen der Gemeindediakonie

3.4 Welche Akteure braucht professionelle Gemeindediakonie?

4. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Kirchgemeinde und Sozialraum, um zu beantworten, wie Kirchgemeinden professionell im Sozialraum agieren können. Das primäre Ziel ist es, Voraussetzungen für ein gemeindediakonisches Handeln zu identifizieren, das das spezifische Potenzial der Kirchgemeinde für den jeweiligen Sozialraum nutzbar macht.

  • Systemtheoretische Verortung der Diakonie
  • Analyse des Diakonatskonzepts nach J.H. Wichern
  • Differenzierung von Gemeindediakonie-Konzeptionen
  • Entwicklung einer Matrix zur Reflexion gemeindediakonischer Handlungsfelder
  • Anforderungen an Akteure und Trägerstrukturen der Gemeindediakonie

Auszug aus dem Buch

0. Einleitung

Stellen sie sich vor, sie sind Mitglied eines Kirchenvorstandes in einer kleinstädtischen Kirchgemeinde. … Stellen sie sich vor, ihr Antrieb besteht darin, die Kirchgemeinde nach innen als Heimat zu prägen und nach außen als festen Bestandteil in der Stadt zu etablieren. … Stellen sie sich vor, dass sie und auch die Gemeindeglieder mit der kirchgemeindlichen Arbeit wie sie zurzeit geschieht recht zufrieden sind. Aber dennoch merken sie, dass ihnen persönlich und auch im Blick auf die Arbeit der Kirchgemeinde etwas fehlt – sie wissen nur noch nicht, was genau es sein könnte. … Stellen sie sich vor, dass plötzlich die Stadt auf die Kirchgemeinde zu geht und fragt, ob diese Träger eines sozialpädagogischen Projekts werden will. … Sie finden heraus, dass eines ihrer Kirchengebäude inmitten eines sogenannten sozialen Brennpunktes liegt. Sie denken: Das könnte es sein; das ist vielleicht das Fehlende! … Stellen sie sich vor, sie denken diese Gedanken nicht allein und die Kirchgemeinde wird zum Träger eines offenen Treffs. … Stellen sie sich vor, dass Fördermittel fließen, dass die Stadt als Partnerin mit einspringt und dass tatsächlich ein Sozialarbeiter eingestellt wird, Ehrenamtliche – sie eingeschlossen – engagieren sich. Das Projekt läuft an! … Und stellen sie sich vor, dass ihnen schon kurze Zeit später ein treues Gemeindemitglied nach einem Gottesdienst sagt: „Wissen sie, ihr soziales Projekt ist ja gut und schön, aber die Leute, die da kommen, habe ich noch nie hier im Gottesdienst gesehen.“ … … …

In dieser Gemeindesituation zeigt sich m.E. die Schwierigkeit gemeindediakonischen Handelns innerhalb der Kirchgemeinde: Kirchgemeinden sind mit Menschen im Kontakt und erfahren so deren unterschiedlichen Lebenslagen. Zudem besitzen sie die große Chance über ihre Kirchgemeindegrenzen hinaus in den Sozialraum als Treffpunkt und mehr noch als Mitgestalter und Aktivator zu wirken. Schwierig ist dabei, dass verschiedene Erwartungen und Verständnisse der Ausgestaltung und Zielstellung von Gemeindediakonie innerhalb der Kirchgemeinde aufeinanderprallen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt mittels eines konstruierten Beispiels in die Problematik ein, dass unterschiedliche Erwartungen an gemeindediakonische Arbeit innerhalb einer Kirchgemeinde aufeinanderprallen.

1. Begriffliche Einordnung: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundbegriffe „Sozialraum“, „Kirchgemeinde“ und „Diakonie“ unter Einbeziehung sozialtheoretischer Ansätze wie Lebensweltorientierung und Gemeinwesenarbeit.

2. Die Rolle der Gemeindediakonie: Hier wird die Rolle der Diakonie im Verhältnis von Kirchgemeinde und Sozialraum beleuchtet, unter anderem durch die Systemtheorie Luhmanns und das Gutachten Wicherns.

3. Voraussetzungen professioneller Gemeindediakonie: Dieses Kapitel bietet eine methodische Reflexion der Trägerschaft, Ausgestaltung und Akteure der Gemeindediakonie, unter anderem durch die Anwendung einer Matrix.

4. Resümee und Ausblick: Das Fazit bündelt die Erkenntnisse und betont, dass professionelle Gemeindediakonie ein optimales Passungsverhältnis zwischen Kirchgemeinde und Sozialraum voraussetzt.

Schlüsselwörter

Gemeindediakonie, Sozialraum, Kirchgemeinde, Diakonat, Gemeinwesenarbeit, Systemtheorie, Professionalisierung, Nächstenliebe, Sozialraumorientierung, Ehrenamt, Soziale Arbeit, Passungsverhältnis, Akteure, Diakonieausschuss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Kirchgemeinden professionell im Sozialraum agieren können, indem sie ihr spezifisches Profil und Potenzial passgenau für ihren jeweiligen Sozialraum einsetzen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Gemeindediakonie, die Rolle der Kirchgemeinde als Akteur im Sozialraum sowie die praktische Ausgestaltung und Trägerschaft diakonischer Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Voraussetzungen und Reflexionskriterien zu erarbeiten, die Kirchgemeinden helfen, ihr gemeindediakonisches Engagement professionell zu entwickeln und zu steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer und theologischer Konzepte sowie die Erarbeitung einer Matrix als Reflexionsinstrument zur Einordnung gemeindediakonischer Aktivitäten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die begriffliche Einordnung, die Analyse der Rolle der Gemeindediakonie (inkl. historischer Perspektiven) und die Erörterung der Voraussetzungen für eine professionelle Gestaltung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Neben dem zentralen Begriff der Gemeindediakonie sind dies vor allem Sozialraum, Passungsverhältnis, Diakonat sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen von Mitarbeitenden.

Was ist das „optimale Passungsverhältnis“ laut Autor?

Es beschreibt den Zustand, in dem die Aktivitäten einer Kirchgemeinde nicht willkürlich gewählt sind, sondern die Geschichte der Gemeinde, die Kompetenzen der Mitglieder und die konkreten Bedarfe des Sozialraums ideal miteinander harmonieren.

Warum ist ein „Diakonieausschuss“ wichtig?

Ein solcher Ausschuss dient als organisatorisches Rückgrat, um diakonische Impulse in der Gemeinde zu bündeln, zu koordinieren und so die Einbindung ins Gemeindeleben zu sichern.

Ist ein hauptamtlicher Sozialarbeiter für Gemeindediakonie zwingend erforderlich?

Nein. Der Autor betont, dass zwar ein Verantwortlicher nötig ist, dies aber je nach Größe und Kapazität der Gemeinde eine ehrenamtliche Person, ein Ausschuss oder auch ein externer Kooperationspartner sein kann.

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Résumé des informations

Titre
Kirchgemeinde im Sozialraum
Sous-titre
Voraussetzungen für professionelle Gemeindediakonie
Université
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Note
2,0
Auteur
Alexander Letzian (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
71
N° de catalogue
V190126
ISBN (ebook)
9783656145646
ISBN (Livre)
9783656145455
Langue
allemand
mots-clé
Soziale Arbeit Kirche Gemeindediakonie Kirchgemeinde Sozialraum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Letzian (Auteur), 2012, Kirchgemeinde im Sozialraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190126
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Extrait de  71  pages
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