Die vorliegende Arbeit wird sich mit dem Friedenskonsolidierungsprozess des Kosovos beschäftigen. Seit der Kosovokrieg im Jahr 1999 durch die NATO Intervention beendet wurde schien der Friedenskonsolidierungsprozess als relativ erfolgreich zu verlaufen, wenn man es mit anderen Konflikten, wie Afghanistan, vergleicht.
Nun war der Kosovo durch den zuletzt aktuellen Grenzkonflikt (vgl. http://www.tagesschau.de/ausland/kosovo482.html) wieder in den internationalen Medien präsent und man konnte erkennen, dass der Friedensprozess im Kosovo noch nicht abgeschlossen ist.
Deswegen wird sich diese Arbeit damit beschäftigen, wie weit der Prozess der Friedenskonsolidierung fortgeschritten ist und dabei besonders die Rolle der EU untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Untersuchungsgegenstand und Begriffsdefinitionen
1.2. Forschungsrahmen
1.2.1. Geschichte des Kosovo
1.2.2. Resolution 1244 / UNMIK
1.2.3. Unabhängigkeitserklärung
1.3. Untersuchungshypothese
2. Hauptteil
2.1. Friedenskonsolidierung und UNMIK
2.1.1. UNMIK
2.1.2. Friedenskonsolidierung
2.2. Die EU im Kosovo
2.2.1. Die EU im Kosovo bis 2007
2.2.3 Die Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX
2.3. Das Kosovo in der EU
2.3.1. Die Uneinigkeit der EU im Hinblick auf den Status des Kosovos
2.3.2. EU – Perspektive des Kosovos?
3. Schlussteil
3.1. Überprüfung der Hypothese
3.2. Fazit
4. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Friedenskonsolidierungsprozess im Kosovo mit einem besonderen Fokus auf der Rolle der Europäischen Union. Dabei wird analysiert, inwieweit die uneinheitliche Haltung der EU-Mitgliedsstaaten hinsichtlich des Status des Kosovos die Legitimation und Handlungsfähigkeit der Union als externer Akteur in diesem Prozess beeinflusst und erschwert.
- Das Konzept der Friedenskonsolidierung und seine Dimensionen
- Die historische Entwicklung des Kosovo-Konflikts und der internationale Rahmen (UNMIK)
- Der institutionelle und politische Beitrag der EU im Kosovo
- Die Herausforderungen der EU-Kosovopolitik aufgrund unterschiedlicher nationaler Interessen
- Die Bedeutung der europäischen Beitrittsperspektive für die Legitimation der EU vor Ort
Auszug aus dem Buch
1.1. Untersuchungsgegenstand und Begriffsdefinitionen
1.1.1. Kosovo. Das Kosovo ist ein südeuropäisches Binnenland zwischen Albanien, Mazedonien, Montenegro und Serbien. Es ist 10 887 km² und hat 1 825 632 Einwohner. Im Kosovo leben viele verschiedene ethnische Gruppen, diese sind zu 92% Albaner und 8% andere Ethnien, wie Serben, Bosnier, Türken, Goranen (ethnische Muslime), Ashkali (ethnische Roma), Sinti und Roma. Im Kosovo ist die muslimische, serbisch orthodoxe und römisch katholische Religion vertreten. Die zwei offiziellen Amtssprachen des Kosovos sind Albanisch und Serbisch, außerdem sind in manchen Gebieten Bosnisch, Türkisch und Romani Amtssprachen.
Der Kosovo erklärte am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien. Bislang wurde diese von 81 Staaten anerkannt (vgl. http://kosovothanksyou.com/, Stand: 31.08.2011), darunter den USA und den meisten EU-Ländern. Serbien hingegen sieht das Kosovo weiterhin als eigene Provinz an.
1.1.2. EU. Die Europäische Union, die aus wirtschaftlichen Interessen nach dem Zweiten Weltkrieg als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft entstand, ist heute durch die europäische Integration mehr als ein Staatenbund, aber weniger als ein Bundesstaat. Sie wird in der Politikwissenschaft deswegen auch als sui generis angesehen. Aufgrund der Struktur der Europäischen Union, selbstständige EU-Institutionen und von Mitgliedsstaaten dominierte Institutionen, wird diese Arbeit beide Aspekte berücksichtigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Friedenskonsolidierungsprozess des Kosovo ein, definiert die zentralen Begriffe und skizziert den Forschungsrahmen sowie die Untersuchungshypothese.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert das Konzept der Friedenskonsolidierung, die Rolle der UNMIK sowie das Engagement der EU im Kosovo, insbesondere unter Berücksichtigung der Herausforderungen durch die Statusfrage.
3. Schlussteil: Der Schlussteil überprüft die aufgestellte Hypothese zur uneinheitlichen EU-Haltung und zieht ein Fazit über die Rolle der EU als Akteur im Friedenskonsolidierungsprozess.
4. Literatur: Dieser Abschnitt enthält das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Materialien.
Schlüsselwörter
Kosovo, Europäische Union, Friedenskonsolidierung, UNMIK, EULEX, Statusfrage, Außenpolitik, Staatlichkeit, Konfliktbewältigung, Westbalkan, Beitrittsperspektive, Legitimation, internationale Missionen, Unabhängigkeitserklärung, Visaliberalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Friedenskonsolidierungsprozess im Kosovo und der Rolle, die die Europäische Union dabei spielt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind das Konzept der Friedenskonsolidierung, die historische Genese des Kosovo-Konflikts, die UN-Mission UNMIK sowie die interne Kohärenz der EU in der Außenpolitik gegenüber dem Kosovo.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es herauszufinden, inwiefern die uneinheitliche Haltung der EU-Mitgliedsstaaten bezüglich des Status des Kosovo die Legitimation der EU als externer Friedenskonsolidierer schwächt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse der außenpolitischen Handlungsfähigkeit und der institutionellen Rolle der EU unter Einbeziehung von Literatur und offiziellen Dokumenten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der UN-Mission, das EU-Engagement im Aufbau von Institutionen, die Rolle der Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX und die Gründe für die Uneinigkeit innerhalb der EU.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kosovo, EU, Friedenskonsolidierung, Statusfrage, UNMIK, EULEX, Außenpolitik und Legitimation.
Welchen Einfluss hat die interne Uneinigkeit der EU auf den Kosovo-Prozess?
Die Uneinigkeit erschwert eine geschlossene Politik, was besonders bei Maßnahmen wie der Visaliberalisierung deutlich wird und die Glaubwürdigkeit der EU bei der Bevölkerung beeinflussen kann.
Warum ist die "Beitrittsperspektive" für das Kosovo so wichtig?
Sie gilt als entscheidender Faktor für die Legitimation der EU vor Ort, da die Bevölkerung des ehemaligen Jugoslawiens eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und politischen Lage mit der EU verbindet.
- Quote paper
- Shkelzen Hasani (Author), 2011, Die Rolle der EU im Friedenskonsoldierungsprozess im Kosovo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190454