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Werbefilm als Experimentierfeld: Eine Untersuchung über den Werbefilm der 20er und 30er Jahre

Title: Werbefilm als Experimentierfeld: Eine Untersuchung über den Werbefilm der 20er und 30er Jahre

Term Paper , 2003 , 24 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jose David del Rio Garcia (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Hausarbeit liegt der Schwerpunkt darin, die
Werbefilmentwicklung sowohl von ihrer technischen als auch von ihrer
inhaltlich-ästhetischen Seite zu behandeln. Hauptaugenmerk dieses
Beitrages soll die nähere Verfolgung der Beziehung zwischen Technik
und Kunst in einem beschränkten Zeitraum und in einer bestimmten
Filmbranche sein: Der Werbefilm. Welche Merkmale haben die
Erscheinung Werbefilm charakterisiert? War es eine verkaufsfördernde
Maßnahme oder bedeutete er vielmehr eine Plattform, den
Ideenreichtum neuer und altbewährter Künstler zu verwerten?
Bestimmten die technischen Errungenschaften das Erscheinungstempo
der inhaltlich-ästhetischen Impulse? Welche Synergiekräfte
ermöglichten diese produktive Zusammenarbeit? Unter welchen
Bedingungen führte diese gemeinsame Arbeit zum Erfolg?.
Im chronologischen Hausarbeitsaufbau wird diesen Leitfragen
nachgegangen mit der Absicht, dem Leser die zum Teil verkannte
Erfolgsgeschichte dieses Filmmetiers zu zeigen. Das Subgenre
Werbefilm wechselte im Laufe der Zeit drastisch seine Rolle von
Begleiterscheinung der Filmindustrie wurde es später als
Propagandafilm zu Kriegszwecken missbraucht und in seinem Zenit
war es als unerlässlichen Experimentierkasten, wo die innovativsten
Ideen ausprobiert werden konnten. Anhand dieser Tatsache soll die
Hausarbeit herausfinden, welcher Bezug zwischen technischem
Fortschritt und ästhetischem Impuls besteht und welchen Stellenwert
der Werbefilm zur damaligen Zeit in der Filmindustrie besaß.
Die Literaturrecherche in bezug auf den Werbefilm war stetig mit
Schwierigkeiten behaftet. Es ist folgerichtig so, dass diesem Subgenre
bis Dato von der Wissenschaft wenig Beachtung geschenkt wurde. Die
einzige Herausgabe einer Monographie, welche sich dem Werbefilm
auf inhaltlich-ästhetischer Ebene vollständig widmete, liegt bereits
zwanzig Jahre zurück. Beachtenswert waren die Literaturquellen,
welche zu Anfertigung dieser Hausarbeit herangezogen wurden. Diese
stammten hauptsächlich aus der Dekade der 20er und Anfang der 30er
Jahre. Sie beruhten meistens auf Meinungen oder Kommentaren der
Autoren, ohne dass sie einen methodologischen-wissenschaftlichen
Anspruch hatten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte des Werbefilms 1887 bis1918

2.1 Genesis des Werbefilms: Die Vorreiter und die Anwendungsgebiete

2.2 Anwendungsgebiete des Werbefilms

3. Der Werbefilm und die Experimentierfreudigkeit seiner Betreiber

3.1 Die Avantgarde: Technik und Kunst

3.1.1 Der Avantgardebegriff: Ein kleiner Exkurs

3.1.2 Neue Formen und Techniken im abstrakten/absoluten Werbefilm

3.2 Die ästhetischen Bausteine des Avantgardefilms

3.2.1 Montage als stilbildendes Element

3.2.2 Der Rhythmus als neues stilbildendes Element der Avantgardisten

3.3 Beziehung zwischen Spiel- und Werbefilmindustrie: Geschichte einer Symbiose

3.4 Auswirkung des Werbefilms

4. Hochphase innovativer Tendenzen im Werbefilm (1928-1939)

4.1 Der Film lernt zu sprechen: Die ersten Tonfilme

4.2 Die ersten Farbfilme: Werbefarbfilme

4.3 Werbefilme: Ein Tribut an Oskar Fischinger

4.4 Eine Periode neigt sich dem Ende zu: Der Werbefilm bis das Nazi-Regime

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Werbefilms in den 1920er und 1930er Jahren unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen technischem Fortschritt, künstlerischem Experiment und kommerzieller Anwendung. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, den Stellenwert des Werbefilms als "Experimentierkasten" für innovative filmische Gestaltungsmittel und seine Rolle als Transfermedium für die Spielfilmindustrie zu beleuchten.

  • Die historische Evolution des Werbefilms von den Anfängen bis zum Ende der 1930er Jahre.
  • Die Rolle der Avantgarde-Filmemacher und deren Einfluss auf die Ästhetik des Werbefilms.
  • Technologische Innovationen wie die Einführung von Ton und Farbe in der Werbefilmproduktion.
  • Die Symbiose zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellen Werbezwecken.
  • Die Auswirkungen politischer Rahmenbedingungen auf die experimentelle Filmproduktion.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Neue Formen und Techniken im abstrakten/absoluten Werbefilm

