Usability als Qualitätskriterium


Seminararbeit, 2012
14 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Usability als Qualitätskriterium

2 Usability-Forschung
2.1 Usability-Evaluierung
2.2 Usability-Test

3 Usability-Kriterien
3.1 Lesbarkeit
3.2 Gestaltung
3.3 Navigation
3.4 Übersichtlichkeit
3.5 Fehlertoleranz
3.6 Konsistenz

4 Anwendungsbeispiel Mobile App
4.1 Studienaufbau
4.2 QuickWins

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Usabilityprozess

Abbildung 2: Legende - Priorisierung der Erkenntnisse

Abbildung 3: E-Mail-Konto einrichten - Login-Probleme

Abbildung 4: Zentraler Posteingang - nicht geöffnet

Abbildung 5: E-Mails verwalten - Spam- und Ungelesen-Markierung

1 Usability als Qualitätskriterium

Im folgenden Kapitel wird zum einen der Begriff Usability definiert und dessen Bedeutung für die Qualität eines Angebots erläutert.

„ Usability l ä sst sich mit Benutzerfreundlichkeit ü bersetzen. Faktoren, die dazu beitragen sind einfache Erlernbarkeit (intuitive Verst ä ndlichkeit), Aufgabenangemessenheit, Ber ü cksichtigung von Vorwissen oder Stereo- typien des Verhaltens (Erwartungskomformit ä t) sowie Fehlerrobustheit. “ 1

Wie bereits aus der Definition hervorgeht setzt sich das Kriterium der Benutzerfreundlichkeit aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Dazu zählen die fünf folgenden Eigenschaften, welche jedes User Interface erfüllen sollte:

- Learnability - leichte Erlernbarkeit
- Efficiency - effiziente Benutzbarkeit
- Memorability - langfristige Verankerung
- Errors - geringe Fehlerrate
- Satisfaction - hohe Zufriedenheit2

Usability lässt sich somit als Qualitäts- und Erfolgskriterium eines Angebots umschrei- ben. Sie entscheidet über Akzeptanz und Beliebtheit beim Nutzer. Der Nutzer wiederum hat aktiven Einfluss auf den Erfolg eines Angebots. Wird ein Angebot von den potenzi- ellen Nutzern akzeptiert und geliebt, so weist das auf eine hohe Qualität des Angebotes hin.

2 Usability-Forschung

Das Ziel der Usability ist, Erfolg sowie Qualität eines Angebotes sicherzustellen. Für die Zielerreichung muss das Angebot vom Entwurf über die Konzeption und Erstellung bis hin zu ständiger Optimierung vom Usability-Engineering betreut werden. Der Usabilityprozess zeigt den groben Zyklus bei der Betreuung eines Angebots:

Abbildung 1: Usabilityprozess

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gallitz, P. (2011), o. S.

Die Usability-Forschung muss ein Angebot wie beispielsweise ein Produkt oder ein Web-Angebot demnach in allen Lebenszyklen begleiten. Nur so kann die Qualität und damit der Erfolg sichergestellt werden. In der Usability-Forschung stehen dazu unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Typische Methoden aus der Praxis, sind die Usability-Evaluierung und der Usability-Test.

2.1 Usability-Evaluierung

Bei der Evaluierung ist der Usability Engineer beauftragt, das User Interface zu analy- sieren und aufgrund seiner Erfahrungen möglichst objektiv bewerten. Das Ergebnis ei- ner solchen Evaluierung sollte immer in einer übersichtlichen Präsentation an die Pro- dukt-Entwickler dargestellt werden. Die Subjektivität kann bei einem sogenannten Ex- perten-Review nicht komplett ausgeschlossen werden, da Usability auch immer etwas mit Kreativität zu tun hat. Diese Methode wird meist in der Konzeptphase angewandt. An dieser Stelle bestehen in den meisten Fällen nur Screens des Produktes oder der Webseite.

2.2 Usability-Test

Beim Usability-Test werden unabhängige Probanden aus der vorher definierten Ziel- gruppe eingeladen. Diese Testpersonen sollen den bereits existierenden Prototypen un- ter Beobachtung testen. Die Nutzung erfolgt nach den Anweisungen des Usability- Engineers. Bei den meisten Usability-Tests wird das Eyetracking-Verfahren zur Hilfe genommen. Mit diesem Verfahren können die Augenaktivitäten wie Blickrichtungen, - bewegungen sowie die Verweildauern der Probanden analysiert werden. Dabei nimmt eine spezielle Kamera die Augenbewegungen des Probanden auf. Anschließend werden die Videos von den Usability-Engineers analysiert. Weiterhin werden dem Probanden entweder während oder nach des Tests Fragen zu der Nutzung gestellt. Somit können die Gedankengänge der Testpersonen nachvollzogen und in Zusammenhang mit den Augenaktivitäten gebracht werden. Die Ergebnisse sollten ebenfalls in einer übersichtli- chen Präsentation mit Momentaufnahmen dargestellt werden. Diese Methode wird meist in der Umsetzungsphase angewandt. An dieser Stelle besteht bereits ein Prototyp des Produktes oder des Web-Angebots.

Die eben erläuterten Methoden finden nicht nur in der Konzept- und Umsetzungsphase Anwendung, sondern auch in der Betriebsphase. Hier dienen die Usability-Tests der ständigen Optimierung und somit der Steigerung des Nutzungsgrads.

[...]


1 Dirnbauer, K. (2000), S. 10

2 vgl. Dirnbauer, K. (2000), S. 10

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Usability als Qualitätskriterium
Hochschule
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Qualitäts- und Prozessmanagement
Autor
Jahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V190359
ISBN (eBook)
9783656147459
ISBN (Buch)
9783656147909
Dateigröße
1406 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit bietet ein prägnanten Überblick über die Usability-Forschung und -anwendung.
Schlagworte
Usability, Qualität, Management, Prozess, Forschung, Kriterien, evaluation, Test, Beurteilung, Bedienoberflächen, Web-Usability, Benutzerfreundlichkeit
Arbeit zitieren
Bachelor of Science Christine Baranowski (Autor), 2012, Usability als Qualitätskriterium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190359

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Usability als Qualitätskriterium


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden