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Jugendkriminalität. Wann wird abweichendes Verhalten kriminell?

Titre: Jugendkriminalität. Wann wird abweichendes Verhalten kriminell?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 25 Pages , Note: 2,4

Autor:in: Bel S. (Auteur)

Pédagogie - Divers
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Die folgende Seminararbeit soll der Zusammenfassung, der im Seminar „Jugendkriminalität“ behandelten Themen dienen. Wenn wir über Kriminalität reden wollen, müssen wir in erster Linie genau definieren, was abweichendes Verhalten ist. Dabei muss man zwischen abweichendem und kriminellem Verhalten unterscheiden. Wann wird ein abweichendes Verhalten kriminell?

Im zweiten Teil der Arbeit werden das Strafgesetzbuch, Jugendgerichtsgesetz und das Kinder- und Jugendhilfegesetz vorgestellt und ein Vergleich zwischen allgemeiner Kriminalität und Jugendkriminalität gezogen. Dabei wird auf verschiedene Deliktarten und Straftaten eingegangen. Intensivtätern kommt eine Sonderrolle zu.

Im dritten Abschnitt greifen wir die Medienanalyse auf, um zu klären wie wahrheitsgetreu, die in den Medien erscheinenden kriminellen Berichte sind. Dabei ist gegenseitige Beeinflussung von Medien und Politik nicht unwesentlich. Zudem behandeln wir kurz Chancen und Grenzen der polizeilichen Kriminalstatistik.

Im vierten Teil der Arbeit geht es um Erklärungsansätze krimineller Phänomene. Dabei versuchen wir hauptsächlich anhand soziologischer Theorien Jugendkriminalität zu erklären. Abschließend wird das Thema Intervention angerissen und auf tertiäre Prävention eingegangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Abweichendes Verhalten

Kriminalität

Mediengewalt und politische Bildung

Theorien zur Erklärung krimineller Phänomene

„Neuköllner Modell“

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, die im Seminar „Jugendkriminalität“ behandelten Kerninhalte zusammenzufassen und kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht dabei die differenzierte Betrachtung von kriminellen Phänomenen, ihrer soziologischen Erklärung sowie die praktische Anwendung von Präventionsansätzen anhand des „Neuköllner Modells“.

  • Definition und Abgrenzung von abweichendem und kriminellem Verhalten
  • Strukturelle Analyse der rechtlichen Grundlagen des Jugendstrafrechts
  • Einfluss von Medienberichterstattung auf die Wahrnehmung von Kriminalität
  • Darstellung soziologischer Theorien (z.B. Anomietheorie, Etikettierungsansatz)
  • Kritische Evaluation des „Neuköllner Modells“ zur Prävention von Jugendkriminalität

Auszug aus dem Buch

Subkulturtheorie

Die Subkulturtheorie erklärt kriminelles abweichendes Verhalten aus Gruppenzugehörigkeit. Subkultur bezeichnet Lebensformen, die sich innerhalb einer gesellschaftlichen, in sich geschlossenen Teilkultur entfalten. Sie unterscheiden sich in Normen, Werte, Verhaltensweisen sowie Bedürfnisse von denjenigen in der dominierenden Gesamtkultur. Subkulturen sind also eine Art eigene Gesellschaft, die an die Gesamtgesellschaft anschließen. Der Subkulturansatz geht von einer Normen- und Wertedifferenz aus, wobei sich die Subkulturen zum einen an Normen und Werte der herrschenden und übergeordneten Kultur orientieren, zum anderen aber auch enorme Unterschiede, die die Subkultur von der Kultur der gesellschaftlichen Mehrheit abgrenzen, aufweisen. Für das Phänomen Jugendkriminalität wird dieser Ansatz häufig genutzt, da das kriminelle Verhalten von Jugendlichen, die einer Subkultur angehören, sich kulturell von Normen und Werten der Gesamtgesellschaft unterscheidet. Abweichendes Verhalten, wenn die Normen der Subkultur auch dann gegenüber der Gesellschaft vertreten und befolgt werden, wenn sie deren Normen widersprechen. Mit der Subkulturtheorie kann jedoch keine fallspezifische Analyse erfolgen, da sie dazu zu allgemein ist. Die dominierende Gesellschaft als Maßstab führt außerdem zu einer Unterbewertung abweichender Kulturen und erlaubt daher keine objektive Untersuchung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Überblick über die Themenbereiche der Arbeit, beginnend bei der Definition abweichenden Verhaltens bis hin zur Einführung des „Neuköllner Modells“.

