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Oswald Spenger - Der Untergang des Abendlandes

Analyse des dritten Kapitels "Makrokosmos" hinsichtlich einer Urseele

Título: Oswald Spenger - Der Untergang des Abendlandes

Trabajo de Seminario , 2012 , 14 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Markus Hahn (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Oswald Spengler fasst die Geschichte der Menschheit als einzelne Geschichten von Kulturen auf. Sein Ansatz besteht im Wesentlichen darin, neben der kausalen, mechanischen Geschichtsschreibung eine physiognomische, organische Beschreibung darzustellen. Die morphologische Beobachtung von Kulturen nach Spengler geht davon aus, dass die Geschichte Ausdruck, Form und Zeichen sichtbar gewordenen Symbole der Urseele sei, welche sich durch die Menschen und ihre Stile ausdrücken würde. Eine Kultur wird in dem Moment geboren, in dem eine Gemeinschaft erwacht, die Urseele erschaut und stirbt ab, wenn die Seele alle Möglichkeiten der Gestaltung ausgeschöpft hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Welt der Symbole

3. Das Raumkonzept

4. Die Urseele als treibende Kraft

5. Apollonische und faustische Seele

6. Kunst als Ausdruckssprache

7. Kritische Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse des dritten Kapitels "Makrokosmos" aus Oswald Spenglers Werk "Der Untergang des Abendlandes". Ziel ist es, Spenglers morphologische und organische Sichtweise auf die Geschichte zu beleuchten, in der Kulturen nicht als lineare Abfolgen, sondern als eigenständige Lebensformen mit einer Seele und einem spezifischen Schicksal verstanden werden.

  • Die physiognomische Betrachtung von Kulturen und die Bedeutung der Urseele.
  • Die symbolische Sprache der Natur und des Raumes im Kontext des Makrokosmos.
  • Die Unterscheidung zwischen apollonischer und faustischer Seele.
  • Die organische Entwicklungslehre: Entstehen, Blüte und Verfall einer Kultur.
  • Kunst als Ausdrucksmittel und die Unübersetzbarkeit kultureller Sinnwelten.

Auszug aus dem Buch

Die Welt der Symbole

Die gesamte Natur mit all "...ihren Wäldern, Triften, Herden, Wolken Sternen, mit Mondnächten und Gewittern, Blühen und Welken, Nähe und Ferne ist sinnbildlicher Eindruck des Kosmischen auf uns..." Damit stellt Spengler fest, dass eine Urseele existiert und auf uns Einfluss nimmt. Diese Urseele wird aus der "mütterlichen Landschaft" heraus geboren und nimmt einen massiven Einfluss auf die dortige Kultur. Die dort entwickelte Kultur ist durch die Landschaft und die Natur geprägt und in ihrem Handlungsrahmen auf die vorherrschenden Bedingungen beschränkt. Ein Mensch aus einer hauptsächlich aus Wüsten bestehenden Natur denkt und handelt anders als ein Mitteleuropäer. Die Natur als Gesamtheit determiniert als treibende Kraft den gesamten Verlauf der Entwicklung. Genau wie die gesamte Welt sich in einem ständigen Wandel befindet, der vom Entstehen über die Blüte bis zum Vergehen geht, verhält es sich mit Kulturen. Dieses Schema kann gut an einer Pflanzen verdeutlicht werden. Sie bohrt sich kraftvoll aus der Erde nach oben, wächst und bildet Knospen aus, um kurz darauf in voller Pracht aufrecht ihre Blütenvielfalt in den hellen Raum zu strecken, nur um schließlich wieder zu vergehen und eins zu werden mit der Natur. Dieser Wandel ist gleichzeitig auch symbolisch aufzufassen. Mit jeder Stufe der Entwicklung der Pflanze wird auf der einen Seite die vorangegangenen Stufe negiert, aber gleichzeitig steht dies aktuelle Stufe auch für einen Zustand der Pflanze.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in Spenglers morphologischen Ansatz, der die Geschichte als organische Abfolge individueller Kulturen mit einer eigenen Urseele begreift.

Die Welt der Symbole: Erläuterung der Bedeutung von Symbolen als Ausdruck des "Kosmischen" und der Einfluss der mütterlichen Landschaft auf die Formung einer Kultur.

Das Raumkonzept: Untersuchung der unterschiedlichen Raumwahrnehmungen verschiedener Kulturen und wie diese das architektonische und künstlerische Handeln bestimmen.

Die Urseele als treibende Kraft: Darstellung der Theorie, dass 8 Hochkulturen durch eine interne treibende Quelle bedingt sind, die deren gesamten Entwicklungslauf steuert.

Apollonische und faustische Seele: Gegenüberstellung der antiken, auf das Hier und Jetzt fokussierten Seele mit der abendländischen, willensstarken und unendlichkeitsstrebenden Seele.

Kunst als Ausdruckssprache: Analyse von Imitation und Ornament als künstlerische Mittel sowie die Kritik an der starren Trennung von Stilepochen.

Kritische Betrachtung: Reflexion über den Wert des organischen Kulturvergleichs und die Grenzen der historischen Analyse.

Schlüsselwörter

Oswald Spengler, Makrokosmos, Urseele, Morphologie, Kulturgeschichte, Faustische Seele, Apollonische Seele, Symbolik, Raumkonzept, Abendland, Historischer Zyklus, Kulturvergleich, Entfaltung, Zerfall, Weltanschauung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Analyse grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das dritte Kapitel "Makrokosmos" aus Oswald Spenglers Hauptwerk und untersucht seine methodische Herangehensweise an die Geschichtsschreibung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die organische Betrachtung von Geschichte, das Konzept der Urseele, die Bedeutung von Symbolen und die Unterschiede in der Raumauffassung verschiedener Hochkulturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Spenglers Theorie verständlich zu machen, nach der Kulturen wie lebendige Organismen entstehen, blühen und wieder vergehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Spengler laut dem Text?

Er verwendet eine physiognomische und morphologische Methode, die Kulturen nicht mechanisch-kausal, sondern als organische Einheiten betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Themenkomplexe Symbolik, das spezifische Raumkonzept der jeweiligen Kulturen, die Differenz zwischen apollonischer und faustischer Seele sowie eine kunsthistorische Einordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kulturmorphologie, Urseele, Symbolik, Faustische Seele und das Raumkonzept geprägt.

Warum unterscheidet Spengler zwischen einer "apollonischen" und einer "faustischen" Seele?

Er nutzt diesen Vergleich, um den Gegensatz zwischen der antiken Beschränkung auf das Hier und Jetzt und dem abendländischen Streben nach unendlicher Ausdehnung zu verdeutlichen.

Wie erklärt Spengler den Untergang einer Kultur?

Der Untergang ist für ihn ein notwendiger, natürlicher Prozess, der eintritt, sobald eine Kultur alle Möglichkeiten ihrer Gestaltung ausgeschöpft hat und die Seele "erstarrt".

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Detalles

Título
Oswald Spenger - Der Untergang des Abendlandes
Subtítulo
Analyse des dritten Kapitels "Makrokosmos" hinsichtlich einer Urseele
Universidad
University of Graz
Calificación
2
Autor
Markus Hahn (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
14
No. de catálogo
V190318
ISBN (Ebook)
9783656147527
ISBN (Libro)
9783656148029
Idioma
Alemán
Etiqueta
Oswald Spengler Urseele Philosophie Der Untergang des Abendlandes Gesellschaft Kultur Seele Abendland fautsich Symbole Kraft Kunst Ausdruck
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Hahn (Autor), 2012, Oswald Spenger - Der Untergang des Abendlandes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190318
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