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Internet kills the Radio Star?

Eine Entwicklungsanalyse des deutschen Radiomarktes unter Betrachtung digitaler Verbreitungswege

Title: Internet kills the Radio Star?

Thesis (M.A.) , 2010 , 112 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Fabian Pickel (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Ansatz

Das Erkenntnisinteresse leitend ist die Frage, ob und wieweit zu erwarten ist, dass sich die bisherigen Rezipienten mit ihrem über viele Jahre gefestigten Hörverhalten der relativen Neuheit Internetradio in naher Zukunft massenhaft öffnen und auf ihre neuen technischen Nutzungsoptionen zurückgreifen werden.
Um hier zu einem Ergebnis zu kommen und eine Einschätzung über die künftige Entwicklung abgeben zu können, werde ich den wissenschaftlichen Stand der existierenden Literatur zu relevanten Aspekten dieses Themas auswerten und diesen mit Daten der Markt- und Medienforschung zum Hörfunk korrelieren.

So stelle ich im Rahmen einer Sekundäranalyse die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Hörerforschung zur gegenwärtigen Nutzung des Mediums Radio auf der einen Seite den Potenzialen und Eigenschaften der betrachteten neuen Medien und deren Diensten auf der anderen Seite gegenüber. Die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen untersuche ich anschließend daraufhin, ob die erwartete Entwicklung als ein Individualisierungsphänomen betrachtet werden kann oder nicht. Des Weiteren eruiere ich unter Berücksichtigung der Komplexitätsreduktion, ob die Hörer die vorausgesetzte Entscheidungskompetenz bei der künftigen Radionutzung mitbringen oder ob sie ihr Radio - um Komplexität zureduzieren - auch künftig auf ihre altbekannten Sender justieren werden. Eine exakte Klärung des Begriffes der Komplexität im Sinne dieser Arbeit lehnt sich an die Definition Niklas Luhmanns an und wird in Kapitel 5.2. geliefert.

Ergebnis

Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Forschung zum Mediennutzungsverhalten, hierbei insbesondere der Hörfunknutzung, kritisch zu präsentieren und durch eine Betrachtung der Potenziale der neuen digitalen Verbreitungswege und Endgeräte eine Analyse darüber zu liefern, welche Perspektiven sich künftig für den deutschen Radiomarkt ergeben. Es soll überprüft werden, inwieweit Individualisierungstendenzen bei der Radionutzung (Aufspaltung des Hörfunkkonsums auf eine größere Anzahl von Stationen) zu erwarten sind und ob die Komplexität der neuen digitalen Radiowelt für den Nutzer handhabbar sein wird.
Ich möchte damit eine Einschatzung darüber anbieten, welche Effekte die Digitalisierung auf das Hörverhalten der Radio-Rezipienten in Deutschland haben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. „VIDEO KILLED THE RADIO STAR.“ – TATSÄCHLICH?

1.2. NEUARTIGE KONKURRENZ: INTERNETRADIO UND SEINE POTENZIALE

1.3. SZENARIEN UND KONSEQUENZEN EINER KÜNFTIGEN HÖRFUNKNUTZUNG

1.4. BEGRÜNDUNG DER THEMATISCHEN RELEVANZ

1.5. FRAGESTELLUNG: HAT DER KONVENTIONELLE HÖRFUNK NOCH EINE PERSPEKTIVE?

1.6. VORGEHENSWEISE / AUFBAU DIESER ARBEIT

1.7. ZU GRUNDE LIEGENDES EMPIRISCHES MATERIAL

2. RADIO IN DEUTSCHLAND

2.1. DER KONVENTIONELLE RADIO-BEGRIFF

2.2. PROGRAMMENTWICKLUNG VOM VOLLPROGRAMM ZUM FORMATRADIO

2.3. PROGRAMMGESTALTUNG UND ZIELGRUPPENAUSRICHTUNG IM FORMATRADIO

2.4. DIE HOMOGENITÄT DES KONVENTIONELLEN PROGRAMMANGEBOTES

2.5. HÖRNUTZUNGSVERHALTEN

2.6. EINSCHALTMOTIVATIONEN

2.7. DAS IDEALRADIO AUS DER REZIPIENTENPERSPEKTIVE

3. TECHNISCHE INNOVATIONEN UND EINE VERÄNDERTE MEDIENNUTZUNG

3.1. TECHNISCHE INNOVATIONEN DER VERGANGENHEIT UND IHRE KONSEQUENZEN FÜR DAS RADIO

3.2. GEGENWÄRTIGE TECHNISCHE INNOVATIONEN

3.2.1. INTERNETRADIO

3.2.1.1. DEFINITION INTERNETRADIO

3.2.1.2. UNTERSCHIEDE ZUM KONVENTIONELLEN RADIO

3.2.1.3. DISTRIBUTION, MARKT

3.2.1.4. NUTZUNGSPARAMETER

3.2.2. ONLINE-RADIODIENSTE

3.2.3. PODCASTING

3.2.4. MOBILE MEDIENABSPIELGERÄTE

4. KONSEQUENZEN DER NEUEN TECHNOLOGIEN FÜR DAS HÖRNUTZUNGSVERHALTEN UND DIE RADIOINDUSTRIE

4.1. MEDIA-ANALYSE RADIO

4.2. LANGZEITSTUDIE MASSENKOMMUNIKATION

4.3. ARD/ZDF-ONLINESTUDIE

4.4. WDR-WEBRADIOSTUDIE 2007/2008

5. THEORETISCHE ERKLÄRUNGSVERSUCHE

5.1. HYPOTHESE 1: KONVENTIONELLES MASSENRADIO EXISTENZIELL BEDROHT

5.1.1. THEORETISCHE BEGRÜNDUNG: INDIVIDUALISIERUNGSTENDENZEN IN DER MEDIENNUTZUNG

5.1.2. MODERNISIERUNG UND INDIVIDUALISIERUNG BEI ULRICH BECK

5.1.3. RÜCKLÄUFIGE KONVENTIONELLE RADIONUTZUNG ALS INDIVIDUALISIERUNGSSYMPTOM

5.2. HYPOTHESE 2: KONVENTIONELLES MASSENRADIO WIRD FORTBESTEHEN

5.2.1. THEORETISCHE BEGRÜNDUNG: KOMPLEXE SELEKTIONSPROZESSE BEGÜNSTIGEN KONVENTIONELLEN HÖRFUNK

5.2.2. KOMPLEXITÄTSREDUKTION BEI NIKLAS LUHMANN

5.2.3. GERINGE STATIONÄRE INTERNETRADIONUTZUNG ALS BEISPIEL FÜR KOMPLEXITÄT?

5.3. ERGEBNIS

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Magisterarbeit analysiert die Auswirkungen digitaler Verbreitungswege und technischer Innovationen auf das Hörverhalten deutscher Radiohörer sowie die Konsequenzen für den Radiomarkt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit das konventionelle Massenradio durch diese Entwicklungen existenziell bedroht ist oder ob es sich durch Anpassungsfähigkeit behaupten kann, wobei insbesondere die Konvergenz von Audiomedien mit digitalen Endgeräten im Fokus steht.

  • Konvergenz von Radio und Internet (Internetradio, Streaming)
  • Einfluss von Digitalisierung auf Programmgestaltung und Nutzung
  • Individualisierungstendenzen in der Mediennutzung vs. Komplexitätsreduktion
  • Perspektiven des konventionellen terrestrischen Hörfunks (UKW)

Auszug aus dem Buch

1.1. „Video killed the radio star.” – Tatsächlich?

Bereits rund 20 Jahre zuvor sahen die Zukunftsperspektiven des Mediums Radio zunächst ungewiss aus: In den 60er-Jahren hatte das Fernsehen in den deutschen Wohnstuben Einzug gehalten. Das damals neue Medium bediente in der Anfangsphase vor allem das Bedürfnis nach Unterhaltung und bebilderter Information, das Radio bekam die Auswirkungen der neuen Konkurrenzsituation zu spüren: Die Hauptaufmerksamkeit des Rezipienten verlagerte sich vom Radioempfänger zusehends zum Fernsehapparat. Bemerkbar machte sich dies vor allem – und dies bis heute – in den Abendstunden. Der ‚Fernsehschatten‘ stellte sich ein. Das Phänomen beschreibt die Tatsache, dass die Radionutzung in den Abendstunden hinter der Fernsehnutzung zurückbleibt.

In den folgenden Jahrzehnten kamen mit der Schallplatte, der Kassette, der CD und der MiniDisc verschiedene Tonträger auf den Markt, die zumindest den Genuss von Musik vom Medium Radio entkoppelten. Sie veränderten nicht nur die soziale Rezeptionssituation von Musikwerken, indem sie unabhängig von Ort und Zeit erfahrbar wurden. Sie machten auch ein Einschalten des Radiogerätes obsolet, wenn man nur seine Lieblingsstücke hören wollte.