Im Prinzip versuchten die Vertreter des abstrakten/absoluten Films mit den bisherigen Grundgesetzen, welche sich hauptsächlich an dem Theater und an der Malerei orientierten, aufzuhören. Es wurde der maximalen Beleuchtung und der exakten Schärfe die malerische Effekte erzielen sollten, ein Ende gesetzt. Die Exponenten der Filmavantgarde verstanden den Film als neue visuelle Kunst, genauer als ein Medium „was sich radikal nur an sich selbst orientieren darf und an sonst nichts, nicht an Literatur, nicht an Theater, nicht an Schauspielerei und schon gar nicht am Kommerz“ 10. Dieses neue Filmkonzept war Inbegriff der Tendenzen der bildenden Kunst (Dadaismus, Konstruktivismus, Kubismus, Futurismus), mit der die erste Avantgarde des Films eng verbunden war. 11

Dieser innovative Begriff, der auf die Anfänge der 20er Jahre zurückgeht, umfasst Filme, die in Opposition zum kommerziellen Produktionssystem nach den Maßstäben der Kunst hergestellt werden. Allen Kunstrichtungen gemeinsam war die Abkehr von der Darstellung dessen, was bisher als Wirklichkeit postuliert wurde, und die Hinwendung zu neuen Inhalten und zur Abstraktion. Viele Maler suchten außerhalb der Malerei, so in der Musik, nach einem Strukturmodell für ihre abstrakte Kunst. Auf der Suche nach einer weiteren Analogie zur Musik fehlte dem abstrakten Gemälde nur noch die zeitliche Dimension. Folgerichtig stürzten sich bildende Künstler wie Walther Ruttmann mit Symphonie einer Grosstadt, Hans Richter mit Rennsymphonie und Vormittagsspuk, Viking Eggeling mit Diagonalsymphonie auf den Film, das neueste Medium. Der Film war fähig, nicht nur Farbe und Form, sondern auch Rhythmus und Bewegung zu transportieren. In der deutschen Filmszene prägen sie den Ausdruck des absoluten Filmes 12 im Kontext der absoluten Kunst. Unter absolutem Film verstanden sie einen Film, der „von allen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die Untersuchung der Werbefilmentwicklung im Spannungsfeld zwischen Kunst und Technik zu analysieren.

2. Vorgeschichte des Werbefilms 1887 bis1918: Betrachtet die Anfänge des Werbefilms durch Pioniere wie Lumière und Messter und deren erste Anwendungsgebiete.

3. Der Werbefilm und die Experimentierfreudigkeit seiner Betreiber: Erörtert, wie Avantgarde-Künstler das Medium Werbefilm nutzten, um neue ästhetische Formen wie Montage und Rhythmus zu etablieren.

4. Hochphase innovativer Tendenzen im Werbefilm (1928-1939): Analysiert den Einfluss von Ton- und Farbfilm auf die ästhetische Gestaltung und die Rolle von Oskar Fischinger.

5. Schlussbetrachtung: Führt die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Rolle des Werbefilms als Innovationstreiber für den Spielfilm.

6. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und Monographien auf.

Schlüsselwörter

Werbefilm, Avantgarde, Filmgeschichte, Experimentierfilm, Montage, Rhythmus, Tonfilm, Farbfilm, Oskar Fischinger, Filmästhetik, Medienentwicklung, Medienökonomie, Filmkunst, 1920er Jahre, 1930er Jahre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Werbefilms in den 1920er und 1930er Jahren und analysiert, wie technische Innovationen und künstlerische Avantgarde-Experimente das Genre prägten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Beziehung zwischen Kunst und Technik, die Ästhetik des abstrakten Films, der Einfluss technologischer Neuerungen wie Ton und Farbe sowie die wirtschaftliche Verflechtung von Werbe- und Spielfilmindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Werbefilm als "Experimentierkasten" fungierte, in dem innovative Techniken erprobt wurden, die später in den Spielfilm einflossen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin oder der Autor verwendet einen chronologischen Aufbau und eine literaturwissenschaftliche Analyse, um die historische Entwicklung und den Kontext der Werbefilmindustrie aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Avantgarde-Bewegung, der Bedeutung von Montage und Rhythmus als gestalterische Elemente, der Einführung von Ton- und Farbfilm sowie dem Wirken bedeutender Regisseure wie Oskar Fischinger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Werbefilm, Avantgarde, Filmästhetik, experimentelle Filmproduktion, Medienhistorie und künstlerische Innovation im Film.

Welche Rolle spielte Oskar Fischinger in der Entwicklung des Werbefilms?

Fischinger gilt als eine der zentralen Figuren, der die abstrakte Bildsprache konsequent in den Werbefilm übertrug, etwa durch Filme wie "Kreise", und dabei technisch-ästhetische Maßstäbe setzte.

Wie beeinflusste das Nazi-Regime die Werbefilmproduktion am Ende der 1930er Jahre?

Die Machtübernahme führte zu einer verschärften Zensur und einem Kontrollsystem, was viele Avantgarde-Regisseure zur Emigration zwang und die experimentelle Freiheit des Genres drastisch einschränkte.

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Details

Title
Werbefilm als Experimentierfeld: Eine Untersuchung über den Werbefilm der 20er und 30er Jahre
College
University of Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Werbung II
Grade
2
Author
Jose David del Rio Garcia (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V19047
ISBN (eBook)
9783638232654
Language
German
Tags
Werbefilm Experimentierfeld Eine Untersuchung Werbefilm Jahre Werbung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jose David del Rio Garcia (Author), 2003, Werbefilm als Experimentierfeld: Eine Untersuchung über den Werbefilm der 20er und 30er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19047
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