Abweichendes Verhalten: Theoretische Herleitung von Devianz und deren sozialer Stigmatisierung im gesellschaftlichen Kontext.

Kriminalität: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch Strafgesetzbuch, Jugendgerichtsgesetz und Kinder- und Jugendhilfegesetz sowie Kriterien der Deliktbeurteilung.

Mediengewalt und politische Bildung: Analyse des Einflusses von Medien auf das Kriminalitätsbild und die methodische Vorgehensweise bei Inhaltsanalysen.

Theorien zur Erklärung krimineller Phänomene: Vorstellung soziologischer Erklärungsmodelle wie der Anomietheorie, des Etikettierungsansatzes und des Selbstkontrollkonzepts.

„Neuköllner Modell“: Praxisorientierte Betrachtung der Strategie zur schnellen Ahndung jugendlicher Straftaten sowie deren kritische Würdigung.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Komplexität von Jugendkriminalität und der Bedeutung von Erziehung als Präventionsmaßnahme.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Abweichendes Verhalten, Devianz, Kriminalstatistik, Neuköllner Modell, Jugendstrafrecht, Anomietheorie, Etikettierungsansatz, Soziale Kontrolle, Prävention, Stigmatisierung, Medienwirkung, Intensivtäter, Delinquenz, Erziehungsgedanke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Zusammenfassung des im Seminar behandelten Themas „Jugendkriminalität“, indem sie sowohl theoretische Definitionen als auch aktuelle Interventionsmodelle analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die soziologische Definition von Devianz, die rechtlichen Grundlagen des Jugendstrafrechts, die mediale Darstellung von Kriminalität sowie ausgewählte Erklärungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Entstehung von Jugendkriminalität zu schaffen und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie die qualitative Untersuchung von Fallbeispielen und Medienberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Devianz, Theorien) und einen Transferteil, der das „Neuköllner Modell“ zur effektiven Bekämpfung von Jugendkriminalität beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „abweichendes Verhalten“, „Etikettierungsansatz“, „Intensivtäter“ und das „Neuköllner Modell“ geprägt.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft laut dem Neuköllner Modell?

Das Modell und die Analysen von Richterin Heisig thematisieren den Zusammenhang zwischen Bildungsdefiziten, Migrationshintergrund und dem Risiko für eine kriminelle Karriere.

Warum wird der Begriff „Knast light“ im Zusammenhang mit dem Neuköllner Modell verwendet?

Dies bezieht sich auf die kurzen Arrestzeiten, die als pädagogische Maßnahme dienen sollen, um Jugendlichen die Konsequenzen ihres Handelns frühzeitig und unmittelbar aufzuzeigen.

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Résumé des informations

Titre
Jugendkriminalität. Wann wird abweichendes Verhalten kriminell?
Université
University of Potsdam  (Department für Erziehungswissenschaften)
Cours
Jugendkriminalität
Note
2,4
Auteur
Bel S. (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
25
N° de catalogue
V190346
ISBN (ebook)
9783668321830
Langue
allemand
mots-clé
Abweichendes Verhalten Kriminalität Mediengewalt Theorien kriminelle Phänomene Neuköllner Modell
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bel S. (Auteur), 2011, Jugendkriminalität. Wann wird abweichendes Verhalten kriminell?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190346
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Extrait de  25  pages
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