All diese unterschiedlichen, strukturellen Veränderungen der Rahmenbedingungen haben dennoch Gemeinsamkeiten in Bezug auf ihre Auswirkungen auf das Radio: Weder das Musikfernsehen im Speziellen noch das Fernsehen im Allgemeinen noch die unterschiedlichen Tonträger haben das Medium Radio bis dato seiner Existenz berauben können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema durch die Analyse der Konkurrenzsituation des Radios zu neuen Medien und Definition der Forschungsfrage.

2. RADIO IN DEUTSCHLAND: Untersuchung der Grundlagen des konventionellen Hörfunks, der Programmentwicklung und der Hörnutzungsparameter.

3. TECHNISCHE INNOVATIONEN UND EINE VERÄNDERTE MEDIENNUTZUNG: Darstellung historischer und aktueller technologischer Neuerungen, insbesondere Internetradio, Podcasting und mobile Endgeräte.

4. KONSEQUENZEN DER NEUEN TECHNOLOGIEN FÜR DAS HÖRNUTZUNGSVERHALTEN UND DIE RADIOINDUSTRIE: Kritische Analyse empirischer Studien zur Nutzung digitaler Radioangebote.

5. THEORETISCHE ERKLÄRUNGSVERSUCHE: Gegenüberstellung der Individualisierungsthese nach Beck und der Komplexitätsreduktion nach Luhmann zur Bewertung der Zukunft des Radios.

6. FAZIT: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Entwicklung und Ausblick auf die strategischen Optionen für Programmmacher.

Schlüsselwörter

Radio, Hörfunk, Internetradio, Digitalisierung, Mediennutzung, Massenradio, Individualisierung, Komplexitätsreduktion, Online-Radiodienste, Podcasting, Musiknutzung, Webradio, Medienwandel, Nutzerverhalten, Programmformatierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklungsanalyse des deutschen Radiomarktes im Kontext der Digitalisierung und der Konkurrenz durch neue digitale Verbreitungswege.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konvergenz von Audiomedien mit digitalen Endgeräten, das veränderte Nutzungsverhalten und die Frage nach der Zukunft des klassischen Massenradios.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit ergründet, inwieweit das konventionelle Massenradio durch neue digitale Technologien existenziell bedroht ist oder ob es sich durch Anpassung als "Evolution" weiterentwickeln wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autor setzt eine Sekundäranalyse wissenschaftlicher Literatur und empirischer Daten der Markt- und Medienforschung (wie Media-Analyse, ARD/ZDF-Onlinestudie) ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert technische Innovationen (Internetradio, Podcasts, mobile Geräte), stellt sie der Historie des Hörfunks gegenüber und diskutiert die soziologischen Theorien der Individualisierung und Komplexitätsreduktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Radio, Internetradio, Digitalisierung, Individualisierung, Mediennutzung und Komplexitätsreduktion.

Wie bewerten die untersuchten Studien die Nutzung von Internetradio?

Die Studien deuten darauf hin, dass die Nutzung von Internetradio derzeit noch stark von der Wahl des Endgeräts abhängt, wobei iRadios die Nutzung intensivieren, während die reine PC-Nutzung oft noch als komplex wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt die Komplexitätsreduktion bei der Radionutzung?

Der Autor argumentiert mit Niklas Luhmann, dass Hörer bei einer unüberschaubaren Programmvielfalt des Internets zur Komplexitätsreduktion auf vertraute, traditionelle Marken und Sender zurückgreifen.

Was bedeutet das "Rieplsche Gesetz" in diesem Kontext?

Das Rieplsche Gesetz besagt, dass einmal etablierte Medien durch neue Medien nicht vollständig verdrängt werden, sondern sich spezialisieren und neben den neuen Angeboten weiter bestehen.

Was ist das Fazit zur Zukunft des Radios?

Der Autor sieht keine Revolution, sondern eine Evolution des Radiomarktes, in der sich das konventionelle Radio durch stärkere Spezialisierung und Individualisierung auf die Bedürfnisse der Hörer behaupten muss.

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Details

Title
Internet kills the Radio Star?
Subtitle
Eine Entwicklungsanalyse des deutschen Radiomarktes unter Betrachtung digitaler Verbreitungswege
College
University of Hamburg
Grade
1,2
Author
Fabian Pickel (Author)
Publication Year
2010
Pages
112
Catalog Number
V190156
ISBN (eBook)
9783656145578
ISBN (Book)
9783656145486
Language
German
Tags
Radio Rundfunk Internet Internetradio Onlinemedien Online WLAN-Radio Internet-Radio Webradio Mediennutzung Ulrich Beck Niklas Luhmann Radiomarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Pickel (Author), 2010, Internet kills the Radio Star?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190156
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